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Wie schafft man es, ein guter Mensch zu sein?

RSenesszance


Mimiko, das uns Unheimliche ist, wir haben alle ein paar "wölfische" Eigenschaften, und es gibt Wissenschaftler, die behaupten, der Urmensch schlummert nur in uns, ist nur von einer dünnen Schicht Zivilisation verdeckt ...

So negativ möchte ich es nicht sehen. Aber ein wenig ist leider dran. Nicht umsonst wurden im Altertum Gebote eingesetzt, um den Wolf in Schach zu halten. Die Religion hat dem damals mehr Nachdruck verliehen als bloße Gesetze. Heute hält uns keine Religion mehr im Zaum, dafür haben wir insgesamt die Humanität zum Ideal erhoben, und Letzteres ist ja auch gut.

Aber auch hier kann wieder nur jeder bei sich ansetzen. Gedankenkontrolle ist nicht verkehrt; ich denke, so wie Du Dich hier hinterfragst, das ist schon eine Menge. Ansonsten bleibt uns nur die Akzeptanz dessen was ist, uns selbst anzunehmen mit dem Guten UND dem Bösen. Das Streben nach dem Guten ist das, was wir tun können, perfekt werden wir nie werden, jedenfalls nicht in diesem Leben.

LG Renee

a;.Zfixsh


Wölfe sind äußerst soziale Tiere. Menschen auch. Ich kann an diesem Bild vom "bösen Tierischen", dass wir "in Zaum halten" nichts finden. Das erweckt mir zu sehr das Bild vom heldenhaften Menschen, der tagtäglich das Böse in sich niederringt und jeder 'Rückfall' relativiert sich durch dieses Märtyrier-Dasein wieder, man hats halt schwer.. nope.

RrenessaIn{cxe


das Bild vom heldenhaften Menschen, der tagtäglich das Böse in sich niederringt und jeder 'Rückfall' relativiert sich durch dieses Märtyrier-Dasein wieder, man hats halt schwer.. nope.

Nee. Den "Wolf" hab ich als Sinnbild in Gänsefüßchen gesetzt. Und wieso Märtyrer? Ich schrieb doch gerade von der Akzeptanz der guten und der bösen Anteile. Reden wir aneinander vorbei? ???

a5.fixsh


Nee, ich fand Deinen Post widersprüchlich. Einerseits das "Böse" das alletage seine Finger nach uns ausstreckt und dem wir durch (angeblich) von Außen aufdoktrinierte Reglen (Religion, Humanismus) widerstehen – andererseits dann das versöhnliche Fazit, was ja immer gern gezogen wird: man muss beides liebhaben, dann wird das schon.

(irgendwie ist es mir gerade unmöglich, nicht giftig zu klingen – hat nichts mir Dir zu tun)

Ich denke: Religion und Humanismus kommt von von irgendher, das haben sich Menschen ausgedacht, weil sie so sein wollen. Ich sehe darin nicht die Bestätigung des Schlechten in uns, sondern den Ausdruck unserer Ideale. In uns lauert kein "Urmensch" – wir sind Menschen, so ur wie es nur irgendwie geht.

S9iebdenGxrad


Für mich heißt es, ein guter Mensch zu sein, vorallem, Gerechtigkeit auszuüben. Fair sein, hilfsbereit sein und sich von Vorurteilen frei zu machen. Und das aus einer angeborenen inneren Überzeugung hinaus.

R.e#neLss.anxce


(irgendwie ist es mir gerade unmöglich, nicht giftig zu klingen – hat nichts mir Dir zu tun)

Also, ich finde dieses Fazit der Akzeptanz ALLER Anteile tatsächlich versöhnlich, für mich liegt da gar kein Widerspruch. Und wir sind uns einig darin: Wir sind "ur", also GIBTS doch beides, Gut und Böse, auch in Deinem Verständnis. ???

Du meinst, diese Anteile sind nicht zu bekämpfen, und ich meine dasselbe. Wenn ich vom Streben nach dem Guten schreibe, so rede ich nicht von Kampf gegen diese Anteile in uns – wichtig! Das Gute aber pflegen, ihm den Vorrang geben – Du kannst es so und so nennen – DAS finde ich schon richtig. Du nicht?

RpenesrsaEncxe


Vergessen: Warum macht Dich das giftig? Verstehe ich nicht.

aY.fixsh


Macht es nicht. Die üble Laune kommt gerade von anderweitigen Informationen, die mir meine eigene, schöne Theorie vom verbesserungswilligen Menschen madig machen. Ich red hier also gerade meinen eigenen, aufkommenden Frust an. ;-)

Also, ich finde dieses Fazit der Akzeptanz ALLER Anteile tatsächlich versöhnlich, für mich liegt da gar kein Widerspruch.

Den Widerspruch sehe ich darin, dass man (nicht Du im speziellen, vielleicht Du gar nicht, ich weiß ja abseits von diesem kurzen Post hier gar nichts ) sich mit solchen Bildern wie dem "Urmensch", dem "Wolf", dem "Bösen" auf doppelbödige Art von negativen Gedanken, Handlungen und Charakterzügen distanziert. Indem man sie nämlich personifiziert, um angeblich über sich selbst zu sprechen, man manifestiert sie aber als etwas "anderes" – nicht ich ich, sondern der Urmensch. Oder der Teufel – Religionen haben genau das ja zum Glaubensprinzip gemacht.

Ich mag nicht vom 'Bösen (Anteilen) in mir' sprechen – da ist nichts in mir, außer mir selbst.

a|.fi#sh


PS.: und deshalb gibt es nichts zu bekämpfen. Ich kann mich so oder so verhalten, das obliegt meiner Entscheidung. Glaub ich. Will ich glauben.

RheVnessaxnce


Ach so, okay. *maldenfishstreichle,damitsihmbaldbessergeht* ;-)

Rne.nes4sanxce


Zur Sache noch: Mir hilft ein Sinnbild wie der "Wolf" in der Tat, Abstand zu finden zu den "Anteilen". Weißt Du, in meiner Familiengeschichte gibt es etwas sehr Schlimmes, dafür war es wichtig, die Anteile gewissermaßen abzuspalten. Daher bin ich schon ganz froh, dass ich sie heute wieder – versöhnlich – integriert bekomme. (Falls ich mich jetzt nebulös ausgedrückt habe, liegt das an der Sache, ich möchte nicht zu viel schreiben, wegen Wiedererkennung und so ...)

a,.fixsh


Nee, ist ja völlig ok, wenn Du nicht näher darauf eingehen möchtest, ich finde es auch so verständlich. Und Danke, heute ist schon wieder besser. ;-)

RWenes;san<ce


heute ist schon wieder besser.

a.fish

Schön.

Habe heute beim Laufen über die Frage nachgedacht, ob eigentlich "böse" mit "schlecht" gleichzusetzen ist ... so richtig beantworten könnte ich sie immer noch nicht. ???

RbenesMsancxe


Versuch: "Böse" beinhaltet Absicht, "schlecht" betrifft den Kern?

F6elGicit\as2x1


Achtung und Wertschätzung dem anderen Gegenüber in jeder Situation....beurteile einen Menschen nicht nach seinen Worten, sondern nach seinen Taten....habe vergessen von wem das Zitat ist....hat sich aber schon oft bewahrheitet

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