» »

Sertralin - Angst davor

F`lyin}gtuirtle hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe bisher mit Mirtazapin gute Erfahrungen gemacht, aber nach 4 Jahren muss ich nun das AD wechseln. Meine Ärztin empfahl Sertralin und ich sollte mich in einer Woche auf 50mg "hochschleichen". Habe allerdings Probleme mit Zittern und Übelkeit und brauche nun dringend seelischen Beistand und gute Tipps wie man durch die erste Zeit kommt, ohne Angst vor dem Medikament zu bekommen. Wie ist es Euch mit Sertralin ergangen?

Antworten
dJistMan<ce x1


Wie ist es Euch mit Sertralin ergangen?

Gut.

Da du ja schon Mirtazapin gut vertragen und gute Erfahrungen gemacht hast, dürfte es keine Probleme geben.

Sertralin war für mich das Einstiegsmedikament und ich hatte so ziemlich sämtliche Nebenwirkungen, die sich aber nach und nach gegeben haben.

Letztendlich habe ich das Medikament gut vertragen.

Viel Glück und mach dir keinen Kopf. Alles wird gut.

@:)

FqlyiTngtWurxtle


Kannst Du noch einmal "nach und nach" näher definieren?

Ansonsten vielen herzlichen Dank - das ist genau die Antwort, die ich momentan brauche, denn es geht ja wohl leider anfangs ein wenig ums Durchhalten....

Also lieben Dank und lass es Dir weiter gut gehen.

doistapncex 1


Mit nachund nach meine ich, dass ich anfangs schon extreme Probleme hatte. Wie gesagt, Sertralin war für mich das Erstmedikament. Also nicht zu vergleichen mit dir.

Zurerst hatte ich wieder meine Panikattacken, Ängste, Durchfall.

Aber das war mir alles bekannt und ich wußte, dass das nachläßt.

Ich habe das ganz schnell überwunden.

Bei dir werden sich diese Nebenerscheinungen nicht einstellen, da du ja schon ein anderes Medi genommen hast.

Lass dich darauf ein und du wirst eine schnelle Besserung bemerken.

Die Nebenwirkungen, die ich hatte, waren auch nicht so extrem, dass ich das Medi absetzen wollte. Es ist immer eine Frage des Zustandes. Wenn es mir schlecht geht, dann bin ich in jedem Fall bereit, ein Medikament zu nehmen. Ich will ja, dass es mir besser geht.

Und das wird auch bei dir so sein. Freu dich drauf. Auf die bessere Lebensqualität.

@:) *:)

FalyiOngtur)tlxe


tja also, so ganz ohne Nebenwirkungen geht es bei mir trotz Mirtazain (da hatte ich keine) leider eben doch nicht. Mirtazapin gehört, meine ich, in eine andere Wirkstoffgruppe und die setzt an anderer Stelle an. Deshalb kann man die beiden Medikamente auch parallel nehmen (was ich nicht muss). Zum Einschleichen des Sertralins hat mir meine Ärztin Zopiclon für die Nacht gegeben, da habe ich natürlich haarscharf geschlossen, dass sie mit Nebenwirkungen rechnet... und prompt... wie das bei "Psychos" halt so ist!

Aber die Aufmunterung tut richtig gut. Mir gehts auch so schlecht, dass ich nicht abbrechen werde aber ich habe im Vorfeld leider so viel Gewicht verloren, dass ich mit der Übelkeit echt ein Problem habe.

Liebe Grüße @:)

d:istaanxce 1


Gehe da positiv ran. Es ist immer die Einstellung dazu wichtig. Wenn es dir hilft, mach es.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass das gut verläuft und es dir schnell besser geht.

@:) :)*

FSly<ing tuxrtle


Dann werde ich mich mal ran machen. Die Nächte sind ja immer das einfachste, so dass ich jetzt ganz entspannt bin. Morgen gehts dann weiter...

Ich wünsche Dir eine gute Nacht :)*

...und bin ganz froh und glücklich über deine Antworten.

dFistavn-ce 1


Berichte doch mal, wie es dir so ergeht und wie du das Medikament verträgst.

*:)

F lyinngturtxle


Tagsüber ist es halt immer schwierig. Habe mit dem Sertralin ganz niedrig dosiert begonnnen und trotzdem das Gefühl, ich bin in den Wechseljahren (dabei weiß ich noch gar nicht, wie das ist...):

Mal heiß, mal kalt, meist zittrig und übel. Kein Appetit! Esse aber fleißig. Zum Glück gehts irgendwie runter und ich muss auch nicht selber kochen, dass übernimmt mein netter Mann für mich. x:)

Begonnen habe ich mit dem Sertralin letzten Mittwoch. Meine (neue) Psychologin hatte mir gesagt, als "Ersatz" für Mirtazapin gäbe es kein einzelnes Mittel, sondern ich solle eben Zopiclon (abends, 7,5mg) und Sertralin morgens (4 mal 25mg, dann 50mg) einnehmen. Parallel dazu das Mirtazapin absetzen. Am Freitag habe ich sie darüber informiert, dass es mir sehr schlecht (v.a. übel, zittrig) geht und sie ermunterte mich, einen Tag mit dem Sertralin auszusetzen und noch eine letzte Tablette Mirtazapin zu nehmen, dann mit 12,5mg Sertralin erneut zu starten.

Nun habe ich natürlich keinen Überblick, woher meine momentanen Beschwerden kommen. Vermutlich tut auch das Absetzen des langjährigen Medikamentes seinen Teil dazu und ich frage mich, ob das überhaupt nötig ist. Habe schon mehrfach gelesen, dass die beiden Medis parallel genommen werden. Mit dem Zopiclon schlafe ich zwar schnell, tief und traumlos aber bin auch nach 6 Stunden "hallo wach!" - und das reicht mir definitiv nicht.

Tja, so siehts bei mir zur Zeit aus: Nerve meine Familie und bin froh, wenn morgen die Schul- und Arbeitswoche wieder beginnt. Dienstag gehts dann wieder zur Psychologin und bis dahin werde ich halt irgendwie durchhalten. Aber darin ist man mit der Zeit ja geübt...

Liebe Grüße @:)

dUisztan0ce x1


Danke für deinen Bericht.

Halte durch, die negativen Begleiterscheinungen hatte ich auch.

Ich wünsche dir gute Besserung.

Z8woack4x4


"Kein Ersatz für Mirtazapin" ist stark mißverständlich oder zumindest erklärungsbedürftig. Mirtazapin ist ein tetracyclisches AD, das als SNRI wirkt. Es gibt sowohl andere tetracyclische ADs als auch andere SNRIs. Sertralin hat hervorragend gegen meine Depressionen gewirkt, machte mich allerdings photosensibel und führte zu exotischen Schweißausbrüchen, so dass ich es absetzen mußte. Gut, dass es eine genügend große AD-Auswahl gibt!

Hfasenhreixch


Wieso musst Du denn das Medikament wechseln, wenn Du doch so gut damit klarkamst? - Das verstehe ich irgendwie nicht. ":/ ":/

F;lyingdturtxle


distance 1:

Vielen Dank für das weitere Mutmachen!

zwack44:

ja, mittlerweile frage ich micht auch, was das mit dem "kein Ersatz" sollte, habe es aber zunächst so hingenommen. Danke auch Dir für die Infos!

euch beiden:

Habe es heute (Sonntag) geschafft, meinen Lieblingsinternisten zu erreichen und er hat es wiederum geschafft, die betreffende Psychiaterin zu kontaktieren. Jetzt ist es wohl so, dass die Probleme genauso vom Absetzen des Mirtazapins als auch vom Einschleichen des Sertralins kommen können. Also gibt´s heute Abend auch wieder 15mg Mirtazapin und dann sehen wir weiter. Es ist wohl immer auch ein großes Probieren...

Vielen Dank für die guten Wünsche und hilfreichen Infos :-)

HGexschen6x9


Hallo, also ich nehme schon zum 2x Sertralin...als erstes möchte ich euch sagen,dass JEDER anders auf dieses Medikament reagiert.

Ich habe mit 50mg einschleichen (3 Tage) und dann auf 100mg erhöht angefangen.

Meine Weinerlichkeit (schrecklich) war sofort vorbei...bei Angst und Panik würde ich IMMER ein Diazepam dazu nehmen.Ausserdem wundert mich-hat euch kein Arzt gesagt,dass die Symptome auch zu Anfangs schlimmer werden können? (Darum auch Diazepam dazu aber nicht mehr als 5mg).

Man muss Sértralin schon ca. 6-12 Monate nehmen um zu sagen jetzt gehts mir besser.

Bei Depression ist es super-bei Angst/Panik würde ich zu etwas anderem greifen,dass speziell dafür ist.

lg

Hexchen69 :)z

F3lyi ngtuLrtlxe


Hallo Hasenreich,

Dein Beitrag kam wohl im Forum an, als ich gerade am Schreiben war..

Das Mirtazapin habe ich seit August 2008 genommen, zunächst 15mg, seit Angfang 2009 täglich 7,5mg. Warum ich es nach Beendigung der Gesprächstherapie (Anfang 2010) nie ausgeschlichen habe, weiß ich nicht. Vermutlich weil es mir einfach gut ging und mir keiner davon abgeraten hat, es zu nehmen (meine Hausärztin verschrieb es, nachdem es mir in der Klinik empfohlen worden war).

Im vergangenen Jahr ging es mir schlechter. Dazu muss ich sagen, dass meine Symptome immer auf den Magen-Darm-Trakt beschränkt waren. Sozusagen "Panik im Bauch". Da wollte meine Hausärztin wieder den ganzen Törn mit Magen- und Darmspiegelung, MRT, Sono,... anfangen und weil ich das nicht wollte (weil mir klar war, was rauskommt) hat Sie mir geraten: "Dann erhöhen Sie doch einfach das AD".

Das habe ich dann getan, zunächst auf 15, dann auf 22,5 und letztendlich auf 30mg. Zu dem Zeitpunkt war ich dann schon wieder 2x im KKH gewesen mit all den Untersuchungen, die ich eigentlich nicht wollte (s.o.) und mit dem Ergebnis, dass organisch alles in Ordnung ist. Einzig der Gynäkologe fand eine Endometriose in der Gebärmutterwand und entfernte die GM.

So, und nun ist eben diese absolute Erschöpfung gepaart mit Gewichtsabnahme und Übelkeit offnbar nicht mehr mit dem Mirtazapin (allein) zu beheben.

Wie ich in meiner letzten Mitteilung geschrieben habe, soll ich es ja nun weiter nehmen, aber das Sertralin eben dazu. Mir wäre es natürlich lieber gewesen, es gäbe ein Mittel, zumal das Sertralin mir meine Symptome (hoffentlich vorübergehend) sehr verstärkt.

Liebe Grüße

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH