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Sertralin - Angst davor

F/lyingKturtxle


Und schon wieder wach...

Habe eine meiner Sertralinnächte hinter mir - puh! Kann mir kaum vorstellen, dass Schlafmangel meinen Zustand verbessert.

Das Zopiclon nehme ich nicht mehr, weil ich davon immer schlief, wie in Narkose (traumlos, wie ausgeschaltet) und mir nach dem Wachwerden ganz zittrig war. Das Medikament ist mir nicht geheuer.

Hat jemand von Euch einen guten Tipp, wie man trotz Sertralin gut schläft? Mein Mirtazapin kommt da ganz offensichtlich nicht gegen an...

Z2wackx44


Schlaflosigkeit steht bei den Sertralin-NW an erster Stelle. Jetzt verfalle nicht gleich in Panik, sondern warte erst einmal ab, ob diese NW nicht in den nächsten 2-3 Wochen verschwindet. Im übrigen experimentiert man bei Depressionen auch mit Schlafentzug - soll sich positiv auf das Befinden auswirken.

HCexachen6x9


@ Zwack Ich red aus 10 j Erfahrung mit Sertralin Trittico und co-wenn du keine Diazepam abends nimmst werden die Schlafstörungen BEI MANCHEN bleiben...wie gesagt jeder reagiert anders...aber im Vergleich zu allen anderen AD ist Sertralin ein Segen – finde ich. :-)

F3lyinvgturxtle


Schlafprobleme scheinen bei Sertralin ja an der Tagesordnung. Meine Ärztin meint auch, ich solle vorerst trotzdem bei dem Medikament bleiben. Ihrer Meinung nach werden die NW, wenn Sie nach 1 Woche noch da sind, auch bleiben. WENN das so ist, ist Sertralin nicht das richtige Mittel für mich, denn die ständige Übelkeit kann ich mit dem vorangegangenen Gewichtsverlust nicht tolerieren. Ich habe hier aber schon etliche Aussagen dazu gefunden, dass NW auch noch nach 2-3 Wochen verschwinden können und die Chance, ein wirksames Medikament zu finden, ist ja immerhin auch eine gute Aussicht!

Das mit dem Schlafentzug ist sicher richtig. Ich frage mich aber, wieso ein Mittel erst einmal die Symptome verstärkt. DAS kenne ich von Mirtazapin nicht....

Hhexcphenx69


Dazu musst du einen Pharmazeuten fragen....fast alle AD wirken zuerst verstärkt...leider...und keiner sagts einem.....friss oder stirb.

Ich bin was das betrifft einen bissl auf Kriegsfuß mit den Psychologen und Hausärzten...die wenigsten kenn sich da wirklich aus....bei uns in Ö gibts sogar Kliniken wo man sich selber "einweisen" kann. Also wenns gar nicht mehr geht. Find i toll.

Ein guter Tipp: abends 5mg Gewacalm :-D

Folyin5gtumrtlxe


Da bin ich tatsächlich sehr erstaunt über die Ärzte. Immerhin erwartet man von mir als Bauingenieurin auch, dass der Dämmstoff nicht erst im 3. Jahr wirkt.... Und vor allem: Das niemandem in der Zeit die sprichwörtliche "Decke auf den Kopf fällt"!

Selbst einweisen geht hier, glaube ich, auch. Aber dann muss man schon einen echten Notfall nachweisen und landet u.U. auf der geschlossenen...

Meine Ärztin fand es nicht gut, dass ich das Mirtazapin erst einmal nicht absetzten, sondern das Sertralin erst einmal einschleichen will. Ich möchte aber nicht Absetz- und Einschleichproblematiken überlagern.

Nun geht es erst einmal weiter, wie gehabt

LG

Hwexch@enx69


Sag mal warum will deine Ärztin das überhaupt? Sertralin wirkt ja ganz anders und das Mirtazapin ist ja auch bei Schmerzbehandlungen im Einsatz....komisch...was das "einweisen" betrifft: ist bei uns offen...also auch wenn du kurz vorm überschnappen bist....versteh ich das richtig: du setzt das nicht ab und nimmst gleichzeitig Sertralin ??? ??? ? ":/

Z=wacxk44


Ich möchte aber nicht Absetz- und Einschleichproblematiken überlagern.

Deine Sorge ist wahrscheinlich überflüssig. Bei AD-Wechsel kann man in den allermeisten Fällen nahtlos wechseln, ohne dass es zu den von Dir gefürchteten Problemen kommt. Ich habe im Laufe der Jahre über 30 ADs probiert, immer auf diese Weise gewechselt und nie Probleme gehabt.

F?lyi1ngtqurtxle


Du liest das ja richtig aufmerksam!

Also: Mirtazapin hatte ich nach Rücksprache mit meinem Internisten im Mai einmal auf 30mg hochgesetzt, weil zu dem Zeitpunkt bei mir die Gewichtsreduktion durch Übelkeit und Darmkrämpfe wieder ein erhebliches Ausmass angenommen hatte. Begonnen hatte alles 1 Jahr zuvor mit EHEC (das war hier im Norden eine ganze Weile Thema, eine gute Freundin von mir war sehr erkrankt). Zu dem Zeitpunkt hat sich also mein Reizdarm (das ist die eigentliche Problematik) wieder gemeldet. Den hatte ich bis dato mit Mirtazapin gut "im Griff". Nun brachte aber das Heraufsetzen der Dosis keinen weiteren Nutzen, da die sedierende Wirkung wohl vor allem im Bereich niedriger Dosierung auftritt. Ohje, - habe ich mich verständlich ausgedrückt?

Aufgrund meines kürzer werdenden Zyklusses kamen die Beschwerden "zwischen den Tagen" gar nicht mehr zur Ruhe und dann kam eben die OP mit der hoffnungsvollen Aussage, dass der Störenfried beseitigt ist.

So, und nun geht es eben nicht bergauf, die Beschwerden werden psychisch immer belastender und jetzt ist die Psychologin, die ich letzte Woche erstmals aufgesucht habe, der Meinung, ich solle es mit Sertralin versuchen. Ich bin voll und ganz Deiner Meinun, dass sich die Frage stellt, warum so ein ganz und gar anders wirkendes Mittel genommen werden soll.

Und dass ich das Mirtazapin nicht einfach so weglassen möchte, war mein Wunsch, denn ich habe es ja nun seit 4 Jahren "im Blut" und da wollte ich mir nicht auch noch irgendwelche Probleme durch das Absetzen ans Bein binden, wenn ich andererseits die anfänglichen NW des Sertralins aushalten muss (das sind nämlich dieselben Symptome und ausgerechnet auch noch meine Schwachstellen).

FxlyiVngturFtle


@ zwack44:

Da hat sich zeitlich wieder was überschnitten.

ICH wollte die Wirkstoffgruppe gar nicht wechseln, aber meine Ärztin war der Meinung, so wäre es am besten. Und da nun Mirtazapin sedierend und Sertralin antriebssteigernd wirkt und zudem eben beide Medis an ganz anderer Stelle "ansetzen" (du hast es ja in Deinem Beitrag am 23. selbst festgestellt) habe ich mich eben nicht getraut... Es werden die beiden wohl aber nicht selten zusammen verschrieben (eben weil sich ihre NW aufheben sollen). Da sehe ich eigentlich im Moment kein Problem. Ich kann mir nur nicht vorstellen, was ich (und insbesondere mein Darm) mit diesem Booster (Sertralin) anfangen sollen? Ich würd mir was wünschen, dass dick und träge macht!

LG

H]exchexn69


Also ist dein Reizdarm das eigentliche Problem ???

Hattest du auch EHEC ??? :-o

ZRwack-44


Ich würd mir was wünschen, dass dick und träge macht!

Das sollte im Prinzip kein Problem sein. Die meisten Patienten haben das umgekehrte Problem und für DIE gibt es nur ungefähr eine Handvoll ADs.

H]ex[c9henx69


@zwack Personen mit Reizdarm können nicht zunehmen!!!! :)z

ZCwapck4x4


Das mag schon sein, Hexchen, aber unter diesen Umständen wird man ja wohl besser kein nicht-sedierendes AD (wie Sertralin) verordnen, oder?

F6lyingMturtlxe


Ich hatte kein EHEC aber sofort Symptome, als ich davon am Telefon hörte und eben unnatürliche Angst davor, es zu bekommen...

Das mit dem Zunehmen mit Reizdarm ist u.U. tatsächlich ein ganz großes Problem. Zur Zeit wiege ich bei einer Größe von 167cm noch 49kg. DAS ist schrecklich - und: Nein, ich habe wirklich keine Essstörung und habe vor einem Jahr auch noch 62kg gewogen (das hatte ich vor 4 Jahren mit Mirtazapin "geschafft" und war froh darüber).

Mit dem Sertralin ist es mir nun wirklich nicht geheuer. Vor allem glaube ich, dass ich noch einmal abgenommen habe, will mich aber auch nicht völlig verrückt machen und dauernd auf die Waage steigen.

Ich habe mich jetzt um einen Termin bei einem zweiten Psychiater bemüht. Denn ich finde es genauso fraglich wie "Zwack44" ob Sertralin das richtige Medikament für mich ist.

GlG

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