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Warum rege ich mich nur so leicht auf????

S)ahnegibrl0x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich weiß nicht was los ist, aber in letzter Zeit werde ich immer so schnell wütend. Ich rege mich dann auch schon über Kleinigkeiten auf und mache aus einer Mücke einen Elefanten. Ich bin ganz gelassen, aber sobald mir irgendwer quer kommt oder irgendwas nicht gleich auf Anhieb klappt oder komplizierter ist als ich vorher dachte (selbst wenn es sich immer nur um absolut unwichtige Kleinigkeiten handelt) werde ich wütend und ärgere mich. Meistens ist das bei der Arbeit der Fall und wenn ich mich dann wieder in Rage rede, dann kriegen das in der Regel immer Unschuldige ab. Mir tut das ja auch leid und ich weiß ja auch, dass ich manchmal total überreagiere, aber in dem Moment gehen dann einfach die Pferde mit mir durch versteht ihr?

Ich habe einfach das Gefühl der generellen Unzufriedenheit und Anspannung, aber weiß nicht warum. Ich wohne in einer wunderschönen Stadt, habe Freunde, habe einen guten und sicheren Job und müsste doch eigentlich zufrieden sein, oder?!? Okay, ich bin schon eine ganze Weile Single, aber damit komme ich in der Regel auch zurecht (klar wünscht man sich ab und an einen Partner an der Seite, aber meistens macht es mir nichts aus momentan alleine zu sein). Mir fällt wirklich nichts ein, was der Grund für diese Unzufriedenheit, innere Anspannung und dieses schnelle aufregen sein kann.

Ich fühle mich bei der Arbeit auch nicht überfordert oder sowas und kann auch sehr gut abschalten sobald ich das Büro verlassen habe. Meine Kollegin (sie kriegt mein leichts Aufregen meistens mit) vermutet das Burn-Out-Syndrom wegen der Arbeit, aber das schließe ich eigentlich selber eher aus.

Was meint ihr denn, woran mein leichtes Aufregen liegen kann? Ich habe ja schon vermutet dass ich einfach urlaubsreif bin (habe dieses Jahr kaum Urlaub gehabt), aber gerade erst habe ich 2 Wochen am Stück frei gehabt und trotzdem rege ich mich immer wegen jeder Kleinigkeit auf. Ich würde so gerne wieder gelassener und entspannter werden und möchte nicht immer sofort aus einer Mücke einen Elefanten machen und so verbissen sein (empfinde mich manchmal selber so), aber ich weiß nicht wie. Ich weiß auch nicht, wie ich den Grund für meine Unzufriedenheit rausfinden kann. Ich vermute ja irgendwie, dass es doch an meinem Singledasein liegt, aber wie gesagt vermute ich das nur weil mir nichts anderes einfällt. Ich bin momentan einfach total hilflos...

Antworten
SQahnetgirl0x3


Die Wechseljahre können es übrigens nicht sein - bin erst Mitte 20... ;-)

SMahnVegirxl03


Hat keiner eine Idee woran es liegen könnte, dass ich mich so leicht aufrege?

Sjhojxo


Tu mal das, was ich gerade getan habe – geh in die Liste der Fäden, in denen Du etwas geschrieben hast, um Dir einen Überblick zu verschaffen. Stell Dir vor, das wärst nicht Du, sondern eine fremde Person. Was für einen Eindruck hast Du?

Ich schreibe im nächsten Eintrag meine eigenen Eindrücke, die beim kurzen Überfliegen fast ausschließlich der Titel entstanden sind, halte es aber für eine gute Idee, wenn Du den Beitrag erst liest, wenn Du selbst mal geschaut hast – eigene Gedanken und Erkenntnisse zum eigenen Leben sind ja brauchbarer und tiefgreifender als Mutmaßungen von Fremden.

WJatBerli2


Hey, das kenn ich auch. Hmm, manchmal denke ich schon, dass es am Stress liegen kann. Ich habe z.B. immer Doppelbelastung: Studium und Arbeit. Da bin ich manchmal wirklich angepisst, wenn z.B. die Bahn Verspätung hat und ich dann wieder Zeit verschwende oder wenn ein Kunde mit blödkommt und ich mir denke "Du Assi, hast du nüscht besseres zu tun, als mich vollzuheulen? ICH schon!".

Und das war eigentlich auch bei meinem alten Job der Hauptaufreger: Ich hatte immer "was besseres" zu tun, als dort zu arbeiten, weil ich den Job und das ganze Klima einfach zum Kotzen fand. Jetzt bin ich in einem netten Klima und rege mich automatisch viel weniger auf, weil ich ganz anders zur Arbeit komme... nämlich z.B. um Kollegen und nette Vorgesetzte zu sehen, der Job an sich macht auch mehr Spaß und die Kunden sind netter (aber selbst wenn sie es nicht sind: ICH bin einfach fröhlicher drauf und kann das besser ab).

Ansonsten hilft nix, außer sich immer zu sagen, dass sich Aufregen nicht lohnt... viele Sachen erledigen sich recht schnell, da lohnt es sich doch gar nicht und wenn man sich nicht aufregt (ich sage mir dann "jetzt nicht aufregen!!!"), ist es auch nur halb so schlimm. Der meckernde Kunde ist doch nach 10 Minuten auf Nimmerwiedersehen verschwunden, egal ob ich mich aufrege oder nicht. Außerdem kostet aufregen Energie... ich werd nicht fürs Aufregen bezahlt, ich sollte nur das machen, was ich unbedingt machen muss, und das ist dem Kunden immer den gleichen Scheiß erzählen, egal ob der sich aufregt, das ist nicht mein Problem. ;-) Und irgendwelche Wartezeiten vergehen auch nicht schnell, wenn man sich drüber aufregt... es wird nur noch stressiger, als es eh schon ist. ":/

SIh<ojo


So. Mein oberflächlicher und allererster Eindruck:

Du hast nahezu ausschließlich in selbsteröffneten Fäden geschrieben, in denen es sich um Dich selbst dreht oder aber um Bekannte und Deine kritischen Gedanken zu dem, was sie tun. Viele Fäden beschäftigen sich mit Dates, Männern und der Frage nach Samenspenden. Ich weiß nicht, ob Du selbst über KinsSo. Mein oberflächlicher und allererster Eindruck:

Du hast nahezu ausschließlich eigene Fäden eröfffnet, in denen es sich um Dich selbst dreht oder aber um Bekannte und Deine kritischen Gedanken zu dem, was sie tun. Ich weiß nicht, ob Du selbst über Kinder nachdenkst (habe nur die Fadentitel überflogen), aber es fällt mir auf, und im Zusammenhang mit dem sehr präsenten Singlesein und auch angesichts Deines Alters frage ich mich, ob da vielleicht irgendwo ganz heimlich eine biologische Uhr herumtickt und die Frage stellt, ob Du Kinder willst oder nicht, und falls ja, wann Du wohl den Mann kennenlernst, mit dem Kinder zu haben schön wäre, und auch der Frage, wie alt Du dann wohl bist, weil man sich ja erst mal kennenlernt und erst mal schwanger ist, und wenn Du in einem Jahr jemanden kennenlernst, ihr vier Jahre zusammen seid, bis ihr euch für ein Kind entscheidet, dann dauert es ein Jahr, bis es klappt, und man ist immerhin fast ein Jahr schwanger – dann bist Du 33, und vielleicht findest Du das schon recht spät für ein (erstes) Kind? Aber vielleicht willst Du ja auch GAR keins, hast aber die Befürchtung, dass Dich noch noch dieser mystische "Kinderwunsch" einholt? Oder vielleicht auf jeden Fall Kinder, aber wenn Du niemanden kennenlernst, der als Vater in Frage käme, was dann? Das einfach mal so in den Raum gestellt – ich kann mir vorstellen, dass solche Fragen und Themen im Hinterkopf und nicht bewusst beackert ganz schön Magengrimmen machen können.

Dazu dann Dein Bruder und jetzt jüngst die unerwarteten Probleme mit Deinen Kollegen – hm. In der gesamtheit habe ich den Eindruck – nach oberflächlicher "Sichtung" und ganz persönlicher Einschätzung, ohne Dich zu kennen – dass Du möglicherweise gerade an einem Punkt bist, an dem Du Dich fragst: "Was will ich eigentlich mit meinem Leben anstellen, und bringt mich das, was ich momentan tu, in die Richtung oder woandershin?" Solche Orientierungsphasen sind zumindest bei mir selbst selten von besonderer Ausgeglichenheit begleitet, vor allem, wenn einige der Antworten nicht so ausfallen, wie ich es gern hätte.

Schxojo


Du hast nahezu ausschließlich eigene Fäden eröfffnet, in denen es sich um Dich selbst dreht oder aber um Bekannte und Deine kritischen Gedanken zu dem, was sie tun.

Das scheint mein kleiner Sohn für einen besonders wichtigen Satz zu halten, denn er hat es mit einem Hopser auf die Tastatur offenbar kopiert und eingefügt, als er mich kurz besucht hat. Das nur so am Rande als eins der vielen Argumente für ein kinderfreies Leben. ;-D

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