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Mobbing und die Spätfolgen

A@K57Ki:t)ten


Ich habe in der Grundschule einen Jungen gemobbt. Ich weiss nichtmal mehr wieso. Ich schätze weil er nicht nicht gewehrt hat. Ich habe ihn rumgeschubst und verhauen und einmal Ketchup über ihn gekippt woraufhin er dann still vor sich hin geweint hat.

Irgendwann habe ich dann aufgehört. Keine Ahnung wieso solche bekloppten Verhaltensweisen entstehen.

Aber: Kinder und Jugendliche können sich nur so benehmen, wenn man sie lässt. Wenn ich dann höre, Lehrer wären "überfordert", kann ich nur lachen. Wie kann man denn als Erwachsener nicht in der Lage sein, kinder in Schach zu halten? mMn hat man dann den falschen Job.

Mobbing müsste viel härter bestraft werden, notfalls mit Schulverweis und Eintrag in die Schulakte oder strafrechtlichen Konsequenzen, denn schlußendlich ist es einfach eine Form (mehr oder weniger leicht) von psychischer und uU physischer Mißhandlung die niemand erdulden müssen soll, da die Konsequenzen tatsächlich verheerend sein können.

Mobbing wird viel zu wenig thematisiert und problematisiert.

Es haben sich doch schon genug Menschen (Jugendliche) deswegen umgebracht. Reicht das nicht um zu sehen,dass das ein Problem ist?

Auch mit Internet-Mobbing sollte man sich auseinandersetzen.

APK57K$itZten


Echt krank was ihr da so schreibt. Das sollten Psychologen mal untersuchen was für Dynamiken da passieren.

Das ist ja teilweise fast Guantanamo light. Da haben die Soldaten die Gefangenen ja auch auf Weisen gequält wo man sich fragt wie man sich sowas überhaupt ausdenken kann.

Das Opfer wird total entmenschtlicht und als "Sandsack" benutzt mit dem man alles machen kann.

Was läuft da falsch? Wie passiert sowas? Wieso passiert sowas?

S^uperMkrxöte


Ak57Kitten

Ich gebe dir Recht. Mein Sohn wurde mit 8 Jahren in der Grundschule von mehreren Jungs verprügelt, welche die festhielten und welche die zuhauten, also in eine Gruppe. Ich sprach die Eltern dazu an und die meinten halt das gehöre dazu "richtige Jungs schlagen sich, das wäre normal" :-o , ja gut, aber mehrere auf einen? Das ist Feige!

Tja, dazu wußten die auch keine Antwort. Und Lehrer "können ja nicht ständig aufpassen", das Kommentar dazu.

Mein Sohn mußte schon öfters Strafarbeiten machen weil er sich gewehrt hat, hätte er dies nicht getan hätte nur der andere Ärger bekommen :-/ .

Von mir bekommt er keinen Ärger wenn er sich wehrt, nur anfangen darf er nicht.

HNuYnterxli


Mein Sohn mußte schon öfters Strafarbeiten machen weil er sich gewehrt hat, hätte er dies nicht getan hätte nur der andere Ärger bekommen .

Von mir bekommt er keinen Ärger wenn er sich wehrt, nur anfangen darf er nicht.

Das ist ja mal unfair :(v :(v man muss sich ja wohl wehren d¨rfen aber ich kenne es genauso.

S{u<pebrkröxte


AK57Kitten Mobber suchen Bestätigung von anderen, die bekommen sie durch das Lachen ihrer Kumanen, sie fühen sich angespornt und geifern nach mehr, nach Anerkennung auf Kosten anderer. Es entsteht eine Gruppendynamik, man erklärt den Mobber als "Feind" und versucht alles erdenkliche zu tun um ihn zu Fall zu bringen. Das größte Ziel ist es das Selbstwertgefühl zu elemimieren, das der gemobbte selbstzweifel bekommt.

So hat es doch im zweiten Herr Hitler geschafft Milionen von Menschen zu Miläufer und Tätern zu machen und Milionen zu Opfern. Mobbing im ganz großem Stil. Das gab es schon immer. Solange man jemanden die Schuld geben kann, nur zu....

Wieso manche so leicht manipulativ sind weiß ich nicht, vielleicht weil sie einmal zu den "Siegern" gehören wollen oder nicht selber zu den "Opfern" :-/ .

H@unRter"li


Was läuft da falsch? Wie passiert sowas? Wieso passiert sowas?

Das ist eine gute Frage wo es wahrscheinlich ganz viele Antworten drauf geben wird.

Es passiert einfach so wenn man es nicht anders kennengelernt hat oder einfach nicht weiss was man tun soll. Vieleicht sind die Mobber teilweise selber krank oder erleben verdammt viel schlimmes.

S3uper<krJötxe


sorry für die vielen peinlichen Rechtschreibfehler und Wörter die ich glatt vergessen hab, hoffe man kanns trotzdem lesen |-o ...

A\lucdard9


Ich bin erstaunt das hier soviel Frauen schreiben. Ich hätte eher ein Verhältnis von etwa 50/50 erwartet.

Aber vielleicht trauen sich Männer seltern überhaupt das Thema anzuschneiden.

Drüber reden würde ich nämlich auch äußerst ungern.

Ich empfinde die die folgen des Mobbing eigentlich genauso schlimm wie das Mobbing an sich.

Dem Mobbing konnte ich immerhin abundzu noch aus dem weg gehen, wenn ich auf dem Nachhauseweg, mich durch die Gassen geschlichen habe. Oder später die Klasse gewechselt hat.

Die Spätfolgen kann man eingrenzen oder Therapieren aber wohl nie ganz verschwinden lassen.

H$uanterxli


Alucard ja ist echt schlimm wünsche dir viel Kraft :)* :)* :)*

Ich glaube viele Männer schämen sich auch dafür gemobbt worden zu sein, dabei gibt es dafür gar keinen Grund. Das ist aber diese ich muss stark sein Verhalten, glaube ich.

lmovea3ble<x3


@ Alucard

Ja ist wirklich erstaunlich. Meinen Freund ging es früher auch mal so. Er hat eine Ausbildung angefangen wo ihn der Chef und auch die Mitarbeiter fertig gemacht haben. Nach einem Jahr hat er aufgehört.

Er hat es verarbeitet. Er sagt, dass ist vorbei. Er hat nun die Ausbildung nochmal bei einem anderen Betrieb gestartet und ist mega glücklich.

Ich bin einfach nur froh, dass es nicht nur mir so geht und bevor ich diesen Thread gelesen habe, habe ich es fast gedacht. Auch, dass man das wenn es einem nicht passieren kann gar nicht nachvollziehen kann. Jedenfalls ist das meine Meinung.

AYlucarxd9


Ich weiß nicht wo ein Traum anfängt und weiß nicht wie schwerweigend das vergangene sein muss. Aber nagblich ist man dann in dem Alter stehengbelieben wo das ganze passiert ist. Ich fühle mich manchmal immernoch wie ein 13jähhriger. LEider bin ich laut Auweiß über 10 Jahre älter. Sehe ich heute Jugendliche in dem Alter zucke ich immer noch etwas zusammen.

Alles was ein Erwachsener können muss kann ich nur eingeschränkt. Z.b Verantwortung übernehmen.

AAlucaxrd9


Trauma net Traum...

JBaXn74


Ich glaube dass..

- es definitiv nicht nur "ein Spaß" ist. Da brechen ganz archaische Muster auf. Es geht bewusst um Macht und Zerstörung des anderen. Dabei kenne ich beide Rollen (war in der Schule phasenweise sowohl Opfer als auch Täter). Kinder sind grausam, es ist wirklich so..

- ich glaube aber, wer Opfer wird, hat häufig eigentlich schon vorher ein Problem. Bei mir war das zumindest eindeutig so. Das eigentliche Problem spielt sich schon vorher in der Kindheit zuhause ab. Wer am schwächsten ist, wird das Opfer, und am schwächsten ist er, weil er schon mit (von Eltern?) gebrochenem Selbstwertgefühl unterwürfig und minderwertig an die anderen Kinder herangeht.

Mist ist es auf jeden Fall, ja. Finds auch krass was für Schäden das anrichtet und wie verharmlosend und ohnmächtig in den Schulen damit umgegangen wird. Eigentlich bräuchte man eine intensive Schulpsychologische Betreuung.. aber in der Realität war es damals eher ein rechtsfreier Raum, wilder Westen, wo die Faust regiert hat (und das war ein humanistisches Gymnasium!).

Hbasen"rezicxh


- ich glaube aber, wer Opfer wird, hat häufig eigentlich schon vorher ein Problem. Bei mir war das zumindest eindeutig so. Das eigentliche Problem spielt sich schon vorher in der Kindheit zuhause ab. Wer am schwächsten ist, wird das Opfer, und am schwächsten ist er, weil er schon mit (von Eltern?) gebrochenem Selbstwertgefühl unterwürfig und minderwertig an die anderen Kinder herangeht.

Dazu kann ich nur entschieden NEIN sagen!

Das Problem, nämlich das Chartakter-Problem hat der Täter! - Und zwar, weil er es anscheinend NICHT gelernt hat, was es heißt, einem anderen mit Respekt, Rücksicht, Höflichkeit und Anstand entgegenzutreten! Und das sollte jedes Kind schon von klein auf lernen! - DA liegt das Problem - nicht bei dem Kind das Opfer wird! - Sonst könnte man ja sagen, das Opfer sei selbst schuld.... :|N :|N :|N :|N :|N - Das Opfer ist aber tatsächlich NIEMALS schuld - sondern IMMER der Täter!

Jjanx74


Was Du schreibst widerspricht aber überhaupt nicht dem was ich geschrieben hab. Zum einen gings bei mir nicht um Schuldzuweisung sondern lediglich um Erklärung, zum anderen kann der Täter auch dann noch einen Charakterfehler haben, wenn das Opfer auch einen hat.

Einer ist halt der "Prügelknabe" (wie das früher so hiess). Und wer ist das? Der Schwächste.

"Schuld" triffts eh nicht gut. Zumindest in der Schule sind das Kinder. Da wirken Strukturen in einem, die man vorher nicht kannte, denen man vermutlich mehr oder weniger ausgeliefert ist. Schuldzuweisungen helfen da nicht weiter. Auch die Täter sind micht moralisch per se verdorben. Viele Opfer sind in anderen Konstellationen selber Täter. "Der Mensch ist einfach so". Schon allein deswegen muss man dem eigentlich intensiv schulpsychologisch entgegenwirken. Ich kenns doch selber.. war Opfer und habe auch mitgemobbt (wie GUT das tut, wenns endlich mal wen anders trifft! Genugtuung). Und ich würde mich keineswegs als unmoralischen Schurken bezeichnen. War allerdings nur kurzzeitig "Täter" oder "Mittäter" und weiss das das Opfer das unbeschadet überstanden hat, dem gehts gut.

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