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Aggressive Zwangsgedanken

JYuleKx87 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben.

Angefangen hat es bei mir vor 4 Jahren (bin jetzt 25), aber nicht mit Zwangsgedanken, sondern mit einem Aufenthalt in der Psychiatrie wegen einer Panikstörung. In der darauffolgenden Therapie hat meine Psychologen die Diagnosen Hypochondrie und selbstunsichere Persönlichkeitsstörung gestellt. Alles hat sich bei mir um die Angst vor den Tod gedreht. Ich hatte Angst selbst krank zu sein oder Opfer einer Gewalttat zu werden und hatte auch Angst, dass es nahestehenden Menschen passiert. Sogar wenn Fremde bestroffen waren und ich es in der Zeitung las oder in den Nachrichten sah ging es mir schlecht und ich machte mir tagelang Gedanken darüber. Auto fahren mache ich ungern bzw. gar nicht mehr, da ich Angst habe jemand zu verletzten. Alles schön und gut, ich hatte es soweit im Griff. Nun kamen Anfang des Jahres diese schrecklichen Gedanken, mir oder meinem Sohn oder meinen Eltern etwas anzutun. Wenn ich ein Messer sehe, dann denke ich drüber nach wie es jetzt wäre damit zuzustechen. Dabei fühle ich mich sehr schlecht und weine häufig danach. Ich habe noch nie jemand verletzt, könnte noch nicht mal ne Maus töten, bin total sensibel und mitfühlend und nun solche Gedanken. Ich versuche die Gedanken immer zuzulassen und konfrontiere mich damit, habe mir auch schon häufig ein Messer an den Hals, Bauch, Handgelenk gehalten, aber tun konnte ich nichts. Kennt das jemand von euch und meint ihr es sind wirklich Zwangsgedanken? Habe wahnsinnige Angst, dass ich doch verrückt werde und irgendwann durchdrehe.

Danke.

LG

Antworten
R,umzr3eicsende


Hallo Jule,

das klingt nach Zwangsgedanken. Suche dir schnell einen spezialisierten Therapeuten. je eher du daran gehst, umso besser. Spontan fällt mir ein, ob du bei bei der [[http://www.tourette-gesellschaft.de/]] fragst, da Tourette auch mit Zwangsgedanken einhergehen kann.

Es wird (wahrscheinlich) nicht von alleine weg gehen. Es wird (wahrscheinlich) von alleine schlimmer. Es wird (sehr wahrscheinlich) mit ner guten, passenden Therapie viel viel besser!

Alles Gute

Jju*leKx87


Danke dir Rumreisende.

Mit Tourette habe ich mich noch nie beschäftig, aber eben mal kurz was drüber gelesen, Tics habe ich eigentlich nicht. Hatte zwar damals mal immer wieder ein Zucken in den Beinen, aber die letzten Jahre eigentlich nicht mehr. Trotzdem Danke für den Tipp. Habe für Dezember schon einen Termin beim Psychiater gemacht und bin auch auf der Suche nach einem Therapieplatz, aber dies gestaltet sich mal wieder schwierig.

LG

L}ärcKhe2


Hallo Julle,

ich hatte über sehr viele Jahre Zwänge und Zwangsgedanken. Bei den ZG ging es meistens auch darum, daß den Personen, die ich am liebsten habe, etwas passiert. Mir ging es dann so schlecht, ich hatte viele Angst- und Schuldgefühle, daß es ohne einen Therapeuten überhaupt nicht mehr gegangen wäre. Ich war 3 Jahre in Gesprächstherapie mit Medikamenten. Das 1. Jahr half mir das alles nichts, es war manchmal sogar noch schlimmer, erst nachdem ich ein bestimmtes Med. bekam, ging es mir langsam besser. Medikamente nehme ich immer noch, aber es geht mir mittlerweile wieder gut. Ich habe zwar immer wieder ZG, die sich mir aufdrängen wollen, kann aber jetzt damit umgehen und sie wegschicken.

Ich konnte übrigens auch überhaupt keine Nachrichten u.ä.anhören, weil ich auch überhaupt nichts Schlimmes mehr hören konnte, sofort ging der Gedankenkreis los. Das ist jetzt manchmal auch noch so.

Es ist gut, daß Du schon einen Termin bei einem Therapeuten hast. Ich wünsche Dir alles Gute.

JQuleKd8x7


Hallo Lärche2,

danke für deine Antwort.

Darf ich dich fragen was für ein Medikament du nimmst? Ich habe damals Citalopram und Doxipin bekommen, aber war ja für die Panikstörung und als ich schwanger wurde habe ich die Medikamene abgesetzt. Als ich im Mai, dann schonmal wegen diesen Gedanken beim Arzt war hat er mir wieder Citalopram verschrieben, aber ist ja kein typisches Medikament bei Zwangsgedanken. Mir ging es zwar dann besser und ich habe es gleich wieder abgesetzt, weil ich der Meinung war auch ohne Medikamente klar zu kommen.

R=umrei:sende


Hallo Jule,

ich meine auch nicht, dass du Tourette hast – der Gedanke war eher, dass die Menschen dort, dir eventuell einen Therapeuten empfehlen können, der auf Zwangsgedanken spezialisiert ist.

Ich würde bei sowas auch ruhig mehrere Eisen im Feuer haben – sprich, versch. Theras anrufen und Termine machen, wegen der Wartezeiten.

Lsärc<hex2


Hallo Jule,

ich bekam im ersten Jahr die verschiedensten Medikamente, mein Arzt wußte bald nicht mehr, welches mir helfen könnte. Aber dann verschrieb er mir "Seroquel" und es dauerte wirklich nicht lange, daß ich aufeinmal einen leichteren Kopf bekam und es mir tatsächlich ein bißchen besser ging. Ich nahm es aber in hoher Dosis, 600 mg. Dieses Medikament ist sehr teuer, vielleicht bekam ich es deshalb erst nach so langer Zeit. Nach etlichen Monaten, in denen es ein auf und ab war mit den ZG, manchmal hatten sie mich trotzdem voill im Griff und ich war sehr verzweifelt (mein Mann war selber schon fix und fertig wegen mir), bekam ich nochmals ein neues Medikament dazu. "Clomipramin 75 mg. Dieses ist sehr spezialisiert gegen ZG. Nachdem ich es ca. 14 Tage genommen habe, ging es mir schon bessr und dann von Monat zu Monat immer ein bißchen besser. Das Seroquel hab ich dann ganz langsam abgesetzt, v on den 600 mg auf 400, nach ca. 3 Wochen auf 200, dann auf 100, und dann ließ ich es ganz weg. Hatte keinerlei Absetznebenwirkungen. Nehme jetzt seit längerem nur noch das Clomipramin 75 und es geht mir gut.

Von dem Citalopram habe ich schon oft gehört, ich glaube nicht, daß es gegen ZG hilft.

ZG haben ja auch nichts mit einer Depression zu tun, sondern sind eine selbstständige Krankheit.

Würde mich wirklich freuen, mal wieder von Dir zu hören.

Wünsche Dir eine gute Restwoche. :)* :)* :)* :)*

Grüße *:) @:)

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