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Morgen Umzug und große Angst davor :(

E}llagAaxnt


"gleicher Studiengang" – damit meinte ich, dass sie an meiner Uni Fach X studierte und dann in unsrer Stadt Fach X weiterstudiert hat. Kannst du nicht eigentlich jetzt versuchen an die Uni zu wechseln, an die du eigentlich wolltest? Also zB fürs nächste Semester nochmal neu bewerben!?

Smunfl>ower_x73


Ich würde jetzt erstmal sagen:

Das ist normaler Anfangsschock!

Mein Studienbeginn ist 13 Jahre her. Von einer ländlichen Kleinstadt in eine 300km entfernte Metropole. Absoluter Kulturschock. Obendrein auch eigene Wohnung statt WG.

Es war hart – und diese erschlagene Gefühl nach den neuen Eindrücken und Anforderungen an der Uni war auch nicht besser.

Ich hab' fast bis Weihnachten gebraucht, mich einzugewöhnen. Der erste Schock war innerhalb eines Monats vorbei, aber bis ich mal einige Tage ohne Tränen und Verzweiflung geschafft habe, hat es halt gedauert. OBWOHL ich Leute kennengelernt habe. Okay, erschwerend kam hinzu, dass das Studienfach eine Fehlentscheidung war...

Ich kann Dir nur raten:

1. Akzeptiere, dass es so ist. Dass es gerade nicht leicht ist.

2. Flüchte NICHT bei jeder Gelegenheit nach Hause. Bleib' am Studienort, erkundige die Gegend, knüpfe Kontakte. Wenn Du jedes Wochenende zu Hause bist, wirst Du irgendwann Aktivitäten vor Ort verpassen.

3. Nimm am Anfang an Aktivitäten teil, auch wenn Du sie blöd und albern findest. Es gibt halt mehr oder weniger sinnvolle Ersti-Veranstaltungen, nimm' da alles mit!

Und:

Sollte es mehr als der normaler Veränderungsschock sein (aufgr. Angsterkrankung): Dann hol' Dir professionelle Hilfe. Du kannst Dir unabhängig von der jetzigen Veränderung Dein Leben NICHT um die Angst herum aufbauen.

Leider klingt ein wenig durch, dass Du zumindest teilweise noch ein wenig unselbstständig bist... Aber vermutlich kannst Du mehr, als Du denkst. Wenn es sein muss.

Alles Gute – Studieren kann nämlich auch richtig Spaß machen!

gvummihbärxli


Danke euch @:) . Die Tipps sind gut, ich werde probieren, mich dran zu halten. Gerade, was das nach Hause fahren angehtn

Heute geht es mir besser, was aber auch daran liegen kann, dass ich doch nach Hause gefahren bin. Ich hab es in der Wohnung nicht ausgehalten, eine lange Geschichte. Denn die Wohnung wirkte auf den ersten Blick super, aber es gibt viele Sachen, die sehr unschön sind. Daher werde ich mich mal nach einer neuen Wohnung umschauen. Ist zwar soof, aber dann werde ich mich sicherlich schon ein bisschen besser fühlen.

Ellagant, das würde ich am Liebsten machen. Aber das Problem ist, mein eines Fach gibt es in dem Sinne an meiner Wunschuni nicht. Außerdem würde ich dann meine Eltern total enttäuschen. Sie sind so stolz, dass ich den Schritt gewagt habe, ich kann es ihnen nicht antun und sagen, dass ich es mir anders überlegt hätte. Ich gebe mir jetzt bis Weihnachten Zeit und wenn es dann nicht besser ist, kann ich mir ja noch überlegen, doch eventuell die Uni zu wechseln.

Heute Nacht habe ich beschlossen, mir auf jeden Fall professionelle Hilfe zu suchen, selbst wenn ich dafür in eine Klinik muss.

Sunflower, ein wenig ist untertrieben |-o . Ich bin sehr unselbstständig für mein Alter, das weiß ich. Daher wollte ich ja Ausziehen.

Ach, im Moment bin ich einfach überfordert. Wenn das Studium dann losgeht, sieht es vielleicht schon anders aus, dann hab ich wenigstens eine Aufgabe.

Danke für euren Beistand! @:)

C~olibQrip_


Ich wurde während meiner Schulzeit eine lange Zeit gemobbt und das war die Hölle auf Erden. Was, wenn das im Studium wieder passiert? Früher hatte ich wenigstens ein paar Freunde, aber am Studienort kenne ich gar keine Menschenseele.

Das ist Deine grosse Chance, aus der Mobbingopfer-Rolle herauszukommen: Am Studienort kennt Dich gar keine Menschenseele! Die kommen also alle völlig unvoreingenommen auf Dich zu, haben nichts über Dich gehört und Dich noch nie gesehen. Nimm die Chance wahr!

Nebenbei – Mut ist nicht, keine Angst zu haben. Mut ist, trotz der Angst weiter zu gehen. Das hast Du getan! Also, pflege Deinen Mut! :)_

m9nef


Was, wenn das im Studium wieder passiert? Früher hatte ich wenigstens ein paar Freunde, aber am Studienort kenne ich gar keine Menschenseele.

Mobbing kann immer passieren, ich habe aber das Gefühl, dass es in der Schule noch härter zugeht was das anbelangt. Man ist zwar in der Uni nicht sofort viel älter und reifer, aber doch ist es was anderes. 200km sind auch nicht so viel, dass man bei ganz schlimmen Heimweh oder wenn du mal krank bist etc. nicht heimfahren oder Besuch empfangen könnte. Telefonieren, Mails, mal ein Brief oder n Päckchen – deine Eltern sind nicht aus der Welt. Und man lernt Besuche wieder mehr zu schätzen (auch wenn du nicht den Eindruck machst, als könntest du eure Routine vorher nicht schätzen).

Ich kenne dieses Gefühl jede blöde Kleinigkeit dann mit dem zu verbinden, was man vermisst. Aber in ein paar Wochen wird es besser sein. Bis dahin kann man dir nur raten dir was zur Entspannung zu suchen, wobei es dir gut geht. Und wenn du an zu Hause denkst, dann freu dich über das was du an deiner Familie hast (auch wenn nicht "zur Hand") statt über das, was du jetzt nicht mehr sooo oft hast traurig zu sein. @:)

Eahemalig0er Nu^tzer (#%4613x29)


Ich bin auch recht früh ausgezogen, 200 km von meinen Eltern und Freunden entfernt .... Was soll ich sagen? Die schlimmsten 1,5 Jahre meines Lebens. Ich habe mich nie eingewöhnt. Ich wohne jetzt nur noch 40 km entfernt und würde nie wieder weiter wegziehen. Neue FREUNDE finden, ist nämlich – je nachdem wie man Freundschaft definiert – sehr schwierig! Klar finden sich schnell Menschen, mit denen man oberflächliche Gespräche führen kann aber ECHTE Freunde sind für mich nicht ersetzbar und ich hab meine Freunde immer vermisst – trotz neuer Bekanntschaften.

Du solltest wirklich versuchen dich einzuleben! Wenn du aber nach einige Monaten immer noch total unglücklich bist, solltest du dir überlegen zurück nach Hause zu gehen. Das ist auch keine Schande! @:)

gUummi5bärqli


So, ich bin ja im Moment wieder zu Hause. Ja, das ist der falsche Weg, aber alleine in der wohnung gammeln hilft ja auch nicht und da ich noch keine Leute kenne, schien mir der Weg ganz sinnvoll.

Ich habe nun meinen Stundenplan für die Uni und kann freitags (manchmal auch donnerstags) früh nach Hause uns muss erst Montagmittag wieder an der Uni sein. Dieses Gefühl hilft mir gerade am Anfang sehr stark. Ich hab mir nochmal verdeutlicht, dass ich im Notfall echt schnell zu Hause bin.

Richtig helfen würde mir ein Haustier, ich vermisse meine Tiere so unglaublich :°( . Aber das geht leider nicht, obwohl die Wohnung ideal für zwei Kaninchen wäre.

Am schlimmsten ist es abends, so ganz alleine zu schlafen. Es ist so still und dunkel, dass ich es kaum ertragen kann. Zu Hause war immer etwas Licht da und Geräusche gab es auch.

Wie gesagt, ich gebe mir ein bisschen Zeit, schaue, wie mir das Studium gefällt und werde dann weitersehen.

Danke euch allen, es beruhigt mich, dass es nicht nur mir so geht!

g+umm@ibärlxi


So, nun bin ich schon seit heute morgen wieder hier in meiner Wohnung und hab noch nicht geheult :-D . Trotzdem bin ich einfach unglücklich und sehne mich mit einer unvorstellbaren Kraft nach Hause. Immerhin ist mir heute klargeworden, dass ich mich gar nicht sooo sehr nach einem Leben zu Hause bei meinen Eltern sehne (auch, wenn ich da nichts gegen hätte), sondern am liebsten einfach nur wieder in der Nähe meines Geburtsortes leben könnte, am liebsten auch in einer eigenen Wohnung.

Alle sagen mir, wie toll meine Stadt doch ist, aber ich werde so gar nicht warm mit ihr. Das habe ich schon die ersten Male, als ich hier war gespürt, wollte es aber nicht wahrhaben. Außerdem hatte ich ja gar keine andere Möglichkeit. Heute bin ich drei Stunden unterwegs gewesen, um die Stadt zu erkuneden und habe einfach nur gespürt, dass ich hier nicht hingehöre. Dabei heißt es überall, dass sich jeder in dieser Stadt wohlfühlen würde, weil sie so weltoffen und doch klein sei. Das hab ich aber nicht gespürt ":/ .

Vorhin habe ich mit meinen Eltern gesprochen und gaaaaaaanz vorsichtig anklingen lassen, dass ich eventuell über einen Ortswechsel nachdenke. Oh, da hab ich wohl was Falsches gesagt... Die Reaktionen waren wirklich heftig, das hätte ich nie von meinen Eltern gedacht :(v . Also muss ich wohl wirklich hierbleiben. Dabei hat die Studienberatung mir heute aufgezeigt, dass ich mit nur einem Semester Verlust wirklich wechseln könnte...

Mir graut vor der Nacht, ich bin es nicht gewohnt, nachts so ganz alleine zu sein. Ich habe nichtmal Angst, dass etwas passieren könnte (bei den Mitmietern völlig ausgeschlossen ]:D ), ich fühle mich nur tierisch unwohl.

Sorry fürs Jammern |-o . Habt ihr trotzdem irgendwelche Tipps, wie ich mir die nächsten Tage/Nächte angenehmer gestallten kann?

CLorn:elia5x9


Ist doch klar, daß du dich noch fremd fühlst und so gar kein Gefühl für die neue Stadt entwickeln kannst. So was braucht Zeit! Schau dich mal um, was es so an Veranstaltungen gibt, hol dir mal die Lokalzeitung und lies dich ein in deine Umgebung!

Mtiau8x5


hallo gummibärli!

ich versteh dich total. ich bin zwar schon 27 und wohen seit ich 21 bin nicht mehr zu hause aber ich bin ich in 2 min bei meinen elternhaus mit dem auto ;-)

also ja nie zu weit weg von der family.

nun bin ich gerade am siedeln 200 km weiter weg in eine großstadt und ich habe mit 27 nur einen gedanken, wie schaffe ich das alles ohne meine mama :)_

aber weißt du was mir total hilft, der gedanke das ich in 2h wieder zu hause bin. ich bin also nicht aus der welt und wieviele bei weitem jüngere menschen gehen zB für ein jahr nach amerika und können nicht mal schnell heim.

ich denke, dass uns diese erfahrung sehr gut tut uns stärker macht und den horizont erweitert.

wo ziehst du denn hin? bei mir ist es wien!

alles erdenklich gute

LG

W;ate8rlxi2


Das ist das Problem! Ich fühle mich noch lange nicht erwachsen und will auch gar nicht erwachsen werden, glaube ich. Ich fühle mich selbst sehr kindisch und benehme mich auch oft ungewollterweise so. Ich WILL einfach nicht, dass meine Kindheit endet .

Ich bin der festen Überzeugung, dass niemand 2 Tage nach dem Auszug von zuhause "erwachsen" ist. Außer vielleicht Leute, die alkoholkranke Eltern haben und sich um jüngere Geschwister und das ganze andere Zeug alleine kümmern mussten und eigentlich keine normale Kindheit hatten...

Jeder, der normal bei seinen Eltern aufwächst und behütet wird, wird irgendwann später erst "erwachsen"... vorher gibts da nämlich keine Gelegenheit dazu. ;-)

Ich bin vor vier Jahren ausgezogen und habe den Schritt nicht eine Sekunde bereut. Das liegt vielleicht auch daran, dass das Verhältnis zu meinen Eltern zwar gut ist, aber wir doch zu unterschiedliche Lebensentwürfe haben und uns früher viel zu oft in Haare gekriegt haben und das Zusammenleben unter einem Dach nicht mehr lang gut gegangen wäre

Ähnlich gehts mir auch... ich hab auch vor dem Auszug zuhause immer mehr Stunk gehabt... wahrscheinlich liegts daran. Und daran, dass mein persönliches "Kindheitstrauma" eng mit einem Verlust der "Heimat" zusammenhängt und ich mir dadurch das Heimweh früh abgewöhnt habe, vermute ich mal. ":/

bkuntper_schm2etterlxing


Jeder, der normal bei seinen Eltern aufwächst und behütet wird, wird irgendwann später erst "erwachsen"... vorher gibts da nämlich keine Gelegenheit dazu. ;-)

Das war bei mir anders. ;-) vielleicht bin auch ich nur anders gestrickt

guummi.bxärli


Hmm, Fakt ist, ich hing schon immer sehr an meinen Eltern und habe schon als kleines Kind keinen anderen als meine Eltern an mich gelassen |-o . Jeden Babysitter soll ich vergrault haben, weil ich schon im zarten Alter von sechs Monaten so lange gebrüllt habe, bis meine Eltern wieder da waren.

Kindergarten war die Hölle für mich, ich wollte nicht weg von zu Hause.

Kann es sowas wie "genetische/s Verlustangst und Heimweh" geben

gkummi]/rlxi


Na toll, jetzt muss ich so langsam ins Bett und die Tränen sind doch noch gekommen {:( |-o . Ich bin schon müde und weiß genau, dass ich wieder nicht Schlafen kann. Ich dreh hier noch durch!

bQuntOer_scHhmet~terlixng


:°_

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