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Meine Eltern schicken mich zum Psychodoc

lgana+sch"neidxer hat die Diskussion gestartet


Hallo, Meine Eltern haben beschloßen mich zum Psychologen zu schicken. Ich bin 17 und habe eigentlich echt keine probleme, ausser dass ich manchmal wütend werde und mich dann nicht mehr unter kontrolle habe aber das ist schon viel besser.

Ich habe echt keine Lust auf so einen psychologen das nervt mich total. Habt ihr eine idee wie ich meinen eltern klarmache dass das nicht nötig ist und was macht so ein psychodoc was fragt der?

mir ist das voll unheimlich

Antworten
_tPar!vatix_


Dich kann niemand zwingen, zum Psychologen zu gehen. Eine Therapie bringt auch nix, wenn du sie nicht willst und wenn du auch nicht den Willen hast, an dir zu arbeiten. Dennnoch solltest du dich fragen, ob du so weiter leben willst wie jetzt. Wutausbrüche aus heiterem Himmel und, dass du dich dann nicht mehr unter Kontrolle hast, haben eine Ursache. Das deutet auf eine Störung der Impulskontrolle hin, was wiederum auch eine tieferliegende Ursache hat.

J|enJexn94


Wieso hast du Angst vor Psychologen?

o8cta2via


mich dann nicht mehr unter kontrolle

Was heißt das genau? Wie sieht das aus?

mSini,mixa


Keine Sorge, das braucht dir nicht unheimlich zu sein. So ein Therapeut ist ein Mensch wie du und ich, nur dass er eben nicht gebrochene Beine eingipst, sondern guckt, was dich so wütend macht.

Und es nicht zu unterschätzen, welche Probleme du noch im Leben bekommen wirst, wenn du deine Wutausbrüche und Kontrollverluste nicht vernünftig in den Griff bekommst. Egal, ob Arbeit, Freunde, Beziehung oder Familie.

Und mal ganz ehrlich: So richtig wohl fühlst du dich auch nicht deiner Haut, wenn mal wieder ein Ausraster kommt, oder?

Der Therapeut wird einiges über dein Leben im Allgemeinen und Besonderen wissen wollen. Was genau das sein wird, ist bei jedem anders. So wie wir Menschen eben unterschiedlich sind und unterschiedliche Probleme haben.

Ich finde es toll, dass deine Eltern sich um dich kümmern. Viele Eltern gucken einfach weg, wenn ihr Kind unrund läuft, deine machen sich offenbar wirklich Sorgen. Glaube mir, sie machen das ganz sicher nicht, um dich zu ärgern. @:)

lbanascvhneidexr


Ich hab manchmal eine ganze menge um die ohren und da kann ich nicht alles meinen Eltern sagen. Wenn es mir zuviel wird, dann bin ich in der letzten zeit ein paarmal ausgerastet und hab was zerschlagen oder so. Ich musste deswegen auch mal ins Gericht, war aber nicht so schlimm.

Unser familienarzt hat gemeint, er glaubt nicht, dass ich eine psychische störung habe und dass ich mich halt kontrollieren soll, wenn ich wieder wütend werde.

Aber jetzt besteht der freund meiner mutter darauf, dass ich da hin gehe und ich glaube schon, dass er mich damit ärgern will, weil wir uns nicht leiden können.

Und wenn die in der Schule erfahren, dass ich zum psychodoc muss, da hab ich echt schiss vor.

m<arqika smtxern


um zum psychologen zu gehen oder eine therapie zu machen, muß man keine psychische störung haben. meistens geht es eher darum, an kleinigkeiten herum zu feilen und bestimmte muster zu erkennen und neue einzuüben. gerade bei impulskontrollproblemen ist das recht wichtig. du würdest dich wundern, wieviele leute schon in therapie waren/sind, bestimmt auch von deinen freunden. ich bin anfang 30 und ich kenn eigentlich kaum jemanden, der das nicht schonmal gemacht hat - und ich bin kein freak, der nur seltsame menschen kennt ;-D

l anasCchnqeid}er


aber könnt ihr mir vielleicht sagen, was genau da passiert? weil die unsicherheit macht mir angst, ich kann mir das gar nicht vorstellen

J:o[rxi


Da passiert nichts! Es ist ein Gespräch, sonst nichts. Und es kann Dir helfen! Wenn Du bereit bist, Dich darauf einzulassen. Ich finde es auch gut, dass Deine Eltern nicht wegschauen, sondern für Dich und Dein Problem Hilfe suchen.

Und das Du ein Problem hast, mit unkontrollierbaren Wutausbrüchen, weswegen Du sogar schon vor Gericht warst, solltest Du Dir langsam eingestehen. Und Dir helfen lassen!

Diese Gespräche tun sehr gut. Du kannst alles was Dich bewegt, einfach rauslassen. Ohne zu filtern, ohne zu beschönigen, ohne Rücksicht auf irgendjemanden zu nehmen und vor allem, ohne dass es Dir peinlich ist. Er ist ein Fremder, d.h. er ist selbst nicht in Deine Geschichten involviert – es ist also anders, wenn Du mit ihm sprichst, als mit einem Freund oder Angehörigen, die ja doch immer irgendwie involviert sind.

Psychologen können nur helfen, wenn eben genau so erzählt. Und keine Angst: Alles, was Du erzählst, bleibt vertraulich. Er wird nicht mit Deinen Erzählungen anschließend zu Deinen Eltern gehen und alles rausposaunen. Und wenn Dir irgendetwas komisch vorkommt, Dir peinlich ist oder Du unsicher bist, sag es ihm einfach. Diese Situation ist für jeden erstmal komisch und der Psychologe kann damit umgehen.

Alles Gute für Dich

C1olibMri_


Und das Du ein Problem hast, mit unkontrollierbaren Wutausbrüchen, weswegen Du sogar schon vor Gericht warst, solltest Du Dir langsam eingestehen. Und Dir helfen lassen!

:)^

aT.?fixsh


aber könnt ihr mir vielleicht sagen, was genau da passiert?

Das kann man nicht so generell sagen. Auf jeden Fall passiert nichts gegen Deinen Willen – Du gehst da hin, dann sitzt ihr euch gegenüber (Du musst nicht auf so einer Couch liegen, falls Du das Bild im Kopf hast ;-)) und in der ersten Stunde wird er Dir ein paar Fragen stellen, um Dich und Deine Situation einzuschätzen. Übrigens wirst mit ziemlicher Sicherheit Du gefragt, was Du als Problem siehst – Deine Eltern können einem Psychotherapeuten keinen Auftrag geben, in dem Sinne "Machen Sie bitte das-und-das an unserer Tochter weg."

Bei mir wurde damals auch noch ein kleines Check-Up gemacht, ob körperlich alles ok ist. Blut abnehmen und so, ich weiß aber nicht, ob das Standard ist.

L%ewixan


lanaschneider

Also ob du eine "Stoerung" hast und wirklich zum Psychologen solltest oder nicht, kann hier keiner diagnostizieren. Ich persoenlich denke allerdings, so oder so kann das durchaus eine bereichernde Erfahrung sein. Wie schon gesagt, es ist in erster Linie ein Gespraech, der Psychologe wird Fragen stellen, und evtl. dir Vorschlaege machen, was du tun kannst im Leben, oder dass du mal in der Therapie was ausprobierst, ein bestimmtes Verhalten oder so. Es geht darum, dir Anregungen zu geben und dein Wissen und deine Aufmerksamkeit fuer dich selber zu staerken, sofern du dabei mitmachst. Es geht nicht darum, dich irgendwie zu manipulieren oder dass der Psychologe dich zu irgendwas zwingen wuerde, was du nicht willst.

Und das Du ein Problem hast, mit unkontrollierbaren Wutausbrüchen, weswegen Du sogar schon vor Gericht warst, solltest Du Dir langsam eingestehen. Und Dir helfen lassen!

Naja. Soll schon mal vorkommen bei Jugendlichen in der Pubertaet sowas.

PufXiffeMrlixng


Ihr habt im Allgemeinen fünf Sitzungen, um euch kennenzulernen und zu schauen, obs passt, bevor überhaupt eine Therapie beginnt. Sag unbedingt auch, dass deine Eltern dich geschickt haben und du das eigentlich gar nicht möchtest, vielleicht könnt ihr ja damit/daran arbeiten.

Ihr sitzt euch halt in einem Raum gegenüber und du kannst erzählen, was dich nervt, wo du Probleme siehst usw. Wenn du das nicht willst oder kannst, wird dir der Therapeut wahrscheinlich Fragen stellen, damit es etwas leichter geht.

Ich würde dir schon raten, es einfach mal auszuprobieren. Während der ersten fünf Sitzungen ist es gar kein Problem, abzubrechen oder zu wechseln (sofern irgendwo anders Termine frei sind). Und vielleicht hilft es dir ja wirklich, die Sachen loszuwerden, die du niemandem sonst erzählen möchtest. Und wenn du es total schrecklich findest, dann brichst du eben ab.

Und ich glaube den meisten Eltern fällt es sehr schwer, ihr Kind für eine Psychotherapie anzumelden, weil sie sich dann nämlich oft fragen, ob es vielleicht ihre Schuld ist, dass das Kind was auch immer für Probleme hat. Sowas tut Eltern auch weh. Ich denke, um das Kind zu ärgern gibt es viel effektivere Methoden.

m-i nimxia


@ lana

Wenn es mir zuviel wird, dann bin ich in der letzten zeit ein paarmal ausgerastet und hab was zerschlagen oder so.

Das es vorkommt, dass du mal vor Wut kochst, ist eine Sache. Wenn du dich dann aber nicht beherrschen kannst und Sachen zerstörst (was heißt eigentlich "oder so"?), dann zeigt das zumindest, dass du deine eigenen Grenzen nicht kennst. Und das ist ebenfalls zerstörerisch. Es wäre wirklich gut, wenn du mit einem Therapeuten quatscht.

Vor allem, warte es doch mal ab, vielleicht findest du das sogar cool. :)z

Und in deiner Schule muss niemand erfahren, dass du eine Therapie machst. Das geht keinen was an. Auch nicht den Direktor.

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