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Citalopram macht mich fertig.

H<enryx89 hat die Diskussion gestartet


Hall liebe Nutzer,

Ich dachte ich wende mich Mich mal an euch.

Ich Handbeil Problem und weiß nicht wie esvweiter geht.

Ich habe seit 5 Jahren eine angststörung . Gegen die angststörung habe ich damals citalopram bekommen.

5 mg sollte ich anfangen und bin dabei geblieben, weil die panikattacken dadurch leichter erträglich waren und ich selber noch dran arbeiten konnte

Nun hatte ich wieder einen echt heftigen angstanfall und habe auf 10 mg erhöht.

Seitdem geht es mir mehr als schlecht-.-

Schwindel, kein Appetit, Starke Angst, totales neben mir stehen und bin Super nervös ud weiß garnicht was ich mit mir anfangen soll.

Sollte ich vllt doch wieder runterdosieren oder dabei bleiben ??

Lee Grüße

Antworten
aennchoenx2


frag das bitte deinen arzt.

Dbus5t in [the _winxd


Ich kann mich annchen2 nur anschließen.

War die vorherige niedrige Dosis von 5mg und die Erhöhung denn mit deinem Arzt abgesprochen?

Soweit ich weiß, kann es beim Erhöhen der Dosis zu den gleichen Nebenwirkungen wie zu Beginn der Einnahme kommen.

Noch eine Frage: Machst du eine Psychotherapie? Wenn nicht, wäre das sicher sinnvoll, v.a. da du schreibst, dass deine Ängste in letzter Zeit schlimmer geworden sind.

:)*

G)ofxio


Citalopram ist ein Wiederaufnahmehemmer für den Botenstoff Serotonin (SSRI). Bei meiner schweren Depression hatte ich dieses Medikament auch bekommen und es verschlechterte sich mein Zustand wie bei dir. Ich denke es hat sich verschlechtert weil das Medikament nicht wirkte bzw. mein Serotoninspiegel wohl nicht die Ursache war. Nach Psychiaterwechsel bekam ich das Medikament Venlafaxin anstatt Citalopram, dieses ist ein Wiederaufnahmehemmer für die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin (SNRI). Mit dem Medikament ging es mir fast schlagartig besser nach 4 Wochen sogar wieder sehr gut. Es hat wohl der Botenstoff Noradrenalin bei mir gefehlt. Die Wiederaufnahmehemmer bewirken , dass die Synapsen die von diesen produzierten Botenstoffe nicht mehr aufnehmen dadurch steigt der Spiegel wieder auf das normale Mass. Es gibt nur die beiden Medikamente entweder SSRI oder SNRI. SNRI wirkt auf beide Botenstoffe SSRI nur auf Serotonin. Falls ein anderer Botenstoff bei dir fehlt , gibt es derzeit keinen Wiederaufnahmehemmer dafür, das ist bei etwa 30 % der Fall.

Besprech mal dieses Medikament mit deinem Arzt vielleicht schlägt es genauso gut an wie bei mir. Die Nebenwirkungen sind die gleichen von daher spricht eigentlich nichts dagegen es mit diesem auf 2 Botenstoffe reagierenden Medikament zu probieren.

Z2wackt44


Es gibt nur die beiden Medikamente entweder SSRI oder SNRI. SNRI wirkt auf beide Botenstoffe SSRI nur auf Serotonin. Falls ein anderer Botenstoff bei dir fehlt, gibt es derzeit keinen Wiederaufnahmehemmer dafür

Das ist nicht ganz richtig, Gofio. Erstens sind SSRI (spezifische Serotonin-Wiederaufnahmehemmer)und SNRI (duale Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) Klassen bestimmer ADs, so dass also damit weit mehr als nur 2 ADs zur Verfügung stehen.

Außerdem gibt es immer noch die tri- und tetracyclischen ADs, die NARIs

(spezif. Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer), atypische ADs,

MAO-Hemmer und schließlich noch die Phasenprophylaktika.

G`ofEixo


@ Zwack 44

wenn ich genau zähle sind es als behandelbare fehlende Botenstoffe auch bei dir nur Serotonin und Noradrenalin. Welchen Botenstoff meinst du noch als behandelbar. Die von dir noch angesprochenen ADs wirken auf die Rezeptoren ohne jeglichen klinischen Nachweis auf die Wirkunsweise eines weiteren Botenstoffes von denen es ca. 18 bislang herausgefundenen gibt. Da wird nur herumgestochert und gehofft , daß es wirkt, SSRI und SRNI sind klinisch nachgewiesene Wiederaufnahmehemmer die bei 70 % der Depressiven anschlagen, bei den Anderen hilft nur herumprobieren und das kostet unheimlich verlorene Zeit bis hin zum durchgeführten Suizid. In jedem Fall sollte man auch den Wiederaufnahmehemmer der auf beide behandelbaren Botenstoffe wirkt ausprobieren, wie schon erwähnt war es bei mir verblüffend in der Wirkung. Vielen Hausärzten ist Venlafaxin unbekannt das ist evtl. die Lösung für Henrys Problem in jedem Fall halte ich es für einen Weg der vielversprechend ist, aus eigener Erfahrung heraus. Citalopram hatte bei mir keinerlei Wirkung Venlafaxin hingegen war ein Glücksgriff.

Z@wac[k44


Gofio, Du vereinfachst die Situation so, dass sie mit der Realität nicht mehr übereinstimmt. Nach Deiner Betrachtungsweise müßte es nämlich egal sein, welchen SSRI oder SNRI man einnimmt. Als jemand, der mehr als 30 ADs ausprobiert hat, kann ich bestätigen, dass es auch unter den Wirkstoffen derselben Klasse gewaltige Unterschiede gibt. SSRI ist also nicht gleich SSRI. Wenn das aber so ist, ist es auch sinnlos, von nur zwei Medikamenten zu sprechen. Mit Escitalopram und Venlafaxin konnte ich meine Depression übrigens nicht zuverlässig in den Griff bekommen. Dies zeigt einmal mehr, dass persönliche Erfahrungen nicht 1:1 auf Dritte übertragen werden können. Solange man noch nicht schlauer geworden ist, wird es also eine Art Ausprobieren bleiben.

e@strexlle


dass es auch unter den Wirkstoffen derselben Klasse gewaltige Unterschiede gibt.

Das ist so. Unter anderem hängt das auch von der Bioverfügbarkeit der Medikamente und der genetischen Disposition für die Verstoffwechslung von Medikamenten ab. Das kann von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein. Deshalb ist es ja auch so ein Problem, wenn Ärzte aus Kostengründen auf andere Medis umstellen. Das wird immer wieder bestritten, wurde aber in medizinischen Studien nachgewiesen. Allerdings gibt es auch Studien, die besagen, dass es eine Rolle spielt, inwieweit man Nebenwirkungen eines Medikamentes befürchtet oder an deren Wirkung glaubt oder nicht (Placebo- und Noceboeffekt). Aber auch das ist von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Es könnte allerdings sein, dass Menschen mit einer Angststörung mehr Nebenwirkungen erwarten, als Menschen ohne übertriebene Ängste. Das ist dann natürlich bei Medikamenten gegen Angst eine fatale Sache. Es wird ja mitunter schon diskutiert, ob es sinnvoll ist, jede nur mögliche Nebenwirkung in Beipackzetteln aufzuführen. Aber das ist jetzt ein anderes Thema.

GGofxio


Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass auch der jeweilige Stoffwechsel auf die Wirkungsweise der AD einen großen Einfluss hat.

Vor 4 Jahren half mir Venlafaxin schlagartig , durch eine Manie bekam ich AD gegen Manie und fiel wieder in eine Depression, durch die Einnahme der AD zum Schutz gegen eine weitere Manie , funtioniert leider Venlafaxin nicht mehr richtig.

Z/wUacRk4x4


Gofio, nimmst Du ein Phasenprophylaktikum?

G'ofxio


@ Zwack44

ich leide an einer bipolaren Störung, die manische Phase wurde mit Seroquel behandelt. Nach Abklingen der Manie fiel ich wieder in eine Depression zurück. Diese ist nach einer Manie unheimlich zäh.

Als Phasenprophylaxe nehme ich Lamotrigin derzeit 2x 125 mg , da keine Besserung eintritt wird evtl. in 4 Wochen auf Lithium umgestellt. Dies würde meine Psychiaterin ungern machen wegen den Nebenwirkungen insbesondere auf die Schilddrüse.

Insgesamt nehme ich 3 Mittel Venlafaxin (SRNI) 150 mg als AD, Lamotrigil 250 mg als Phasenprophylaxe und 150 mg Seroquel als Schutz vor einer Manie.

Ziel der Behandlung ist nur noch Lamotrigin zu verwenden. Dieses Mittel ist wohl derzeit erste Wahl und wurde zufällig entdeckt , es ist eigentlich gegen Epilepsie und hatte bei diesen Patienten wohl unheimlich gut auch bei bipolaren Störungen und Depression angeschlagen.

sAchn"eck)e19W85


@ Gofio

Venlafaxin hatte ich lange, es verlor aber bald die stimmungsaufhellende Wirkung und machte mich schrecklich nervös (Beine still halten war schwer) :-( es gibt eine ganze Landschaft an Psychopharmaka und erst, wenn man das Richtige gefunden hat, merkt man, wie wunderbar wohl man sich wieder fühlen kann.

Seroquel nehm ich auch, in höherer Dosierung als du (300mg für Ängste) und ich fühl mich dadurch eher manisch :-X da siehst du mal, wie unterschiedlich die Wirkstoffe anschlagen. @:)

SMchranxtsz


Laut meinem Psychiater beginnt bei Venlafaxin die Hemmung der Noradrenalinwiederaufnahme

erst bei höherer Dosis! (ca. 225mg)

sxchnoecke1x985


Schrantz

Ich habe es auch in dieser Dosierung genommen. Rückblickend absolut das falsche Medi für mich, weil ich eh schon zur inneren Unruhe tendiere und es ja antriebssteigernd wird.

Ich hatte bei Venlafaxin auch ganz fiese Entzugserscheinungen, wenn ich mich mal um ein paar Stunden mit der Einnahme vertan habe (Durchfall, Kopfweh, Schwindel, Sehstörungen, Brain-Zaps, Desorientiertheit). Gar nicht lustig

Gnofibo


@ Schrantsz,

das stimmt nur bei Beginn der Therapie, da hatte ich 300mg, das wurde dann herunterdosiert auf 150 mg und ich habe nichts negatives bemerkt. Dann wurde der Versuch mit 75 mg gemacht, da man das Medikament nicht lebenslang verabreichen möchte. Bei 75 mg ging es mir wieder richtig schlecht, sodaß ich wieder auf 150 mg ging und es ging mir wieder besser. Venlafaxin hilft vielen sehr gut , hat aber den inzwischen festgestellten Nachteil, das man Manisch werden kann, viele Psychiater steigen deshalb auf Lamotrigin um, oder geben zu Venlafaxin einen Manieschutz Seroquel ,wenn der Patient Tendenzen einer Manie entwickelt. Ich nehme derzeit alle 3.

@ Schnecke ,

das könnte auch bei dir mit Venlafaxin gewesen sein, das du schon leichte Anzeichen einer Manie bekommen hast.

Seroquel nehme ich Abends als Manieschutz und ich kippe immer weg und schlafe recht lange, ich nehme nur noch 150 mg Seroquel , vielleicht solltest du auch etwas abdosieren.

Bei 300mg war ich fast schon bewusstlos müde nach der Einnahme.

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