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Was ist nur mit mir los?

oUpStifgu8cxhs hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich fühle mich zur Zeit einfach ziemlich schlecht, ich weiß einfach nicht was mit mir los ist, ich fühle mich manchmal als wäre ich nicht von dieser Welt.

Ich will mich ändern, aber ich kann einfach nicht, sich einfach zusammenreißen wie andere.

Ich frage mich in letzter Zeit immer häufiger was nicht stimmt.

Meine Freundin bekommt langsam eine Krise mit mir und wenn es so bei der Arbeit weiterläuft, ja dann...

Ich bin im Leben einfach total verplant, chaos ist mein zweiter Vorname.

Ich bin ständig müde, träume einfach vor mir hin.

Denkt jetzt nicht ich bin einfach nur übelst depressiv, ich mag das Leben, lebe von Tag zu Tag.

Ich weiß auch nicht so wirklich wie ich das hier jetzt ausformulieren soll, ich schreibe einfach mal ein paar Sachen auf die mir an mir immer stärker auffallen.

-total verträumt

-chaotisch, kann mein Zimmer nicht in Ordnung halten, Arbeitsgeräte liegen überall verstreut rum

-keinerlei Organisation, etwas planen und es dann auch durchziehen geht garnicht

-bin sehr vergesslich, gehe oft einkaufen und weiß nicht mehr warum ich losgegangen bin

-sehe z.B. beim Autofahren Schilder und denke dann z.B. dran was ich nicht heute essen könnte und schwupps, es ist so als wenn da nie ein Schild war (Einer der Gründe warum ich das Autofahren so gut es geht meide, mein Fahrlehrer wollte mich deshalb schon fast nicht zur Prüfung zulassen

-lese oft Bücher (jedenfalls fange ich sie an) und schweife im Gedanken ab und kriege von dem gelesenen nichts mit und muss eine Seite dann tlw. drei bis vier mal anfangen

-finde oft meine Arbeitsgeräte nicht mehr wieder, weiß nicht mehr wo ich sie hingetan habe, suche ständig meine Schlüssel

-mache meine Kollegen immer wahnsinnig weil ich immer in der Pause mit irgendetwas rumspielen muss (Kugelschreiber auseinander bauen etc.)

-führe im Gedanken oft "Gespräche", du könntest dies und das sagen, aber bringe dann nichts heraus

-kann keinen Smalltalkt führen, kann auch niemandem in die Augen schauen und hasse es wenn mich jemand anstarrt

-kann mich nur auf Sachen konzentrieren die Spaß machen, monotone Arbeit geht garnicht

fange deshalb immer viel an und mache dann alles durcheinander, so wird aber auch nicht immer alles fertig :-(

-mir kommt der Tag immer viel zu kurz vor, strecke z.B. den Weg zur Arbeit künstlich und nehme einen Bus früher, fahre ein paar Satationen weiter und laufe zurück, nehme mir immer viel vor, aber schaffe davon nur einen Bruchteil

-mir wird oft gesagt das ich nie das Wesentliche sehe sondern mich immer nur mit Nebensächlichkeiten, Deteilas beschäftige

-bin ein Einzelgänger, auf niemanden kann man sich verlassen

-habe oft übelste Stimmungsschwankungen, und neige auch zu Wutausbrüchen, mir tut meine Freundin schon ziemlich leid, mag es nicht Leute leiden zu sehen

-bin nach außen extrem ruhig, innerlich aber immer negativ eingestellt und nicht so wie ich beschrieben werde

-bin halt Antriebslos, schlafe viel (träume auch sehr lebhaft, macht Spaß), bin ständig müde und kriege oft an den Kopf geschmissen das ich faul bin, anders ist das nur wenn ich etwas für mich interessantes mache

-Verstehe das Verhalten anderer immer nicht, bin sehr gerecht und Mitfühlend und verlange das auch von anderen

-denke oft nicht nach bevor ich was sage oder mache, gab damit schon viele Probleme

-bin immer sehr schnell beleidigt aber oft bekomme ich so eine Art "Hoch" und komme nicht so schnell wieder runter

-komme immer als Besserwisser rüber und beharre auf meinen Ansichten, wirke, so wird mir oft gesagt, sehr intelligent, aber ich kann nichts daraus machen

-war früher immer sehr kreativ und habe gerne gemalt und gebastelt, Geschichten geschrieben, das fehlt mir heute sehr, mir fehlt einfach der Antrieb

-ich kriege sehr oft zu hören das ich erst einen Arschtritt brauche :-)

-so wie ich das mitbekomme komme ich in Gesprächen bei denen es um nichts geht (Bewerbungsgespräche gehen z.b.) immerziemlich uninteressiert rüber und das hat schon viele verletzt, ich nehme das aber nicht so wahr

-brauche immer etwas neues, neue Leute sind sehr interessant, sobald ich aber ihre Geschichten kenne und sie öfters das gleiche erzählen, gehe ich auf Distanz, habe deshalb auch sehr wenig Freunde

wurde auch in der Schule immer gehänselt und war sehr allein, bis auf wenige Ausnahmen

-Schule hatte ich abgebrochen, aber wenigstens eine Ausbildung gemacht

Ui ein ganz schöner Textwulst.

Ich will mich auch wirklich ändern, aber ich habe Angst zu einem Arzt zu gehen, gerade weil ich immer so zerstreut und vergesslich bin, was mich wirklich teilweise sehr einschränkt, glaube ich das ich für sonstwas erklärt werde.

Ich einfach mal mit jemandem darüber reden.

Mir kommt es momentan auch irgendwie so vor als wenn ich bis kurz vor dem Beginn meiner Ausbildung nicht so "bewusst" wie jetzt gelebt habe, es ist irgendwie seltsam und befremdlich.

Will auch meine Freundin nicht verlieren, aber ich glaube sie denkt einfach ich bin eine Schlafmütze und faul.

Danke jedenfalls für zuhören.

Antworten
o!ptif*uches


Ja, ich weiß das das ganz schön lang geworden ist, ich bringe aber noch einmal auf den Punkt was mich wirklich zu diesem Beitrag geritten hat.

Der ausschlaggebende Punkt weshalb ich überhaupt auf all das aufmerksam geworden bin war wirklich die Fahrschule. Ich habe wirklich sehr schnell gelernt, kam dann aber sozusagen auch schnell an einen Punkt an dem mein Fortschritt extrem abflachte, nachdem ich alle Grundlagen eigentlich drin hatte. Auf vieles was eigentlich zur Routine hätte werden sollen konnte ich mich nicht richtig konzentrieren.

Ich sah z.B. ein Schild, fand aber plötzlich irgendein anderes Fahrzeug, Baustelle etc. interessanter oder dachte gerade über irgendein Gespräch nach.

Mein Fahrlehrer sah das ich das Schild angesehen habe und verstand einfach nicht warum ich nicht reagierte. Das kam und kommt des Öfteren vor. Habe ja jetzt den Führerschein.

Und es ist immer so, wenn ich jetzt so daran denke, ich lerne immer ziemlich schnell und komme dann an einen Punkt an dem ich "stehen" bleibe. Deshalb kann ich auch viel, aber nichts richtig. Ich werde dann immer unaufmerksamer.

Und jetzt wo ich arbeite, geht mir meine ständige vergesslichkeit auf die nerven, ich muss immer mehrmals loslaufen weil ich etwas vergessen habe, dass kommt natürlich schlecht an. Ich gehe sogar manchmal zurück und muss gucken ob ich wirklich meine Tür abgeschlossen habe, habe dadurch schon öfters den Bus verpasst. :-|

Ich bin nun 25 und männlich, habe ich vergessen zu schreiben :-)

Gehe arbeiten und abends nun zur Schule (och nicht lange) um meinen Abschluss nachzumachen. Das macht mir momentan wirklich spaß, neue Leute und viele verschiedene Sachen zu lernen, mich hänselt keiner, weil jeder seine Probleme hat.

Guten Abend noch.

m:r~s.Usu\nrisxe


Hallo,

ich muß sagen, ich hätte es nicht besser beschreiben können. Das spiegelt auch mich wieder und ich kann Deine Situation sehr gut nachvollziehen.

Ich denke Du solltest es einfach akzeptieren wie es ist.

Ich z. B. habe meine eigene chrakteristische Lebensweise schon in frühester Kindheit begonnen und meine Eltern, vorallem aber meine Mutter, fast in den Wahnsinn getrieben.

Niemand durfte mein Spielzeug anfassen, alles mußte exakt in Ordnung und geordnet sein, immer neu aussehen. In der Schule war ich ein Mitläufer, wenig Freunde, habe immer versucht so zu sein wie die Anderen, wollte mich verändern, aber das ging nicht!

Ich blieb ich. Musik war und ist mein Leben, ich habe auch viel gemalt und es hat mich erfüllt.

Als ich meinen damaligen Mann kennenlernte und wir zusammenzogen, habe ich die ersten Jahre immernoch um meine Ordnung gekämpft, doch irgendwann habe ich resigniert, mich verändert.

Ich war zwar als Kind schon immer Einzelgänger, doch es wurde mit der Zeit immer extremer.

Ich habe meinen Haushalt nimmer unter Kontrolle gehabt, ließ alles stehen und liegen, hatte keinen Antrieb mehr, war ständig müde, hatte Gefühlsschwankungen vom allerfeinsten und es wurde immer schlimmer.

Arbeiten, die andere in 1 oder 2 Stunden erledigten, da habe ich einen halben Tag lang dafür gebraucht und ich habe mich total ausgelaugt gefühlt.

Mein Ex und ich haben uns ständig in den Haaren gelegen, nichts war richtig, Hilfe von anderen ??? Um Gottes Willen, verläßt man sich auf Andere ist man verlassen und niemand macht es so wie ich es mir vorstelle.... Dadurch vereinsamte ich irgendwie, war wie isoliert.

Selbst zum Malen habe ich keine Geduld mehr, was andere an Unternehmungen toll finden ödet es mich tierisch an.

An irgendeiner Stelle in meinem Leben ging mein "Perfektionismus" flöten und es macht mich wahnsinnig (manchmal).

Das einzige, was ich noch zulasse in meinem Leben, das sind meine Kids, alles andere steht außen vor und wird geblockt. Auch privat will ich "meine Ruhe haben"!!! Wenigstens macht mich das ein Stück weit zufrieden oder zufriedener!

An dieser Stelle möchte ich eigentlich dazu kommen, was bei angeblich der Auslöser für all diese Probleme ist.

Zum einen ist es meine Schilddrüsenunterfunktion (google mal danach)

Zum anderen hat man mir vor Jahren mal ein Anti-Depressiva verschrieben damit man mit dem "Stress" besser umgehen kann, denn ich habe irgendwann stark mit dem Kreislauf zu tun gehabt und Panikattacken bekommen, dachte immer ich muß sterben.

Ende vom Lied war, dass ich mich von meinem damaligen Mann getrennt hatte (hatte seine Gründe) und mein Leben wieder selbst in den Griff nahm....

Dennoch muß ich sagen, dass zwar diese extremen Gefühlsschwankungen stark abgenommen hatten und auch diese Panikattacken nach und nach verschwanden, aber es ist nach wie vor so, dass ich eben manchmal voller Elan stecke und dann wieder in die Phase gerate, inn der ich am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben würde und zu schlafen, weil ich einfach nicht aus dem Knick komme und mir total die Kraft fehlt; zu allem!!!

Als Mama hat man es aber net so einfach, ein faulenzer Leben kommt nicht in Frage, denn Kids müssen versorgt werden!!!! und der haushalt geschmissen :)z

Ich hoffe, es hilft Dir ein Stück weiter, alles Gute für Dich!!!

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Eine Lösung dafür hab ich zwar nicht, aber ich gehöre auch zu diesen "chaotischen" Menschen.

Wichtig ist, glaube ich, dem Tagesablauf eine gewisse Struktur zu geben und seine Aufmerksamkeit zu trainieren, also alles "bewußt" zu machen, z.B. die Tür abschließen.

Wenn ich den ganzen Tag nichts wichtiges zu tun hab, gibts richtig Chaos. Ich schaffe es vielleicht irgendwann, wenn die Kinder in der Schule sind, die Küche aufzuräumen und Wäsche zu waschen, vielleicht noch fürs Mittagessen einkaufen und kochen. Dann fällt mir aber plötzlich auf, daß ich mal staubsaugen müßte, in der Zeit kocht natürlich irgendetwas über. Genau so, wenn ich wie üblich irgendwo im Internet-Universum herumfliege.....

Nach dem Mittagessen bin ich dann schon wieder so platt, daß ich erst mal ne halbe Stunde auf dem Sofa lese, meist schlaf ich ein, aus der halben Stunde werden dann anderthalb....usw. usw. Mein Mann flippt immer aus, wenn ich dann abends um 9 anfange, die Wäsche zu machen, bügeln und so. Ich hätte jawohl tagsüber genug Zeit dafür.

Stimmt ja auch, ich rede mich immer raus, daß mir das ohne Fernsehen nebenher zu öde ist und tagsüber läuft nichts interessantes. ;-D

Also, was ich damit sagen will, ich brauche eine feste Struktur und ab und zu nen richtigen A****-Tritt, sonst komm ich nicht klar.

Ich hab auch oft das Gefühl, ich passe gar nicht auf diese Welt. Kennt ihr das auch, daß ihr irgendwie neben der Spur lauft und meint, ihr denkt irgendwie anders als andere? Ich fange auch gerne alles mögliche an, ohne es dann zu beenden, weils irgendwie den Reiz verloren hat oder schwierig wird. Wenn ich aber etwas ganz spannendes oder interessantes für mich gefunden habe, kann ich mich stundenlang damit beschäftigen. Natürlich wieder mit dem Resultat, daß alles andere liegenbleibt.....

Ich habe in der Vergangenheit auch schon einiges an Medis gegen Depressionen und Panikattacken genommen, aber dauerhaft funktioniert das nicht, ich stehe dann irgendwie total neben mir.

Richtig schlimme Panikattacken hab ich aktuell nicht mehr, aber depressive Phasen hab ich regelmäßig. Da schaffe ich dann wenig bis gar nichts und weiß nichts mit mir anzufangen.

Dann fällt mir immer noch mehr auf, daß ich irgendwie anders laufe.... ":/

Vielleicht hilft es dir, zu wissen, daß es auch andere mit diesen Problemen gibt!

C8olivn87


Hey optifuchs. wie alt bist du denn?

ooptiBfucxhs


Vielen dank für die Antworten, ich bin 25 Jahre alt. @Colin87 <- Das Jahr :) und wie geschrieben männlich.

Wenigstens gibt es noch mehr Menschen wie mich. :)z

@ N8eule Das Gefühl kenne ich,

geht mir sehr oft durch den Kopf, ich denke mir immer ich passe hier irgendwie garnicht so richtig rein. Und ich weiß auch nicht so recht wie andere so funktionieren wie sie das halt tun. Kann ich schlecht ausdrücken...

Ich habe auch immer versucht alles perfekt zu machen, aber da das nie klappte ließ ich dann vieles bleiben.

Heute habe ich mir auch wieder viel vorgenommen, fühle mich aber ziemlich gerädert, warum auch immer.

Wenigstens bin ich gerade alleine auf Arbeit und kann in meinem Tempo arbeiten und öfters mal auch auf andere Sachen ausschweifen. Mal dies mal das. Und trotzdem fühle ich mich total antriebslos. zzz

Eure Beiträge könnte auch glatt aus meinem Leben sein ;-D

Vielleicht bin ich einfach so, aber trotzdem werde ich wahrscheinlich bald mal den Weg zu einem Arzt angehen. Aber wie immer: Später...

@mrs.sunrise Ich werde mal googeln. Danke.

Coolixn87


Hey, leider scheinst du eine Form einer dissoziativen Störung zu haben. Deine Schilderungen sprechen dafür. Du kannst nach dissoziation googeln, wenn du mehr erfahren willst. Es gibt viele Formen und ausprägungen, im Grunde ist alles eine abspalung/entfremdung des Seins.

Wenn du zu sehr unter deinem Zustand leidest, dann kannst du mit unterstützung eines psychotherapeuten "dich ändern". Die kennen sicher viele Techniken mit denen ihr arbeiten könnt, die dich zurück ins hier und jetzt, holen. Ist auch nach ICD10 Klassifiziert, womit die Behandlung zur gänze die Krankenkassa übernehmen kann.

Wichtig ist, dass du zunächst verstehst was du hast. Dann kannst du es auch deiner Freundin erklären und sie kann leichter damit umgehen. Wenn sie zb weiß, dass es absolut keine Faulheit ist, sonder ein prägnantes symptom dieser störung.

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