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Introvertierte haben ein anstrengendes Leben

dJaviidbneutxler hat die Diskussion gestartet


Über mich:

- Männlich

- 18 Jahre alt

- Wohnhaft in der Schweiz

- 179 gross

- Sportlich interessiert (Fußballklub, Fitnesszentrum usw.)

Ich möchte gerne über ein Thema schreiben, welches mich schon seit Längerem beschäftigt. Der Titel verrät schon, um was es genau geht. Im Rahmen meiner Überlegungen würde ich doch gerne eine kleine Diskussionsrunde eröffnen, in der Hoffnung, einige Stellungsnahmen zu hören.

Ich denke nur wenige Menschen sind komplett Extrovertiert bzw. Introvertiert. Bei manchen überwiegt halt der extrovertierte Teil seiner Persönlichkeit, bei anderen überwiegt der introvertierte Teil. Ich denke, dass das Verhältnis zwischen den beiden Persönlichkeitsstrukturen bei versch. Menschen unterschiedlich ausgeprägt ist.

Ich habe in meinem Leben eine meiner Meinung nach negative Wandlung vollzogen. War ich doch noch bis zur 9. Klasse immer der Komiker, der stets einen guten Spruch auf Lager hatte und sich nie Gedanken über seine Worte gemacht hat. Ich war sehr beliebt, hatte also nie ein Problem Freunde zu finden. Als ich dann aus der Schule kam, hat sich mein Leben radikal verändert. Ich weiss nicht, wie es zu diesem Wandel kam, aber plötzlich überwiegte der introvertierte Teil in mir! Ich suchte in Gesprächen plötzlich panisch nach Worten. Ich habe Mühe, in Gesprächen mit früheren Kollegen Emotionen ins Spiel zu bringen (verbleiben auf der Sachebene). Ich lache nur noch selten, wo ich mich früher fast jeden Tag übergeben musste vor Lachen. Leider habe ich es in meiner guten Zeit bis zum 9. Schuljahr nicht geschafft, mit einem Mädchen körperlichen Kontakt herzustellen. Da ich nun introvertiert bin und es nicht einmal schaffe, mit meinen Kollegen ein halbwegs vernünftiges Gespräch zu führen, habe ich es bis heute nicht geschafft, einen Kuss von einem Mädchen zu kriegen. Ich bin einfach maximal verschüchtert, kein Selbstvertrauen und mutiere langsam aber sicher zu einem Einzelgänger.

Ich habe einfach gemerkt, dass Introvertierte in vielen Lebensbereichen benachteiligt werden. Sei es in der Liebe, aber auch im Berufsleben. Wer kennt es nicht, in Gruppenarbeiten das 5. Rad am Wagen zu sein?

Was haltet ihr von dem Ganzen? Gibt es eine Möglichkeit, aus der Introvertiertheit heraus zu kommen?

Im Moment geht es mir wirklich sehr schlecht! Ich kann mich so einfach nicht akzeptieren, wie auch!

Antworten
mBusk0atnouss


Wer kennt es nicht, in Gruppenarbeiten das 5. Rad am Wagen zu sein?

Oh ja da hebe ich mal die Hand. ;-D

Leider habe ich es in meiner guten Zeit bis zum 9. Schuljahr nicht geschafft, mit einem Mädchen körperlichen Kontakt herzustellen.

Naja was ist körperlicher Kontakt mit 15 Jahren mit einem Mädel denn schon wert? Das hat keine Bedeutung oder Aussage.

Ich habe einfach gemerkt, dass Introvertierte in vielen Lebensbereichen benachteiligt werden. Sei es in der Liebe, aber auch im Berufsleben.

Du stehst mit 18 Jahren schon im Berufsleben? Das ist mal ne Leistung. :)^

Das ist eine Erkenntnis die du mit 18 Jahren so siehst und da kann man diese Meinung kriegen. Denn Jugendliche (oder Heranwachsende) sind gnadenlos. Und introvertiert sein wird selten akzeptiert und man soll sich bestimmten Gefügen anpassen.

Ich bin auch introvertiert. Vielleicht war ich es, ich bin es heute mit 25 nicht mehr. Aber das liegt auch am Alter. Mit 18 stellst du fest, dass du mit deiner Art nicht so ankommst und die anderen erste Erfahrungen mit Mädchen machen und du dir mit dir selbst im Weg stehst. Die anderen sind locker und labern und kommen damit bei Mädels an und du stehst daneben und traust dich nicht.

Da entsteht ja so der Eindruck das die anderen so...fortschrittlich sind.

Dein introvertiert sein verläuft sich wahrscheinlich mit der Zeit. Ich musste bis 21 auf den ersten Kuss von einem Mädchen warten. Aber ich habe damals genauso gedacht wie du.

Leider habe ich es in meiner guten Zeit bis zum 9. Schuljahr nicht geschafft, mit einem Mädchen körperlichen Kontakt herzustellen.

Hast du es denn damals extrovtiert versucht körperlichen Kontakt mit Mädels herzustellen?

Was da halt eher auch sein kann, ist das du schon immer introvertiert warst. Damals, heute,...nur damals in deiner Schulzeit gab es soziales Gefüge in dem du dich aufgehalten hast, hattest Freunde, etc...

Das ist ja das geile an der Schule, denn danach muss man richtig dafür arbeiten sich Freunde zu suchen und mit denen in Kontakt zu bleiben und Treffen aus zu machen...in der Schule sieht man sich so oder so jeden Tag.

Introvertiert sein (sorry ich kenne das Nomen nicht) ist keine psychische Störung, sondern eine Charaktereigenschaft die meistens anerzogen wird. Meistens sind die Eltern nicht so viel anders. Das was du nach der Schulzeit erlebt hast und auch heute erlebst und warum es dir jetzt vielleicht schlecht geht sind andere Dinge.

Das was du beschreibst sind soziale Ängste, oder soziale Isolation und das "schlecht gehen" können Anfänge einer Depression sein. Alles zusammen kommt bei introvertierten Menschen häufiger vor als bei extrovertierten Menschen. Aber das hat keine Aussage darüber das es schlechter ist introvertiert zu sein.

Soll natürlich alles keine Diagnosen sein, aber kommt oft vor.

Was haltet ihr von dem Ganzen? Gibt es eine Möglichkeit, aus der Introvertiertheit heraus zu kommen?

Was man davon halten soll? Du machst das durch was ein 18-jähriger durch macht. Man vergleicht sich viel, die anderen haben so viel Erfolg bei Mädels und man selbst ist so das 5. Rad am Wagen...ja, aber alles nichts was dich schlechter macht als die anderen. Nur die Mädels da draußen wissen das noch nicht. Wenn du ein Mädchen haben willst, dann ist das entweder genauso alt wie du oder etwas jünger. Da wollen Mädchen irgendwas aufregendes. Coolge Typen wo sie mal eine Runde mit dem klapprigen Ford drehen dürfen und dafür gibts dann einen Kuss oder man geht mit ihnen ins Bett. Klingt verlockend, aber rückbilickend bin ich froh so ein Kasperletheater nicht mitgemacht zu haben.

Da raus kommen? Wäre die Frage: Warum? Introvertismus (?) ist etwas worauf man stolz sein kann. Man ist ruhig, besonnen, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Das sind die positiven Dinge. Du redest nicht so viel? Ist auch positiv, du redest halt nur wenn du der Meinung bist das du was zum Gespräch beitragen kannst.

Gibt nur einen Weg "da raus zu kommen": Extrovertiert sein. Wäre auch die Frage: Warum? Es wird dir keinen Vorteil bringen.

Nehmen wir jetzt mal an du nimmst dir vor extrovertiert zu sein. Willst ein Mädel abschleppen. Geh mit deinen sozialen Kontakten raus. Geh was trinken, geh in die Disco. Du wirst dich verbiegen müssen um das alles mitzumachen. Aber glaub mir, als introvertierter plötzlich extrovertiert zu wirken, wird nicht gut bei Mädels ankommen. Das kommt gewollt rüber und hat genau den gegenteiligen Effekt den du dir erwünschst.

Der Weg raus aus dem Introvertismus ist es introvertiert zu sein. Das ist ja nur ein Wort. Steht dafür, dass man halt ruhiger, zurükhaltender ist. Mach daraus dein Aushängeschild. Lebe es. Es gibt genug Frauen die darauf stehen. Nur die sind selbst auch so. Die zappeln nicht irgendwo durch die Gegend und sind extrovertiert. Du wirst ein Mädel kriegen, das sitzt vielleicht gerade irgendwo zu Hause auf der Couch und liest ein Buch. Es ist Freitagabend, da könnte man ja feiern gehen. Aber das ist halt nicht jedermanns Sache.

Und ganz ehrlich, Mädels die jedes Wochenende feiern und mit jedem in die Kiste gehen, wo man nur eine weitere Nummer wäre muss man nicht haben. Aber wer dran Spass hat kann es gerne machen. Aber du bist wahrscheinlich nicht der Typ dafür. ;-)

Du sprichst von einer "negativen Wandlung" und davon das es ja ganz schlimm ist in sich gekehrt zu sein. Das du überhaupt nicht weißt wie man Gespräche führt oder das deine sozialen Kontakte einfallen wie ein Kartenhaus das sind Dinge die haben nichts mit introvertiert sein zu tun. Introvertiert sein kann sowas begünstigen, aber es ist nicht schlecht introvertiert zu sein.

Wenn du merkst du isolierst dich, fühlst dich nicht gut, kannst das alles so nicht akzeptieren, dann empfehle ich dir eine Psychotherapie (z.B. Verhaltenstherapie).

Das ist der Weg introvertiert zu leben. Du wirst erkennen, dass es ganz normal ist und weder negativ noch sonst was und das es haufenweise Frauen gibt die einen ruhigen, zurückhaltenden Mann wollen. Introvtiert sein ist eine Charaktereigenschaft und sowas kann man nicht ändern. Und sollte man auch nicht. ;-)

*:) @:)

m_uskDa4tnuss


Also was ich damit sagen will: Du wirst wahrscheinlich immer introvertiert bleiben. Aber du wirst lernen soziale Kontakte kennenzulernen, Frauen anzusprechen, etc. Aber du wirst immer ein introvertierter Menschen bleiben. ;-)

d:avid5beutlxer


Also zuerst möchte ich dir für deine ausführliche Antwort danken! Es gibt wirklich nur sehr wenige, die sich für einen Beitrag so viel Mühe geben! Nun möchte ich zu einigen Punkten noch etwas sagen:

Naja was ist körperlicher Kontakt mit 15 Jahren mit einem Mädel denn schon wert?

Meiner Meinung nach ist das sogar sehr viel Wert. Die meisten Kollegen, welche sehr erfolgreich sind mit Frauen, hatten schon früh Kontakt mir Frauen. Für sie war das etwas ganz Natürliches, weshalb sie später auch keine Probleme mit Frauen hatten. Hätte ich damals Erfahrungen mit Frauen gesammelt, wäre ich in diesem Bereich weitaus lockerer und hätte heute nicht diese Probleme mit Frauen...

Du stehst mit 18 Jahren schon im Berufsleben? Das ist mal ne Leistung.

Nun ja, also ich bin noch Student. Aber ich besuche im Moment einen Semsterkurs, in welchem es um die "Persönlichkeitsanalyse" geht. Deshalb habe ich das mit dem Berufsleben auch mitbekommen.

Hast du es denn damals extrovtiert versucht körperlichen Kontakt mit Mädels herzustellen?

Nein, das habe ich leider nie versucht, was ich auch sehr bereue. Ich war damals schlichtweg nicht an Mädchen interessiert. Ich habe den Humor von Frauen oftmals nicht verstanden, was ich heute teilweise auch nicht tue. Deshalb habe ich mich auch nur selten ,und wenn es wirklich wichtig war, mit Mädchen unterhalten.

Was da halt eher auch sein kann, ist das du schon immer introvertiert warst. Damals, heute,...nur damals in deiner Schulzeit gab es soziales Gefüge in dem du dich aufgehalten hast, hattest Freunde, etc...

Das kann natürlich gut sein. Ich hatte schon damals "Anzeichen", die darauf hindeuteten, dass ich introvertiert bin. Ich war nach einem Besuch bei einem Kumpel zum Beispiel immer sehr glücklich, wieder alleine zu sein. Ich kann auch heute meine "Batterien" nur alleine auftanken, nicht unter anderen Leuten; das Aufhalten unter anderen Leuten strengt mich folglich an!

Da raus kommen? Wäre die Frage: Warum? Introvertismus (?) ist etwas worauf man stolz sein kann. Man ist ruhig, besonnen, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Das sind die positiven Dinge.

Natürlich bin ich mir den positiven Dingen bewusst. Schon oft habe ich versucht die Dinge positiv zu sehen. Aber die negativen Erfahrungen mit meiner Introvertiertheit überwiegten einfach zu stark, so dass ich mich allmählich nicht mehr auf die guten Dinge fokusieren konnte.

Wenn du merkst du isolierst dich, fühlst dich nicht gut, kannst das alles so nicht akzeptieren, dann empfehle ich dir eine Psychotherapie (z.B. Verhaltenstherapie).

Ich war beim Psychiater, allerdings habe ich diese Therapie abgebrochen, weil ich den Anschein hatte, es würde nichts bringen...

mzuskaxtnuss


Ich war nach einem Besuch bei einem Kumpel zum Beispiel immer sehr glücklich, wieder alleine zu sein. Ich kann auch heute meine "Batterien" nur alleine auftanken, nicht unter anderen Leuten; das Aufhalten unter anderen Leuten strengt mich folglich an!

Oh ja da könnte ich nochmal beide Hände heben... ;-)

Meiner Meinung nach ist das sogar sehr viel Wert. Die meisten Kollegen, welche sehr erfolgreich sind mit Frauen, hatten schon früh Kontakt mir Frauen.

Also wenn ich jetzt mal so an meine Schulzeit zurück denke...wir waren 30 Leute in der Klasse, sagen wir mal 15 Jungs. Und ich frage mich wieviele bis zur 10. Klasse körperlichen Kontakt zu Mädels hatten...vielleicht 4-6?!

Ich sag mal so, die die es geschafft haben, investierten auch viel. Du bist jemand der sich, wenn er sich mal getroffen hat, dann auch wieder ganz froh war wenn er zu Hause war. Das ist halt so und das ist ja auch okay. Ich war genau so. Mich haben Gespräche oft angestrengt, das Auseinandersetzen mit anderen, etc.

Die die dann Mädels abgekriegt haben mussten sich aber auch viel zum Hampelmann machen und Zeit investieren, viel reden, sich oft auch verstellen und sich viel auseinandersetzen.

Das war dir damals wahrscheinlich zu viel und wäre dir heute auch zu viel. Du siehst gerade vielleicht so deine Felle davon schwimmen, weil du merkst wie andere mit 18 ein bisschen Erfolg haben.

Oder auch gerade als Student meint man müsste sich durch die Hochschule vögeln, weil das ja alle so machen. Weil das das Image des Studenten ist. Das machen noch lange nicht alle und noch weniger erfolgreich.

Und wenn ich das mal so sagen darf mit 18 hat noch niemand Erfahrung mit Frauen. ;-D Selbst mit 25 nicht... ;-) Da kannst du mit 20 Frauen in der Kiste gewesen sein, am Ende geht es um wesentliche Dinge und nicht darum mit wievielen du geknutscht hast.

Ich war beim Psychiater, allerdings habe ich diese Therapie abgebrochen, weil ich den Anschein hatte, es würde nichts bringen...

Also ein Psychiater ist kein Psychotherapeut. Ein Psychiater verschreibt Medikamente. Ich kann dir nur nochmal eine Psychotherapie ans Herz legen (eine Verhaltenstherapie).

Bekommst alle Infos bei der kassenärtlichen Vereinigung deines Bundeslandes (google).

Ich weiß was du erlebst und ich weiß das vieles schmerzt. Ich antworte hier immer ausführlich. Bei deinem Faden finde ich mich zu 100% wieder. Ich war genauso. Und bin es zum Teil noch immer. Aber ich bin authentisch geworden und das ist das wichtige. Ich habe zu mir selbst gefunden und weiß über meine Stärken und Schwächen. Meine Stärke ist es nicht eine Frau anzumachen. Das kann ich bis heute nicht. Aber meine Stärke ist das es mir egal ist.

Viele sprechen immer dabei von Selbstbewusstsein, aber was ist das denn? Es ist sich selbst bewusst zu werden. Sich anzunehmen wie man ist. Man muss lernen sich selbst zu lieben und gut zu finden. Und dieses Selbstwertgefühl niemals von einer anderen Person abhängig machen.

Und wenn man beginnt sich selbst anzunehmen wie man ist und sich zu lieben, dann kommt der Rest meistens von alleine. Und auch die Frauen. Denn die stehen auf authentische Männer. Die nicht versuchen irgendwer zu sein der sie nicht sind.

Aber das bist du im Moment nicht so wirklich. Du bist der Meinung du hast was verpasst und siehst deine ruhige Art als eine "negative Entwicklung".

Du bist mit Sicherheit ein total lieber Kerl, der einfach nur etwas ruhiger ist. Was ist daran negativ? Du schlägst nicht, du trinkst nicht, es gibt nichts warum dich eine Frau nicht lieben könnte. Du bist nur introvertiert und die introvertierten sind harte Nüsse. Man findet sie nicht so leicht und wenn sind sie hart zu knacken. Aber das wird mit der Zeit.

Triffst du dich denn noch mit Freunden und unternehmt ihr was? Du könntest dich ja auch auf den Standpunkt stellen: "Ich bin introvertiert, also könenn die Mädels doch den ersten Schritt auf mich zu machen.".

Aber wie gesagt, empfehle dir eine Psychotherapie. :)^

*:) @:)

diavidb5eutlxer


Triffst du dich denn noch mit Freunden und unternehmt ihr was? Du könntest dich ja auch auf den Standpunkt stellen: "Ich bin introvertiert, also könenn die Mädels doch den ersten Schritt auf mich zu machen.".

Ich treffe mich nur noch gelegentlich mit Freunden. Meistens gehe ich zu ihnen nach Hause. Partys lasse ich grundsätzlich aus, da sie mich nur anstrengen. Zudem muss ich mich an Partys immer verstellen, nur damit ich nicht gänzlich in der Masse untergehe. Wenn ich mich allerdings verstelle, fühle ich mich sehr unwohl und das sieht man mir auch an. Wenn ich mich so verhalte, wie ich normalerweise bin, dann werde ich oft gefragt: "Geht es dir gut? Lach doch mal!" Mit solchen Phrasen kann man mir einen ganzen Abend kaputt machen, weil mir dann bewusst wird, dass ich auf andere traurig und langweilig wirke.

Frauen werden nur sehr selten einen Schritt auf mich zu machen, weil ich 1. langweilig wirke und 2. weil das in der Gesellschaft anders festgelegt ist (Männer müssen Frauen ansprechen). Früher oder später muss ich wohl in den sauren Apfel beissen, und Frauen ansprechen.

a.ug23x3


Kann die Ausführungen in Teilen bestätigen. Irgendwann kommt der Schwenk zur Gegenrichtung. Das ist natürlich kein Trost für einen 18Jährigen. Wichtig wird sein, die eigenen Fähigkeiten zu pflegen und gelegentlich auch zum Vorschein zu bringen. Sicher gilt heute noch wie früher, dass in dieser Altersklasse die "Schaumschläger" und "Wortgewandten" die Aufmerksamkeit der Damenwelt erhält. Nach genügend negativen Erfahrungen kann diese "Damenwelt" dann auch etwas mit ruhigen Männern anfangen.

R'an:i80


Im Moment geht es mir wirklich sehr schlecht! Ich kann mich so einfach nicht akzeptieren, wie auch!

Kann mir gut vorstellen wie es dir wohl geht. Mir ging es ebenso in diesem Alter.

Irgendwann kommt dann mal der Wendepunkt, vor allem wenn du so gänzlich unzufrieden mit dir und deinem Verhalten bist. Mir ging es so, daß ich wußte ich bin doch eigentlich ganz anders.

Schwer hat es mich dann immer getroffen, wenn meine Schwester sagte "Du bist halt die Ruhige",- und langweilig dachte ich mir... Selbst bei Feiern im engen Kreis hockte ich nur dabei und sagte den ganzen Abend nichts. Alle lachten und scherzten und ich saß nur da und schaute zu... ich kam mir vor wie in einem Glaskäfig eingesperrt. :°( Auch bei Unterhaltungen entstand oft ein unangenehmes Schweigen und ich merkte, dass diese Leute sich nicht noch einmal mit mir treffen wollen,- warum auch, nur um dazusitzen und nichts zu sagen. Ja, das war echt eine anstrengende, leidvolle Zeit.

Woher, warum... Gründe gibt es auf jeden Fall. Wichtig war für mich auf jeden Fall, zu erkennen, daß ich so nicht bin. Und mich dennoch selbst akzeptiert habe in dieser Phase. Wenn es andere schon nicht tun,- dann kann nur ich selbst mit mir Verständnis haben. Mich aber immer wieder in neuen Situationen üben aus mir raus zu gehen.

Ein entscheidendes Erlebnis war es, mitzubekommen wie jemand einen totalen Käse erzählt hatte und ich mußte mir das anhören... Da dachte ich mir, lieber rede ich und bringe das Gespräch in eine andere Richtung, viel dümmer kann das auch nicht sein was ich sage,- bzw. dummes Zeug reden ist ja nicht verboten. Das weiterführend, entstanden oftmals richtig lockere und tolle Gespräche. Ich habe geredet wonach mir grad war, getan wonach mir war, und wurde angenommen. Und dieses Gefühl war so toll. Ich tat worauf ich Lust hatte, sagte was ich wollte... oder sagte eben nichts und das war dann auch ok. Ich konnte auf einmal selbst entscheiden wie ich sein wollte,- und war dann auch zufrieden damit. Sehr oft, auch heute noch, muß ich mich dennoch zu manchen Dingen überwinden, unter dem Motto, alle von mir selbst errichteten Barrikaden zu durchbrechen. Dadurch wurde ich oft schon als mutig bezeichnet. Denn ich stellte mich sämtlichen Dingen dir mir Angst machten.

Von heute auf morgen geht so ein Wandel wohl eher nicht,- und auch wenn dir dieser Zustand jetzt unangenehm ist, er lehrt dich etwas.

Mir geht es bis heute noch so, daß ich sehr schnell merke ob sich jemand in seiner eigenen Haut wohl fühlt oder nicht. Ich versuche dann oft diesen Menschen zu zeigen, dass sie auch einen anderen Weg einschlagen können,- indem ich ihre Schüchternheit/Introvertiertheit übersehe.

Denn das ist wohl auch etwas was erschwerend hinzu kommt: Ich hatte schon meinen Stempel aufgedrückt bekommen von anderen Menschen die ich öfter/regelmäßig sah. Ich war die ruhige, schüchterne, nichtssagende, langweilige,... pflegeleicht. Es war also umso schwerer mich auf einmal anders zu verhalten,- dann wäre ich ja aufgefallen... und das wollte ich ja nicht. Wenn ich mal was sagte, schauten mich alle mit großen Augen an :-o

Also konnte ich mich nur in einem neuen Umfeld ändern... bzw immer wieder neue Situationen suchen, denn die Erfolgsquote war am Anfang sehr gering.

Kann nicht jeder sein, wie er will? Wenn wir nicht die Macht über unser eigenes Verhalten haben,- über was dann? Ich weiß, das es nicht von heut auf morgen geht, doch warum legen wir uns selbst diese Selbstbildnisse auf und sind dann unzufrieden damit? Vielleicht ist es doch nur eine natürliche Entwicklung? Es braucht eben Zeit bis sich eine Persönlichkeit entwickelt?

d?avFidbehutxler


Wow! Ich bin echt überrascht wie viele gute Beiträge ich hier erhalten habe. Es tut schon gut zu hören, dass andere auch Probleme haben bzw. hatten.

Also konnte ich mich nur in einem neuen Umfeld ändern... bzw immer wieder neue Situationen suchen, denn die Erfolgsquote war am Anfang sehr gering.

Im Sommer bin ich mit der Schule fertig, dann werde ich etwas Neues machen. Das heisst auch, dass ich in ein anderes Umfeld kommen werden; neue Freunde, neues Glück. Ich hoffe also, dass mir dieser Wechsel etwas bringen wird. Du hast schon recht, dass man in seine ruhige Rolle zusätzlich hineingedrückt wird. Wenn man dann einmal etwas sagen will wird man meistens einfach überhört, weil man die Rolle des Zuhörers und nicht die des Redners habe soll.

Ich denke wenn ich kommunikativer werden kann, und daran glaube ich ganz fest (!), dann werde ich eine wirklich beneidenswerte Persönlichkeit habe, denn:

- Ich kann sowohl zuhören als auch reden

- Ich kann die Vorteile des Extrovertierten und des Introvertierten brauchen!

FIraGu Ko$pfsalxat


Da ich mich selbst gerade mit dem Thema der Introvertiertheit beschäftigt habe, ist es mir ein großes Bedürfnis, einige Dinge klar zu stellen.

Zunächst: Introvertiertheit ist nicht dasselbe wie Schüchternheit.

Hinter Schüchernheit steht die Angst, von anderen bewertet zu werden. Schüchterne sehen sich ständig durch die Augen anderer Menschen und reflektieren ununterbrochen ihr eigenes Verhalten: "Was denkt der jetzt, wenn ich...?" "Ich traue mich nicht, das und das zu sagen, sonst misslingt es mir und dann stehe ich blöd da." Und so weiter.

Introvertierte können natürlich schüchtern sein, aber es ist eben nicht dasselbe, und es geht auch nicht automatisch Hand in Hand. Introvertierte ziehen beispielsweise einfach das Zweiergespräch der lauten Gruppensituation vor. Sie genießen eher ersnthafte oder tiefergehende Gespräche als Small Talk in der großen Gruppe.

Das heißt nicht, dass sie nicht auch gerne lachen oder gar humorlos seien. Aber leider wird in unserer Gesellschaft tatsächlich das Ideal der Extrovertiertheit propagiert, und so werden die Wesenszüge von Introvertierten schnell abgestempelt.

Ich suchte in Gesprächen plötzlich panisch nach Worten. Ich habe Mühe, in Gesprächen mit früheren Kollegen Emotionen ins Spiel zu bringen (verbleiben auf der Sachebene). Ich lache nur noch selten, wo ich mich früher fast jeden Tag übergeben musste vor Lachen. Leider habe ich es in meiner guten Zeit bis zum 9. Schuljahr nicht geschafft, mit einem Mädchen körperlichen Kontakt herzustellen.

Das klingt mehr nach Schüchternheit als nach Introvertiertheit. Schüchterheit tut den Schüchternen weh, und wenn es extrem wird, sollte man tatsächlich nach Hilfe schauen. Wobei ich glaube, dass eine Kehrtwende der Persönlichkeit um 180 Grad auch nicht zu erwarten ist, das Erlernen einer gewissen Akzeptanz der eigenen Persönlichkeit also auch ein großes Ziel ist.

Partys lasse ich grundsätzlich aus, da sie mich nur anstrengen

Dafür gibt es sogar einen ganz einfachen Grund. Ich kanns bestimmt nicht so toll erklären, aber ich probiere es mal. Das Gehirn von Introvertierten "feuert" im Ruhezustand mehr, als das von Extrovertierten. Es reagiert auch auf Reize extremer. Heißt also, dass Extrovertierte einfach mehr Reize und Sinnesanregungen brauchen, um sich wohl zu fühlen, Introvertierte aber eher weniger benötigen, weil sie sonst schnell "überschwemmt" werden.

Hat also eine biologische Ursache und liegt nicht am "nicht – wollen" oder sowas.

Es ist Mist, das weiß ich aus eigener Erfahrung, als introvertierter junger Mensch zu diesem Wesenzug stehen zu wollen, eben weil das Ideal die Extrovertiertheit ist. So wird man schnell als langweilig abgestempelt. (Auf Partys stundenlang Bullshit labern ist natürlich nicht langweilig.... %-| ) Nur: ich habe mir immer wieder quasi vorgenommen: ab dann und dann bist du locker, spritzig, unterhaltsam... und habe mich letztendlich schrecklich unwohl gefühlt und selbst gehasst.

Jeder Jeck ist anders, und wesentliche Züge der eigenen Persönlichkeit kennenzulernen und ehrlich akzeptieren zu können ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Möglichkeiten, sich vor Frust und Slebsthass zu bewahren.

Beste Grüße!

PS. Ich empfehle das Buch "Still. Die Bedeutung von introvertierten in einer lauten Welt"

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Hallo alle zusammen,

einen sehr interessanten Thread habt ihr ihr. Und ich bin froh darüber mal was zu lesen, denn auch ich (ganz unerwartete ;-) ) bin ein introvertierter Mensch, uns musste schon oft die Erfahrung machen das intrivertierte Menschen als die schlechten dargestellt werden. Mit denen man nichts anfangen kann, oder eben langweilig wie ihr schon sagt.

Mir hat das auch lange zu schaffen gemacht, ja es wurde fast ein Selbsthass weil ich so bin wie ich bin. Aber ich habe noch mal die Kurve bekommen und weiß das es nicht so ist.

Aber es ist immer noch anstrengend zu hören man sei nicht offen und kann nicht auf Menschen zugehen. Denn das stimmt nicht. Aber das meinen sie...die extrovertieren. Ich habe schon oft beobachtete die die Introvertieren die eigentlich offeren Menschen sind. Vielleicht nicht direkt in der Kommunikation eben dem Small Talk, aber sie sind offener für andere Meinungen, Einstellungen und Menschen. Die Extrovertierten urteilen sehr schnell.

Und somit verurteilen sie auch "uns". Wir seien schüchtern oder ähnliches, aber sie beschäftigen sich einfach zu wenig mit ihren Gegenübern. Daher bin ich mittlerweile sehr froh eher introvertiert zu sein und kenne die bzw. meine postiven Seiten meiner ruhigen Art. Mir selbst sind auch introvertierte Menschen lieber. Sie sind zudem interessanter :)

Ich denke wenn ich kommunikativer werden kann, und daran glaube ich ganz fest (!), dann werde ich eine wirklich beneidenswerte Persönlichkeit habe, denn:

- Ich kann sowohl zuhören als auch reden

- Ich kann die Vorteile des Extrovertierten und des Introvertierten brauchen!

Das glaube ich dir gern das du dann eine beneidenswerte Persönlichkeit hast. Denn diese Mischung aus kommunikativ und trotzdem etwas ruhiger ist eine sehr angenehme wie ich finde.

PS. Ich empfehle das Buch "Still. Die Bedeutung von introvertierten in einer lauten Welt"

Oh das hört sich ja wirklich interessant an. Werde ich glaube ich mal googlen ;-)

Viele Grüße

d9avidb0eutlexr


Introvertierte können natürlich schüchtern sein, aber es ist eben nicht dasselbe, und es geht auch nicht automatisch Hand in Hand.

Das stimmt, gut das du das erwähnst!

PS. Ich empfehle das Buch "Still. Die Bedeutung von introvertierten in einer lauten Welt"

Danke für die Empfehlung, habe mir das Buch gerade bestellt. Sieht sehr vielversprechend aus!

Zum anderen User:

Mir hat das auch lange zu schaffen gemacht, ja es wurde fast ein Selbsthass weil ich so bin wie ich bin. Aber ich habe noch mal die Kurve bekommen und weiß das es nicht so ist.

Wie hast du die Kurve gekriegt? Gabe es da ein bestimmtes Erlebnis, eine Therapie oder Sonstiges?

Ich habe schon oft beobachtete die die Introvertieren die eigentlich offeren Menschen sind. Vielleicht nicht direkt in der Kommunikation eben dem Small Talk [...]

Nun ja, gerade hier muss ich einhacken. Ich finde nicht, dass introvertierte Menschen offener sind als extrovertierte. Offener bedeutet für mich, dass man schnell über seine Gefühle spricht. Das tun Introvertierte allerdings nicht. Und auch Smalltalk ist für mich eine Qualität die ich der Offenheit zuschreibe.

Auch euch Beiden möchte ich für euren informativen Beitrag danken!

SaommMe4r778x9


Wie hast du die Kurve gekriegt? Gabe es da ein bestimmtes Erlebnis, eine Therapie oder Sonstiges?

Nein, ich habe keine Therapie deshalb gemacht. Aber ich habe einfach für mich festgestellt das die Seiten eines Introvertierten Menschen mir wirklich angenehmer sind. (Wenn es um andere Menschen geht) Also die Seiten die, die Extrovertierten wohl immer kritisieren. Eben diese ruhige zurückhaltene (vllt. eher taktvollere) Art. Ich habe dann auf mich selbst geschaut wie ich bin, und gemerkt das es im Grunde auch keine Schüchternheit ist (so wie es einem immer aufgedrückt wird) sondern eine entspannte ausgeglichene Art. Naja und das mag ich eben, und somit mag ich es auch an mir. Also ich will Extrovertierte jetzt nicht völlig negativ darstellen, ich komme auch mit ihnen zurecht. Aber feste Freundschaften habe ich mit solchen Menschen eher nicht.

Also man muss sich einfach selbst akzeptieren wie man ist, verstehen das man sich nicht ändern kann. Zumindestens nicht grundlegend. Wenn man das geschafft hat wird man denke ich auch kommunikativer, und legt den kleinen (oder vielleicht manchmal auch gräßeren) Teil der Schüchternheit habt und entwickelt dann, wie du sagst, die beneidenswerte Persönlichkeit.

ch finde nicht, dass introvertierte Menschen offener sind als extrovertierte. Offener bedeutet für mich, dass man schnell über seine Gefühle spricht. Das tun Introvertierte allerdings nicht. Und auch Smalltalk ist für mich eine Qualität die ich der Offenheit zuschreibe.

Ok, vielleicht sollte man hier in der Offenheit differenzieren.

Ja du hast recht das Small-Talk eine Qualität ist die der Offenheit zuzschreiben ist, und diese Offenheit gehört den Extrovertieren. Die Kommunikation in der Gruppe, die Führungsrollen übernimmt auch der Extrovertierte. Für mich ist das eine Offenheit die zwar auch wichtig ist und für die es auch Menschen geben muss, aber das was ich meine ist die Offenheit der Welt gegenüber. Offener für Fremdes. Sicherlich nicht Meinungs- und Kritiklos. Aber nicht verurteilend.

Diese Theorie muss nicht stimmen, aber manchmal ist es schon so denke ich. Ich kann es zumindestens in meinem Umfeld beobachten.

Offener bedeutet für mich, dass man schnell über seine Gefühle spricht.

OK, das denke ich nicht. Ich denke über Gefühle zu reden fällt beiden Charakteren relativ gleich schwer. Oder leicht. Kommt ja immer darauf an was für Gefühle es sind. Bei den positiven denke ich das: Ja, der Extrovertierte äußert das vielleicht eher als der Intro. Aber das bedeutete ja nicht das der Intro. damit ein Problem hat es zu erzählen. Er sieht einfach nicht die Notwendigkeit darin. Zu mindestens jedem X-Beliebigen das zu erzählen.

Wenn es um negative Gefühle geht, ist es denke ich gleich. Sowohl den einen als auch den anderen fällt es schwer verletzte, enttäuschte, wütende Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Auch euch Beiden möchte ich für euren informativen Beitrag danken!

Klar, gerne ;-)

Frraur Kopfdsalat


Guten Morgen zusammen!

Offener bedeutet für mich, dass man schnell über seine Gefühle spricht. Das tun Introvertierte allerdings nicht. Und auch Smalltalk ist für mich eine Qualität die ich der Offenheit zuschreibe.

Würde ich so gar nicht mal unterschreiben. Ich bezeichne mich selbst auch als introvertiert, und Small Talk ist auch so gar nicht meins. Habe ich aber ein interessantes, offenes Gegenüber, das mit mir in Themen einsteigt, die ich interessant finde, dann spreche ich auch über Gefühle und bin sehr offen für die Geschichte, die Sichtweisen und Erlebnisse meines Gegenübers.

Ich bin auf jeden Fall neugierig auf Menschen. Über die erfahre ich aber eher im Zweiergespräch Interessantes, als im Gruppen – Small Talk, wo es mehr auf das Reden selbst als auf den Inhalt ankommt.

Mir hat das auch lange zu schaffen gemacht, ja es wurde fast ein Selbsthass weil ich so bin wie ich bin. Aber ich habe noch mal die Kurve bekommen und weiß das es nicht so ist.

Wie hast du die Kurve gekriegt? Gabe es da ein bestimmtes Erlebnis, eine Therapie oder Sonstiges?

Die Frage ging zwar nicht an mich, aber sie reizt mich so, dass ich trotzdem antworte. ;-)

Denn ich erkenne mich absolut darin wieder: ich habe mich auch lange genug, gerade so von 15 bis 19 Jahren, selbst gehasst, weil Dinge wie Partys, Discogänge oder andere Gruppensitutationen für mich so schwierig waren und gar nicht besonders viel Spaß gemacht haben. Ich dachte, Mensch reiß dich zusammen, du willst doch nicht zum Außenseiter werden. Ich dachte, ich könnte mir selbst verordnen, locker und mitreißend zu sein, bin dann natürlich gescheitert und habe mich selbst dafür gehasst und verachtet.

Nun bin ich in dem glücklichen Alter ( ;-), bin 33 ), wo es nicht mehr so drauf ankommt, Partykanone oder so sein zu müssen. Mich akzeptieren zu können ist ein Prozess über die Jahre gewesen, und ich wünschte, ich hätte ihn beschleunigen können. Irgendwann kommt, denke ich, einfach die Zeit, wo es nicht mehr so wichtig ist, zu den "Coolen" zu gehören.

Wenn man bedenkt, dass geschätzt 40 bis 50 % der Menschen introvertiert sind, dann ist es vielleicht sowieso klüger, nach denen mal die Augen offen zu halten, statt selbst noch zu denken "ach nee, der wirkt so langweilig". ;-)

Grüße!

L&ewiTan


davidbeutler

Auch wenn ich an deinen Ausfuehrungen ueber Introvertiertheit (!!! muskatnuss) ganz grundsaetzlich nichts auszusetzen habe, glaube ich, dass du dich da zu sehr auf eine Kategorisierung konzentrierst, quasi darauf, dich als Bewohner einer Schublade zu sehen. Du bist du, du bist nicht bloss "einer aus der Masse der Introvertierten".

Ich denke, es hilft nicht, sich ueber die Welt zu beschweren und wie sie mit Introvertierten umgeht. Ich denke, es geht eher darum, dass du eine Aufmerksamkeit fuer dich selber entwickelst, was gut fuer dich ist, und was du aendern kannst und willst, und wo du hinwillst.

An vielem, was du ueber dich schreibst, sehe ich ueberhaupt nichts Schlechtes. Viele Menschen brauchen Zeit fuer sich alleine, das ist normal und in Ordnung. Warum glaubst du, dass du "Eindruck machen musst"? Welche Rolle spielt es fuer dich, was du glaubst, was die anderen von dir denken? Wenn du es irgendwie schaffst, dich davon unabhaengiger zu machen, musst du dich selber nicht mehr so unter Druck setzen, gefallen zu muessen. Das entspannt schon mal.

Was das "sich angestrengt fuehlen in Gesellschaft" betrifft, vieles hat mit Angst zu tun und man kann da so einiges traineren. Man muss allerdings bereit sein, auch mal ein paar Experimente mit sich zu machen und damit zu leben, dass was schief geht. Ein sehr guter Faden ist der hier:

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