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Nur einfache Macken...oder schon Zwangsstörungen?

P*epp:erKitUtxy hat die Diskussion gestartet


Hallo euch allen.

Ich fange dann einfach mal an, meine Lage ohne Umschweife zu schildern.

Es ist immer, jeden Tag so, sobald ich rausgehen und meinen Rucksack dabei habe. Aber erstmal fängt alles mit dem abschließen der Wohnungstür an. Einmal abgeschlossen, wird einmal kontrolliert. Wenn ich dann allerdings die ersten Stufen runter bin, muss ich zwei oder dreimal wieder kontrollieren, ob sie auch wirklich abgeschlossen ist, da wird dann etliche Male an der Tür gerüttelt. Gut, irgendwann hat sichs dann auch, und ich gehe runter. Wenn ich dann meinen Schlüssel in mein vorderes Rucksackfach packe, gehts schon wieder los. Ich lege den also rein, und ziehe den Reißverschluss zu, und kaum das er zu ist kommt mir jedesmal der Gedanke: er könnte ja währenddessen runtergefallen sein. Also nochmal aufmachen, gucken, den nochmal richtig reinlegen, wieder zumachen. Das geht bis zu 5 mal so, ebenso auch die Kontrolle, ob auch wirklich Handy und Geldbörse drin sind.

Nun zu meiner Zahlen."Macke". Wenn ich zB. einkaufen gehe, nehme ich zB von der Buttermilch NIE 2,4 oder 6 Becher....entweder 1,3 oder 5...also nur ungrade Zahlen. Wenn mir zB. jemand zwei Bonbons in die Hand drückt, macht mich das unheimlich nervös, und ich weiß nicht mit welchem ich anfangen soll, da fehlt ja schließlich noch einer.

Desweiteren das Problem mit Karten, Prospekten etc... wenn ich mit jemandem Karten spiele, müssen die bei mir regelrecht exakt parallel anliegen, wenn sie verrutschen, wird das gleich kontrolliert. Teilweise isses schon so, das wenn ich 5 Karten auf der Hand habe, ich versuche, sie millimetergenau aufzufächern...nimmt natürlich eine Menge Zeit in Anspruch. Wenn ich in Läden bin und dort liegen Prospekte aus, oder auf Tresen, und die sind nicht genau aufeinander gestapelt und bündig Kante an Kante, muss ich das umgehend korrigieren.

Wenn ich meinen Wecker im Handy stelle, wieder dasselbe: Mehrmaliges kontrollieren der Zeit, der Lautstärke...wenn ich mir mal abends nen Wecker stellen muss, und ich versuche mich schlafen zu legen...habe ich regelrecht einen Druck, das kontrollieren zu müssen, obwohl ich es schon mehrmals gemacht habe

So, das wars so im Groben. Ich selber würde das als Macken abtun, aber einige haben die Befürchtung, das dass richtige Zwänge sind.

LG

Antworten
mmauxma


Hallo , ich kenne mich zwar mit Zwangserkrankungen nicht aus, für mich klingt das aber schon nach mehr als einer Macke.

Wichtig finde ich dabei aber die Frage, inwieweit dich diese Macken stören, und in deinem Alltag beeinträchtigen.

Hast du einen starken Leidensdruck deswegen ???

Wenn es dich selbst nicht stört sehe ich dahingehend keinen Handlungsbedarf, leidest du allerdings darunter würde ich Dir empfelen einen Fachmann aufzusuchen.

Alles Liebe

mvuskaptnuxss


So, das wars so im Groben. Ich selber würde das als Macken abtun, aber einige haben die Befürchtung, das dass richtige Zwänge sind.

Hm, also mal so durchs Internet gesagt: Die anderen haben nicht ganz unrecht.

Ein Zwang dient der Kontrolle. Nicht immer nur um sicher zu gehen, sondern um sich gut zu fühlen und sich Halt zu geben. Die Frage wäre ja ob du es ertragen könntest wenn du halt 3 Buttermilch kaufst. Wenn Nein, dann ist das keine Macke.

ad.fisxh


Du schreibst: Ich muss, muss, muss – Müssen ist Zwang. Ich kenne viele dieser Gedanken. Die "gute" Packung aus dem Regal nehmen (nicht die Erste und nicht die Dritte :|N Aber auch nicht die zweite!) , die "gute" Anzahl von Dingen, die kruden Gedankengänge, wo der Schlüsse, das Handy, die Geldbörse hingekommen sein könnten, seit man das letzte Mal von zwei Minuten danach geschaut hat. Aber ich 'muss' nicht, ich kann es aushalten, das nicht zu tun und denke nicht einmal daran, wenn mir irgendetwas dazwischen kommt .. oder ich schlicht mal keinen Bock auf das Theater hab. Dann fühle ich mich kurz komisch, aber es geht dann auch wieder.

Wenn Du wirklich musst, würde ich anfangen, dagegenzusteuern. Jetzt. Nicht erst, wenn Du darunter leidest. Es wird nämlich schwerer, je länger man sich so etwas einschleifen lässt. Dazu brauchsdt Du (erstmal) niemanden, außer Dich selbst und Deine Selbstbeherrschung.

P?eppe"rKitty


Ich habe letztens eine Reportage gesehen, wo es um Zwänge ging, und teilweise war ich echt erschrocken, wie sehr ich mich darin wiedergesehen habe.... :-o Also, diese "Rituale" setzten mich schon unter Druck, aber ich MUSS sie einfach immer machen...

LLotte0b4x07


Ich kontrolliere 3-5 Mal, ob der Herd aus ist, bevor ich gehe und gucke dauernd, ob meine Wertsachen noch da sind... Und ueberlege mir dann stundenlang, ob der Herd wirklich aus ist. Frueher hab ich ihn einmal vergessen und nur durch Zufall hab ich daran gedacht und bin zurueck... Seitdem mach ich das so...

Gibt es dir denn Sicherheit? Schraenkt es dich ein?

Mir faellt es manchmal schwer, mich davon zu loesen, aber es geht.

W|ikkmexy


Das mit dem Wecker und der Tür kommt mir auch sehr bekannt vor. Ich habe mittlerweile 3 Wecker, die unterschiedlich gestellt sind und kontrolliere mind. zweimal vor dem zu Bett gehen, ob der Ton an ist und sie richtig gestellt sind. Das ist manchmal schon nervig für mich selbst. Als Zwang würde ich es dennoch nicht beschreiben, eher eine ausgeprägte Angewohnheit. Ich versuche es mir langsam abzugewöhnen...

Das mit dem Herd ist aber ja verständlich, wenn du es tatsächlich schonmal vergessen hattest. Glaube, da würde es mir genauso gehen.

ztwergxi25


Das was du hier schilderst, hört sich nicht nach Macken an! Das sind Zwänge. Du solltest dir professionelle Hilfe suchen. Denn Zwänge verändern sich mit der Zeit und mit der Zeit schleichen sich auch immer mehr "Kontrollzwänge" ein.

Ich selbst bin nicht davon betroffen. Bin aber damit aufgewachsen, da meine Mutter an Zwangserkrankungen leidet, und das seitdem ich denken kann. Sie hat Ordnungszwänge, Waschzwänge, Kontrollzwänge aber auch Gedankenzwänge. Umso eher du dir Hilfe suchst, umso besser kannst du geheilt werden. Meine Mutter hat sich ziemlich spät (ca. nach 15 Jahren) Hilfe gesucht, und die Chance das sie die erkrankungen jemals los wird liegen bei null!

Sie konnte die Symptome mit einer Verhaltenstherapie, Antidepressiva und SHG deutlich verbessern. Leider ist sie heute wieder da, wo sie damals vor der Therapie war, weil sie meinte sie müsse Therapie abbrechen, Tabletten absetzten und auch jetzt die SHG verlassen.

Mcasmi0@20x9


Das hört sich sehr nach Zwängen an. meine Schwester hat eine Zwangserkrankung, fing auch ganz harmlos an.

Ist es aber nicht weil immer mehr Zwänge hinzukommen bis dein ganzer Alltag von Zwängen bestimmt wird.

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