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Trennung vom elterlichen Betrieb

mmelisVsa7x8509 hat die Diskussion gestartet


Ich habe ein Problem, welches eigentlich schon einige lange Jahre geht.

Ich bin jetzt 32 Jahre alt, habe 2 Kinder (2+7), welche beide bis 16 Uhr betreut sind (Kita).

Ich arbeite 30 Stunden / Woche im elterlichen Betrieb, den hauptsächlich meine Mutter führt.

Wir haben den Betrieb (Einzelhandel mit Ladengeschäft) inzwischen 20 Jahre, ist also gut eingeführt.

Ich habe bereits als Teenager bei kleineren Dingen wie Preisauszeichnungen etc. geholfen, aber es war zB immer PFLICHT, Samstag zu arbeiten. Das war damals schon schwer, da mein damaliger Freund als Zeitsoldat nur SA/SO zuhause war. Aber ich kam nicht drum herum und so musste ich immer helfen.

Schwamm drüber.

Durch die Geburten der Kinder habe ich dann innerhalb des Betriebes immer mal wieder auf andere Positionen gewechselt, aber im Verkauf bin ich jetzt nicht mehr, wegen den langen Arbeitszeiten.

Das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter ist sehr angekratzt. Ich sehe sie Mo-Fr jeden Tag. Dann habe ich verständlicherweise keine Lust mehr, wenn sie uns dann Sonntag besuchen will, natürlich nur wegen der Kinder. Natürlich verstehe ich, dass sie die beiden sehen möchte (und umgekehrt), aber sie blockiert damit oft Ausflüge von uns, weil sie dann ziemlich Sitzfleisch hat.

Ich möchte also gerne die Arbeitsstelle wechseln und hatte das in den letzten Jahren auch schon oftmals angestrebt; zuletzt ca. im Frühjahr 2012. Ich hätte die Stelle auch bekommen, allerdings war meine Mutter nicht bereit, dass ich einen festen freien Tag zugesprochen bekomme, um dort meinem Nebenjob nachzugehen.

Meiner anderen Chefin wäre es total egal gewesen, an welchem Tag ich komme, nur einen festen Tag wollte sie von mir genannt haben; meine Mutter verweigerte sich dagegen und ich verlor diesen Nebenjob. Ich hatte extra auch ein Fernstudium abgelegt, somit kann ich mir leider nur das Zeugnis an die Wand pinnen :-(

Es gibt keinen Betrieb, der es wert wäre, den elterlichen Betrieb zu verlassen – soweit der Standpunkt meiner Mutter. Sie hat sich einen Traum mit dem Betrieb erfüllt. Aber es ist IHR TRAUM, nicht der meinige! Das will sie nicht verstehen. Eine Übernahme des Betriebes kommt auch NULL in Frage.

Ich habe zwischendrin immer mal wieder für einige Monate woanders gearbeitet (also bei ca. 3-4 anderen Arbeitgebern), aber fragt bloß nicht, wie das Miteinander mit meiner Mutter war. Man kam sich so als Verräter vor. Sie kann es nicht nachvollziehen, warum man nicht noch einen Knicks macht, um nicht bei Ihr arbeiten zu können.

Wir haben leider auch eine sehr hohe Mitarbeiter-Fluktuation. Ich glaube, ich habe in den 20 Jahren bestimmt 300 Mitarbeiter kommen und gehen sehen.

Kollegen habe ich in diesem Sinne auch nicht; als Tochter der Chefin schwer mal ein privates Wort zu wechseln. Ist auch von meiner Mutter nicht so gerne gesehen.

(Ich war mal mit einer Kollegin in der Disco, das wurde gleich zum Riesenaufstand!!!!)

Ich bin finanziell in dem Punkt abhängig, dass ich einen Firmenwagen fahre.

Da ich ein Haus besitze und keinen Partner habe, muss ich als Alleinverdiener genug heimbringen.

Ich habe 30 Stunden / Woche, die ich als Arbeitszeit zur Verfügung stellen kann. Auf Oma oder Opa könnte ich bei Krankheit der Kinder natürlich nicht zurückgreifen, wenn ich woanders arbeite – dieses Privileg geht natürlich nur, wenn ich im elterlichen Betrieb bleibe.

Hat jemand dazu eine Meinung?

Ich habe jetzt Kontakt mit der Lebenshilfe / Caritas aufgenommen und möchte mich dort beraten lassen? Ich sehe einfach keinen Ausweg mehr.

Mir gehts einfach darum, mich endlich selbst zu verwirklichen – immerhin bin ich 32 und kann außer ein paar Monaten nicht wirklich etwas vorweisen. Ein Zeugnis aus dem elterlichen Betrieb ist ja nicht soviel wert auf dem Arbeitsmarkt. :-(

Antworten
mmuskatxnuss


Oh je ist das eine Horrorgeschichte. Ich liebe meine Eltern sehr, aber das ist auch nur der Fall, weil man sich vielleicht 3-4 mal im Monat sieht (bin Student). Wir verstehen uns blendend, aber unser gutes Verhältnis würde einkrachen wie ein Kartenhaus, wenn ich meine Mutter oder meine Eltern jeden Tag ertragen müsste.

Wenn die Mutter die Chefin ist, ist es ja sogar nochmal ein besonderer Fall. Denn deine Mutter wird immer deine Mutter sein und niemals eine Chefin oder eine Mitarbeiterin. Wenn du einer Chefin nach vielen Jahren sagst dass du das Unternehmen verlässt, weil du dich weiterentwickeln willst, bekommst du ein gutes Arbeitszeugnis und gehst nach 3 Monaten Kündigungsfrist. Du bist niemanden etwas schuldig.

Du schreibst ja schon das das Verhältnis zu deiner Mutter schlecht wurde als du 4x woanders gearbeitet hast. Dann wird Schuld zugewiesen, "du lässt mich im Stich", "ich war doch damals für dich da und habe deine Kinder verwahrt", dann gibt es Liebesentzug dir oder deinen Kindern gegenüber.

Ach das schreibst du ja sogar selbst...es werden Dinge verknüpft die nichts miteinander zu tun haben. Die Liebe den Enkeln gegenüber wird damit verbunden ob die Tochter noch bei Mama im Unternehmen arbeitet...das hat faktisch nichts miteinander am Hut.

Theoretisch gibt es wahrscheinlich keine psychischen Störungen bei dir zu diagnostizieren. Aber dennoch könntest du mit deinem Fall den du hier schilderst eine Psychotherapie machen...der Therapeut könnte es zumindest damit begründen, dass du unabhängig werden willst. Denn das Verhältnis zu den Eltern ist fast immer das elementare Thema einer Psychotherapie.

Keine Ausweg sehen kann man auch als Depression ansehen,...auch wenn die Wartelisten lang sind, ein Therapeut kann sich Bedarf schaffen in dem etwas diagnostiziert (was jetzt keinen Psychotherapeuten schlecht macht).

Aber es ist IHR TRAUM, nicht der meinige! Das will sie nicht verstehen.

Sie wird es auch nie verstehen. Da kannst du machen was du willst. Deine Mutter wird sich nicht ändern. Und dein Verlassen des Unternehmens wird auch immer als Verrat gewertet und mit Liebensentzug bestraft.

Ein Zeugnis aus dem elterlichen Betrieb ist ja nicht soviel wert auf dem Arbeitsmarkt. :-(

Och da würde ich mich jetzt nicht aufs Hörensagen verlassen, sondern auch diesen Schritt in Angriff nehmen. Wenn du ein Arbeitszeugnis von deiner Mutter bekommst.

Mir gehts einfach darum, mich endlich selbst zu verwirklichen – immerhin bin ich 32

Das ist ja schön und gut. Aber wer hindert dich dran? Nicht deine Mutter. Da musst diffenernzieren, denn wenn deine Mutter ein Problem damit hat das du halt das Unternehmen verlässt, dann ist das das Problem deiner Mutter und nicht deins. Wenn du aber ein Problem damit hast, weil deine Mutter ein Problem hat oder du die Annehmlichkeiten (Haus, Firmenwagen) verlieren könntest, dann ist das ganz alleine dein Problem.

Deine Mutter hindert nicht daran zu gehen, sondern du selbst. Das sind ja auch nachvollziehbare Gründe. Du willst niemanden verletzen, fragst dich vielleicht ob du nicht doch deiner Mutter was schuldig bist...aber du bist es nicht.

Es geht hierbei nur um dich. Du verlässt das Unternehmen nicht, weil du die Konsequenzen nicht ertragen willst. Der Firmenwagen, den kannste mal außen vor lassen, es gibt Gebrauchtwagen und das könnte man bestimmt einrichten. Für die Zeit die du unterwegs bist, gibt es Kindermädchen die aufpassen können (oder 18-jährige Schülerinnen). Klar, alles eine Frage des Geldes und da musst du dich fragen ob das einzurichten ist, aber die Welt kostet beides nicht. Die viel schwerwiegendere Konsequenz ist das was deine Mutter dann macht oder dir androht.

In einer Psychotherapie könntest du lernen das zu ertragen. Denn deine Mutter wird dich immer lieben. Egal was man macht. Aber es geht halt auch darum zu lernen, deine Mutter zu verstehen und ihr auch klar zu machen, dass du sie nicht ihretwegen verlässt, sondern weil du was anderes machen willst.

Das soll nicht heißen, dass du deine Ziele verdrängen sollst, weil Mama vielleicht leidet (das muss deine Mutter aushalten...und du auch), sondern ihr auch erklären das du sie trotzdem liebst und sie auch immer wieder ihre Enkel sehe darf usw. Also ihr mit Gefühlen entgegenkommen und nicht mit Fakten: Ich will mich selbst verwirklichen, du lebst deinen Traum, das ist aber nicht meiner,...

Ob diese Gefühle echt sind, das spielt dabei keine Rolle. ;-)

Die Frage bleibt: Wenn du gehen willst, warum gehst du nicht? Die Antwort ist nicht deine Mutter schuldig, sondern du. Du wirst ein paar Vorzüge weniger haben, aber dafür frei sein. Das musst gegenrechnen ob du das willst. Ansonsten halten dich nur die intreganten Finger deiner Mutter (entschuldige die Ausdrucksweise) da und da ist auch die Frage warum du dich von denen halten lässt. Du willst Konsequenzen nicht ertragen, aber das musst du lernen auszuhalten.

Das ist mal kurz und knapp meine Meinung. ;-)

*:) @:)

mMeltissas78509


Hallo Muskatnuss!

1000 Dank für Deine Antwort.

Du sprichst mir total aus der Seele!

Eine Sache möchte ich aber anmerken:

Wenn du aber ein Problem damit hast, weil deine Mutter ein Problem hat oder du die Annehmlichkeiten (Haus, Firmenwagen) verlieren könntest, dann ist das ganz alleine dein Problem.

Ja, genau das ist MEIN Problem. Dass es mir nicht egal ist, dass sie ein Problem damit hat.

Seit ich denken kann, war ich nie gut genug für sie. Alles was ich tue, beruflich oder privat, egal, wer mein Partner war, sogar die Haarschnitte meiner Kinder – nie ist etwas gut genug. Sie tickt einfach anders als ich. Sie will hoch hinaus und immer noch höher höher höher! Ich bin eben genügsam und auch mit wenig zufrieden.

Das Haus werde ich nicht verlieren, denn das bezahle ich ja auch aus eigener Tasche bzw. von dem Gehalt, was ich verdiene. Das Auto würde wegfallen. Sicher gibts hier eine Lösung. Wenn man so eine Story aber mal runterschreibt, dann ist man doch ziemlich aufgewühlt und sieht erstmal viel schwarz. Ein Gebrauchtwagen ist für mich absolut akzeptabel.

Heute nacht konnte ich kaum schlafen. Bin total durch den Wind und fürchte gerade die Auseinandersetzung.

Schlimm ist, dass hier im Betrieb die Angestellten vor anderen Angestellten, Vertretern oder Kunden zur Sau gemacht werden. Das ist so beschämend. Ich kann mit diesem Verhalten einfach nicht mehr zurechtkommen und ich denke, dass mich das oft im Kopf blockiert.

Ich merke, wie ich oft meine Arbeiten nicht mehr zu 100% ausführen kann, weil ich eine Blockade habe. Weil ich irgendwie bei jedem neuen Projekt denke, dass ich es eh nicht zu ihrer Zufriedenheit ausführen kann. Wenn man das schon vorher denkt, ist es wohl schon zum Scheitern vorprogrammiert. :°( Das belastet mich, denn ich bin ein genauer und verantwortungsvoller Mensch.

Es stand ja nie zur Diskussion, dass sie ihre Enkelkinder nicht mehr sehen darf. Ich meine einfach nur, dass mir das zuviel wird, sie an 6 Tagen in der Woche zu sehen. Manchmal nenne ich es nicht mal mehr sehen, sondern ertragen.

Ich muss auf jeden Fall mit meinem Stiefvater plaudern. So kann das nicht weitergehen. Vielleicht lese ich ihm das vor, was ich hier geschrieben habe.

Wenn noch jemand einen Rat hat, dann bin ich wirklich sehr dankbar darüber.

C-orne(lia5x9


Du mußt da raus. Du lebst im Moment ihr Leben, nicht dein eigenes. Kein Wunder, daß du damit unglücklich bist! Leider gibt es solche Menschen wie deine Mutter, die versuchen, ihr Kind um jeden Preis an ihre eigenen Vorstellungen zu ketten. Es ist schwer, da rauszukommen, und meistens hat es seinen Preis. Vielleicht sogar den Abbruch des Kontakts zu deiner Mutter, weil sie "ja so enttäuscht von dir ist". Es stellt sich schlicht und einfach die Frage: bist du bereit, diesen Preis zu zahlen? Es kann gut sein, daß der Kontakt irgendwann wieder aufgenommen wird.

Ich habe einen ähnlichen Fall zwischen meinen beiden Schwestern erlebt, die Ältere und das Nesthäkchen. Als die Jüngere endlich auf eigenen Füßen stand, hat die Ältere ihr so sehr "reingeredet", daß es irgendwann einen schrecklichen Streit gab. Danach war der Kontakt dann auf große Familienfeiern begrenzt und da auch nur ziemlich kühl. Irgendwann hat die Ältere dann begriffen, daß die Jüngere ihr Leben durchaus selber auf die Reihe kriegt und etwas daraus gemacht hat, und da ist sie von sich aus wieder auf sie zugegangen. Heute ist das Verhältnis besser, als ich es damals je erwartet hätte.

Schlimm ist, dass hier im Betrieb die Angestellten vor anderen Angestellten, Vertretern oder Kunden zur Sau gemacht werden. Das ist so beschämend. Ich kann mit diesem Verhalten einfach nicht mehr zurechtkommen und ich denke, dass mich das oft im Kopf blockiert.

Vermutlich einer der Gründe, warum die Fluktuation so hoch ist. So vertreibt man gute Leute. Das ist einfach mieser Führungsstil. Hast du mal versucht, ihr das unter vier Augen zu sagen? Oder vielleicht sogar vor den Angestellten, damit sie mal merkt, wie "schön" das ist?

Das Auto würde wegfallen. Sicher gibts hier eine Lösung.

Du bist offenbar schon recht weit in deiner Planung. Ich gehe mal davon aus, daß dein Mann hinter dir steht. Vielleicht solltet ihr die Konfrontation gemeinsam angehen. Für das Auto könntest du ihr vielleicht ein Angebot machen, daß sie es an dich verkaufen könnte. Oder es ist ein Leasingfahrzeug, geht zurück an die Leasinggesellschaft, und du redest direkt mit denen.

Das Haus werde ich nicht verlieren, denn das bezahle ich ja auch aus eigener Tasche bzw. von dem Gehalt, was ich verdiene.

Ich hoffe, du wohnst nicht direkt neben ihr, und das Haus läuft auf deinen Namen!

Das Problem ist wirklich schlicht und einfach, daß du dich durchsetzen mußt. Mach es offiziell, setz ihr klare Grenzen, auch für die Besuche am Wochenende. Wenn sie mal wieder kommen will, sag ihr klar und eindeutig, daß ihr was anderes vorhabt. Und daß ihr auch mal unter euch sein wollt. Dieselbe Situation mit dem Kontakt mit den anderen Arbeitnehmern. Stell dich auf die Hinterbeine und setz dich zur Wehr, zeig ihr mal die Zähne! Klar kann das in einen großen Krach ausarten! Was will sie denn großartig machen, wenn du etwas tust, was ihr nicht paßt? Sie scheint ein sehr dominanter Mensch zu sein, der von allen erwartet, daß sie nach ihrer Pfeife tanzen, aber Empathie für andere: Fehlanzeige!

Dasselbe gilt für den Nebenjob. Wenn sie das nicht akzeptiert, hätte ich einfach Fakten geschaffen. Ich wäre an dem Tag schlicht weg gewesen. Und wenn sie dann gemeckert hätte, hätte ich gesagt: "Kannst mich ja rausschmeißen!" ]:D

k"allma


ohje du arme, das ist echt ne blöde situation. ich sehe meine eltern 4-5 mal im Jahr und immer wenn ich längere zeit da bin bekomme ich schon die krise. wie schaffst du das täglich ??? so wie du hier schreibst, denke ich, ist es echt höchste zeit, dass du da weg kommst. deine mutter trichtert dir ja ständig ein, dass du nicht gut genug bist. du arbeitest schon dein ganzes leben lang und dann will sie dir noch vorschreiben wie du die dinge zu erledigen hast ???

ich würd mich mal an bewerbungen machen ;-) wie eh bereits gesagt wurde, es gibt echt günstige gebrauchtwagen, scheiß aufs firmenauto ;-) was nütz dir ein tolles auto, wenn dir jemand täglich das gefühl gibt du bist nichts wert? du wirkst mit deinen 32 jahren sehr unsicher (sorry ist bestimmt nicht böse gemeint). man merkt deutlich, dass dir größere entscheidungen wahrscheinlich nie zu gestanden wurden und SIE das für dich übernommen hat. kann das sein? gerade deshalb finde ich es sehr sehr wichtig, dass du nun anfängst dich von ihr loszulösen. sie ist deine mutter, eine mutter ist dafür da ein kind großzuziehen und es im weiteren leben zu unterstützen. aber leben muss das kind/erwachsene dann schon alleine dürfen....

klar ist es bitter, wenn es dann erst mal miese stimmung für eine längere zeit geben wird. aber irgendwann wird sie sich schon wieder einkriegen. und wenn nicht, ganz ehrlich, auch wenn es hart klingt- lieber habe ich ne frustrierte mutter, als ein frustriertes ich. verstehst du was ich meine? das ist DEIN leben, nicht ihres.

mein freund hat auch den elterlichen betrieb verlassen, da sein dad und er viel zu unterscheidliche ansichten hatten. anfangs gab es böses blut und heute kommen sie besser aus als je zuvor. sprich mit deiner mutter- aber gehe schon mal mit der erwartung ins gespräch, dass sie dich nicht verstehen wird. aber weißt du was- sie muss es nicht verstehen. dein leben, deine entscheidung! die meisten mütter lernen das im teenielter, deine muss da eben jetzt durch :-) ich drücke dir jedenfalls alle daumen und ganz viel kraft das durchzustehen. du schaffst das! und bitte lass dir nicht einreden, dass du nicht kannst. jeder mensch hat seine fähigkeiten!!

m{el~iss6a785+09


Danke für Eure Antworten.

Ich versuche mal auf alles zu reagieren:

Ich hoffe, du wohnst nicht direkt neben ihr, und das Haus läuft auf deinen Namen!

Nein, in verschiedenen Orten, und es ist ausschließlich mein Haus.

Wenn ich mal in einem anderen Betrieb gearbeitet habe, waren die Chefs immer Feuer und Flamme. Haben oft versucht, mich zu halten, wenn meine Mutter schon wieder angeklopft hat.

Mit 19 war ich bei Mc Donalds für 3 Jahre als Restaurantleiterassistentin und das war wahrlich ein vertrauenswürdiger Job. Man hat nicht jeden Tag mit so einer Menge Bargeld zu tun und ist allein dafür verantwortlich. Wahrscheinlich hat mich dieser Job sehr geprägt, dass ich doch gar nicht so dumm und unfähig bin.

Ich habe vier Fernstudien abgeschlossen. Die Noten lagen zwischen 1,0 – 1,4. Also doof bin ich echt nicht. Keines dieser Zeugnisse hat sie auch nur einmal gewürdigt. Nur abgenickt. :°( :°( :°( :°( :°( :°(

Ich sehe sie noch bei uns auf dem Sofa sitzen und zwar nicht jammern, aber doch ziemlich deutlich versuchend, mich zurückzuholen.

Der Wagen wird in der Firma bleiben, denn er wird hin und wieder auch von den Angestellten für Transporte und Besorgungen benutzt.

Ein kleiner Gebrauchter wird also meines werden.

Ich hoffe nur, dass ich einen entsprechenden Job finde und sie mir keine weiteren Steine in den Weg legen wird.

SmunflCower_x73


Fang' an, Bewerbungen zu schreiben – und schau, was passiert. V.a. erzähle Deiner Mutter nichts davon und lass' Dir auch später nicht reinreden, wenn Sie schlimmstenfalls sogar im neuen Job auftaucht.

Arbeit im Familienbetrieb ist immer schwierig, aber wenn dann nicht mal Gleichberechtigung herrscht, Du quasi auch nur kritisiert wirst (was ja scheinbar ein eher grundsätzliches Problem Deiner Mutter ist!), dann hat es keinen Sinn. So blöd das auch ist.

Suche Dir einen neuen Job – und überlege Dir einen fairen aber deutlichen Weg, im Vorstellungsgespräch auf Fragen zu Tätigkeit & Verhältnis im elterlichen Betrieb zu antworten. Nicht zu sehr aus dem Nähkästchen plaudern, aber scon die Probleme andeuten.

Viel Erfolg!

M+aru7lafbauxm


Du willst da raus und willst den Segen der Mutter. Das wird nicht funktionieren.

Deine Mutter hat sich vor x Jahren durchgesetzt, ihren Traum zu verwirklichen. Das gleiche 'REcht steht Dir auch zu.

Da damit zu rechnen ist, dass sie Terror macht wirst Du daran arbeiten müssen, das da keine Schuldgefühle aufkommen. Sie könnte theoretisch ja auch sagen: Kind, ich möchte, dass du glücklich wirst, mach was draus, ich habe es ja auch geschafft.

Wenn sie das nicht kann, würde ich das Problem genau da lassen, wo es hingehört – bei ihr und ihrem Egoismus.

Und würde mich mal übend vor den Spiegel stellen, die entsprechende Körperhaltung einnehmen, die keine andere SChlußfolgerung nach sich zieht, als dass Du erwachsen bist. Kein Schulterduck, keine ängstliche Haltung sondern offen und dahinterstehend....

Hol Dir psychologische Unterstützung, laß Dich coachen.

dPmxP79cxo


Hallo Melissa,

keine schöne Situation. In der kurzen Zeit wurde hier ja schon einiges geschrieben was auch gut passt.

Mein Rat ist, Dir über externe Hilfe (hast Du ja auch schon angefragt) einen Moderator / Mediator zu suchen, der dann Gespräche mit Dir und Deiner Mutter führt.

Der ist unabhängig und reagiert professionell und hat Gedanken / Argumente auf die wir hier gar nicht.

Deine Mutter muss irgendwie lernen, dass Sie Ihre Überzeugung weder auf Dich noch auf andere (scheint ja bei der Fluktuation an Mitarbeitern ein generelles Problem zu sein) übertragen darf.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass solche ergeizigen Menschen, die aus dem Nichts so eine Firma aufgebaut haben echt schwierig sein können!

Wünsche Dir alles Gute, Mach Dich frei und führe ein glückliches Leben!

vG, M

dSmxv79xco


+kommen

k!leiner._d$rachegnstxern


Hallo liebe TE,

eine Trennung von deinen Eltern/ deiner Mutter scheint mir auch mehr als fällig.

Aber auch ich sehe, dass das bestimmt nicht mit dem Segen deiner Mutter gehen wird. @:)

Im Endeffekt musst du nun mit 32 den Entwicklungsschritt machen, den man "normalerweise" in der Phase der Pubertät und Adoleszenz tut: du musst dich abnabeln!

Das ist auch in der Jugendphase immer schwierig und führt oft zu Streit und Zerwürfnissen, weil Eltern eben viele Dinge anders sehen als ihre Kinder, aber es ist wichtig, seinen eigenen Weg zu finden und auch zu gehen!

Schreib Bewerbungen, such dir einen Job und kündige bei deiner Mutter!

Lass dich nicht erweichen und geh deinen Weg. Lass sie toben und zetern, aber lass dich nicht beirren. Notfalls musst du auch mal den Kontakt ganz abrechen, anders wird es nicht gehen.

Nur so wird deine Mutter evtl. auch mal Respekt vor dir haben.

m?elisksa78/50x9


Hallo zusammen!

Vielen Dank für Eure Antworten und vorallem Euren Zuspruch. Das ermutigt mich schon sehr muss ich sagen.

Ich habe glücklicherweise einen Freund, der hinter mir steht und soweit es geht auch unterstützt.

Gerade eben komme ich wieder aus einer Besprechung mit meiner Mutter und bin fix und alle. Natürlich durfte der Satz von ihr: "Alles was Du machst, machst Du nur halb – Du fängst alles an und bringst nichts zu Ende!" nicht fehlen bei dem Meeting.

Während des Meetings wurden desweiteren wieder 2 andere Mitarbeiter zwar nicht gravierend aber immerhin sehr spitz auf die nicht wünschenswerte Leistung angesprochen; eine MA ist erst seit 1,5 WOCHEN hier.

Wenn meine Mutter sowas sagt, dann weiß ich nicht, was ich genau antworten soll.

Ich denke, dass ich doch ein arbeitswilliger Mensch bin und auch viel leiste.

Aber sie gibt mir Arbeit für definitiv mehr als 6 Stunden / Tag. Es bleibt dann für den nächsten Tag liegen und ein neuer Berg kommt hinzu. So summiert sich das natürlich. Wenn ich dies anspreche, erhalte ich nicht mal eine Antwort.

Grund unserer derzeitigen Auseinandersetzung ist der Fakt, dass ich mir erdreistet habe, sie vergangene Woche zu kritisieren, was den Umgang mit den Mitarbeitern anging.

Daraufhin winkte sie abwertend ab und ließ mich ohne ein Wort stehen bzw. mit den Worten: "Jetzt reicht's!" Ich bin dann noch hinterhergelaufen, weil ich noch Unterlagen für sie hatte und diese abgeben wollte. Sie schaut mich nicht an, interessiert sich dann auch nicht für die sonst ach so wichtigen Unterlagen.

Ich mag es einfach nicht, wenn mir jemand nicht ins Gesicht schauen kann – auch bei Ärger ist das wichtig. So meine Meinung.

Jetzt muss ich noch eine Kündigung schreiben; für eine Dame, die gerade mal 2 Wochen bei uns war. Ich kann da nur den Kopf schütteln. >:( >:( >:( >:( :°( :°( :°(

Zu dieser Anregung:

Mein Rat ist, Dir über externe Hilfe (hast Du ja auch schon angefragt) einen Moderator / Mediator zu suchen, der dann Gespräche mit Dir und Deiner Mutter führt.

Der ist unabhängig und reagiert professionell und hat Gedanken / Argumente auf die wir hier gar nicht.

kann ich leider nur sagen, dass dies nicht möglich ist.

Wir hatten hier schon mal einen Unternehmensberater, der bereits nach ein paar Stunden rausgeflogen ist, weil meine Mutter seine neutrale Meinung nicht hören wollte. Eigens dafür angereiste weitere Gesprächsteilnehmer waren über diese Art sehr erschüttert.

KDleixo


melissa58709

Mir gehts einfach darum, mich endlich selbst zu verwirklichen – immerhin bin ich 32 und kann außer ein paar Monaten nicht wirklich etwas vorweisen. Ein Zeugnis aus dem elterlichen Betrieb ist ja nicht soviel wert auf dem Arbeitsmarkt.

Wie sehe diese Selbstverwirklichung aus? Was möchtest Du denn?

Schlimm ist, dass hier im Betrieb die Angestellten vor anderen Angestellten, Vertretern oder Kunden zur Sau gemacht werden. Das ist so beschämend. Ich kann mit diesem Verhalten einfach nicht mehr zurechtkommen und ich denke, dass mich das oft im Kopf blockiert.

Solange Du Dich nicht abnabelst und anderen, dazu gehört auch Deiner Mutter Grenzen aufzuzeigen, wird sich daran nichts ändern.

Am einfachsten wäre es natürlich vorerst einmal wirklich ganz auf Distanz zu gehen, damit Du überhaupt zu Dir kommst und nicht den ständigen Bewertungen und Urteilen Deiner Mutter ausgesetzt bist. Das ist mit einer so dominanten Mutter sicher nicht einfach, aber machbar.

Beruf: Du willst also auf jeden Fall woanders arbeiten oder wäre es im elterlichen Betrieb okay, wenn es ein respektvolles Miteinander wäre?

Ich hoffe nur, dass ich einen entsprechenden Job finde und sie mir keine weiteren Steine in den Weg legen wird.

Wie könnten sie das tun?

mSeligss a7t8M509


Kleio:

Ich will nicht länger im elterlichen Betrieb bleiben. Ich habe oft den Gedanken, meine Zeit hier zu verschwenden.

Als Kind hat mich meine Mutter schon sehr früh zur Selbständigkeit erzogen, allerdings darf ich als Erwachsene nicht mehr selbständig sein.

Wenn ich sage, dass ich gestresst bin, dann ist daran natürlich nur mein Privatleben schuld, welches ich (Ihrer Meinung nach) selbstverständlich nicht gebacken kriege.

Ich selbst bin aber privat glücklich.

Letztens hatte ich wochenlang Schwindelattacken der übelsten Sorte, wo ich teilweise sogar vergessen hatte, was ich sagen wollte. Das kam sicher nicht von privat, denn da läuft es bestens!

Wie sehe diese Selbstverwirklichung aus? Was möchtest Du denn?

Ich möchte mich in einem anderen Betrieb wieder beweisen; für meine Arbeit selbst zuständig sein und auch den Kopf selbst hinhalten, wenn mal Fehler passiert sind. Und ich möchte vorallem das Gefühl haben kein Dussel zu sein.

Nriobe3x0


Ich denke auch dass deine Abnabelung nicht mit dem Segen deiner Mutter ablaufen wird. Bewirb dich und schau was passiert.

Ich meine einfach nur, dass mir das zuviel wird, sie an 6 Tagen in der Woche zu sehen. Manchmal nenne ich es nicht mal mehr sehen, sondern ertragen.

Dann streich den Besuchssonntag. Sie muss nicht jede Woche kommen und wenn bleibt sie so lang wie du Zeit hast. Wenn deine Kinder sehr an ihr hängen soll sie doch unter der Woche mal abends vorbeikommen. Dann wird das Wochenende nicht versaut. Ich glaube du brauchst dringend etwas Abstand von dieser ennehmenden Frau.

Auf jeden Fall sollten diese Besuche so gestaltet werden wie du willst (bzgl. Häufigkeit und Dauer) und nicht anders. Da kannst du schon mal üben dich durchzusetzen.

Ich fände es auch unerträglich meine Mutter 6 mal in der Woche zu sehen.

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