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Meine Mama betrügt meinen Vater, was soll ich tun?

aomyxle


Kleio, auch wenn mir eine Freundin erzählt, sie will unbedingt wissen, wenn ihr Mann sie betrügt – das muss nicht die ganze Wahrheit sein. Sie will es wissen, ganz klar, aber kann sie auch damit umgehen. Ist es wirklich das richtige, es ihr gleich brühwarm zu erzählen, wenn ich ihren Mann knutschenderweise irgendwo gesehen habe ? Ich weiß es nicht!

Und meine Erfahrung ist es leider, dass derjenige, der das Fehlverhalten der Freundin erzählte den kürzen gezogen hat und ihm Leben dieses Menschen nur noch eine Nebenrolle spielte oder sogar keine.

Das aber gleich das Kind vor die Tür gesetzt wird – nein, das glaube ich nicht. Aber ich glaube schon, dass das Vertrauen sehr angegratzt ist durch den Vertrauensbruch mit dem Handy.

Mhirsanxmir


Das ist deine Art zu leben, sensibelman.

Meine Art zu leben ist folgende:

Ehe

Dann sprach Almitra abermals und sagte:

"Und was ist mit der Ehe, Meister?"

Und er antwortete und sprach:

Ihr seid zusammen in die Welt gekommen,

und ihr werdet auf immer zusammen sein.

Ihr werdet zusammen sein,

wenn weiße Schwingen des Todes eure Tage zunichtemachen.

Ja, ihr werdet selbst zusammen sein im stummen Gedenken Gottes.

Haltet jedoch Räume frei in eurem Beisammensein

und lasst die Winde des Himmels zwischen euch tanzen.

Liebt einander, aber die Liebe soll euch nicht in Fesseln legen:

Lasst sie eher ein Meer sein, das zwischen den Ufern eurer Seelen wogt.

Füllt einander die Becher, aber trinkt nicht aus einem.

Gebt einander von eurem Brot, aber esst nicht vom selben Laib.

Singt und tanzt zusammen und seid voll Freude,

aber der eine lasse den anderen auch für sich,

so wie die Saiten einer Laute für sich sind

und doch im Akkord erschallen.

Schenkt euch eure Herzen, aber gebt sie nicht in des anderen Obhut.

Denn nur die Hand des Lebens kann euer Herz halten.

Und steht zusammen, jedoch nicht zu nahe beieinander:

Denn die Säulen des Tempels stehen für sich,

und Eiche und Zypresse wachsen nicht im Schatten des andern. (Khalil Gibran=

aimyle


oh man, mein Deutsch läßt nach – ich geh ins Bett *:)

muari+posxa


warum ist es das Allerletzte, wenn ich meinem Mann vertraue wie ich keinem anderen Menschen vertraue?

Das klingt gut, Mirsanmir, aber würdest Du tatsächlich Dein eigenes Kind so behnadeln:

Ich würde dich rauswerfen, egal, was du über meinen Mann erzählen würdest und ich würde dich nie wieder in mein Haus lassen.

Vielleicht habe ich Dich missverstanden? :-/

szenksibe`lman


Meine Art zu leben ist folgende:

":/ Ich sehe da keinen Widerspruch zu Ehrlichkeit und Offenheit (wenigstens in den Dingen, die für den Partner relevant sind)

U|ndisclCozsZed DesPirxes


@ Pulina

Ich schreib Dir, weil mir vor ein paar Jahren ganz genau das gleiche passiert ist.

Auch aus einer Laune heraus in den SMS Eingang meines Vaters geschaut ( ich war 16) und auch solche SMS entdeckt.

Für mich ist auch eine Welt zusammen gebrochen, ich kann sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst.

Ich erzähle dir, wie ich es gemacht habe.

Ich bin zu meinem Vater und habe ihm unter Tränen gebeichtet, was ich gemacht habe und das ich bescheid weiß.

Er hat mir dann erzählt, dass meine Mutter von den Gefühlen zu der anderen Frau bereits weiß, sie aber nicht wusste, dass diese andere Frau auch Gefühle für meinen Papa hatte.

Als ich so vor ihm stand und rotz und wasser geheult habe, hat er mich gebeten, dass er es meiner Mutter selbst sagen darf. ( Für mich war eh klar, dass ich es nicht vorweg greifen werde, denn eigentlich ist es etwas zwischen meinen Eltern gewesen, ich bin nur dummerweiße "dazwischen gerutscht")

Er hat es ihr glaub ich auch an dem Abend noch direkt gesagt. Ich weiß es nicht genau, ich kann mich aber noch dran erinnern, dass sie heftig gestritten haben und ich nachts wach lag und das gehört habe...

Auf jeden fall, haben wir uns ein paar tage später als Familie zusammen gesetzt und meine Eltern haben uns Kindern erzählt, was los ist. ( Ich glaube das haben sie gemacht, weil sie auch wussten, dass es für mich, als 16 Jähriges "kind" ( und das war ich wirklich mit den 16 Jahren in dieser situation) zu krass gewesen wäre, das "alleine" zu tragen)

In der nächsten Zeit war es dann schwierig, meine Eltern haben so gut es geht versucht, das zu regeln, ohne uns Kinder damit all zu weit reinzuziehen, aber klar, gerade ich hab schon öfter nachgefragt.

Er hat diese Frau dann noch ein paar mal getroffen... aber im endeffekt haben sie es gepackt, sind immernoch zusammen und ich glaube wirklich wirklich glücklich wieder! Mehr als andere Ehepaare die schon über 25 Jahre zusammen sind.

Ich glaube meinem Papa ist in dem Moment, als ich bescheid wusste, auch klar geworden, dass er nicht nur die Ehe aufs spiel setzt, sondern eben eine ganze ( und eigentlich wunderbare) Familie.

Wie gesagt, hey, es ist schwierig, aber es kann gut ausgehen! :)

Und mach dir keine Vorwürfe, dass du reingeschaut hast! Doof, aber passiert!

Liebe grüße

Undisclosed

L%adyKSuxe


Alles was unter Offenlegung passiert ist immer ein Sieg- allein der Mut, zu seinen Fehlern, zu seinen Schwächen offen zu stehen. Ich sehe keinen Zusammenhang zu Pyrrhussiegen.

Der Zusammenhang kann darin bestehen, wenn die TE dem Vater reinen Wein einschenkt, der bis dato tatsächlich von dem Treiben seiner Frau nichts wußte. Dann kommt zwar die Wahrheit ans Licht – der Vater weiß Bescheid, die Mutter ist bloßgestellt und das alles zu welchem Preis?

Offenlegung ist gut und schön – sofern sie von den Beteiligten auch gewollt ist.

Das ist aber hier evtl. nicht der FAll.

Hier ist alles rein hypothetisch – wir kennen die Hintergründe nicht und die TE genausowenig.

Vlt haben sich die Eltern ja schon längst arrangiert und führen eine offene Beziehung in dieser Hinsicht.

Deshalb ist die Disskussion darum eher müßig.

Miirs-anRmir


@ mariposa

Nein, das war auf eine fiktive "wohlmeinende" Freundin bezogen, in dem konkreten Fall habe ich Lola angesprochen. Entschuldigung, das konnte man missverstehen.

Mein Kind würde ich natürlich anhören, ihm aber klar machen, dass das alles meine Angelegenheit ist und ich das mit dem Papa regle bzw. geregelt habe.

Ich würde wahrscheinlich bei näherem Licht betrachtet nicht einmal eine Freundin hinauswerfen, ihr allerdings die Meinung schon sagen. Das war einfach so dahin geschrieben, ich habe mir einfach in dem Moment vorgestellt wie eine Person, die ich automatisch mit meiner ehemaligen Vermieterin gleichsetzte ?? die damals meinte, mir böse Geschichten über mein Aupair Mädchen erzählen zu müssen?? zu mir kommt und mir erzählt, dass mein Mann eine Freundin hat. Da war ich wohl grad ein kleines bisschen in Rage in der Erinnerung, ich bin eigentlich nicht so böse, nur manchmal etwas schnell auf 180. |-o

M:irsa_nmir


sensibelman der Unterschied besteht darin, dass ich mein eigenes Leben habe mit Bereichen, von denen mein Mann nichts erfährt und nichts erfahren will, genauso umgekehrt.

Man muss sich nicht alles sagen. Man muss auch nicht alles wissen.

Wahrheit um jeden Preis tut nur weh, wenn mein Mann zu mir sagt, schaust du heute alt aus, mag das zwar stimmen, aber mein Tag ist gelaufen. Darum sagt er das auch nicht. Egal, wie alt ich aussehe.

Er sagt mir, wenn ihm Kleidung an mir nicht gefällt, das ist aber was anderes, denn das kann ich ändern ;-)

SSen~se


sensibelmann

Alles was unter Offenlegung passiert ist immer ein Sieg- allein der Mut, zu seinen Fehlern, zu seinen Schwächen offen zu stehen. Ich sehe keinen Zusammenhang zu Pyrrhussiegen.

Den Sinnspruch in Ehren, aber genau das ist doch der Konflikt dieses "Kindes", der TE.

Die Moral von der Geschicht ist ja – egal, wie schwer oder leicht der Einzelne das Fremdgehen sieht oder nimmt, die mögliche Verletzung oder Trennung der Eltern.

Und worum ging es nochmal? Um die Einstellung aller (alter) Forumsangehörigen zum Fremdgehen?

Nein. Um den Loyalitäts-, Solidaritätskonflikt von Pulina zu ihren Eltern. Wessen Sieg ohne Verbrannte soll das sein, wenn gerade sie da eingreift in Form von endgültiger Gegenüberstellung (Mitteilung beim Vater)? Brennt doch gerade eine Betroffene schon im Vorfeld, nämlich Pulina.

Hinterher noch verwickelt sein (noch mehr verletzt sein als ohnehin schon) und Schuld haben am Verlauf? Find ich nicht, dass das sein muss.

Mmirsranxmir


:)^ :)= :)^

@ Sense

mpar0ipo/sa


Mirsanmir

Ich hatte Dich tatsächlich falsch verstanden – Entschuldigung :)* @:)

L adyASuxe


Danke sense , ich konnte es nicht so gut ausdrücken. :)^

bslade1x9


Also ich finde es interessant wie hier über alles Mögliche spekuliert wird, anstatt sich auf die Fakten zu beschränken. Wir wissen nur, dass die Mutter den Vater fremdgeht und das die Tochter (Pulina) das weiß. Es ist völlig irrelevant was das genau für eine Ehe ist, weil es hier um Pulina geht. Und so wie ich es sehe ist es für Pulina absolut inakzeptabel, dass ihre Mutter so ein Verhalten an den Tag legt, sprich ihren Vater betrügt. Deswegen sind alle Ratschläge es zu ignorieren und sich nicht einzumischen sinnlos, weil Pulina es nicht ignorieren kann. Es verletzt ihr persönliches Empfinden und gleichzeitig sorgt sie sich um ihren Vater. Alleine die Tatsache, dass sie ihrer Mutter nachspioniert hat zeigt mMn, dass sie es nicht auf sich beruhen lassen kann und es zu ignorieren keine Option für sie ist.

Ansonsten aus meiner persönlichen Sicht würde ich es auch eher so empfinden, dass es meine traurige Pflicht ist es dem entsprechendem Elternteil mitzuteilen, wenn dies nicht durch die oder den Fremdgänger geschieht. Einfach weil ich fremdgehen für mich persönlich nicht akzeptieren kann und es verwerflich finde; so sehr das es für mich zutiefst ungerecht ist, dass ich nicht die Toleranz aufbringen kann das jmd. anderes dort vielleicht eine andere moralische Anschauung hat.

sDensaibe[lman


Aber ich glaube schon, dass das Vertrauen sehr angegratzt ist durch den Vertrauensbruch mit dem Handy.

Ich denke, dass man das aushalten kann- und es ist befreiend für beide Seiten- die Folgen entstehen ja real nicht durch das Veröffentlichen/Bekennen der Tat sondern durch die Tat selbst. Das Verheimlichen der Tat ist ja nur der krampfhafte Versuch, um die Folgen drumrumzukommen.

Eine Tat zu verschweigen, bei der man weiß, dass der Gegenüber das nicht gut findet, ist hinterhältig. Klüger und vorausschauender ist es allemal, die fehlerhafte Tat nicht zu begehen. Dann kommt man auch nicht in Konflikt, zu überlegen, ob und wie man das nun bei der entsprechden Person veröffenlicht.

Menschen die mir gegenüber mit Nachdruck äußern, wie gut und notwendig es wäre, wichtige Sachverhalte zu verheimlichen, sind in meinen Augen keinesfalls vertrauenswürdig. Ich mag nicht gerne mit gezinkten Karten spielen. Es gibt gute Gründe, vielen Menschen nicht zu vertrauen- das finde ich eigentlich sehr schade. Ich muss (leider aus umfangreichen Erfahrungen) oft damit rechnen, dass Menschen mir gegenüber nicht ehrlich und offen auftreten- insbesondere, wenn sie nicht mehr anonym sind. Deswegen habe ich mir angewöhnt, nicht nur auf Worte, sondern auch auf Mimiken, Gestiken und Zwischen"töne" zu achten- das menschliche Unterbewusstsein ist manchmal offener.

Wenn ich nicht immer offen bin, dann liegt das an meiner Feigheit, fehlendem Rückgrat- alles andere wären Ausreden...- ich gebe zu, manchmal in meinem Leben zu feige gewesen zu sein, aber gut oder richtig finde ich mein Verhalten deswegen noch lange nicht- da muss ich mich nicht rausreden und unaufrichtige Begründungen für meine Heimlichtuerei abliefern.

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