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Citalopram, morgens oder abends?

l]ili&fee hat die Diskussion gestartet


ich nehme jetzt seit anfang Dezember Citalopram ein und habe es bis vor 4 Tagen immer morgens eingenommen. Die einzige Nebenwirkung war, daß ich den ganzen Tag über furchtbar müde war. Aber das wurde immer extremer! Also hat mein Arzt gesagt, ich solle auf abends umstellen. Das habe ich dann auch getan und mit der Müdigkeit ist es sofort besser geworden. Allerdings habe ich jetzt wiederum das Gefühl, daß meine innere Unruhe wieder zunimmt. Kann das an der Umstellung liegen ???

Antworten
oFlgalxe


@lilifee

hallo! Also ich bin auch auf citalopram müde geworden, nehme es jetzt abends...habe manchmal noch so Anwandlungen dass ich sehr viel schlafen könnte! Natürlich kann es ja sein, dass weil DU es abends nimmst deshalb Deine Unruhezustände tagsüber wieder stärker sind. ICh habe auch so Unruhezustände, machmal ist es echt schwierig abzuschalten, ich finde aber Sport oder sich einfach mal ins Solarium zu legen, sehr gut.

Hattest Du auch depris?? Will wenn möglich bald davon runter, nehme jetzt auch nur noch jeden 2. Tag eine Tablette und versuche bald abzudosieren.....

l=ilSifexe


Ich habe Panikattacken und eine Angststörung. Daraus haben sich dann allerdings auch Depressionen ergeben. Liegt ja auch recht nah beieinander. Ich bin vor 3 Wochen erst nochmal hochgesetzt worden von 20 auf 30mg, deshalb ist an absetzen noch gar nicht zu denken. Aber ewig möchte ich es nicht nehmen. Wenn es mir gut geht, denke ich immer: warum nimmst Du den Quatsch überhaupt. Wenn ich einen schlechten Tag habe, habe ich Angst davor, jemals ohne Tablette zu sein. Das wirft mich dann total zurück, weil ich denke, daß ich noch gar keine Fortschritte gemacht habe. Aber es wird wohl seine Zeit brauchen. Im Moment bin hin und hergerissen, ob ich lieber tagsüber müde bin oder Unruhe fühlen will.

r;alpdhileWin


citalopram

hi, ich nehme seit Oktober Citalopram. Hab mit 10mg angefangen und nach und nach auf 40mg erhöht. Ich nehme es morgens, werde aber auch erst gegen Abend wieder richtig munter, dann kann ich nicht schlafen. Hab dann für Abends Trimipramin bekommen, damit ich nicht immer Schlaftabletten brauche. Hab bei meinem Psychiater auch schon angefragt ob ich das Citalopram nicht abends nehmen kann, eben wegen der Müdigkeit, aber er hat gemeint das müdesein wär Zeichen meiner Depris. Muß dazu sagen daß ich ganz schön unten war, hatte auch Suizidgedanken.

Mittlerweile konnte ich die Dosis wieder auf 20mg reduzieren.

FsegGer65


Oh, sorry!

Hab eben unter dem Profil meines Mannes >Ralphilein< gepostet.

oKlgaxle


also ich weiss nicht so genau, ob es gut ist dauern was chemischen zu nehmen, auf der anderen Seite, wenn es hilft warum nicht? ICh denke auch so, dass ich an guten TAgen denke,, ich brauche es nicht, habe aber angst vorm absetzen..macht ihr eigentlich eine VErhaltenstherepie?? Ich wollte SIe machen, nur bisher haben keine Pläzte frei.....HAb auch überlegt ob vielleicht Johanniskraut hilft, wäre halt nur pflanzlich......hatte auch Angstzustände und depris....lilifee, du warst doch vorher auch ohne Tablette, dann wirst du es auch wieder ohne schaffen, wie Du schon sagst, braucht vielleicht seine ZEit!

SXkyhaxwk


@lilifee, Feger65 und olgale:

Hallo zusammen !

@ lilifee:

Anfang Dezember ist schon eine Weile her, aber es kann schon noch eine Weile dauern, bis sich ein stabiler Zustand einstellt (und daß das bei Dir noch nicht der Fall ist, erkennt man schon daran, daß Du noch zwischen "guten und schlechten Tagen" unterscheidest). So gesehen meine ich, daß es eventuell auch nicht sinnvoll war, Deine Dosis vor drei Wochen auf 30mg zu erhöhen; die Standarddosis von 20 mg sollte zur Behandlung von Depressionen reichen (höhere Dosen werden üblicherweise gegen Zwangsstörungen und schwere Depressionen verschrieben, falls 20 mg nicht wirken, während man bei Panikstörungen eher im Bereich zwischen 10 und 20 mg dosiert). Daß Dich 30 mg unruhig machen, ist eher kein Wunder; der Zeitpunkt der Einnahme sollte dabei eigentlich keine Rolle spielen, aber es kann schon sein, daß die Müdigkeit Deine Unruhe etwas gedämpft hat. Versuch doch mal 2/3 der Dosis abends und 1/3 früh ! Vielleicht ist das ein guter Kompromiß. Außerdem würde ich Dir raten, auf Escitalopram (Cipralex) umzusteigen. Citalopram besteht aus zwei spiegelbildlichen Molekülen, von denen Escitalopram das eine und für die Wirkung von Citalopram verantwortlich ist; das Spiegelbild ist wirkungs-, aber nicht unbedingt nebenwirkungslos. Cipralex wirkt daher schneller und besser, wobei 10 mg Escitalopram 20 mg Citalopram entsprechen.

Übrigens: selbst wenn sich die Wirkung schon nach Tagen bis Wochen bemerkbar macht, dauert es schon einige Zeit, bis alles wieder in Ordnung ist. Nach einer Studie waren acht Wochen nach Behandlungsbeginn rund 50 % der Patienten völlig symptomfrei, nach einem Jahr 86 %.

@Feger65 - wie oben; 10 mg Escitalopram sind mindestens so wirksam und besser verträglich als 20 mg Citalopram. Müdesein KANN zwar auch eines von vielen Symptomen einer Depression sein, aber wenn Du tagsüber müde bist und abends dann nicht schlafen kannst, ist es nur logisch, die Einnahme auf den Abend zu verlegen. Die Kombination SSRI + TZA (Citalopram + Trimipramin) ist dagegen nicht unproblematisch. Wann man Citalopram oder Escitalopram nimmt, ist schnurzegal; die morgendliche Einnahme wird nur deshalb empfohlen, weil man dem Medikament eine aufmunternde Wirkung nachsagt. Nun, mein Neurologe sieht das anders, und ich war heute davon so aufgemuntert, daß ich um 14:30 beim Warten auf den Neustart des Servers vor meinem PC im Sessel eingeschlafen bin. Der Umstieg von Citalopram auf Escitalopram geht übrigens von einem Tag auf den anderen, da ja nur der unwirksame Teil weggelassen wird.

@ olgale:

Johanniskraut enthält zwei antidepressiv wirksame Substanzen, nämlich Hyperforin und Hypericin; außerdem noch hunderte andere organische und anorganische chemische Substanzen, die noch nicht einmal analysiert sind. Leider sagt aber "100 mg Trockenextrakt" wenig über den Wirkstoffgehalt aus, denn der schwankt bei Pflanzen beträchtlich. Der Vorteil der industriell hergestellten Chemikalien gegenüber den pflanzlichen besteht darin, daß man im ersten Fall wenigstens weiß, was und wieviel davon man hat ! Pflanzliche Chemie ist selbst beim heutigen Stand der Biochemie noch immer ein ziemliches Chaos, und daß "Pflanze = natürlich = gesund" nicht stimmt, sollte doch wohl klar sein (Knollenblätterpilz, Tollkirsche .... Mahlzeit) !

lrilHifexe


re-skyhawk

Hallo und vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ein paar Sachen sind allerdings durcheinander geraten. Ich bin nicht direkt nach der Einnahme der 30mg unruhig geworden, sondern erst, als ich auf abends umgestellt habe. Das hat 2 Tage angedauert und mittlerweile ist die Unruhe glücklicherweise wieder verschwunden. Ich denke, es lag tatsächlich an der Umstellung. Schließlich habe ich ja einmal 36 Stunden am Stück nichts genommen, da ist wohl mein Pegel direkt wieder runtergegangen und die Symptome waren wieder da. Fand ich ganz schön frustrierend! Denn ich habe gemerkt, daß ich eigentlich noch kein Stück vorwärts gekommen bin und total auf die Tabletten angewiesen bin. Also, die 20mg habe ich ja 2 Monate genommen und es hat einfach nicht gereicht. Mir ging es nicht viel besser als ohne Medis. Nur deshalb hat mein Arzt erhöhte und auch direkt gesagt, daß wir so schnell wie möglich auch wieder reduzieren wollen.

Ich werde ihn aber auf jeden Fall beim nächsten Mal auf das Escitalopram ansprechen. Warum unnötig irgendwelche Zusatzstoffe in sich reinstopfen. Da danke ich Dir echt für den Hinweis!!!!:-)

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