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Unterwürfigkeit

Jhan674 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich frag mich (bzw euch..).. wenn man zu Minderwertigkeitskomplexen und eher unterwürfigem Verhalten neigt.. ist es denn plausibel, kommt oft vor, das man bei Leuten, die ihrerseits eher dominant sind, stark angezogen ist, diese Leute eine seltsame Faszination auf einen ausüben, der man sich kaum entziehen kann.. und gar nicht so recht weiss, warum eigentlich? Diese Leute sind eigentlich nicht netter als andere zu einem, sehen auch irgendwie nicht unbedingt besser aus, es ist nur die dominante Art an sich, die einen geradezu magisch gefangen hält, so dass man diese Leute kaum mehr aus dem Kopp rausbekommt.. sie gewinnen eine unheimliche Macht über einen, viel mehr als "normale Freunde", man fragt sich, wieso eigentlich, spürt auch das sie einem eigentlich nicht gut tun, aber fühlt sich mehr oder weniger verfallen, geradezu emotional abhängig?

Und gerade dies, WEIL die dominante/unterwürfige Struktur da sozusagen der Trigger ist?

Sozusagen.. wer nett zu mir ist, der ist für mich harmlos, aber wer eher gemein und von oben herab zu mir ist, zu dem schaue ich auf, der gewinnt Macht über mich?

Ist das plausibel? Häufig? Und was tun da? Tut ja irgendwie nicht gut, wenn mans grad am Wickel hat..

Antworten
G|ukcky`068


Hi Jan74,

ichdenke das hat was mit der Ausstrahlung zu tun. Dominate Menschen sind selbstbewußt und strahlen, daß auch aus. Jemand der Komplexe hat und unsicher ist, fühlt sich davon wahrscheinlich angezogen, von jemanden, der einem sagt wo es lang geht und vllt. auch Entscheidungen abnimmt ....

Und wahrscheinlich passt das auch ganz gut zusammen.

2 Dominante, hätte wohl sehr oft Streit, 2 Komplexbehaftet würde in Chaos enden.

IdrrevVertnunfts7st@imxme


Also als Frau die doch ziemlich selbstbewusst ist und die außerdem rundum zufirden mit ihrem Leben ist kann ich sagen dass ich tendenziell Männer anzieh die weniger Selbstbewusstsein haben - das mich anhimmeln funktioniert dann eine Zeit lang ganz gut, aber wenn dann auf Dauer rauskommt dass ich "stärker" bin, endete das Ganze immer in einer Katastrophe. -> diesmal hab ich mir einen Mann mit ausreichend Selsbtbewusstsein gesucht!

K-leixo


Jan74

Ich finde, da würfelst Du einiges durcheinander. Es ist nicht jeder selbstbewusste Mensch dominant und nicht jeder Mensch mit Minderwertigkeitskomplexen ist unterwürfig. So jemand kann auch dominant erscheinen.

Meiner Meinung nach gibt es eine gleichwertige Beziehung und eine ungleichwertige. Bei der gleichwertigen, begegnen sich Mensche auf der gleichen Ebene, haben die Meinung, dass das Gegenüber den gleichen Wert hat. Bei der ungleichwertigen, ist haben sie Minderwertigkeitskomplexe. Sie sind unabhängig und selbständig. Sie brauchen das Gegenüber nicht.

Die typische Kombination ist einer, der sich abwertet und der anderer sich aufwertet. Ohne den anderen würde es auch nicht funktionieren, denn der eine braucht den anderen, weil er bewundert werden will und das Gegenüber braucht ihn, weil er ihn unbedingt helfen will, etc. So jemand braucht die Bewunderung, da er ja nur so tut, als hätte er Selbstbewusstsein, es eigentlich aber nicht hat. Das kann durchaus auch nach außen als dominant erscheinen. Es ist ein Abhängigkeitsverhältnis. Sie brauchen unbedingt jemanden, zu dem sie aufschauen können.

JBanB74


Hm, aber wo würfel ich da was durcheinander? Ich widerspreche Dir nirgends.

So jemand braucht die Bewunderung, da er ja nur so tut, als hätte er Selbstbewusstsein, es eigentlich aber nicht hat. Das kann durchaus auch nach außen als dominant erscheinen. Es ist ein Abhängigkeitsverhältnis. Sie brauchen unbedingt jemanden, zu dem sie aufschauen können.

ich denke, das ist der springende Punkt. Typus "Energiefresser". Tut relativ selbstbewusst und dominant, aber eigentlich nur um Bestätigung zu bekommen und eigene Komplexe zu kompensieren. Wenn man an so jemanden gerät (und selber eher unterwürfig gestrickt ist), tut einem das wohl nicht gut.

M*olli"eWnchen


Auf mich – die mit Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen hat und sicherlich auch (leider) manchmal "unterwürfig" programmiert ist – üben dominante Menschen nicht per sé Faszination aus. Nicht mehr. Mich faszinieren heutzutage eher Menschen, die so sind, wie ich gerne wäre – in sich ruhend, ausgeglichen, selbstbewusst, charismatisch.

Menschen, von denen ich das Gefühl habe, dass sie (mich) dominieren wollen, jagen mich (inzwischen) eher in die Flucht.

Als ich noch so drauf war, dass ich mich von dominanten Menschen (die, da stimme ich Kleio zu, nicht zwingend selbstbewusst waren, sondern eben einfach nur dominant bzw. dominieren-wollend) habe herumschieben lassen, lag das wohl daran, dass ich der Meinung war, dass andere (speziell die betreffende dominante Person) eben viel mehr Recht hat, zu bestimmen, was abgeht, sogar zu wissen, was gut für mich ist, so dass ich mich der Person dann eben fügte. Allerdings habe ich mich dabei nie wohl gefühlt. Aber das "ich darf keine Bedürfnisse haben" bzw. "meine Meinung ist sowieso falsch" war eben so ausgeprägt, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre, "nein" zu sagen.

Dazu kam sicher noch die "Gefallsucht" – die Person muss mich gut finden, und das tut sie nur, wenn ich tue, was sie will.

Was man da tut? Hm. Selbstbewusster werden... ":/

KWleixo


Jan74

Typus "Energiefresser". Tut relativ selbstbewusst und dominant, aber eigentlich nur um Bestätigung zu bekommen und eigene Komplexe zu kompensieren. Wenn man an so jemanden gerät (und selber eher unterwürfig gestrickt ist), tut einem das wohl nicht gut.

Das, was Du hier beschreibst, ist für mich weder dominant noch unterwürfig.

Ein Energieräuber ist für mich nicht dominant und auch nicht selbstbewusst. Sonst wäre er ja kein Energieräuber. Auch hat meiner Erfahrung nach nicht der Energieräuber in einer Beziehung das Hefter in der Hand, sondern der zuhörende und machende Part. Der Energieräuber braucht ständig Aufmerksamkeit. Bekommt er sie nicht, ist er "verloren", weil er nicht im Mittelpunkt steht. Wenn schon "Dominanz", dann ist in dieser Kombination die Person dominant, die die mütterliche, kümmernde Rolle hat. Ist diese Person nicht da, bekommt der Energieräuber keine Energie. In sich findet er sie ja nicht.

Jua2n7x4


Hm also eigentlich wollte ich wohl darauf hinaus, das jemand, der zu Unterwürfigkeit neigt, ein gefundenes Opfer solcher "Energiefresser" ist und sich auch nur schwer daraus befreien kann. Irgendwie blöd.

K*leio


Jan74

Hm also eigentlich wollte ich wohl darauf hinaus, das jemand, der zu Unterwürfigkeit neigt, ein gefundenes Opfer solcher "Energiefresser" ist und sich auch nur schwer daraus befreien kann. Irgendwie blöd.

Ob ein Unterwürfiger sich als Opfer sieht, hängt meiner Meinung nach davon ab, ob er selbstbewusst ist oder nicht.

Schwer/leicht - es geht ja darum, ob sich jemand aus der Rolle befreien will oder nicht. Wenn er sich die Aufgabe stellt "leicht" aus der Rolle zu treten, wird er sich andere Wege finden, als bei einem Ziel wie: "ich möchte zufrieden werden", etc.

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