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Alleingeborener Zwilling

k>leiner ]Ster[n mitw Lixa hat die Diskussion gestartet


Ich (28J.) Mama von einer fast 3 Jährigen Tochter habe vor ca 2,5 Monaten in der 11 Woche unser 2. Baby verloren, dadurch bin ich in eine Gruppe von Sternenkindermamis gekommen, dort war eine Mama die auch einen "alleingeborenen Zwilling" hat. das heißt das das Zweite Baby schon im Bauch gestorben ist. Durchs sie bin ich wieder zu dem Thema gekommen.

Ich selbst bin auch ein alleingeborener Zwilling. Meine "zweite hälfte" hat sich in der frühen Schwangerschaft einfach nicht mehr weiter entwickelt, viel weis ich darüber leider nicht. Erfahren habe ich das auch erst im Teenager alter das es da eigentlich noch ein "zweites ich" gegeben hat. Schon bevor ich davon wusste war zb. mein lieblings Märchen "das doppelte Lottchen" und auch so haben mich Zwillinge immer magisch angezogen.

Da mich das Thema in den letzten Tagen wieder sehr beschäftigt hat, habe ich einfach mal danach gegoogelt und eine interesannt [[http://www.alleingeborener-zwilling.de/ seite]] gefunden.

Teilwiese war es schon erschrecken wie sehr ich mich dort in dem was da so steht wieder erkennen konnte. Vielleicht ist ja jemand von euch auch ein "alleingeborener Zwilling und hat lust sich mit mir darüber zu unterhalten.

Ich habe mal an Hand den punkten die auf der Seite stehen zusammen gefasst was zu mir passt.

z.B

bei Körperliche Auswirkungen beim allein geborenen Zwilling:

passen von 9 Punkten 4 Punkte zu mir

- Enge in der Brust/ Herzschmerz

- Panikattacken, Zitterkrämpfe, Herzrasen, Schüttelfrost und Todesangst (vor allem Panikattaken)

- Verspannungen

- Koliken

Psychische Auswirkungen des frühen Verlustes:

passen von 15 Punkten 11 Punkte zu mir

- Schuldgefühle, weil man mehr Glück hatte als der Andere oder weil man dem Anderen Platz

weggenommen hat und er deswegen gestorben ist

- können sich im Leben oft nicht durchsetzen, Schwierigkeiten etwas zu fordern oder Raum

einzunehmen

- Einsamkeit

- Depressionen

- An Freunden "kleben"

- Kraftlosigkeit

- Chronische Müdigkeit und Schlafkrankheit (Narkolepsie)

- Verfolgungsgefühle, Angst vor Berührungen und Panik im Fahrstuhl (nicht nur im Fahrstuhl)

- Eifersucht

- Neigung zu schweren Fehlschlägen und Misserfolgen im Beruf

- Schwierigkeiten Kinder zu bekommen

- Sprachlosigkeit (manche Autisten)

Der Andere spiegelt sich im Alltag des alleingeb. Zwillings wieder:

passen von 13 Punkten 8 Punkte zu mir

- Kuscheltier sehr wichtig (Zwillingsersatz)

- Rucksack (Zwillingsersatz)

- körperwarmes Wasser

- wenn das eigene Kind krank ist, kann das schnell an den verlorenen Zwilling erinnern, dem man als Embryo nicht helfen konnte

- im Beruf schwierig in Konkurenz zu treten, da sie glauben dem anderen zu viel Platz wegzunehmen, im Mutterleib zu viel Platz beansprucht, deshalb ist der Andere gestorben (Empfindung der alleing. Zwillis)

- Tiere ersetzen den verlorenen Zwilling

- Einzelgänger, lassen diese Nähe in ihrem Leben nie wieder zu

- panische Angst vor Berührungen, diese können an den schwimmenden abgestorbenen Klumpen des Zwillings erinnern

Fluchtzwilling

passt total zu mir

Manche alleingeborene Zwillinge können ihr Herz nur wenig öffnen, damit nicht zu tiefe und gefährliche Gefühle entstehen. Dahinter steht die quälende Angst, dass der Andere gehen könnte. Das fühlt sich für sie absolut lebensbedrohlich an.

Beschreibung der Symptome von alleingeb.Zwillingen. Hier ein paar Bsp.

passen alle 7 Punkte zu mir

- Ich fühle mich nur halb, es ist als hätte ich nur die halbe Kraft im Leben zur Verfügung...

- Sehr oft habe ich das Gefühl, als fehlt mir etwas, um glücklich zu sein...

-Einsamkeit ist mein Lebensthema. Schon als Kind habe ich mich so unerträglich einsam gefühlt, so allein. Das geht auch nicht wirklich weg, wenn ich mit Freunden zusammen bin... (einsam habe ich mich auch schon immer gefühlt aber nicht so heftig wie hier beschrieben)

- Mir steht es nicht zu, viel Geld zu verdienen und dabei in meinem Beruf Freude zu haben...

- Ich habe ständig Schuldgefühle, das ich jemanden etwas wegnehme, dass ich schuldig bin, wenn es jemandem schlecht geht...

- Ich hab so eine Angst verlassen zu werden...Ich hab manchmal panische Angstzustände, die ich mir nicht erklären kann und fühle mich von anderen Menschen bedroht. Besonders schlimm ist dieses im Fahrstuhl. (nicht unbedingt im Fahrstuhl)

- Ich lasse keinen Partner wirklich an mich ran, sobald es zu dicht wird, trenne ich mich... (trenne mich nicht unbedingt aber nähe ist sehr sehr schwierig für mich)

Ich bin gespannt ob es noch ein paar anderen von euch auch so geht.

Liebe Grüße

Stern *:)

Antworten
j unViper


Hallo kleiner Stern,

ich habe einen Zwillingsbruder. Meine Mutter hat erst kurz vor der Geburt erfahren, dass es zwei Kinder werden. Ausserdem war es wohl so, dass auf den Ultraschallbildern dann doch noch ein dritter Schatten entdeckt wurde, der sich aber wieder aufgelöst hat.

Ich bin Linkshänder, bei eineiigen Zwillingen ist es wohl oft so, dass einer links und einer rechts orientiert ist, spiegelbildlich quasi. Deshalb, und weil ich ein bisschen eigen bin, kam der Gedanke auf, dass ich einen eigenen Zwilling gehabt haben könnte.

In manchen der Punkten, die du oben genannt hast, kann ich mich wiederfinden, aber ob das nicht nur Zufall ist, vermag ich nicht zu sagen.

Aber ich weiß, dass ich große Menschenansammlungen nicht mag und schnell Probleme mit Nähe habe, wenn mir jemand an der Supermarktkasse zu nah heranrückt oder wenn ich persönlich jemandem nah komme. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mich jemand berühren wollen könnte, oder von mir berührt werden will. Ich kann auch kaum jemanden um etwas bitten, weil mich Ablehnung sehr tief trifft.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr Sachen fallen mir ein. ":/

M4olElienchlen


Ich frage mich:

Wären diese Symptome auch da, wenn man von dem Zwilling nichts wüsste? Also, wenn die Mutter es für sich behalten hätte? Kann man so eine Art unbewusste Erinnerung an die Zeit vor der Geburt haben?

Ich habe übrigens eine Zwillingsschwester, die zum Glück lebend mit mir zusammen geboren wurde. Einige der beschriebenen Symptome habe ich allerdings trotzdem (Verlassensängste, Schuldgefühle, Angst vor Einsamkeit…)...

jIuLni%per


Gute Frage, solche Gedanken hatte ich auch.

Pro: aus dem direkten Vergleich weiß ich, dass ich und mein Bruder reichlich verschieden sind was diese psychischen Sachen betrifft.

Contra: es gibt sicher genug Menschen, die 'grundlos' ähnlich Ansätze zeigen.

Ich bin unentschlossen.

Ziemlich überzeugend fand ich aber die Sache mit der Händigkeit und eineiigen Zwillingen. Jedenfalls sind alle eineiigen Zwillingspaare, die ich kenne verschiedenhändig.

~[y~@Erelmit~Vy~


Das denke ich manchmal Mollienchen.

Mir kann mit meinem Male irgendwann die Idee, ich könnte ein Zwilling sein, der sein Geschwisterchen zurücklassen mußte. Kann natürlich totaler Humbug sein.

Aber einige Dinge lösten bei mir diesen Gedanken aus.

Ich habe eine runde Narbe am Bauch und weiß nicht woher. Die ist mit den Jahren fast bis zur Unkenntlichkeit erblasst. Eine Impfung ist es nicht. Ich wurde 1961 untergewichtig mit 4 Pfund als 8-Monatskind geboren. Angeblich sah es schlecht für mich aus, man sagte meinen Eltern, dass ich warscheinlich nicht überleben würde. Sie sollen sich keine großen Hoffnungen machen. Aber ich überlebte und aß auch sofort. Angeblich fuhr mich meine Mutter ein halbes Jahr lang immer wieder in das Krankenhaus zurück, weil was war. Was weiß ich nicht. Es hieß immer nur, ich hätte zuhause so viel geplärrt und so brachte mich meine Mutter immer wieder dort zur Hebamme hin und dann behielt man mich wieder für Wochen da. Es sei wohl wegen meiner Frühgeburt. Ich wog 4 Pfund. Ich hinterfrage das nie weiter...von meiner Mutter gibt es eh keine ehrlichen Auskünfte, wenn die was verschweigen will. Ich glaubte halt, dass die ersten Wochen mein Leben wegen Untergewicht am seidenen Faden hing.

Erst vor Kurzem sagte mir eine Ärztin, dass 4 Pfund nicht sooo wenig sei, dass es lebensbedrohlich für ein Baby sei. Da müsste noch mehr gewesen sein, dass ich ständig ins Krankenhaus zurückkam.

Aber davon weiß ich halt nicht.

Mein Leben verlief/ verläuft äußerst schwierig. Die oben genannten Symptome kenne ich alle. Phobien, kaum Kontakt zu Menschen, nicht nähefähig, nicht trennungsfähig, Zwänge und und und....die Probleme sind so tief verwurzelt, dass sich sie nie gelöst bekam.

In meiner Phantasie kam mir auf einmal der Gedanke, ich könnte einen Siamesen gehabt haben, der mir vom Bauch geschnitten wurde. Ich las im Netz, dass Ärzte das den Müttern oft verschweigen, weil es für sie einfacher ist...also für die Mütter.

Ich weiß nur eins...irgendwas war bei mir, mit mir nach meiner Geburt. Und ich bin stinksauer, dass ich nicht weiß, was.

Meine Mutter erzählte nur immer, dass sie 7 Jahre versucht habe schwanger zu werden und es nie hinhaute. Endlich dann war sie mit mir schwanger.

By the way: ich wurde immer sehr mies und ungeliebt behandelt. Passt auch nicht dazu, dass das gewünschte Kind nun endlich geboren wurde.

Sorry, ist jetzt etwas lang geworden, aber das Thema ein Geschwisterchen gehabt haben zu können, lebt auch tief in mir. Aber wie gesagt, kann sich auch um reine Hirngespinste handeln.

j]un6iper


Kleiner Nachtrag,

ich habe erst mit über 20 das Buch über Händigkeit gelesen, und auch die Sache mit dem Schatten auf dem Ultraschallbild kam sehr spät ins Gespräch. Da war ich schon komisch. ;-D

Aber ich will mich nicht festlegen, ich weiß nicht, warum meine Gefühle manchmal querschlagen.

jHuniapexr


@ ~y~Eremit~y~

Hast du mal überlegt, das Krankenhaus in dem du geboren worden bist direkt anzusprechen? Vielleicht kann man dir da noch was sagen.

k4leine"r Sbtern5 mitx Lia


hallo

schön das ihr geschrieben habt.

Klar die ganzen punkte können auch auftreten wenn man kein Zwilling hatte, fand es aber echt erstaunlich wie viel zu mir passt.

Als Kind hatte ich immer das gefühl das noch ein mädchen da sein müsste, das jemand fehlt. Da wusste ich von meinem zwillingssternchen noch nichts. Irgendwie muss ich es im innern aber gespürt haben.

~y~Eremit~y~

genau das gleiche was Juniper geschreiben hat, hab ich auch gedacht. irgendwo muss es ja unterlagen über deine Geburt geben. Wenn nicht im Krankenhaus wo den sonst.

MQolljien.chxen


@ ~y~Eremit~y~

Meine Schwester hatte mal eine Bekannte, die hat eine Narbe am Bauch und erfuhr irgendwann, dass sie ihren verkümmerten Zwilling sozusagen im Bauch hatte und der wurde ihr irgendwann rausoperiert. Die Theorie mit dem siamesischen Zwilling würde natürlich auch passen. Es kann aber auch was ganz anderes gewesen sein, weshalb Du eine Narbe hast. Dass Deine Mutter da so schweigsam ist, käme mir allerdings auch verdächtig vor…

Und ich schließe mich dem Vorschlag der Vorschreiberinnen an, mal das Krankenhaus, in dem Du geboren wurdest, zu kontaktieren.

Ich wurde übrigens auch untergewichtig geboren (im Gegensatz zu meiner Zwillingsschwester) und lag vier Wochen im Brutkasten. Ich habe schon überlegt, ob ich davon 'n Hau weg habe…

Nicht nähe- bzw. trennfähig zu sein kann wiederum auch ganz andere Ursachen haben, z.B. eine Bindungsstörung, die durch das Verhalten der Eltern hervorgerufen wurde.

@ kleiner Stern mit Lia

Als Kind hatte ich immer das gefühl das noch ein mädchen da sein müsste, das jemand fehlt. Da wusste ich von meinem zwillingssternchen noch nichts. Irgendwie muss ich es im innern aber gespürt haben.

Das spricht ja schon dafür, dass man vor der Geburt schon was mitkriegt und Du eine unbewusste Erinnerung an Deine Schwester hast.

koleine}r Stern imit Lixa


um so mehr ich über das ganze thema nach denke um so mehr zusammenhänge sehe ich.

Ich weis das nun ja schon viele Jahre aber ich habe mich noch nie so intesiev mit dem Thema beschäftigt.

Ich bin in einer gesprächs Therapie vor allem wegen meinen Panikattaken und das problem nähe zu zu lassen, beim nächsten Termin werde ich ihn darauf mal ansprechen ob er über das Thema alleingeborene Zwillinge was weis.

~Ty~Erem8it~My~


Hallo,

ich danke Euch für Eure Antworten. Ja, ich habe mir das auch überlegt, mal direkt im Krankenhaus nachzufragen. Aber meine Geburt war 1961. Gibt es da noch Unterlagen drüber?

kvleinerZ Stern) mittJ Lxia


bestimmt gibt es in den archiven noch was, und wenn nicht können die dir bestimmt weiter helfen wo du noch fragen könntest. EIgentlich wird doch immer alles irgendwo aufgeschrieben und gespeichert/archiviert

p`hil0xmena


Teilwiese war es schon erschrecken wie sehr ich mich dort in dem was da so steht wieder erkennen konnte. Vielleicht ist ja jemand von euch auch ein "alleingeborener Zwilling und hat lust sich mit mir darüber zu unterhalten.

Ehrlich gesagt denke ich, dass dies ein Thema ist, in das man sich auch gut verrennen kann. Die Symptome, die aufgezählt werden sind so allgemein, dass sie unglaublich viele Ursachen haben können und meiner Meinung nach eher mit frühkindlichen Erfahrungen zu erklären sind, mit dem Umgang der Eltern, eben auch mit diesem Thema "Zwilling".

Meine Zwillingsschwester ist kurz vor der Geburt gestorben. Aber dies war ein Thema, das in unsere Familie weder totgeschwiegen, noch sonst irgendwie verheimlicht wurde. Meine Eltern haben bei Bedarf mit mir darüber geredet und ich habe über die Jahre manchmal das sehr konkrete Gefühl, dass mir jemand fehlt. Aber in all den oben genannten Symptomen finde ich mich nicht wieder.

~Ey~Ere"mit/~y~


Ich finde mich leider in allen Symptomen wieder, die geschildert wurden. Sogar bei den außergewöhnlichen Symptomen, sich nur halb zu fühlen usw...

Ja, viele Symptome können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Aber wenn direkt alles auf einen zutrifft und einem dieses Thema ohne vorher je darüber gelesen zu haben von allein in den Sinn kam, ob man wohl mal zu zweit war, dann nimm ich die Sache schon so ernst, dass sie näher überprüft werden sollte.

p3h_il0muena


~y~Eremit~y~

Meine Mutter erzählte nur immer, dass sie 7 Jahre versucht habe schwanger zu werden und es nie hinhaute. Endlich dann war sie mit mir schwanger.

By the way: ich wurde immer sehr mies und ungeliebt behandelt. Passt auch nicht dazu, dass das gewünschte Kind nun endlich geboren wurde.

Ich glaube, das Verhalten deiner Mutter und die frühkindliche Trennung von ihr im Krankenhaus, sind für mich naheliegendere Erklärungen für deine Symptome, ehrlich gesagt. Ich denke da wie Mollienchen – das klingt alles eher nach Bindungsstörung durch das Verhalten deiner Mutter.

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