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Leben ohne Alkohol = Aussenseiter?

~Wy~Ere_mitQ~y~


Ich kenne sowas auch. Beim Klassentreffen ist es mir das letzte Mal passiert, dass auf penetrante Weise versucht wurde, mich zum Trinken von Schnaps zu zwingen. Ich habe mich natürlich nicht drauf eingelassen. Es wurde trotzig aggressiv reagiert.

Sowas sind billige Leute, die niemals nachdenken. Da darf man sich nicht drauf einlassen und schon gar nicht drüber ärgern. Sei froh TE, dass Du solche Menschen nicht kennen brauchst.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass Du zum Verrecken keine Antialkoholiker findest. Du scheinst immer am falschen Ort zu suchen. Ok, manche Sauforte kann man nicht vermeiden. Bei privaten Arbeitstreffen war dies auch immer eine Seuche. Aber ich habe mich nie überreden lassen.

Aber privat kenne ich keinen einzigen, bei dem ich solch einem Zwang unterlegen wäre. Ich kenne nur Menschen, die ebenfalls nicht trinken, oder denen es egal ist, dass ich nicht trinke.

Gholdmäd]chen


Ich halte das hier:

Hast du schon mal versucht, notwendige Medikamente als Ausrede / Begründung zu nehmen, warum du keinen Alkohol trinkst.

für einen falschen und unguten Ansatz. Das impliziert ja, dass man gerne würde, aber nicht kann, ist somit eine Verstellung der eigenen Persönlichkeit. Ich habe den Fadeneröffner so verstanden, dass er für seine Einstellung, eben keinen Alkohol zu mögen, akzeptiert werden will und nicht für irgendwelche Ausreden.

Um ehrlich zu sein finde ich Menschen ziemlich primitiv, die meinen, Alkoholkonsum sei zwingend notwendig und normal und Menschen, die das nicht so sehen, seien seltsam. Daher ist es doch gut, wenn man sie durch die Aussage, man möge schlicht keinen Alkohol (was wie schon weiter oben geschrieben keinerlei Auf-oder Abwertung beinhaltet) vergrault. Menschen, die etwas differenzierter und reifer denken, werden sich davon nicht abschrecken lassen. Es gibt definitiv auch in jüngeren Jahren Menschen, die nicht gern trinken. Man muss sie nur finden. :-) @:)

HZannSex07


Das impliziert ja, dass man gerne würde, aber nicht kann, ist somit eine Verstellung der eigenen Persönlichkeit.

Ja, es ist eine Verstellung – aber wenn man sich damit das Leben erleichtern kann, tut diese Halbwahrheit keinem wirklich weh.

Um ehrlich zu sein finde ich Menschen ziemlich primitiv, die meinen, Alkoholkonsum sei zwingend notwendig und normal und Menschen, die das nicht so sehen, seien seltsam.

Da stimme ich dir völlig zu. Aber unsere Gesellschaft ist nun mal so gestrickt, dass Alkohol eine sehr salonfähiges Getränk ist ... Und das finde ich sehr schlimm!

S tel/lax80


Ja, es ist eine Verstellung – aber wenn man sich damit das Leben erleichtern kann, tut diese Halbwahrheit keinem wirklich weh.

Ich finde man sollte als erwachsener Mensch zu seinen Überzeugungen stehen können.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass Du zum Verrecken keine Antialkoholiker findest.

Ich würde den Suchradius auf Menschen mit "normalem" Trinkverhalten ausweiten. D.h. jemand, der ab und zu gern ein Glas Wein oder Bier trinkt (auf ner Betriebsfeier auch mal etwas zu tief ins Glas schaut), nicht betrunken Auto fährt und meine Trinkgewohnheiten genauso annehmbar findet wie ich seine. Und solche Menschen gibts zumindest in meinem Freundeskreis jede Menge.

Menschen, die radikal jeglichen Konsum von Alkohol verurteilen finde ich genauso lästig wie die vom TE genannte Gruppe.

k2athdarivna-di~e-grxoße


Klingt blöd, aber: Es wächst sich aus. Irgendwann ist das gleichaltrige Umfeld so weit, daß man Kinder hat etc., und dann denkt so mancher über seine Verantwortung und seine Vorbildwirkung nach (und auch darüber, wer das Auto nach Hause fahren soll).

Da hab ich aber auch schon anderes erlebt... In einem anderen Forum z.B. berichtet eine junge Dame immer wieder über den doch sehr exzessiven Alkoholkonsum ihres 30jährigen Freundes... Da hofft sie zwar auch noch aufs Rauswachsen, allerdings ist sie da irgendwie die einzige, die dran glaubt ;-) aber auf die meisten trifft es sicher zu...

Trotzdem kann man sich ja durchaus die Leute aussuchen, mit denen man sich umgibt. Ich habe auch noch nie wirklich Alkohol getrunken, war dann auch immer die mit der Cola und hatte damit nie ein Problem. Gut, ich steh generell nicht auf Parties, aber auch bei Veranstaltungen, wo dann mehr Leute zusammenkamen, musste ich mir da nie irgendwelche blöden Sprüche anhören – kam aber vielleicht auch keiner auf die Idee, weil es nicht wichtig ist und 'ne entsprechende Antwort gegeben hätte ;-)

Ich denke es hängt viel von der eigenen Einstellung ab, wie man bei diesem Thema auf andere wirkt.

OPzymaBndiaxs


Ich glaube du gibst dich eindeutig mit den falschen Leuten ab!

In den letzten Monaten habe ich mich relativ wenig mit anderen Leuten getroffen. Vor allem nachdem ich mein Studium wegen der Depression abbrechen musste wurden die Kontakte weniger. Das fand ich auch erstmal nicht so schlimm und ich versuche es heute so zu sehen, dass es eine Gelegenheit ist neue Leute kennenzulernen zu denen ich dann besser passe. Ich habe ein paar Leute mit denen ich mich sehr gut verstehe und mit denen ich über alles reden kann, nur diese wohnen recht weit weg von mir, sodass man sich nur alle 2-3 Monate mal sehen kann. Kontakt hab ich dennoch täglich per Telefon oder Inet mit ihnen.

Hast du schon mal versucht, notwendige Medikamente als Ausrede / Begründung zu nehmen, warum du keinen Alkohol trinkst.

Das meinte ich ja mit rechtfertigen. Ich habe durch die soziale Phobie bis vor ein paar Jahren immer Ausreden und Begründungen gesucht um anderen Leuten zu gefallen oder um mich zu erklären. Und das möchte ich eben nicht mehr.

Ich finde man sollte als erwachsener Mensch zu seinen Überzeugungen stehen können.

:)^

Ich würde den Suchradius auf Menschen mit "normalem" Trinkverhalten ausweiten.

Ja, damit habe ich auch kein Problem. Hatte ja auch im ersten Beitrag geschrieben, dass ich kein Problem damit habe wenn jemand sagt "hey, das schmeckt gut...da trink ich mir mal ein glass". Ich bin nicht so, dass ich sage "wie du trinkst ein glass bier? Lass dich ja nie wieder bei mir blicken!" ;-) Mir ist halt wichtig, dass es im Rahmen bleibt und man trotzdem noch normal miteinander reden kann. Der Mittelpunkt des Abends soll also nicht der Alkoholl sein. Und solange meine Meinung genauso akzeptiert wird wie ich die andere Meinung akzeptiere ist es ok. Nur das war bisher der Knackpunkt bei den meisten Leuten die ich kennengelernt habe.

Bin immer mal am überlegen wo man am wahrscheinlichsten passende Leute finden kann. Jemand hatte ja bereits den Vorschlag Sport gemacht. Hätte eh mal Spaß irgendeine Sportart zu machen. Bisher mache ich halt Kraft- und Fitnesstraining, aber ein Verein wäre mal eine Überlegung.

Ansonsten stehen in den nächsten Monaten noch ein paar Lehrgänge an bei denen sich vielleicht die Gelegenheit gibt neue Leute kennenzulernen. Da werd ich dann halt mal trainieren müssen auch mal selbst mehr auf andere zuzugehen. Das Problem hab ich komischerweise nur privat. Im Beruf ist das kein Problem.

dKevili)ndisg)uixse


Menschen, die radikal jeglichen Konsum von Alkohol verurteilen finde ich genauso lästig wie die vom TE genannte Gruppe.

Schon, aber wo gibt es die überhaupt?

Ich kenne ganze 3 Menschen, die wirklich NIEMALS Alkohol trinken (ich tue es ja, nur eben sehr selten) und diese trinken eben ganz einfach keinen Alkohol und haben ihre Gründe dafür. KeineR davon hat je durchblicken lassen, daß er/sie andere dafür verurteilt, keine Abstinenzler zu sein. Allenfalls macht sich der eine Sorgen über die allzugroße Bedeutung von Alkohol in unserer Gesellschaft – und darin gebe ich ihm vollkommen recht. Wer oft genug die Opfer gesehen hat, überlegt sich einfach irgendwann, ob Alkohol denn wirklich sein muß. Ein harmloser Partyspaß ist er nicht.

Und daß man etwas gegen die allgemeingesellschaftliche Akzeptanz von Alkohol hat, heißt noch lange nicht, daß man Menschen verurteilt, die das anders sehen. DAS ist schließlich Toleranz: Nicht, keine Meinung zu haben, sondern andere Meinungen auszuhalten.

L#ewiaxn


Ozymandias

Ich stimme der Beobachtung zu, dass eine Menge Menschen herumlaufen, die einen schraeg anschauen, wenn man kein oder gar bloss zu wenig Alkohol trinkt. Die Frage ist bloss, wie wichtig nimmt man das fuer sich? Man ist ja nicht automatisch Aussenseiter, wenn man hin und wieder mal einen dummen Spruch fuer irgendein Verhalten bekommt. Man kann das ja auch in Gesellschaft von Leuten die trinken bzw. mehr als man selber quasi als "Grille" kultivieren. Die meisten Menschen sind ja in irgendeiner Hinsicht irgendwie seltsam und man selber bestellt halt einen O-Saft, wenn andere Bier bestellen. Ja und?

Ich weiss natuerlich, dass es schwer ist, gegen den Strom zu schwimmen, gerade auch weil die dummen Sprueche ja irgendwie so "locker", "sei doch kein Frosch"-artig herueberkommen. Das sind ja keine ernsthaften moralischen Probleme, die jemand damit hat, dass du kein Alkohol trinkst. Manchmal denke ich, die Leute reagieren gereizt, weil sie eigentlich selber denken, so viel trinken ist nicht gut, und nicht an ihr schlechtes Gewissen erinnert werden wollen.

Es kann auch Spass machen, erfolgreich gegen den Strom zu schwimmen. Das ist ja auch was zum stolz drauf sein, dass man wo alle was getrunken haben und dumme Sprueche gekommen sind, sich nicht von der Mehrheit hat kassieren lassen. Eventuell noch mit einer robusten Entgegnung... (enttaeuscht:) "wie, kein Bier, biste krank?" "Nein, ich weiss, dass dir dein Bier schlechter schmeckt wenn ich keins habe, und ich seh dich gerne leiden." ]:D Keiner wird Aussenseiter, der ansonsten ganz normal an allem teilnimmt (inkl. dummer Sprueche) und bloss kein Alkohol trinkt.

P?et[ia


Ohne alles gelesen zu haben nur meine Ansicht @:)

Ich selbst trinke nichts, die meisten meiner Freunde trinken schon, saufen sich aber nicht ins Koma. Ich meide Parties, weil es mir zu laut ist und weil ich das Gesaufe bzw. die schreienden, grölenden und spuckenden Menschen nicht um mich haben mag. Wenn man sich abends trifft, trinken die anderen manchmal Wein / Bier / Cocktails – ich nicht. Ist kein Problem, das wissen die ja alle. Habe bisher auch nur gute Erfahrungen damit gemacht, wenn ich gesagt habe, dass ich nichts trinke – ich weiß aber, dass es oft auch anders ist. Und das finde ich auch :(v

Somit haben wir da wohl im Freundeskreis fast dieselben Ansichten, was Alkohol betrifft; wir streiten nicht darüber, ob man trinken sollte oder nicht oder so. Die Faktoren, die uns verbinden, sind letztendlich aber auch ganz andere, nämlich Charakterzüge, gemeinsame Interessen, zusammenschweißende Erlebnisse, unser Studium, gemeinsamer Humor etc. Alkohol ist da extrem unwichtig!

*:)

K0letvterpflanPze8x0


Hm also am Anfang meines Studiums hab ich auch ziemlich viel getrunken und war desöfteren in Kneipen, trotzdem war mein bester Freund, der auch nicht selten mit in den kneipen war totaler abstinenzler. Das hab ich auch akzeptiert, klar muss man sich dann ab und an nen dummen Spruch anhören, aber das ist immer so, wenn man von der Norm abweicht und das muss auch nicht böse gemeint sein.

Und im Studium ist es eben recht normal viel zu trinken und ja es hat den Vorteil, das man so schnell Anschluss findet. Und ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass zb. nur die oberflächlichen viel getrunken haben, das geht quer durch, selbst auf Forschungstagungen ist es üblich abends auch mal mehr zu trinken, wer nicht will geht früher, Problem gelöst.

Ich hatte dann irgendwann keine Lust mehr viel zu trinken, aber ab und an mal eben

Schwierig wirds hald wirklich, wenn man dann alle die trinken meidet oder für unpassend hält;)

Rieyfkjauvixk


Eine Bekannte erzählt stolz von ihren früheren "Sauftouren" und ist heute stolz, wenn sie abstinent ist.

Ich schließe mich an: Ich glaube, das wächst sich aus.

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