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Ich bekomme mein Leben nicht in den Griff

Mriura hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben!

Ich war lange nicht mehr hier im Forum unterwegs aber ich brauche Hilfe und Rückhalt und kann mich in meinem Umfeld niemandem anvertrauen :( Ich hoffe ich werde hier nicht gesteinigt, ich weiß nämlich selber wie bescheuert ich bin >:( E Und sorry für den langen Text aber ich muss es mir unbedingt von der Seele schreiben...

Ich habe ein großes Problem, oder mehrere. Die Wahrheit ist, ich weiß es nicht genau. Ich kann meine Situation selber nicht verstehen bzw. warum ich mich immer wieder in diese Situation bringe! Es zieht sich nun schon seit mehreren Jahren wie ein roter Faden durch mein Leben: ich schaffe es nicht regelmäßig zur Schule bzw. zur Arbeit zu gehen. Ich verfalle immer wieder in einen Teufelskreis. Und das umfasst nicht nur meine schulische Situation, sondern meinen gesamten Alltag. Ich bekomme nichts, aber auch gar nichts gebacken! :°(

Wie gesagt gehe zurzeit wieder zur Schule und ich mache das wirklich gerne! Ich fühle mich super wohl dort, habe viele Freunde und bin eigentlich eine echt gute Schülerin. Nur schaffe ich es nicht regelmäßig hinzugehen! Zwischendurch schaffe ich es mich zusammenzureißen und regelmäßig zu gehen, dann ist alles gut. Aber dann reicht eine Kleinigkeit aus um mich völlig aus der Bahn zu werfen. Eine vergessene Hausaufgabe, ein zu langer Abend, ein Streit mit irgendjemandem, ein kleiner Schnupfen, Stress... %-| Und dann denke ich mir ]:D "Hey, eine Fehlstunde ist nicht schlimm, das ist wegzustecken und danach gehst du ja sofort wieder hin", gleichzeitig weiß ich aber genau o:) "Wenn du jetzt fehlst verfällst du schon wieder in dein Muster zurück und dann wird aus einer Stunde der ganze Tag und aus einem Tag zwei usw. usf...".

Tja, ratet mal was ich dann tue... :|N Und ab diesem Zeitpunkt ist es passiert: ich bekomme nichts mehr hin. Wenn es dann soweit gekommen ist dass ich den Tag zuhause bleibe denke ich "Schön, dann nutze ich die Zeit jetzt aber auch und hole die Hausaufgabe nach, lerne, mache den Haushalt, erledige Behördengänge, ...", was auch immer. Aber daraus wird nie etwas. Das Ende vom Lied ist, dass ich den ganzen Tag auf dem Sofa gammele, fernsehe, zocke (ich weiß nicht mal wie ich die ganze Zeit nur so vertrödeln kann!!!) und dann abends in Panik verfalle weil ich wieder nichts geschafft habe und mein Kerl bald nach Hause kommt. Und dann verschiebe ich es auf den nächsten Tag und das geht dann immer so weiter.

Ich habe einfach irgendwie Angst und dann verkrieche ich mich. Ich habe Angst vor Kommentaren wenn ich dann wieder zum Unterricht erscheine, Angst vor dem enttäuschten Blick meines Kerls weil das Haus aussieht wie Sau. Mir entgleitet einfach alles :(

Ich bin mir dessen bewusst, dass es durch mein Verhalten nur immer schlimmer wird aber trotzdem kann ich es nicht ändern. Ich kriege es nicht hin! Und das, obwohl ich schon mehrfach die Chance auf einen neuen Anfang hatte! Ein Jahr musste ich deswegen schon wiederholen, dann jedes mal eine neue Chance nach dem Motto "nach den Ferien wird alles besser", aber nichts! :°( Was ist nur los mit mir? Warum kann ich nicht wie jeder andere einfach "meinen Job machen"?

Ich bemerke wie ich mir immer Ausreden ausdenke um mich vor Mitschülern und Lehrern zu rechtfertigen, bis ich sie schließlich selbst glaube -.-

Irgendwann wollte ich mir dann professionelle Hilfe suchen und habe mich an eine Lebensberatungsstelle gewandt, die arbeiten mit Psychologen zusammen (werden sozusagen "verschrieben"). Daraus wurde aber nichts weil die Psychologen bei denen ich war mir sagten meine Probleme würden sicherlich mit meiner beschissenen Vergangenheit zusammenhängen (richtig üble Familie...) aber ich müsste alleine damit fertig werden und den Kreis durchbrechen, ob nun jetzt oder in ein paar Jahren. Das versetzt mich in Panik! Ich will es doch aber ich kriege es nicht hin! Und ich will nicht nochmal alles versauen und dann wieder in Zukunftsangst leben bis ich es dann vielleicht mit 30 hinbekomme und der Zug abgefahren ist :-(

Ende Dezember ist das Halbjahr vorüber und bis jetzt war ich kaum in der Schule anwesend. Noch kann ich das Ruder herumreißen und dafür brauche ich Hilfe. Ich brauche einfach Rückhalt und Ratschläge. Ich mache mich selber weiß Gott genug fertig und noch mehr Druck kann ich nicht vertragen, also bitte macht mich nicht auch noch zur Sau {:(

Nun, wie soll es weitergehen?

Zuerst hatte ich daran gedacht alle "Fluchttüren" zuzuschlagen, wie zB. mich auf Attestpflicht setzen zu lassen usw. Aber das brachte mich damals schon nur in eine noch schlimmere Lage. Ich glaube ich brauche Routine. Morgen habe ich ein Gespräch mit einer Lehrkraft wegen meiner Fehlzeiten – ob und wie es weitergeht. Mein Plan:

- Ich habe mir ein Büchlein gekauft und meinen Stundenplan darin eingetragen. Ich lasse mir jede Stunde vom Fachlehrer unterzeichnen. Dass soll es mir schwerer machen auch nur eine Stunde sausen zu lassen

- Hausaufgaben erledige ich in Zukunft direkt nach dem Unterricht in der Schule. Ein sehr wichtiger Punkt. Ich fühle mich zuhause nämlich so erschlagen von all dem was gemacht werden muss, dass ich einfach alles vernachlässige und letztendlich wieder in meine Lethargie verfalle...

- Ich mache mir Tagespläne für das was ich nach der Schule zu erledigen habe. Klingt blöd aber ich weiß mir nicht anders zu helfen. Da soll alles draufstehen, vom Wäschewaschen, Abwasch, Einkauf bis hin zur Betreuung meiner Katzen. Selbst die vernachlässige ich und ich merke wie ihnen die Beschäftigung fehlt... :-/

- Dann brauche ich ein Hobby. Etwas fernab von Schule und Haushaltspflichten. Wo ich abschalten kann. Ich liebe Sport und das Gefühl mich richtig auszupowern aber wie ihr merkt kriege ich nichts hin, auch wenn es mir gut täte. Und so habe ich mich auch da gehen lassen...

Und der letzte Punkt: Kontrolle.

Ich schreibe. Hier und regelmäßig. Ich darf nicht wieder die Kontrolle verlieren. Ich muss handeln und wissen dass ich nicht die einzige bin die mir auf die Finger schaut. Dafür brauche ich euch. Ich will mein Leben endlich wieder in den Griff bekommen und etwas daraus machen. Ich bin so unglücklich, will nicht mehr in Angst leben und dauergestresst sein. Ich will wieder schlafen können. Das ist der Anfang meines Weges und wenn ich dafür anfänglich lächerliche Checklisten brauche und Hilfe von Fremden dann sei es so.

Liebste Grüße und sorry für den irren Text :-X

Antworten
S'unfglowerx_73


Was mich wirklich wütend macht:

Daraus wurde aber nichts weil die Psychologen bei denen ich war mir sagten meine Probleme würden sicherlich mit meiner beschissenen Vergangenheit zusammenhängen (richtig üble Familie...) aber ich müsste alleine damit fertig werden und den Kreis durchbrechen, ob nun jetzt oder in ein paar Jahren.

Was waren das denn bitteschön für Psychologen? Haben die in der Beratungsstelle nur 5-6 Stunden Zeit, so dass man sich an Deine Geschichte nicht rantraute?

Denn gerade für so Probleme wie Deine (Du leidest ja unter Deinem Verhalten, aber kommst da dauerhaft nicht raus) ist Therapie da. V.a., wenn es eine negative Vorgeschichte gibt, die Dich immer noch beeinträchtigt.

"Allein damit fertig" werden. Klar, letztlich schon. Wenn man gelernt hat WIE.

Such' Dir bitte einen vernünftigen Psychotherapeuten, wenn es nicht besser wird! Nicht im Rahmen einer Beratungsstelle (die haben oft nur wenige Stunden Zeit, und dann lohnt es sich z.T. nicht, das "Fass aufzumachen", nur um Dich dann wegzuschicken). Aber so ist es auf Dauer ja auch kein Zustand!

MSiura


Hi, erstmal vielen Dank. Ich freue mich über jegliche Rückmeldung @:) Ich fühle mich nämlich in der Tat sehr allein damit. Einfach auch weil ich niemanden enttäuschen möchte und deshalb mit niemandem rede... Vor allem stoße ich aber eigentlich immer auf Unverständnis und werde mit Vorwürfen begraben was mich nicht weiterbringt, im Gegenteil. Ich bin wirklich extrem unzufrieden, ich habe bisher nichts geschafft, schwimme immer nur im Kreis und versuche mich über Wasser zu halten. Aber nicht einmal "schwere Schläge" wie z.B. eine hohe Bafögrückzahlung konnten mich bisher wachrütteln :|N

Sunflower_73

Es ist nicht einfach einen Psychologen zu finden. Das habe ich mittlerweile aufgegeben, es gibt keine Therapieplätze mehr, außer für die, die selber privat zahlen können. Die Beratungsstelle ist eine tolle Organisation, ich habe sie empfohlen bekommen und diese Leute kommen zu einem nach Hause, bei Bedarf auch zu unmöglichen Zeiten^^ Leider können sie nicht arbeiten wenn sie nicht von einem Psychologen "verordnet werden"... Und privat zahlen kann ich sowas leider nicht.

Es hilft mir schon sehr das hier niedergeschrieben zu haben und zu wissen dass jetzt jemand da draußen meine Leichen im Keller kennt |-o Ich habe Angst vor dem Gespräch morgen, ich fühle mich ziemlich labil. Heute habe ich es leider wieder nicht geschafft zu gehen, nachher muss ich aber hin um mein Attest und Entschuldigungen abzugeben. Auch das wird immer wieder zu Problem für mich.

a) weil ich mich schäme, da ich weiß dass die "Krankheit" eigentlich "Unfähigkeit/Faulheit" heißt und

b) weil auch das zu meinem Muster gehört, ich kann nichts rechtzeitig tun. Alles zieht an mir vorbei und ich kann von Glück sagen wenn meine Atteste noch anerkannt werden...

Es steht viel auf dem Spiel. Ich weiß es und es macht mir Angst, und doch ändere ich nichts! Bekommt das Bafögamt noch eine Meldung von der Schule stellen sie die Förderung ein und ich verliere meine Wohnung, eigentlich alles wenn man bedenkt dass alle denken ich ginge brav zur Schule :|N

SLunfl]owerx_73


@ Miura:

Google bitte mal "Kostenerstattungsverfahren Psychotherapie", da tauchen zwie gute Flyer von Psychotherapeutenverbänden auf. Die Wartezeiten sind leider lang, aber wenn es Privatpraxen in Deiner Region gibt und Du bei Kassentherapeuten (zu) lange warten musst, kannst Du mit Deiner KK eine Einzelfallentscheidung aushandeln, so dass die die Kosten in einer Privatpraxis tragen. Den Weg gehen viele Patienten (und auch viele Therapeuten, weil es keine freien Kassensitze gibt). Bitte am Ball bleiben, auch wenn es mühsam ist!

Alternativ: Ausbildungsambulanzen an Universitäten mit Psychologie als Studienfach... oder der dgvt (www.dgvt.de).

Denn Du leidest. Und es hat halt nichts mit "Faulheit" etc. zu tun, sondern gibt Gründe, weswegen Du immer in diese Löcher fällst.

Und wie Adell schreibt: Du bist ein wertvoller Mensch. Aber hast halt ein Problem – aber das kannst Du angehen.

M@iucra


Danke aber das hat mich jetzt zum Heulen gebracht^^ Ich fühle mich nämlich mittlerweile mehr als wertlos! Immer wenn mir mein Verlobter und meine Schwiegermutter sagt wie stolz sie auf mich sind dann muss ich schnell weglaufen weil ich sonst losheule. Denn alles was sie denken ist nicht wahr! Das was ich vorgebe zu sein bin ich nicht :°( Ich habe nichts von dem geschafft was sie denken. Ich enttäusche nicht nur sie, sondern auch mich!

Ich bin gerade etwas instabil weil ich hier ohnehin verschwitzt und zitternd sitze... Gerade habe ich meine Entschuldigungen verfasst und fahre gleich los um sie im Sekretariat abzugeben. Ich warte immer bis der Unterricht vorbei ist damit ich niemandem begegne :-(

Ich habe mir so viele Gedanken gemacht und einige meiner Lösungsansätze hatte ich schon lange im Hinterkopf aber ich packe die Umsetzung nicht! Wenn ich morgen mit meinem Lehrer spreche dann habe ich das Gefühl mich selbst und ihn zu verarschen! Schließlich ist das Versprechen der Besserung nicht das erste das ich ausspreche! Nie habe ich es einhalten können und ich komme mir vor wie ein Heuchler! Ich will das was ich mir vorgenommen habe umsetzen aber das Kollegium der Schule hat ja mittlerweile mitbekommen wie oft das schon bei mir schiefgegangen ist :( Ich schäme mich so!

S6unfmlow4er_7x3


Du brauchst Dich NICHT zu schämen!

Klar ist es nicht toll und vielleicht hat auch nicht jeder Lehrer Verständnis. Vielleicht musst Du bzgl. der Versprechen abklären, ob noch mehr Hilfe möglich ist.

Aber mit diesen Selbstvorwürfen und dem Vermeiden, jemandem zu begegnen, verschlimmerst Du alles. Und es wird ja immer schwerer mit der Erklärungsnot, darum ist Offenheit wichtig. Und Du musst DEINE negativen Gedanken vergessen.

Vielleicht können so Absprachen helfen wie "Du kannst auch noch zur 2. oder 3. Stunde kommen" (statt "Ich gehe ganz oder gar nicht"). Vielleicht kann man vereinbaren, dass Du Dich telefonisch im Sekretariat abmelden musst. Oder bei Fehlzeiten die Sekretärin (oder ein Vertrauenslehrer oder oder oder) bei Dir anruft und nachfragt, ob es wirklich nicht geht.

Oder dass Du Freunden aus der Schule von dem Problem erzählst und da ggf. jemand Dich morgens abholt. Oder anruft, wenn Du NICHT da bist. Oder oder oder. Was ist mit Deinem Mann? Anderen Angehörigen?

Es gibt so viele kreative Lösungen, die Dir den kleinen Schubser geben, der erstmal hilft, aus dem Verhaltensmuster auszubrechen. Wobei langfristig professionelle Hilfe wichtig ist, um auch zu verstehen, was da passiert. Statt "Aufschieberitis" könnte es bspw. auch eine depressive Symptomatik sein, die eine Rolle spielt.

Rückzug und Scham sind nachvollziehbar – aber einfach eine große Falle. Hole Dir die Unterstützung, die DU brauchst. Und die es gibt, wenn DU Dich überwinden kannst.

Dass Du jetzt völlig aufgelöst bist: Es tut mir leid – aber es ist ein Zeichen, wie wenig Du von Dir hältst. Und das finde ICH traurig. Denn wenn selbst Dein Mann und Deine Schwiegermutter TROTZ der Probleme loben, was Du geschafft hast: Dann hast Du wohl echt eine miese Vorgeschichte. Aber halt auch TROTZ mieser Vorgeschichte und aktueller Probleme schon viel erreicht. Zumindest hast Du es geschafft, Menschen zu finden, die es JETZT gut mit Dir meinen und erkennen, was für positive Seiten Du hast.

Wenn Du es DIR selber nicht glaubst, glaube den Menschen, die Dich kennen und es gut mit Dir meinen. Du hast es verdient.

Und so wie Du leidest und Dich quälst, bist Du halt definitiv nicht FAUL. Sondern verzweifelt, irgendwo überfordert und resigniert und hilflos. Kopf hoch – und wirklich mal schauen, wer Dir WIE helfen kann. :)*

MViura


Danke für deinen Beitrag @:) Du sprichst mir echt aus der Seele^^ Ich halte wirklich nicht viel von mir, einfach weil ich immer wieder abrutsche. Objektiv betrachtet ist es doch eine recht einfache Sache morgens aufzustehen, seine Hausaufgaben zu machen, ganz alltägliche Dinge zu erledigen. Da fühlt man sich schon irgendwo wie der letzte Vollidiot :-/

Wenn Du es DIR selber nicht glaubst, glaube den Menschen, die Dich kennen und es gut mit Dir meinen. Du hast es verdient.

Nur dass die ja eigentlich gar nicht wissen was Sache ist. Ich lüge sie an, spiele eine Rolle. Und ich bin froh wenn ich da rauskomme. Das ist jetzt die letzte Chance. Noch kann ich aufholen was ich verpasst habe. Geht das so weiter bin ich wirklich am A**** :-X

Und so wie Du leidest und Dich quälst, bist Du halt definitiv nicht FAUL. Sondern verzweifelt, irgendwo überfordert und resigniert und hilflos. Kopf hoch – und wirklich mal schauen, wer Dir WIE helfen kann.

Danke diese Worte habe ich gebraucht. Für Außenstehende ist es leicht jemanden als faul oder dumm zu bezeichnen, manche tun das sogar obwohl sie die Hintergründe kennen. Dabei geht es auch ums Nachvollziehen können und das kann mein Freund z.B. gar nicht. Deshalb kann ich mit ihm darüber nicht reden.

Ich bin gerade wieder ganz gut drauf. Die Entschuldigung und das Attest sind im Fach und ich hoffe sie werden noch ein letztes Mal trotz Verspätung anerkannt :-/

Ein wichtiger Brief der seit Monaten bei mir herumliegt ist auch abgeschickt. Eine Katastrophe ist somit sicher abgewendet^^ Morgen habe ich mein Gespräch und jetzt werde ich mich etwas um den Haushalt kümmern. Danke euch. Mal sehen wie es morgen wird. Ich habe Bauchschmerzen {:(

SJunfAlow3er_7x3


Alles alles Gute! Und vielleicht einfach hier weiter schreiben, vielleicht hilft so ein kleiner virtueller Tritt, Aufmunterer etc. auch! Je nachdem, was Du gerade brauchst! :)*

Mqiuxra


Auf jeden Fall! @:) Ich werde, und wenn es nur für mich ist, hier weiterschreiben. Das wird mir helfen dranzubleiben! Und vielleicht hilft es ja auch dem ein oder anderen der ein ähnliches Problem hat. Wer weiß ;-)

M.iura


Huhu!

Mein Gespräch verlief gut, ich werde wie geplant mit Checklisten arbeiten und hoffe ich schaffe es endlich aus diesem Strudel auszubrechen. Das wünsche ich mir mehr als alles andere auf der Welt %:|

Ich habe mich so dafür geschämt immer wieder Erklärungen abzuliefern warum ich nicht da war und das ja jetzt wieder alles klar ist und alles supi bei mir läuft :-|

Vorgestern war ich zum ersten Mal ehrlich zu meinen Schulkollegen. Und ich musste nicht einmal um Hilfe bitten, es kamen selbst einige Leute zu mir und fragten wie es liefe und ob ich Unterlagen bräuchte und dass ich sie jederzeit fragen kann ob man sich mal kurz zusammen hinsetzt. Und dieses Mal bin ich nicht ausgewichen indem ich sagte "nicht nötig, ich kriege das so hin.", ich habe angenommen. Das ist schonmal was neues :-D

Ich nehme mir jetzt ein Fach nach dem anderen vor und kopiere mir die Sachen nicht, sondern schreibe sie ab. Dinge nochmal hinzuschreiben ist ohnehin meine Lernmethode (wenn auch seltenst genutzt bisher^^), so verinnerliche ich den Stoff gleich beim Nacharbeiten.

Würde ich alles bloß durch den Kopierer jagen würde ich mir nur wieder vornehmen mir die vielen Seiten anzugucken, aber ich würde es nicht tun! :|N Also: Vermeidung alter Verhaltensmuster durch neue Herangehensweisen Teil 2 ;-D

In kritischen Fächern werde ich mit Mitschülern lernen. Ich habe eine schnelle Auffassungsgabe und wenn ich mich wirklich mal hinsetze, stellt der Stoff eigentlich keine große Herausforderung dar. Es ist, wie mein Lehrer auch sagte, einfach das Problem dass ich mein Potenzial nicht nutze und es nicht fertig bringe regelmäßig zu kommen. Würde ich das tun, wäre stundenlanges Lernen nicht einmal von Nöten. Der Unterricht ist nämlich echt top! Wenn man da ist begreift man es auf jeden Fall auch schon während der Unterrichtsstunden!

Meinen fiesen Fehlzeitenbogen mit den Prozentangaben der letzten Monate habe ich mir übrigens in mein Büchlein geklebt und diesmal nicht gleich weggeworfen. Ich bin gerade wirklich motiviert und gut gelaunt, auch wenn einiges zu erledigen ist:

Ich habe 9 Fächer abzuarbeiten, ein Referat dass ich vorbereiten muss und 2 Nachschreibeklausuren die vermutlich Anfang 2013 stattfinden. Dann kommen noch regulär einige Klausuren dran die aber eigentlich kein großes Problem darstellen sollten.

Nebenbei gilt es Ordnung zu halten, aber auch mal abzuschalten und etwas ganz anderes zu tun um mich nicht wieder völlig zu überfordern. Das einzige was mir gerade echt noch Probleme bereitet ist die Bequemlichkeit meines Freundes.

Ich verlange nicht viel von ihm, nur dass er seinen Teller direkt nach dem Essen abwäscht damit sich gar nicht erst so viel in unserer Küche ansammelt und dass er seine Schmutzwäsche in einen Korb wirft und eventuell auch mal hin und wieder den unteren Teil der Wohnung saugt. Anscheinend zu viel, denn egal wie oft und eindringlich ich versuche ihm klar zu machen dass ich da nicht mehr hinterherkomme weil ich so viel für die Schule tun muss, er tut es nicht!

Ich brauche einen gewissen Ordnungslevel um die Wohnung weiter in Schuss zu halten. Wenn sich zu viel anhäuft bin ich überfordert und schaffe es nicht mehr. So doof es klingt :( Ich finde es aber auch unfair dann immer alles allein machen zu müssen!

Ich fühle mich überhaupt nicht mehr wohl zuhause! Sobald ich dort bin, komme ich mir eingesperrt vor und begraben unter Arbeit. Und das macht mich ganz kirre, ich stehe nur noch unter Strom, kann kaum schlafen und bin nur noch gereizt. Es wäre so viel entspannter und es dauert doch nicht mal 5 Minuten wenn man gerade benutztes Geschirr abspült oder Krümel eben fix aufsaugt. Nein, er muss "eben verdauen", muss sich "nur mal kurz ausruhen", blöd nur dass es dann plötzlich "viel zu spät ist" weil er "noch duschen muss und morgen früh raus". Ich solle mich "wegen ein paar Gläsern nicht so ein Theater machen" – meine Gegenfrage war dann: "Wer macht denn hier so einen Aufriss wegen der paar Gläser?" So wie er das macht staut sich das irgendwann alles auf weil ich einfach keine Kraft habe alles allein zu machen.

Hat es dann diesen "woah krass ist das viel-Level" erreicht, heißt es "Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Ist doch alles dein Kram, ich bin ja tagsüber gar nicht zuhause!" ??? Ernsthaft? Habe ich kein Anrecht auf Feierabend? Das ist ein großer Punkt der mich schon des Öfteren wieder in diesen Strudel getrieben hat! Also muss er ausgemerzt werden.

Problem: mit Bitten und Erklärungen komme ich nicht weiter, wenn ich einfach mal nicht zuhause bin wenn er kommt und die Sachen stehen lasse, wartet er einfach bis ich wiederkomme und macht irgendwas das ihm Spaß macht, fragt dann wo ich denn so lange war und erwähnt dann ganz beiläufig und bewusst im passiv, dass unbedingt mal saubergemacht werden müsse. >:(

Wenn ich ihn dann doch mal dazu bewegen kann mir zu helfen, reagiert er vorwurfsvoll und wird richtig gemein, nur weil er beispielsweise den Abwasch ganz alleine machen soll!! Ich steh ja sonst auch allein stundenlang da, muss zig Mal das Wasser wechseln und habe niemanden der abtrocknen und alles wegräumt. Aaaah! %-|

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