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Wie lässt man los?

mjed4i0x01


Hallo,

was noch in meinem Beitrag fehlt ist das hier: Selbstliebe. Du solltest dir zum Ziel setzen, dich selbst zu lieben. Hat aber auch schon Saldo geschrieben.

Natürlich geht das alles nicht von heute auf morgen, es ist ein Entwicklungsprozess, aber es lohnt sich auf jeden Fall!! Investiere sozusagen in dich selbst!! Schaue nich so sehr nach außen und such nicht nach Menschen, die dir Halt geben. Fang an in dir selbst etwas aufzubauen, was dir niemand mehr nehmen kann und was immer bei dir bleibt. Konzentriere dich mehr auf dich selbst!

Und eine Frage zum Nachdenken: Wieso willst du unbedingt die Verantwortung für dein Leben an Andere abgeben?? ERhoffst du dir dadurch ein besseres, einfacheres Leben?? Es ist 100 Mal besser, eigene Entscheidungen für sich zu treffen. Der Schuss kann nämlich auch ganz schön nach hinten los gehen... . Wenn andere für dich bestimmen, heisst es nicht, dass es dir damit besser gehen wird!!

Und überlege mal, was ist besser, ein Leben lang von einer psychosomatischer Klinik zur anderen zu wandern bzw geschickt zu werden oder ein selbständiges Leben zu führen, in dem du Fehler machst und aus diesen lernst, wo du jederzeit nein sagen kannst, wenn dir etwas nicht gefällt und für dich verantwortlich bist ???

LG

ä1pfeplRchexn


@ Mollienchen

Danke für die PN, ich antworte noch! :)*

Das A und O ist, dass Du Dir selbst das geben kannst, was Du von den "Klammermenschen" erwartest.

Ich hoffe, dass ich mir irgendwann das geben kann, was mir die Klammermenschen geben.. wenn ich drüber nachdenke, was sie mir geben, dann fallen mir ein paar Sachen ein:

- einen Grund zu leben (klingt "dramatisch”, aber es gibt oft Situationen, in denen ich nur nicht aufgebe, weil ich die Klammermenschen nicht enttäuschen will)

- Sicherheit und Halt

- Schutz vor mir selbst (wenn ich aber lerne mit mir umzugehen, mich zu akzeptieren und mir nicht immer nur wehzutun, dann würde sich das erledigen)

Ich denke auch, dass das mit dem inneren Kind vielleicht ziemlich wichtig ist und vielleicht auch zu mir passt.. möglicherweise sollte ich mir wirklich mal ein Buch dazu holen, jetzt gerade recherchier ich etwas im Internet dazu ;-)

@ Schnecke1985

Mir helfen zeitliche Limits beim Loslassen. Zum Beispiel bei Klamotten oder Nummern: Was ich seit mehr als drei Jahren nicht mehr getragen habe, wen ich mehr als zwei Jahre nicht mehr gehört habe, den lösche ich.

Was macht man aber, wenn die Menschen nicht wirklich "weg” sind? ":/

Klar, ich lösche jemanden, wenn ich keinen Kontakt mehr habe.. aber was macht man, wenn den Menschen bewusst ist, dass man an sie geklammert hat und sie deshalb auf Abstand gehen, aber nicht komplett den Kontakt abbrechen? Wenn sie nur eine gewisse Distanz behalten, damit das Klammern nicht mehr (in deren Augen) stattfindet (in mir findet es natürlich trotzdem statt.. jedes Mal, wenn ich sie sehe).

Der Kontakt wurde oberflächlicher, so wie zu allen anderen auch, es ist nach außen hin nicht klar, dass da mal "mehr” war ich habe z.B. an Lehrer geklammert, viele Mails gingen hin und her und irgendwie war das Verhältnis enger als bei anderen Schülern (wurde mir so gesagt), mittlerweile nicht mehr, jetzt bin ich eben wie alle anderen auch eine ehemalige Schülerin, die man auf Schulfesten oder –konzerten eben noch sieht..

Gerade da kommt der Wunsch hoch, dass es wieder so ist wie früher.. und auch der Wunsch einfach mal auszusprechen, dass es einem fehlt und wie wichtig es war.. %:|

Wie soll ich damit denn umgehen? Mir ist klar, dass ihr mir keine Antwort geben könnt, wie man das zu lösen hat, da wird es wohl kein Wunderrezept geben, obwohl das natürlich super wäre. Ich fühle mich in der Situation einfach total hilflos und momentan warte ich einfach ab, was passiert, aber innerlich ist die Trauer eben so präsent. :°( :(v

@ Saldo

Es kann schon sein, dass das alles nur Synonyme für die Suche nach sich selbst sind.. klingt für mich sogar einleuchtend..

Es stimmt auch, dass ich die Symptome nur unterdrücke, wenn ich die Menschen meiden würde, sie in Facebook lösche, etc., das ist irgendwie auch traurig bzw. ernüchternd..

An der Ursache arbeiten... das ist ein ganz schön langer und schwieriger Weg, glaube ich, aber daran führt sowieso kein Weg vorbei.

Ich weiß gar nicht, ob und was ich an meinem Leben ändern würde, wenn ich zu einem bestimmten Zeitpunkt zurück könnte... wahrscheinlich würde ich mich mehr anstrengen, mehr lernen und nicht den Fehler begehen mich anderen anzuvertrauen, dann wären viele Probleme gar nicht mehr da. Ich wusste nicht, wie wichtig Menschen für mich sein können, wenn ich mich ihnen öffne, jetzt weiß ich es. Es wäre wohl keine Lösung sich zu verschließen, aber immerhin Vermeidung, wobei das auch viele Schwierigkeiten mit sich ziehen würde wie Einsamkeit, Isolation.. ":/

@ medi001

Wieso willst du unbedingt die Verantwortung für dein Leben an Andere abgeben??

Das ist eine gute Frage... ich glaube, ich habe einfach Angst vor Verantwortung und davor, falsche Entscheidungen zu treffen. Es ist nichtmal das, dass ich dann, wenn Schwierigkeiten auftreten würden, jemand anderem die Schuld dafür geben könnte.. wobei vielleicht schon? Naja, bei Fehlentscheidungen würde ich meine ganze Wut nicht auf mich projizieren, zumindest dürfte ich es eigentlich nicht, sondern es vielleicht eher akzeptieren? Schließlich haben andere es mir geraten und die müssen es ja eigentlich wissen? Und selbst wenn nicht, andere dürfen Fehler machen, ich nicht.

Vielleicht habe ich auch Angst vor der "Macht”. Durch Entscheidungen, vorallem durch die, die das Leben betreffen, könnte ich mich zugleich zerstören. Ich könnte mein Leben zerstören und meinen Hass auf mich selbst ausleben, in dem ich mir Steine in den Weg lege, etc.

Da kommen wir dann wieder auf das Thema Selbstliebe.

*

Momentan ist die Angst vor mir selbst und vor dem Leben und vor Verantwortung so groß, dass ich mich sogar in der Klinik wohler gefühlt habe als hier zu Hause. Es ist, als würde ich sozusagen auf den nächsten Klinikaufenthalt warten, weil ich mich nicht bereit für das Leben fühle. Hätte ich momentan die Wahl (also wirklich momentan, so, wie ich mich derzeit fühle mit all den Ängsten, etc. und noch wirklich am Anfang bei der Arbeit an mir selbst), würde ich mich wohl ehrlichgesagt für ein Leben in Kliniken entscheiden... |-o :°(

Aber das will ich ja ändern, ich will lebensfähig sein! :)z

g}ra'dflxy


Liebes äpfelchen *:)

Du hast ja schon viele, sehr wichtige Anregungen bekommen.

Was die Menschen angeht, die sich distanziert haben, kann ich nur raten, es zu akzeptieren. Nimm an, dass sie selbst bestimmen dürfen, wieviel Kontakt sie haben möchte und freue dich darüber, dass sie ihre Grenzen aufzeigen.

So bleiben sie dir erhalten, wenn du das möchtest und du kannst gleich wieder etwas lernen: Es ist nicht alles schwarz-weiß, vor allem nicht in Beziehungen. Und vielleicht ist das ein guter Übungsschritt, denn du kannst dir dieser Personen ja "sicher" sein, denn sie haben nicht den Kontakt komplett abgebrochen. Auf der anderen Seite lernst du, sie nur dann zu "belasten", wenn es sehr wichtig ist, also auch bestimmte Dinge mal allein zu lösen.

Ich kenne dein Problem aus beiden Perspektiven: Ich hab ganz früher auch an bestimmten Menschen sehr gehangen und gelitten, wenn sie verschwunden sind, aber ich habe auch schon Freundinnen gehabt, von denen ich mich etwas distanzieren musste.

Ich bin total gern für andere da, aber ich darf dabei nicht mich selbst vergessen, d.h. es ist super, wenn man für andere erreichbar ist und ihnen zuhört, wenn sie Probleme haben, aber wenn es dazu führt, dass ich keine Kapazitäten mehr für mich habe, ist es zu viel. Inzwischen kann ich das Balance halten sehr gut und die allermeisten wissen: Ich bin da, vor allem, wenn es sich um einen Notfall handelt, aber manchmal bin ich einfach mit meinem eigenen Leben schon voll ausgelastet. Wenn sie dann nicht böse sind, dass ich mir auch Raum und Zeit für mich nehme, habe ich ein gutes Gefühl und bin auch nicht genervt, wenn mal wieder was kommt, wo sie mich stärker "brauchen".

Andersrum, aus der Sicht derjenigen, die auch mal geklammert hat: Ich habe irgendwann angefangen, immer erst einmal zu hinterfragen: Ist das, was ich von dem anderen will, so dringend, dass ich es unbedingt mit ihm/ ihr besprechen muss oder kann ich auch erst einmal selbst darüber nachdenken? Und wenn z.B. eine Freundin weggegangen ist, weil sie wo anders studieren wollte, habe ich versucht, nicht egoistisch zu sein: Ich habe mich ehrlich und offen gefreut und gelernt, dass es für mich trotzdem weitergeht :)^

Du solltest versuchen, dir selbst mehr Zeit bei so etwas zu geben. Manchmal hilft es schon, eine Nacht darüber zu schlafen und am nächsten Tag ist eine bestimmte Situation viel weniger bedrohlich, als sie noch am Abend vorher wirkte. Klar lernt man das erst über die Zeit hinweg und man kann sich ja auch nicht total verbiegen, aber sich selbst überreden, immer einen Schritt weiter zu gehen und sich in seiner Entwicklung zur Selbstständigkeit zu fordern, finde ich sehr wichtig.

Wie gesagt, den anderen Schlüssel hast du ja schon in der Hand: Verantwortung für sich, sein Handeln und seine Entscheidungen zu übernehmen, hat immer auch mit Mut zu tun und ich verstehe total, dass das Angst macht. Aber was soll schon passieren? Die wenigsten Entscheidungen sind rückblickend so schwerwiegend, dass man sie nicht hätte treffen sollen.

Ein schlauer Mensch hat mal zu mir gesagt: Es ist immer noch besser, EINE Entscheidung zu treffen als KEINE. Sprich- dann entscheidest du eben mal etwas falsch- na und? Aus vermeintlich falschen Entscheidungen kann man sehr viel mehr lernen, aber immer nur verkopft an Sachen heranzugehen und in einem Zustand zu verharren, weil man sich nicht traut, etwas zu entscheiden.

Natürlich musst du jetzt überlegen, wo die Reise als nächstes hingehen soll (Studium, Beruf) und dir auch viele Gedanken machen. Pro-Kontra-Listen sind super dafür geeignet. Aber irgendwann muss man sich einfach zu etwas entschließen. Was hast du denn ins Auge gefasst als Studium?

Trotzdem ist diese Entscheidung nicht lebensbedrohlich: Wenn dir deine Wahl WIRKLICH nicht gefällt, dann änderst du sie und studierst etwas anderes (geht natürlich nicht, bis man 60 ist, aber davon bist du ja noch weit entfernt ;-D ).

Immer einen Schritt und dann einen Atemzug und wieder einen Schritt und noch einen Atemzug :)z :)z :)z

Mir hat es geholfen einzusehen, dass niemand die Wunde schließen kann, die schon seit der Kindheit schmerzt und blutet. Nur ich. Ich kann Frieden schließen mit mir, mit der Vergangenheit und meinem Leben- also keine Angst davor, "erwachsen" zu werden und Verantwortung zu übernehmen, es passiert nichts, wenn du falsch entscheidest und solange du dir deiner selbst sicher bist, hast du auch die nötige Kraft, um einen Weg zu ändern, wenn etwas nicht so läuft, wie du möchtest.

Also äpfelchen, du hast alles, was du brauchst, um loszulaufen (nämlich dich ;-D ) und ich wünsche dir daher viel viel Mut und Kraft und Ausdauer auf deinem weiteren Weg, viel Offenheit und Toleranz dir selbst gegenüber und natürlich Gelassenheit, damit du Unwegsamkeiten aushalten kannst :)* :)* :)*

Liebe Grüße @:)

ä;pfeFlchexn


Danke für Deine Antwort! @:)

Es ist interessant mal die beiden Perspektiven zu betrachten..

Klar, die Menschen haben ja auch ein eigenes Leben und ich fühle mich dann auch immer schlecht, wenn ich sie so beanspruche.. so egoistisch, was ich eigentlich gar nicht bin.

Damit, die Welt nicht nur schwarz-weiß zu sehen, habe ich große Probleme.. die Graustufen sind noch nicht so wirklich in mir drin.

Ich kann mit vielen Menschen "grau” Kontakt halten, es sind Freunde, wir machen gerne Dinge zusammen und reden auch mal, aber wenn es mal geknallt hat (so nenne ich das immer, wenn ich klammer.. es macht von einer Sekunde auf die andere Batsch und dann bin ich "besessen”), dann klappt das mit dem grau nicht mehr..

Auch, wenn die Menschen sich distanzieren.. ich finde es einerseits gut, dass sie zumindest noch ein bisschen da sind, aber andererseits tut es dann eben umso mehr weh, wenn ich sie sehe und dann dieses Klammerverhältnis vermisse.. die Zeit, als ich mir eben sicher war, dass ich bei Problemen kommen kann, etc. Ich wüsste jetzt z.B. nicht, ob ich mich noch melden "dürfte”, wenn ich nicht weiter weiß.

Einerseits ist es aber wirklich gut, weil durch die Hemmung vergeht erstmal ein wenig Zeit und ich löse vieles alleine, ja, aber wenn ich trotz langer Überlegungen nicht weiter weiß, dann bleib ich trotzdem gehemmt und sitze die Entscheidung sozusagen aus.. ich verschiebe und verschiebe und mache eigentlich gar nichts, als würde ich auf einen Gedankenblitz warten.

Oftmals geht es aber auch gar nicht um Entscheidungen, sondern um Konflikte mit mir selbst. Ich verharre dann so in einer Negativhaltung, dass ich jemanden brauche, der mir von außen klar macht, dass ich nicht so schlimm bin.. mich praktisch mal ein Stückchen von mir wegzieht, damit ich aufhöre auf mich (gedanklich) einzudreschen und das mal objektiv betrachte..

Ich kann mich unheimlich in diesem Selbsthass verlieren und falle immer weiter in diesen Strudel. Da hat es schon geholfen, wenn mich jemand kurz festgehalten hat, damit ich mal wieder atme und dann mein Kopf mal klarer ist.

Der Spruch mit den Entscheidungen ist gut, den muss ich mir merken. Aber es stimmt ja auch, besser man geht mal kleine (oder auch große) Umwege, als dass man nur auf der Stelle steht.. da kommt man dann nämlich erst recht nicht vorwärts..

Momentan stehe ich zwischen der Entscheidung, ob ich versuche zu leben oder nochmal in die Klinik gehe. Ich wollte eigentlich ambulant gehen, aber das hat nicht geklappt, weil die Essstörung noch viel zu präsent ist und ich nur Absagen bekommen habe, dass ich erst wieder in die Klinik gehen sollte.. da kam ich aber ja gerade erst her.. es wäre einfach noch viel zu komplex für eine ambulante Therapie, ich wäre zu instabil.

Naja, ich muss dann auch zugeben, dass seit der Entlassung auch wieder ordentlich Gewicht runtergegangen ist und ich momentan allein deshalb schon keine ambulante Therapie mehr machen könnte. (Die Essstörung ist hier ja aber eigentlich nicht so Thema).

Momentan steht also wieder die Entscheidung im Raum, ob ich wieder zurück in die Klinik gehe und dort in Bezug auf die Essstörung wieder stabiler werde.

Studium war eigentlich von klein auf an immer Medizin geplant, aber dadurch, dass mein Schnitt zu schlecht war, müsste ich warten. Da kommt dann wieder die Frage auf: zwischendrin Ausbildung (hätte privat aber zu Diskussionen geführt, auch wegen der Finanzierung) oder doch was anderes?

Und mein Verstand hat dann gesagt, dass ich für Medizin wahrscheinlich sowieso ungeeignet wäre, weil man da ja enorm viel Verantwortung tragen muss.

Jetzt spiele ich mit dem Gedanken, ob ich nicht Psychologie studieren will. Ich finde die ganze Thematik sehr interessant und könnte mir auch sehr gut vorstellen, später in dem Bereich zu arbeiten. Und hier stellt sich dann wieder die Frage, ob ich dazu überhaupt fähig bin.

Andere Studienfächer kann ich mir absolut nicht vorstellen..

Falls ich mich für Psychologie entscheide, dann könnte ich mich jetzt schon für das nächste Wintersemester bewerben, hab ja schon Wartesemester und falls die nicht ausreichen würden, wäre die Alternative, dass ich (falls ich in die Klinik zurückgehe) danach zu ANAD (betreute Wohngemeinschaft) gehe, dort auch FSJ mache und falls ich dann immer noch keinen Studienplatz hätte, ein Jahr ins Ausland gehe.

Laut Zahlen der letzten Jahre müsste ich spätestens dann, nach ungefähr 2 Jahren (ab jetzt gerechnet) genug Wartesemester haben..

Der Gedanke, dass ich einsehen muss, dass nur ich meine Wunden verschließen und nur ich mir selbst verzeihen kann, ist wirklich hilfreich. Was bringt es, wenn andere sagen, dass meine Handlungen damals okay waren, wenn ich selbst es nicht einsehe und deshalb schlecht mit mir umgehe.. so theoretisch klappt das, mir ist so vieles klar und ich denke so viel nach, aber die Umsetzung will noch nicht wirklich klappen.. %:|

Aber momentan, vielleicht auch, weil ich so viel lese und nachdenke, glaube ich wirklich, dass ich das irgendwie schaffen kann und dass das Leben irgendwann auch für mich erträglich ist, auch, wenn ich manchmal alles so pessimistisch und schwer sehe! :)z

@:) :)*

g$ruad<flxy


@ äpfelchen

aber wenn es mal geknallt hat (so nenne ich das immer, wenn ich klammer.. es macht von einer Sekunde auf die andere Batsch und dann bin ich "besessen”), dann klappt das mit dem grau nicht mehr..

Das ist ein gutes Beispiel für das Mini-Äpfelchen in dir- die Kleine reagiert eben sehr kindlich und direkt- so wie Kinder anfangen zu weinen, wenn sie nicht das bekommen, was sie wollen.

aber andererseits tut es dann eben umso mehr weh, wenn ich sie sehe und dann dieses Klammerverhältnis vermisse.. die Zeit, als ich mir eben sicher war, dass ich bei Problemen kommen kann

Hier ist Mini-Äpfelchen gerade in der Pubertät und so unsicher wie alle Jugendlichen.

Einerseits ist es aber wirklich gut, weil durch die Hemmung vergeht erstmal ein wenig Zeit und ich löse vieles alleine

Aahhh- die erwachsene äpfelchen :-D

aber wenn ich trotz langer Überlegungen nicht weiter weiß, dann bleib ich trotzdem gehemmt und sitze die Entscheidung sozusagen aus.. ich verschiebe und verschiebe und mache eigentlich gar nichts, als würde ich auf einen Gedankenblitz warten.

Pubertäts-Äpfelchen

Ich verharre dann so in einer Negativhaltung, dass ich jemanden brauche, der mir von außen klar macht, dass ich nicht so schlimm bin

Nein. Du brauchst DICH!! Du musst dir das sagen!! Das ist am Anfang sowas von megaschwer, aber es wird immer leichter, wenn du es wirklich willst :)z :)z :)z

Momentan stehe ich zwischen der Entscheidung, ob ich versuche zu leben oder nochmal in die Klinik gehe.

Hast du mal eine Pro-Kontra-Liste gemacht? Ich finde, das ist ein gutes Beispiel dafür, dass wir als Erwachsene Entscheidungen treffen müssen, die nicht so leicht sind, weil es kein objektives Richtig oder Falsch gibt. Vermutlich wirst du anfangs ähnlich viele Pros wie Kontras finden. Lass die Liste dann ein paar Tage liegen und hör in dich rein, es ist wichtig, dass du lernst, diese Stimme in dir (man nennt sie auch Intuition) wieder zu hören, damit du hinter der (egal welcher) Entscheidung stehst (ich finde übrigens, die Intuition deutest du auch in deinem Text an, aber du hörst noch nicht auf sie, also will ich dazu nicht weiter Stellung nehmen).

Medizin oder Psychologie:

Ist das so ein Riesenunterschied vom NC her? Könntest du dich nicht für beides bewerben, um dir beide Möglichkeiten offen zu lassen? Welche Ausbildung käme in Frage? Ich finde die Idee übrigens gar nicht so schlecht, eine Ausbildung zu machen. Das gibt deinem Leben Struktur und dadurch eine gewisse Stabilität, du verdienst Geld und kannst die Zeit nutzen, um weiter zu überlegen, ob das eine, das andere oder etwas ganz anderes.

Und mein Verstand hat dann gesagt, dass ich für Medizin wahrscheinlich sowieso ungeeignet wäre, weil man da ja enorm viel Verantwortung tragen muss.

Aber bis es so weit wäre, würdest du das doch lernen mit der Verantwortung ;-) Das kommt ja auch mit der Zeit- je mehr eigene Entscheidungen zu triffst, desto mehr Verantwortung übernimmst du für dich.

Aber momentan, vielleicht auch, weil ich so viel lese und nachdenke, glaube ich wirklich, dass ich das irgendwie schaffen kann und dass das Leben irgendwann auch für mich erträglich ist, auch, wenn ich manchmal alles so pessimistisch und schwer sehe! :)z

Die erwachsene äpfelchen :)= :)= :)= :)=

Ich finde es richtig gut, dass du dich so intensiv mit dir auseinandersetzt, weil das im Moment sehr produktiv zu sein scheint und dich weiterbringt. Natürlich kommt das Umsetzen immer einen Schritt später als das Verstehen ("Verstehen ist nicht dasselbe wie überstehen- aber auch schön" ;-)).

Was meint denn die erwachsene äpfelchen zu ihrem Gesundheitszustand?

Liebe Grüße :)*

Übrigens: Was ich da an Beispielen aus deinem Text gepickt habe, ist auch nur so zu verstehen, es stellt nicht die absolute Wahrheit dar und ich kann natürlich daneben liegen. Es sollte dir aber zeigen, dass du gerade irgendwo dazwischen steckst- mal gewinnt die Kleine die Oberhand, mal spricht die Erwachsene. Das ist aber nicht so zu sehen, als hättest du eine gespaltene Persöblichkeit, es ist nur eine Hilfsmetapher, um sich das zu verdeutlichen.

M@ollTienchrexn


@ gradfly und äpfelchen

Ein schlauer Mensch hat mal zu mir gesagt: Es ist immer noch besser, EINE Entscheidung zu treffen als KEINE.

Meine Therapeutin sagte zu mir: "Sie können sich gar nicht NICHT entscheiden. Nichts tun ist auch eine Entscheidung – nämlich, dass alles bleibt, wie es ist." Heißt: Auch jemand, der nichts tut, weil er sich nicht entscheiden kann/will, trifft letztendlich eine Entscheidung, für die nur er allein die Verantwortung hat, auch wenn es sich oberflächlich anders anfühlt. Das sollte man sich von Zeit zu Zeit bewusst machen.

gqraWdflxy


@ mollienchen

Meiner Meinung nach tut es einem selbst immer wieder gut, sich weiter zu entwickeln. Meiner Erfahrung nach ist das nicht immer einfach. Oft ist es schmerzhaft. Meist ist es anstrengend. Aber es ist auch notwendig.

Es kommt natürlich auf die Ausgangslage an und wenn man sich total unter Druck setzt für eine Entscheidung, kann es tut sein, was deine Therapeutin gesagt hat, um sich den Druck erst einmal zu nehmen und keine Angst mehr zu haben. Man braucht einen gewissen emotionalen Freiraum und ein bisschen Sicherheit, dass die Welt nicht komplett zusammenstürzt, wenn man sich verändert.

Veränderungen sind übrigens unausweichlich. Wir alle verändern uns- mal mehr, mal weniger bewusst. Und das ist doch auch gut, oder? Veränderungen bringen neue Erfahrungen und Erlebnisse mit sich, neue Perspektiven und Anregungen.

Naja, aber das ist, wie gesagt, nur meine Meinung :)_

Liebe Grüße :)*

M/ollienKchOexn


@ gradfly

Was ich sagen wollte: Der Satz "besser EINE Entscheidung treffen als KEINE" stimmt so eigentlich nicht, denn man trifft immer eine Entscheidung, und wenn es nur die ist, nichts zu tun und alles beim Alten zu lassen. Oder die Entscheidung, die Entscheidung zwischen Aktion A und Aktion B noch aufzuschieben. Ist ja auch eine Entscheidung. ;-)

Ansonsten stimme ich Dir zu.

SZaldo


Der Satz ist so gemeint, dass man eine falsche Entscheidung immerhin noch korrigieren und somit aus seinen Fehlern lernen kann. Es sei denn, es ist eine irreversible Entscheidung, aber das sind die wenigsten

äopfel?c hen


Tut mir leid, dass ich so lange weg war. Ich schreibe heute Abend mal mehr, hier ist relativ viel passiert!

glradxfly


Hallo äpfelchen,

das ist schön. Ja, schreib mal, wenn du soweit bist :)z

Liebe Grüße :)* :)*

äapQfelchBen


Wuah, tut mir leid, mir wächst gerade alles über den Kopf, vorallem alles auch so gegensätzlich. Ich bin überfordert und dabei ist egal, ob ich tatsächlich Dinge erledigen muss oder ob ich gar nichts zu tun habe.. alles überfordert mich irgendwie.

T#OxFU


:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* @:)

gGradflxy


Hey äpfelchen :°_

dann ist es gut, eins nach dem anderen anzugehen, und nicht mehr als einen Schritt auf einmal gehen zu wollen. Das hilft, nicht zu stolpern :)z Und durchatmen zwischendurch nicht vergessen :)^ Ein paar Kraftsternchen für dich:

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Liebe Grüße

äApfe lchxen


Mal ein kleiner Zwischenstand..

Es ist nicht wirklich besser geworden, eher irgendwie schlimmer?

Zu sehr will ich nicht in die Tiefe gehen, dazu müsste ich viele Details nennen und dann ist die Erkennungsgefahr größer, aber es gab noch einige Mailwechsel zwischen Klammermenschen und mir..

Mit jedem Mal keimt wieder Hoffnung auf und dann tut es wieder umso mehr weh :°(

Momentan vermisse ich wieder sehr stark, sehr sehr stark.

Ich glaube, ich bin ein Mensch, der sich unheimlich gut in etwas reinsteigern kann.. nicht auf die dramatische Weise nach außen, sondern eher innerlich..

Nach außen hin merkt man momentan nicht viel, aber innerlich tut es so weh und ich vermisse und vermisse %:| :°(

Und sowieso bin ich momentan mit meinem ganzen Leben überfordert, ich würde so gerne mich an jemanden anlehnen oder so, oder einfach nur wissen, dass jemand da ist, aber ich bin einsam und lebe nur in der virtuellen Welt, weil es zu weh tut unter Menschen zu gehen :°(

Mein Leben steht ein wenig auf dem Kopf.

Wie geht es Euch?

:)*

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