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Ich bin meine eigene Gefangene

SOo]lai<a


hi individualist,

tschuldigung das ich nicht geantwortet habe, war ziemlich beschäftigt.

es kommt drauf an, war heut ein super tag, doch jetzt fühl ich mich wieder alleine und verliere immer mehr vertrauen an mir selber. leider hat die person die mir zuvor immer sehr geholfen hat, nicht mehr geantwortet.

ich merke wie ich immer mehr abgleite, aber auch das ich wenigstens versuche mich hochzukämpfen.

IOndivi:dualixst


@ Solaia

Da du mich direkt ansprichst:

Es betrübt mich, dass es dir nicht gut geht! :)_ Wenn ich nun überlege, wie ich dir hier helfen kann (und ob überhaupt), dann wäre das erste, was mir dazu einfällt, dein Dialogverhalten selbst zum Thema zu machen. Auch wenn es wahrschenlich nicht das ist, was du erwartet oder erhofft hast. Aber es ist ja bisher gar kein rechter und vor allem kontinuierlicher Dialog hier in diesem Faden zustande gekommen, weder mit mir noch mit anderen. Auf manche Fragen bist du kaum eingegangen, nun war sogar monatelang ganz Pause. Es gibt keine Kontinuität! Beziehungsweise das einzig Kontinuierliche sind immer wieder sehr dramatische "Hilferufe", die aber inhaltlich vergleichweise wenig konkret sind.

Man könnte sagen, dein Kommunikationsverhalten ist ziemlich "launisch".

Das ist keine Kritik und kein Vorwurf, vielmehr denke ich, dass das eben ein Teil deines Problems ist. Man spürt ja förmlich, wie allein du innerlich bist, selbst unter Leuten, die dir helfen wollen. Man spürt, wie entmutigt du bist, man spürt dein Schwanken und Zweifeln, und dass es dir eben schwer fällt, "am Ball" zu bleiben.

Mit anderen Worten: Dein Problem des "Gefangenseins" und des Gefühls, "niemanden zum Reden zu haben", zeigt sich logischerweise auch an deinem Kommunikationsverhalten. Und deshalb gehört es nicht kritisiert – aber es gehört thematisiert und ernst genommen. Denn sonst würde es allen Versuchen der Hilfestellung immer wieder im Weg stehen.

Wie also kriegen wir es hin, dass du trotzdem "dran" bleibst? Wollen wir es versuchen?

Ich möchte dir jetzt zwei Fragen stellen. Such dir aus, auf welche du antworten möchtest. (Du kannst natürlich auch auf beide antworten oder, falls du gar nicht magst, auf gar keine.)

a) Magst du erzählen, wie es dazu gekommen ist, dass die Person, die dir eine Zeitlang geholfen hat, jetzt nicht mehr antwortet?

b) Du weißt ja, wer ich bin. Wenn du einen Wunsch speziell an mich hast, oder eine Idee, wie ich dir helfen könnte, hier oder hinter den Kulissen, dann lass es mich wissen, hier oder per PN.

Abschließend möchte ich noch betonen, dass ich das Thema nicht "an mich ziehen" will. Ich finde es ausdrücklich wünschenswert, dass auch andere sich beteiligen.

SMolaxia


Tut mir leid, ich war die letzten Tage wiedermal ziemlich beschäftigt!

Was mein Kommunikationsverhalten betrifft, kann ich leider nicht sagen, dass das nicht stimmt. Womit ich auch zu Frage (a) komme. Medi(cinfox) (so heißt die Person, wie ich ihn von Anfang an im Spiel kennengelernt habe) und ich haben mittlerweile wieder etwas Kontakt (zumindestens hatten wir ein 10min Telefongespräch), welches er aber sehr schnell beenden wollte. Aber ich glaube, dass er nicht mehr mit mir schreiben will, weil er frustriert ist. Medi hat mir durchaus Hilfestellungen geben, aber ich habe die nie wirklich umgesetzt oder wenn ich es getan habe, habe ich in der Mitte aufgehört, da ich mich nicht mehr getraut hatte bzw. mich allbern fühlt, oder anderen Leuten nicht auf die "Pelle" rücken wollte.

Einer seiner Vorschläge war, zu den Vertrauenslehrer zugehen und sie zubitten ein Gespräch mit einer Schuldpsychologin festzulegen. Die Schulpsychologin meinte, dass das nicht ohne Bestätigung der Eltern ginge. Das war schonmal ein Rückschlag (zumindesten für mich), da ich mich nicht traue mit meinen Eltern darüber zu reden und ihnen auch nicht genügend vertraue. Nach dieser Antwort hab ich eigentlich wieder aufgeben (ich lasse mich ziemlich schnell entmutigen), obwohl meine Lehrer sagten, dass sie auch für mich reden könnten.

Das Angebot nehme ich nicht wirklich gerne an, da ich auch Sachen besprechen müsste, die die Lehrer nicht wissen dürfen, da sie sonst sofort zu meinen Eltern laufen würden.

Ein Grund wieso ich wahrscheinlich auch nicht zu meinen Eltern gehe, ist weil ich angst habe sie enttäuscht zu haben. Und wenn sie mich fragen würden wieso ich es nicht schon früher gesagt habe, kann ich ja schlecht sagen: "Weil ich euch nicht vertraue!"

Ich würde meiner Familie wehtun und wieder gäbe es eine weitere Sache wo ich die Schuld trage und das will ich nicht.

IfndividKua5liSsxt


@ Solaia

Das habe ich jetzt als sehr schönen, offenen und klaren Beitrag empfunden! :)^ Damit kann ich was anfangen.

Ich möchte mal den meines Erachtens wichtigsten Punkt herausgreifen:

da ich mich nicht traue mit meinen Eltern darüber zu reden und ihnen auch nicht genügend vertraue.

Das ist schlimm. :°( In deinem Alter braucht man die Eltern noch. Zwar nicht mehr so stark wie in jüngeren Jahren, man ist nicht mehr das "kleine Kind" und möchte auch nicht so behandelt werden. Aber als einfühlsame Ratgeber und dezente Wegweiser, wenn man sie braucht, und als Garanten für Sicherheit und Geborgenheit haben die Eltern optimalerweise noch länger eine wichtige und eigentlich unverzichtbare Funktion. (Auch wenn das leider in vielen Familien nicht so funktioniert, wie es wünschenswert wäre, und viele Teenies wohl auch gar nicht gerne zugeben würden, dass sie ihre Eltern noch sehr brauchen. ;-))

Weil das so wichtig ist, und weil ich das mit dem mangelnden Vertrauen aus eurer Richtung ja nun schon öfter gehört habe, kann es nicht allein an dir liegen. Ich sehe da einen wichtigen Knackpunkt. Letztlich glaube ich, dass der Vertrauensmangel dich nicht nur daran hindert, mit deinen Eltern über deine Probleme zu reden, sondern dass er sogar eine wesentliche Ursache dieser Probleme ist!

Und deshalb glaube ich, dass wir noch länger bei diesem Thema bleiben sollten. Irgendwie scheint dein Zuhause, dein Elternhaus, schon lange nicht mehr dein "Kraftzentrum" zu sein. Deine Flucht in eine Traumwelt, deine unruhige Sehnsucht nach anderen Vertrauenspersonen, das scheint mir nur eine Folge davon zu sein, sozusagen ein Symptom. Und so groß wie deine Sehnsüchte nach Halt, Geborgenheit, Verständnis, so groß sind dann auch die Erwartungen an potenzielle andere Vertrauenspersonen – vielleicht ZU groß, als dass ein Durschnittsmensch wie z.B. "Medi" sie auf Dauer erfüllen kann. Und so gibt es neue Zweifel und Enttäuschungen, die sich für dich vermutlich wie Wiederholungen früherer Enttäuschungen anfühlen. Und die dich wieder darin zu bestätigen scheinen, dass man anderen eben nicht vertrauen kann. Ein Teufelskreis.

Wenn ich an deine großen Enttäuschungen der Vergangenheit – soweit ich sie kenne – denke, etwa an Umzug, Entwurzelung, Mobbing, dann vermute ich, dass da schon viel früher was aus dem Ruder gelaufen ist. Und vielleicht nur viel zu oberflächlich "geflickt" wurde.


Ein weiterer schlimmer Aspekt ist, dass du dich obendrein auch noch "schuldig" an alledem zu fühlen scheinst:

Ein Grund wieso ich wahrscheinlich auch nicht zu meinen Eltern gehe, ist weil ich angst habe sie enttäuscht zu haben.

[...]

Ich würde meiner Familie wehtun und wieder gäbe es eine weitere Sache wo ich die Schuld trage und das will ich nicht.

Eine weitere Sache? Wo trägst du denn noch die Schuld (angeblich)?

Wenn ich nur an das Hartz4-Gerede und ähnlich unsensible Worte denke, dann ahne ich, wo's herkommt... Leider kann ich da jetzt nicht so drauf eingehen, wie ich gerne würde. Und ich weiß auch, dass ich dir Schuldgefühle nicht einfach "ausreden" kann. Trotzdem möchte ich dir auf die Schnelle drei Dinge sagen: Erstens: ich sehe keine Schuld bei dir. Keine! Zweitens: dir kann man auch gar nicht die Schuld geben. Wenn zwischen Eltern und Minderjährigen so grundlegend was aus dem Ruder läuft, wer trägt dann wohl aufgrund des Vorsprungs an Reife und Erfahrung dafür die Hauptverantwortung? Eben! Drittens: Schuldfragen sind praktisch immer unproduktiv. Sie lösen kein Problem, sondern dienen in erster Linie dazu, Druck auszuüben oder sich selbst unter Druck zu setzen. Man sollte nach Missverständnissen, Fehlentwicklungen und dergleichen suchen, um eine verfahrene Situation zu verstehen und aufzulösen. Aber nicht nach Schuld. Schuld fördert kein Verstehen, sondern würgt es ab.


Liebe Solaia, mit diesen Gedanken möchte ich es für heute bewenden lassen. Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.

I$ndivi"dEualipst


Korrekturen |-o

Durchschnittsmensch


Schuld fördert kein Verstehen, sondern würgt es ab.

ist natürlich Quatsch. Es hätte besser heißen sollen: Schuldfragen fördern kein Verstehen, sondern würgen es ab.

S[ola(ia


Ich bin nie wirklich mit dem Umzug klar gekommen und konnte mich auch nicht wirklich integrieren in der Klasse. Ich akzeptiere die anderen und, dass tun die Klassenkameraden ebenfalls, aber ich bin nicht wirklich mit jmd befreundet.

letztesmal war ich für drei tage wieder "zuhause" (damit meine ich den ort, wo ich früher gelebt habe) und bin dort zur schule gegangen. ich habe diese tage geliebt (klingt vlt übertrieben, aber so war es für mich), ich habe dort endlich wieder lachen können und ich war fröhlich und glücklich (das war ich wirklich, ich habe mich nicht verstellt, wie ich es normalerweiße tue).

ich komme nochmal auf das thema vertrauen zu sprechen. ja, es gibt leuten den vertraue ich wirklich viel, aber was oft passiert, umso mehr ich jmd vertraue oder von mir erzähle, umso mehr distanziere ich mich von denen. mit med kam ich anfangs super klar, er hat mir wirklich geholfen, aber umso mehr ich von ihn wusste und er von mir, desto mehr distanzierte ich mich von ihm.

an was ich mir die schuld gebe? ich hab mich dort etwas falsch ausgedrückt, ich meinte eher, in was ich mir die schuld gebe und andere enttäusche!

(1) es gibt öfters stress und das ist meine schuld, da mein verhalten oft unfreundlich bzw. negativ ist. dadurch gibt es stress und streit, nur weil ich mich nicht unter kontrolle halten kann (früher habe ich meine ängste überspielen können und anderen was vormachen können, aber jetzt kommen immer wieder die eigentlichen emotionen hoch nur, dass sich diese als wut, unhöflichkeit und gereizt zu erkennen geben)

(2) meine noten sind ziemlich schlecht zur zeit, es sind meistens dreien und vieren. mein zeugnis bestand überwiegend aus dreien (meine eltern waren nicht zufrieden und meinten sie wollen, dass ich alles auf eine zwei verbessere). ich habe mich nicht genügend angestreng und habe meine eltern so enttäuscht, durch meine schlechten noten

(3) wenn ich einer person vertraue, enttäusche ich sie irgendwann auch (medi zum beispiel). ich habe angst ihn zu vertrauen, kann nicht mehr offen mit ihm reden und ich glaube, dass ich ihn dadurch verletze. so verletzte ich nicht nur die leute aus meiner familie, sondern auch leute die mir helfen bzw. geholfen haben.

(4) ich bin zu blöd dafür, die probleme selber zulösen und ich habe sie extra sehr lange verdrängt, weil ich mich einfach nicht damit befassen wollte (ob es aus angst oder naivität war, weiß ich nicht). jetzt kommt alles hoch und ich kann nichts dagegen machen. wäre ich schon früher darauf eingegangen, wäre jetzt vlt nicht alles so ausgeartet.

es gibt noch andere gründe, sollte ich diese noch aufführen sollen, sagt bitte bescheid.

nochmal zu med. ich habe selbst eine zeitlang den kontakt abgebrochen, da ich wütend auf ihn war, nachdem er sagt das ich kein selbstwertgefühl hätte. ich bezweifle das. ich denke durchaus nicht immer positiv über mich, aber ich kann positiv denken.

das problem mit dem vertrauen habe ich nicht nur mit meinen eltern sondern auch mit den rest der familie. wie ich ja oben schon zweimal sagt, umso mehr ich anderen vertraue umso mehr distanziere ich mich von denen, weil ich nicht verletzt werden will (ich weiß nicht, wieso ich denke, dass mich jmd verletzten würde).

Sbol(aixa


kurzer einschub, zu den kommentar

letztesmal war ich für drei tage wieder "zuhause" (damit meine ich den ort, wo ich früher gelebt habe) und bin dort zur schule gegangen. ich habe diese tage geliebt (klingt vlt übertrieben, aber so war es für mich), ich habe dort endlich wieder lachen können und ich war fröhlich und glücklich (das war ich wirklich, ich habe mich nicht verstellt, wie ich es normalerweiße tue).

ich habe ja gesagt ich bin dort zur schule gegangen. ich bin schon früher auf diese schule gegangen doch durch den umzug musste ich schule wechseln. dort kam ich nie wirklich zu recht. ich akzeptiere die anderen aus meiner neuen klasse und diese mich auch, aber die "richtige" schule war immer noch die andere.

zur zeit überlegen meine familie (ich auch) wieder zurück auf die schule zuwechseln. bei mir steht es eigentlich schon fest, ich muss nur noch die bewerbung abschicken und auf die antwort warten. sorgen machen, dass ich nicht reinkomme habe ich nicht, da die schule verpflichtet ist mich und meine schwester wieder aufzunehmen.

wieso war ich dort so glücklich? ich hatte kontakt mit meinen alten freunden und ich habe mich dort frei gefühlt. auch wurden meine schwester und ich nicht wie fremde behandelt sondern sofort wie ganz normale klassenkameraden dort behandelt.

S"olai+a


so, ich bin jetzt bis samstag nächste woche nicht da

würde mich aber auf eine weiterführung des fadens freuen!

frohe ostern

IRndivUiduaCl$isxt


Liebe Solaia,

ich hoffe, du hattest schöne Ferien und Feiertage! @:)

Du klingst in deinen letzten Beiträgen viel verbindlicher! :)^ Nachdem ich ja dein unverbindliches und "launisches" Kommunikationsverhalten angesprochen hatte, welches mir Ausdruck deines "inneren Alleinseins" zu sein schien, freut mich das umso mehr, und ich sehe darin ein gutes und schönes Zeichen!

Woran es wohl liegt? Vielleicht an den positiven Aussichten auf die "neue alte" Schule?

zur zeit überlegen meine familie (ich auch) wieder zurück auf die schule zuwechseln. bei mir steht es eigentlich schon fest, ich muss nur noch die bewerbung abschicken und auf die antwort warten.

Wenn ihr auch nach dem damaligen Umzug noch in Reichweite der alten Schule wohnt, hätte ja im Prinzip eigentlich nie ein Schulwechsel stattfinden müssen, oder? ":/ %:|

Na ja, egal. Jedenfalls super, dass sich da eine neue Perspektive für dich auftut. Nach dem, was du erzählst, und wie glücklich du dich an deiner früheren Schule gefühlt hast, sehe ich in einem Wechsel dorthin nun tatsächlich die Chance für eine deutliche Verbesserung deiner emotionalen Situation. Immerhin macht die Schule einen Großteil deines Lebens aus, und ich ahne, wie unerträglich es sein muss, wenn man sich da nicht wohl fühlt, aber trotzdem wenigstens äußerlich immer "mitspielen" muss. Das führt ja fast zwangsläufig zu einer Spaltung zwischen "Außenfassade" und deinem Innenleben, und du bist im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr eins mit dir selber. Und allein das kostet wahnsinnig viel Energie. Dann gehen viele Kräfte allein für den blanken Selbstschutz und die Aufrechterhaltung der Fassade drauf – Kräfte, die dir letztlich für gute Schulleistungen fehlen. DAS ist oft der Grund für absackende Schulnoten, und nicht etwa Blödheit oder Faulheit!

Manchmal reicht ja eine einzige Veränderung, um einen ganzen Teufelskreis zu durchbrechen. Und das hat dann wiederum Auswirkungen auch auf andere Lebensbereiche. Das ist es, was ich hoffe und dir von Herzen wünsche: dass der Schulwechsel für dich zum Ausbruch aus jenem Teufelskreis wird, welcher dich immer mehr in die Verzweiflung und die "Flucht nach innen" getrieben hat.

Ob sich allein dadurch dann auch das Vertrauensverhältnis zu deinen Eltern bessert, weiß ich natürlich nicht, das sollten wir im Auge behalten (jedenfalls halte ich es nach wie vor für ein wichtiges Thema). Aber es scheint mir gut möglich. Denn deine Eltern sind ja irgendwie auch Teil des besagten Teufelskreises: sie spüren, dass "was nicht stimmt", dass sie nicht richtig an dich rankommen, haben vielleicht das Gefühl, dass du ihnen "entgleitest", und aus lauter Hilflosigkeit reagieren sie trampelig und unsensibel und treiben dich dadurch gefühlsmäßig noch mehr von sich weg und beschädigen dein Vertrauen. Aber wenn du dich durch den Schulwechsel wieder generell wohler fühlst und glücklicher bist, strahlst du das ganz sicher auch aus, und das wird zu einem angenehmeren und entspannteren Umgang miteinander führen. Auch deine Eltern werden dann vermutlich seltener an ihre eigenen Grenzen kommen und dich weniger oft durch ungeschickte Reaktionen verletzen.


Vielleicht sollte ich noch betonen, dass wir hier natürlich nur über dich reden und das Gesagte nicht zwangsläufig auch für deine Schwester gelten muss. Das wäre nochmal ein Thema für sich und hier nur insoweit relevant, als ja die Frage im Raum steht: was wäre, wenn deine Schwester nicht wechseln und lieber an der jetzigen Schule bleiben möchte? Natürlich hoffe ich, dass deine Eltern klug genug sind, eure Bedürfnisse je individuell zu bewerten und zu respektieren, aber darüber hinaus müsste es ja auch im Alltag ohne Verrenkungen praktikabel sein. Wäre ggf. eine separate Handhabung für euch beide möglich und praktikabel? Und angenommen, es wäre so, dass ihr künftig auf getrennte Schulen geht – wie wäre das für dich?

Sicherlich besteht bei dieser Fragestellung die Gefahr, dass es zu sehr ins Detail geht und dann nicht mehr öffentlichkeitstauglich ist. Das möchte ich natürlich nicht. Andererseits aber ist das nun mal ein wichtiger Punkt, den man auch nicht ganz außer Acht lassen kann. Jedenfalls gehe ich einstweilen mal davon aus, dass er deine Wechsel-Perspektive nicht gefährdet, anderenfalls hättest du sicher schon was dazu gesagt.


Was dich betrifft, gibt es also zwei Dinge, die mich im Moment optimistisch machen:

- Erstens deine Aussicht auf eine Schule, auf der du dich wohler und freier fühlen kannst, und damit die Chance zu einem "Befreiungsschlag" aus einem fatalen Teufelskreis und aus deinem eigenen "Gefängnis".

- Und zweitens dein verändertes Kommunikationsverhalten. Vorher war oft eine Mischung aus Abwehrhaltung und scheinbarem (!) Desinteresse zu spüren, wahrscheinlich eine Art Schutzschild gegen befürchtete neue Enttäuschungen und Verletzungen. Nun aber spürt man Verbindlichkeit, und du hast sogar ausdrücklich dein Interesse an der Fortführung dieses Fadens zum Ausdruck gebracht.

Ich finde das ganz toll und sehr bemerkenswert. :)^ Du scheinst auf einem guten Weg. :)_

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