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Depressionen, Hilflosigkeit, Einsamkeit

w%ei8rdIfish hat die Diskussion gestartet


ich halt das einfach nicht mehr aus, muss mich hier auskotzen.

ich bin 20 jahre alt, habe meine ausbildung anfang des jahres abgebrochen, wurde aufs übelste von meinem exfreund, der der einzige halt in meinem leben war, betrogen und im stich gelassen – und nun sitz ich hier, völlig vereinsamt, isoliert.. mir geht's so dermaßen schlecht. ich kann nichtmal mehr heulen, selbst wenn ichs wollte. meine eltern verstehen mich und meine probleme nicht, ich hasse sie dafür, aber am meisten hasse ich mich und mein leben. ich kann mich als mensch nicht ausstehen, ich finde mich dumm und hässlich.

ich trauere noch immer der zeit mit meinem ex hinterher, obwohl er mir so unglaublich wehgetan hat. er war der einzige freund für mich. ich habe hier niemanden, absolut niemanden.

ich habe das gefühl, dass mich einfach niemand versteht. ich versteh mich nichtmal selbst. ich habe keinen ausgleich, kein hobby – nichts, wozu ich wirklich lust hätte. ich habe einst sehr gerne gemalt, aber selbst dafür habe ich keinen antrieb mehr.

meine freizeit opfere ich gerne für völligen mist – ich vertiefe mich in gedanken, ich steiger mich in irgendeine sache rein, und mache am ende alles kaputt.

ich habe beispielweise mitte des jahres einen mann kennengelernt, wir hatten was miteinander. das hielt ganze 5 monate – es war nichts festes, jedoch war es wirklich etwas besonderes. auch das habe ich mir kaputt gemacht. gut, zum ende hin hatte ich mich leider ihn in verliebt, nur hätte das wohl keine zukunft, da er etwas jahre älter ist als ich. ich habe ihm vorwürfe gemacht, war misstrauisch, hatte angst, dass er parallel zu mir noch andere mädels hatte und und und...

sowas resultiert nämlich aus meinem nichts-tun und meiner langeweile.

ich war mit 15 jahren in einer psychosomatischen klinik, für ein verdammtes jahr.

es hat mir so unglaublich viel gebracht, ich habe mich nach dem aufenthalt wie ein neuer mensch gefühlt. die klinik war 300km weiter weg. zum ende des aufenthalts bin ich wieder in die heimat gezogen und was soll ich sagen? seither gehts wieder bergab. damals hatten mir die therapeuten davon abgeraten zurückzukehren. ich habe es meiner mutter zuliebe gemacht. sie konnte wohl nicht ohne mich leben. ich aber sehr gut ohne sie, und ja, wirklich – sehr gut!

aber das ist nun meine quittung.

ich habe wirklich das gefühl, dass ich bestraft bin. meine geschwister sind glücklich, ihnen gehts gut, sie alle sind akademiker und erfolgreich. keiner schert sich um mich und meine probleme.

meine brüder haben mich damals ausgelacht, als ich ihnen erzählte ich gehe zu einem therapeuten. meine schwester konnte mich allerdings immer verstehen und ich habe noch immer sehr guten kontakt mit ihr.

in den letzten 4 monaten habe ich 8 kg zugenommen. ich habe schlafstörungen, habe alpträume, kann vor 4h nachts nicht einschlafen und stehe gegen 12 erst auf.

nachts kriege ich heißhungerattacken, ich kann mich nicht beherrschen, habe keine disziplin. nach den fressattacken gehts mir noch schlechter.

das mag sich jetzt vielleicht völlig absurd anhören, aber ich sehne mich im moment so sehr nach jemanden der mich auffängt, der mir zeigt, dass ich wichtig bin, der mich braucht, der mich liebt.

jemand, der einfach nur für mich da ist.

ich weiß nicht recht, was ich mit dem post bezwecken möchte. es tat grad einfach gut, sich den frust von der seele zu schreiben.

vielleicht gibt es hier ja auch tatsächlich menschen, denen es ähnlich geht. freue mich auf eure ratschläge.

liebe grüße

Antworten
I*keaarxegal


weirdfish

Ich kann dich gut verstehen. Lass dich mal drücken @:)

Ich bin zur Zeit auch sehr, sehr einsam und manchmal kommt mir alles sehr sinnlos vor. Mich ergreift dann eine tiefe Traurigkeit.

Wenn du schonmal in Behandlung warst, warum machst du das nicht einfach wieder?

t2uffXar{mxi


ich kann dir nicht wirklich helfen, denn ein wenig bin ich in ähnlicher situation u. einen ausweg aus dem tief habe ich noch nicht gefunden.

mir wurde allerdings dieser tage dieses buch ans herzen gelegt, welches ich mir gerade in einer bibliothek zum ausleihen vorbestellt habe:Feeling-Good-Depressionen-Selbstachtung-wohlzufühlen

ich bin gernerell ja eigentlich immer recht skeptisch, was solche ratgeber-bücher angeht – es gibt auch einfach zuuuu viele, und die mehrzahl ist wahrscheinlich einfach nur schlecht und unbrauchbar -

da ich aber auch nicht wirklich "lust" auf eine therapie o.ä. habe, muss man irgendwie ja doch schauen, wie man hilfe bekommt.

ich werde das buch mal lesen – und schauen ob es mir irgendwie hilft! ;-)

alles gute! @:) ;-)

I~kearregxal


tuffarmi, berichte, wie du das Buch findest.

U5pAn]dDoZwn6x4


omg. ich bin jertzt fastv 50 ( sorry, wenn ich die Tasten nicht treffe – hab mal wieder getrunbken)könnte daher Dein Vater sein. Wenn Du mein Leben gesehen hättest, dann würdest Du vermutlich lachen und Deine weiteren Jahre echt geniessen. Ja, wirst Du Dir jetzt sagen, wieder so ein Schwätzer. Kann ich Dir auch nicht verübeln, da wir denke ich auf der gleichen Welle Schwimmen. Nur dass ich einigige JAhrzehnte mehr " auf´m Buckel" hab! Das Problem bei mir ist, dass ich veranbtwortlich füt meine minderjährihgen Töchter bin – denn sonst -ehröich, wäre ich schon sicher nicht mehr diesen Qualen, die sich LEBEN nennen ausgesetzt. Eigentlich existiere ich nur moch füpr meine Kinder und das leider mehr schelcht als recvht. So und nun kommst DU!

UFpAbndDotwn6x4


MIst, wusste nicht, dass SO VIELE Tippfehler heute darin sind. Sorry, aber manchmal kann ich nur durch "Betäubung" all dies durchstehen....tut mir leid, ein Vorbild bin ich dadurch sicher nicht.,....

w(eirdfixsh


UpAndDown64 – ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber wirklich hilfreich war deine antwort nicht. was möchtest du mir sagen? dass ich irgendwann auch nur mit alkohol/drogen gegen meine probleme ankomme? so weit möchte ich es nicht kommen lassen, um himmels willen. dein schicksal tut mir natürlich leid.

Ikearegal – ja, das mit der behandlung habe ich ewig aufgeschoben, nun aber habe ich mich endlich dazu überwunden mir einen therapieplatz zu suchen. bin auch schon auf der warteliste, allerdings geht's wohl erst ab februar für mich los...

ich weiß echt nicht, wie ich die zeit bis dahin überbrücken soll. ich habe im moment schon wieder völlig panik, angst vor meiner zukunft, angst vor dem, was auf mich zukommt.

ich werde morgen andere therapeuten abklappern, das ist so wichtig, dass ich mir schnellstens hilfe suche...

ILkea#regaxl


weirdfish

Es ist aber doch schonmal super, dass du ab Februar in Behandlung kommst. Hast du für die Überbrückungszeit schon einen Therapeuten gefunden?

Ich bin bei mir ja noch der Hoffnung, dass ich es ohne Behandlung schaffe.

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