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Ich weiß nicht was meine Therapeutin von mir will

LGeanwdra3x6 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit ein paar Monaten in einer Psychotherapie.

Die ganzen Sitzungen über wußte ich nicht worüber ich sprechen sollte – empfand die Therapie ziemlich schnell für völligen Humbug.

Heute war die Sitzung irgendwie völlig dämlich.

Als erstes meinte sie das ich eine "Meckertante" wäre.

Ich würde dauernd nur herkommen und meckern.

Ich wäre sowas wie eine " Hausfrau mit dem Nudelholz" in der Hand ... *schluck*

SOviel dazu, für mich ein Schlag ins Gesicht. ( Auch wenns stimmt )

Allerdings seh ich das nicht als meckern. Ich habe die ganzen Sitzungen über nicht gewußt, worüber will sie reden? Was soll ich sagen? Und da ich es nicht wußte hab ich einfach drauf los geplappert.

Sie sagte mir dann noch das ich nie über das rede worüber ich eigentlich reden sollte (laut ihrer Vorstellung über meine Selbstverletzung und wie ich meine Gefühle besser steuern kann ). Ehrlich? Ich weiß nicht was ich darüber erzählen soll. Ich habe mich wenns hoch kommt 2x im Jahr verletzt. Was damals der Auslöser für das erste mal war weiß ich gar nicht mehr. Ich weiß nicht mal mehr wann das erste mal war! Wie also soll ich darüber reden? Dann wie ich meine Gefühle besser lenken kann (Unkontrollierte Wutausbrüche, plötzliche Traurigkeit, sehr schnell am weinen, etc )

Das dolle ist, sobald ich etwas anspreche was meiner Meinung nach dazu gehört sagt sie einen Satz dazu und fertig. Danach erzählt sie wieder nur Anekdoten von irgenwelchen Kollegen, Studien, etc.

Ich fühl mich da total bescheuert. Weiß garnicht was ich da noch soll. Als ich ihr dann heute sagte das ich das dann wohl falsch verstanden hätte ( Therapieziel ) meinte sie nur das sie nicht den Eindruck hatte das ich das missverstanden hätte ..??!!?! Scheinbar schon, sonst hätte ich ja eher angefangen drüber zu sprechen.

Klar, ich sollte da vll mit ihr drüber reden. Aber ich glaube ich bringe die damit auf die Palme. Ich trau mich auch nicht zu sagen;Hallo, ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich sehs schon kommen – entweder geh ich garnicht mehr hin oder setzt mich demnächst dahin und spiele die unbeteiligte.

Antworten
s-ch~ilc\her


Hallo,

das ist sicher nicht die richtige Therapeutin für Dich. Hört sich für mich weder professionell, noch einfühlsam an. Hast Du die Möglichkeit zu einer anderen zu gehen?

L4ad`ySue


Nach Deinen Ausführungen habe ich den Eindruck, dass zw. Euch die Chemie einfach nicht stimmt.

Du fühlst Dich bei ihr nicht gut aufgehoben, sondern eher falsch verstanden – so kommt kein Vertrauen auf.

Vertrauen sollte aber doch eine Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Therapie sein.

Ich weiß aber nicht, wen Du ansprechen kannst oder mußt, um evtl. den Therapeuten wechseln zu können.

Vlt . besteht diese Möglichkeit.

Ich vermute mal, das geht über die Krankenkasse.

Leeann&dra36


Ich weiß nicht ob es bloß die falsche Therapeutin ist oder doch die falsche Therapie??

Klar, eines steht schon mal fest – Vertrauen schaffe ich wirklich nicht aufzubauen.

Wenn ich schon da sitze und ich mich nicht mehr traue was anzusprechen ^^

Vll. sollte ich es mal mit einer Verhaltenstherapie versuchen?

Aber woher erfahre ich welche die für mich geeignete Therapie ist ?

Ich leide wie gesagt unter unkontrollierten Wutausbrüchen, bin sehr nahe am Wasser gebaut, verletzte mich selbst

( dessen Gründe meine aktuelle Therapeutin auch immer mit einem einzigen Satz abschmettert ^^ )

leide immer noch unter der Trennung meiner Großeltern ( vor ca 12 Jahren ) und den sexuellen Übergriff meines Vaters in meiner Jugend. Panikattacken.

Ich halte selbst nicht viel von mir, verlange mir selbst zuviel ab und fühle mich total wertlos. Oft bin ich nur von mir selbst angewidert. Ich bin nicht in der Lage eine anständige Beziehung zu führen. Werde auch einige Male aggressiv meine Freund gegenüber. Ständige Stimmungsschwankungen. Alles in einem – Wut, Angst, Verzweiflung, Depressionen,

Vll hat einer von euch einen Vorschlag ( vll aus eigener Erfahrung )

Ich weiß von meiner Mutter das ich als Kind unter ADHS litt, was jedoch seitens meiner Eltern nicht behandelt wurde. Vll. leider ich immer noch darunter ? Aber ohne das mich jemand untersucht ( Arzt oder Therapeut ) komm ich nicht weiter. Soll ich darauf meine Therapeutin ansprechen? Gehe ich damit zum Hausarzt? Bin echt am verzweifeln

sLchneck2em198x5


@ Leandra

Mit meinem Ex-Thera ging es mir genauso. Grund: Er fuhr die psychoanalytische Schiene, ich brauchte jemanden, der mir bei meinen konkreten Problemen hilft. Bin dann zu einer Verhaltenstherapeutin gewechselt und das kam mir sehr viel mehr entgegen, weil dort einfach gezielt an Themenfeldern gearbeitet wird. Natürlich ist meine Erfahrung nicht allgemeingültig, aber diese gefühlte Orientierungslosigkeit in der Therapie hat mich ganz schön fertig gemacht.

S]unflowYer_73


Das wird nichts. Und es ist letztlich egal, ob es fehlende Sympathie ist oder Missverständnisse oder oder oder. DU musst das Gefühl haben, OFFEN über DEINE Probleme, Gedanken etc. sprechen zu können. Das kann man bei solchen Kommentaren (egal, ob es herausfordernd oder ernst gemeint ist) absolut NICHT.

Fazit: Abbruch – und zwar je eher, desto besser. Denn je mehr der bewilligten Stunden übrig bleiben, desto besser klappt ein Wechsel. Über den Du die Krankenkasse informieren musst!

Ob es "nur" die Person ist oder die Therapierichtung: Schwierig.

Ich bin eigentlich vehemente Verfechterin der Verhaltenstherapie, v.a. bei Therapie-Anfängern. Einige Deiner Probleme (viele Vergangenheitsaspekte) würden zumindest was Tiefenpsychologisches nahelegen. Andererseits sind da auch akute Sachen wie Selbstverletzung, und da hilft gezielt VT doch oft besser.

Solltest Du Dich für eine andere Therapierichtung entscheiden, muss die Therapie neu beantragt werden. Was aber auch kein Problem ist. Du solltest nur den neuen Thera informieren (und auch die Krankenkasse). Und auch hier gilt: Je weniger Sitzungen Du in Anspruch nimmst, desto problemloser geht das.

Kurze Frage:

Wie lange bist Du schon bei der Therapeutin? Wie viele Sitzungen? Weil normalerweise hat man 5 sog. probatorische Sitzungen, in denen man entscheiden kann, ob es passt. Erst dann wird der Antrag bei der Krankenkasse gestellt. Und bis dahin kannst Du problemlos abbrechen!

ADHS erklärt nicht alle Deine Probleme... Um das zu überprüfen, müsstest Du Dich schon an eine spezialisierte Ambulanz wenden, denn die umfangreiche ADHS-Testung bei Erwachsenen kann nicht jeder niedergelassene Therapeut durchführen, da für eine gute Testung u.a. auch PC-Tests erforderlich sind, die man sich als niedergelassener Therapeut nicht leisten kann. I.d.R. wird zudem 2x getestet: 1x ohne Medikamente und 1x mit Ritalin o.ä. Diese Probegabe und Leistungsfähigkeit unter Medikamentenwirkung ist nur ein Bestandteil der umfassenden Diagnostik, aber nicht unwichtig.

L:eanTdrax36


Hallo, konnte ne Zeit lang nicht ins Internet :(

11 Stunden bisher ( inkl. Probestunden)

Ich hab da richtig schiss morgen hinzugehen^^

Andersrum hab ich aber auch Schiss der abzusagen ( ist einer meiner Phobien – das ich mich nicht traue den Leuten direkt zu sagen was mir nicht passt )

Was soll ich nun bloß tun ??? ?

DJillexs


Eine Psychotherapie fängt eigentlich mit 3 Sizungen an. Dort lernt man sich gegenseitig kennen und entscheidet dann beiderseits ob man zueinander passt. Das ist wohl in deinem Fall nicht so. Dann hast du nicht den richtigen Psychotherapeut gefunden und musst dir einen anderen suchen. Ein guter Psychotherapeut hat dafür auch Verständnis. Meine Psychotherapeutin sagte mir, dass sie auch viel ablehnen würde, weil es einfach nicht passt. Ohne ein großes Mass an gegenseitigem Vertrauen bringt eine Psychotherapie nichts. Schade um die Zeit.

m_uiska4tnusxs


Was soll ich nun bloß tun ??? ?

Der Therapeutin sagen das du die Therapie bei ihr abbrechen möchtest aus den Gründen die du hier auflistest.

Vll. sollte ich es mal mit einer Verhaltenstherapie versuchen?

Oh ja das solltest du. :)^ :)^ :)^ :)^

Generell bringen auch andere Therapieverfahren etwas und natürlich kann auch den analytischen bzw. tiefenpsychologischen Weg wählen. Wie Sunflower sagt bringt vielleicht auch je nach Diagnose das ein oder andere Verfahren mehr.

Aber du selbst musst vom Verfahren überzeugt sein. Es sind unterschiedliche Ansätze und unterschiedliche Wege die Probleme anzugehen und das muss dir gefallen.

Aber aus Erfahrung kann ich dir nur ein VT ans Herz legen.

11 Stunden bisher ( inkl. Probestunden)

Dann ist es noch der rechte Zeitpunkt abzubrechen.

*:) @:)

Lpean$dr|a36


Vielen Dank für die ganzen Infos.

Ich war schon wieder an mir selbst am zweifeln .... beziehe halt immer alles auf mich- meine ich bin an allem Schuld und meine Sicht der Dinge ist grundsätzlich falsch. ( Das muss ich echt am schnellsten loswerden^^ )

Hatte eben ein Gespräch mit meiner Krankenkasse – dort sagte man mir auch das ich mich erstmal krankmelden soll – um die nächsten Sitzungen entschuldigt zu sein. Soll mir dann nebenbei einen anderen Therapeuten suchen. Und sollte ich mich nich trauen selbst mit meiner Therapeutin zu sprechen soll ich einen Bekannten, Nachbarn oder sonst wen bitten dort anzurufen und ihr den Abbruch mitzuteilen und Sie darum bitten der Krankenkasse eine Abrechnung zu zu schicken ...

Das werd ich auch machen lassen – denn ich hab schon Schiss anzurufen ( weiß Gott warum auch immer )

Dsillexs


Wenn du Schiss hast dort anzurufen ist sie definitiv die Falsche

Lxeanpdr^a36


Habe eben schon einen Rückruf einer anderen Therapeutin erhalten.

Soll ich ihr sagen da sich im mom in einer Therapie bin und wechseln will weil die Therapieform nicht passt ?

Oder sage ich garnichts ?

Ich muss bei ihr ja einen neuen Antrag stellen – erfährt sie dann von der KK das ich in einer war und nur noch so und soviel Stunden zu bewilligen sind ??

Wer hat damit erfahrung bitte ?

JMule2_K48


Hi Leandra,

was machst du denn für eine Therapie? tiefenpsychologisch fundiert oder psychoanalyse? wieviele stunden hast du bewilligt bekommen?

aus meiner erfahrung heraus ist das allerwichtigste, dass die beziehung stimmt, man zumindest ein gutes gefühl hat, dass der therapeut einen versteht oder es zumindest versucht und dass er auf der seite des patienten ist. vertrauen kann sich dann entwickeln.

die therapierichtung ist insofern wichtig, da ja die anzahl der stunden unterschiedlich ist. wenn ich deine problematik so ansehe, kann ich mir nicht vorstellen, dass eine reine verhaktenstherapie das richtige ist. aber viele therapeuten bauen ja heute auch andere elemente mit ein, so ist es jedenfalls in meiner VT.

zum, wechsel: welche richtung vertritt denn die neue therapeutin?

D1ille s


@ Leandra,

es gehört ein ganz tiefes Vertrauen zu der Therapeutin dazu einen Erfolg mit dieser zu erzielen. Ich habe mich völlig geöffnet und die Therapeutin weiß mehr von mir als meine Frau. Fang auf keinen Fall damit an zu verschweigen , das du bei einer Therapeutin warst. Das ist z.B. ein erster Punkt des Ansatzes deines Problems. Du darfst gar nichts gegenüber deiner Therapeutin verschweigen , das bleibt auch immer in deren 4 Wänden.

Deshalb mcht man ja die ersten 3 Sitzungen um sich kenenzulernen und festzustellen ob man dieses Vertrauen aufbauen kann.

J_ulex_48


@ leandra,

ja, ich denke auch, Dilels hat recht.du solltest es sagen. ich habe zwar die erfahrung gemahct, dass es auf einige therapeutin abschreckend gewirkt hat, dass man wechseln will, aber das waren auch die, bei denen ich eh kein gutes gefühl hatte.

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