Depression mit Depersonalisation/ Derealisation diagnostiziert

Hallo sehr geehrte Med1-User, ich habe seit 6 Monaten eine Krankheit die als Depression mit Depersonalisation/Derealisation diagnostiziert wurde. Alles fing im Juli diesen Jahres an. […]

Ibllumzinaxto   05.12.12  19:56

02.01.13  19:09

Hallo illuminatio!

Ich wollte mich auch mal wieder melden, ein bisschen Unterstützung für dich da lassen! *:) :)*

Die SD-Geschichte solltest du wirklich angehen! Wenn du "Glück" hast, dann kommen viele psychische Symptome von der SD.

Leider ist es bei wirklich vielen Ärzten noch nicht durchgedrungen, dass der Referenzwert 2004 von 4,00 auf 2,50 abgesenkt wurde (steht auch so in der Wikipedia, als Referenz für die Ärzte; Stichwort TSH), also stell dich auf Widerstand ein :)*

Hab mir grade deine Medikation durchgeguckt und wenn ich meine Meinung dazu äußern soll: Du bist mit 75mg Venla und 25mg Seroquel noch sehr, sehr niedrig dosiert. Habe in meiner Krankengeschichte mit beiden Medis Erfahrungen gemacht: beim Venla war ich die meiste Zeit auf 225mg, Seroquel nehme ich aktuell 300mg, v.a. gegen Ängste. Mit niedrigeren Dosierungen kam ich nicht klar. Nur so als Mutmacher, falls es doch psychisch ist. Du hast medikamentös noch viel Spielraum nach oben, du bist grade erst am antesten :)*

s0chXneck?e198x5

02.01.13  19:10

Ich bin natürlich kein Arzt und kann hier keine Diagnosen stellen und sicherlich könnten die Symptome noch woanders herführen, aber ich finde, es klingt schon verdächtig, vor allem, da der TSH echt hoch ist.

Und ja, das passt auch alles ziemlich gut zu deinen Beschwerden. Ich bekam damals auch Depressionen/Panikattacken, sollte ebenfalls AD nehmen, die ich aber nie genommen habe. Nachdem ich ein paar Wochen die Schilddrüsenhormone genommen hatte, hatte sich das alles eh erledigt.

Gewichtszunahme kann sicherlich auch von dem AD kommen. Ist aber auch oftmals eine Reaktion des Körpers bei einer Schilddrüsenunterfunktion.

Ich hatte übrigens noch ganz furchtbare Muskelschmerzen und ständig einen Kloß im Hals.

SLmNill2i2

02.01.13  19:14

Boah danke auch dir für deine Hilfe ihr seid alle so lieb @:) @:) @:) Wenn ich kann werde ich auch euch versuchen zu helfen! Ja ich muss auch sagen, dass ich mittlerweile das Seroquel abgesetzt habe, da ich Nachts wo ich es eingenommen habe Probleme hatte beim Schlafen, diese sind jetzt nach Absetzen weg. Hab wohl nicht drauf angeschlagen ist ja auch ein Neuroleptikum und etvl. nicht für meine Krankheit. Mein Venlafaxin wurde heute von 75 mg auf 150 mg erhöht dies vertrage ich ganz gut, habe nur große Pupillen irgendwie. Ich bleibe auf jeden Fall an der SD Sache dran und muss dazu sagen, dass meine Mutter, Oma und meine Ur Oma alle eine Unterfunktion haben. Könnte ja familiär sein.

Danke für Eure Unterstützung x:) x:) x:)

I9lluimin.atxo

02.01.13  19:22

Dafür ist das Forum da, immer gerne!! @:)

Und steiger dich nicht so rein, ich weiß, wie es ist. Du bist auf dem richtigen Weg. :)z :)^

S)milQlxi2

02.01.13  19:24

Bitte, bitte. Wenn wir dir ein bisschen helfen können, dass es dir etwas besser geht, dann ist das viel wert! @:)

Ich bleibe auf jeden Fall an der SD Sache dran und muss dazu sagen, dass meine Mutter, Oma und meine Ur Oma alle eine Unterfunktion haben. Könnte ja familiär sein.

Ja, mach das!

Ich habe auch zwischendurch die Schildi gecheckt, weil meine Ma eine Überfunktion hat. Bei mir waren die Werte "leider" traumhaft, so dass diese Ursache für meine Beschwerden ausgeschlossen werden konnte. Hab nach einer echt krassen psychischen Zeit aber auch wieder die Kurve gekriegt und bau gerade mein Leben aus den Scherben (3 Jahre Vollzeit-Psycho; Studienabbruch) wieder auf. Bin optimistisch. :-D

Also egal, was man dir sagt: Ob Psyche oder SD, kann man beides reparieren :)^ :)z :p>

sechn$eckeZ198x5

06.01.13  16:11

Morgen habe ich eine genauere Untersuchung der Schilddrüse. Mal schauen :) Ich halte euch auf dem Laufenden.

Igllu4mBinaxto

07.01.13  12:54

Ihr hattet wohl Recht. Also ich war heute bei meinen Arzt und der hat mir eine Ueberweisung zum Nuklearmediziner gegeben da in Ihren Augen eine UF vorhanden ist. Hab in 1 Woche nen Termin mit kompletter Untersuchung, ich hoffe echt dass es die SD ist.

IkllumiZna_to

18.01.13  16:32

So habe heute alle Ergebnisse erhalten mit dem Ergebnis: die Schilddrüse ist top, normal groß und Hormonwerte in Ordnung. Poste mal die Ergebnisse...

Diagnose: Normalgröße Schilddrüse, euthyreote Stoffwechsellage.

Schilddrüsensonographie mit 5-13 MHz: Das Gesamtvolumen der Schilddrüse beträgt ca. 14ml (re= 8ml, li=6ml, Norm Männer <=25ml, Norm Frauen <= 18ml). Das Binnenmuster ist weitgehend homogen mit prominenten Gefäßen bds. Li. caudal gering inhomogenes Areal, a.e. gefäßbedingt, dd. beginnende noduläre Veränderungen. Kein Nachweis pathol. vergrößerster Lymphknoten.

Laborparameter:

FT4 [0.91] (0.56 – 1.31 ng/dl)

FT3 [5.98] (3.53 – 6.30 pmol/L)

TSH[2.26] (0.35 – 3.50 lU/ml)

Anti-thyreoid – Peroxidase [0.5] ( <9.0 lU/ml)

Ich soll in 6 Monaten mal zur sonographischen Kontrolle kommen. Medikation nicht erforderlich.

Dabei habe ich echt gehofft, dass es die SD ist. Und der TSH ist von 4.64 auf 2.26 gefallen innerhalb von 1 Monat. Hmm. Dann habe ich mit der Ärtzin weiter über die Beschwerden geredet und dann hat sie mich auch auf meinen Kopf angesprochen weil ich auch etwas Ausschlag bzw. Pickel auf der Kopfhaut habe und sehr trockene Schleimhäute, einen Knoten unter der Brust habe ich auch seit 3 Wochen der schmerzt plötzlich, scheint aber eine entzündete Brustdrüse zu sein, da ich 2010 ebenfalls auf der anderen Seite eine hatte und das operativ entfernt wurde. Sie vermutet ganz stark Hormone, dass da irgendwas nicht stimmt und hat mir 2 Überweisungen gegeben. Einmal zuerst zum Endokrinologen und anschließend zum Hautartzt. Sie ist sich sicher, dass die Symtpone eben nicht von der Psyche kommen! Die Ärzte davor haben es auf die Nerven geschoben. Jetzt geht die Ärtze-Odysee weiter. :°( :°( :°(

IdlluZmixnato

12.03.13  19:39

Hallo Illuminator,

Ich wollte mal hören wie es dir geht und ob es schon was neues bei dir gibt.

Lg.

jDack29x9n

21.03.13  18:19

Hallo Leute, sorry hatte viel um die Ohren. Ich muss sagen, dass meine Derealisation eig. komplett weg ist!!! habe Übelkeit und Sehstörungen aber sonst ist alles super! Aber bis heute kann mir keiner zu 100% sagen was das war/ist. Aber es geht aufwärts! Wünsche ich keinem sowas.

I5lluminxato

21.03.13  18:22

Achja und Medikamente nehme ich garkeine mehr. Merke keinen Unterschied. ^^ Aber glaube die Zeit hat vieles gebessert.

IDllumWi(natxo

22.03.13  04:39

Behalte Deine SD ruhig mal im Auge. Erstens ist sie nicht besonders groß (Frau Brakebusch gibt in ihrem Buch "Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis" das Normvolumen der männlichen SD mit 15-25 ml an), und zweitens befindet sich Dein TSH in der Grauzone, wenn man sich den Ärzten anschließt, die die Obergrenze des TSH-Normalbereichs mit 2.5 (Grauzone 2.0-2.5) annehmen. Auch Patienten mit einem TSH im Graubereich sind behandlungswürdig, sofern Beschwerden auftreten.

ZXwac}kx44

22.03.13  07:28

Illuminato

Achja und Medikamente nehme ich garkeine mehr. Merke keinen Unterschied. ^^ Aber glaube die Zeit hat vieles gebessert.

Herzlichen Glückwunsch!

Zwischen Hormonsystem und Psyche gibt es nach meiner Erfahrung (als Betroffener) starke Wechselwirkungen. Da kann man oft nicht so leicht rausfinden, was die Henne und was das Ei ist: Geht es mir psychisch schlecht, weil die Schilddrüse nicht kortrekt arbeitet, oder arbeitet sie nicht korrekt, weil ich so viel Stress und Belastungen erlebe?

Ich bin über eineinhalb Jahre zur Abklärung bei einem Nuklearmediziner gewesen, der sagte immer, ein medikamentöser Eingriff in den Hormonhaushalt sei ein sehr massiver Schritt, mit Risiken, und ich sollte besser schauen, dass ich den Stress in meinem Leben reduziere.

Damit war ich erstmal sehr unzufrieden, aber seine Argumentation leuchtete mir doch ein. Ich habe dann parallel eine Psychotherapie gemacht, und nach einiger Zeit sind die Beschwerden verschwunden – ohne Medikamente.

Deshalb bin ich diesem Arzt heute sehr dankbar, dass er mir keine fragwürdige "Instant Happiness" Lösung verschrieben hat :-)

w ohlfojrmul6ierxt

22.03.13  08:20

Der Arzt meinte, dass meine Symptome wohl nicht von dem leicht erhöhten Wert kommen, aber ich bleibe da dran.

An den TE:

Da stimme ich als Laie dem Arzt zu.

Ich kann zum Thema Depersonalisation und Derealisation etwas beitragen. Ich hatte mein ganzes Leben durch schwere Ängste, nur ganz am Anfang im frühen Erwachsehenalter mal für wochen ein Unwirklichkeitsgefühl mit Depressionen, was dann in Phobien umschlug und auch bei Phobien und Angstzuständen über Jahrzehnte bliebt, dafür war die Unwirklichkeit weg.

ABER...vor 4 Jahren, im Zusammenwirken mit der Menopause und enorm großen psychischen Belastungen, kam die Unwirklichkeit zurück, aber so sehr, dass sie nicht mehr zu ertragen war, kein Vergleich zu früher, als ich das hatte. Ich habe ein Jahr nahezu im Dunklen verbracht, weil ich die unwirkliche Optik nicht mehr ertragen konnte. Alles sah aus wie im Film, auch mein Zimmer, alles. Ich konnte das nicht mehr ertragen und dunkelte daher alles ab und verließ das Haus nur noch im Notfall. Zu mir selbst hatte ich depersonalisierte Gefühle. Ich erkannte meine Stimme nicht mehr als meine. Ich kam mir fremd vor. Von daher stellte ich das Sprechen auch noch ein. Ich konnte wirklich nicht mehr telefonieren. Ich traute mich keinen Mucks mehr zu sagen. Ich konnte nur noch normal denken und surfen.

Ich habe echt über Monate Höllenqualen erlitten. Ich mailte Bekannte an, telefonieren konnte ich ja nicht mehr. Mich verließen alle, viele ohne überhaupt auf meine Mails zu antworten. Ich galt als verrückt. Irgendwie glaube ich das auch selber, bis mir jemand sagte, dass ein Verrückter nicht selber weiß, dass er verrückt ist.

Ich konnte auch keinen Lifekontakt zu Menschen mehr aufnehmen. Die Derealisation wurde dann so hoch, dass ich das Gefühl hatte, ich löse mich ins Nichts auf...Tunnelblick kam usw...und ein Gefühl, ich würde mich verdoppeln, würde ein Stück aus meinem Körper austreten, aber nicht ganz, so überlappt. Das Gefühl hatte ich auch oft nachts, wenn ich kurz aufwachte und auf der Seite lag...als würde ich hinter mir selbst liegen.

Oh man...das war eine Zeit. Und ich war nie beim Arzt...konnte ja nicht bis dorthin und bin heute froh, dass ich nicht da war. Mit Ärzten hatte ich nie Glück, schon bei normalen Dingen bekam ich als Angstpatient nie die richtigen Diagnosen und wenn ich dann mit so einem Hammer angekommen wäre...

Ich hielt also einfach durch und betete.

Ich bekam dann nach Monaten die Wohnungskündigung (Zweifamilienhaus)...ich passte nicht mehr ins Bild mit den ewig auch tagsüber runtergelassenen Rolladen.

Toll...ich dachte, jetzt ist es aus. Ich öffnete den Briefkasten, der irgendwie zu klein aussah, alles sah auch oftmals zu klein aus und öffnete kaum richtig sehen könnend das Schreiben meiner fristlosen Kündigung. Ich solle innerhalb von 2 Wochen verschwinden.

Jetzt hieß es, einen Anwalt zu suchen...das, ohne zu reden. Ich schrieb einen an, der mein Mandat übernahm aber auch null Verständis für meine Redelosigkeit hatte und kein Verständnis, dass ich nicht persönlich vorbeikomme...das obwohl ich meine Lage schriftlich erklärte.

Tja und was soll ich sagen...das Unglaubliche geschah...die Belastungen wurden durch mein Nichtfunktionieren mit den Menschen immer höher, ständig war ich in einer Verteidiungsposition, heulte mir oft stundenlang die Augen aus und schrie und fluchte...das ging auf einmal wieder...und...ich wurde Stück für Stück gesünder...konnte Wohnungen besichtigen, meist wieder reden, und setzte den letzten Fitzel meines Aponals ab...Doxepin bekam mir nicht mehr, obwohl ich nur noch ein viertel einer Fünfter nahm. Irgendwie meinte ich, immer wenn ich den Fitzel nahm wurde es noch schlechter....

Lange Rede kurzer Sinn: ich wollte Dir nur Mut machen, dass auch wenn es knüppeldicke kommt, Du aus der Depersonalisation wieder herauskommen kannst. :)* :)* :)*

Ich hatte wirklich entsetzlich grausame Zustände und mußte trotzdem als Alleinversorger alles für mich regeln und schaffte es. :)* :)* :)* :)*

Mir geht es heute wieder "normal schlecht", so wie vor dieser Derealisation.

Ich weiß bis heute nicht, was es wirklich war, da ich nie eine Diagnose bekam.

Auch meine Erfahrungen mit den Menschen wurden nicht besser. Ich mache seitdem ausschließlich schlechte Erfahrungen und wurde trotzdem gesünder, was für mich die These widerlegt hat, dass man, um psychisch gesunden zu können, gute Erfahrungen machen muß.

Du schaffst es auch!!! :)* :)* :)* @:) @:) @:)

Meine Schilddrüse war übrigens ok, dieser TSH ehr an der unteren Grenze. ;-)

Das erfuhr ich, als ich soweit war, zumindest eine Ärztin in meine Wohnung kommen zu lassen, die mir dort Blut abnahm. Es war sausauschwer, eine zu finden, die das machte. *:)

LFetllixe

22.03.13  08:52

Ach, habe Deinen kleinen Beitrag überlesen, dass Du schon raus bist aus der Derealisation. Na herzlichen Glückwunsch!!! :) @:) *:)

L^etlxie

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