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Das Leben ist nicht fair, oder etwa doch?

N8o_dNamxe_


Alleine sein – das ist so ziemlich das schrecklichste, was es gibt.

S]irTelxemxark


und geplant ist nur Who is the Number 1.

Chris_dmf

aber von wem geplant? "Planung" benötigt irgendeine Form von Intelligenz. Und auch wenn du biologische Wissenschaft hier nach wie vor konsequent ignorierst: es geht bei Evolution nicht um "Stärke" oder "die nächste Stufe". Wer überlebt hängt nicht von Stärke ab, sondern von Selektion (wie selektiert wird, hängt von der Umgebung und dem Klima ab) und Mutation (die kompßlett zufällig ist).

Was ist denn deiner Meinung nach Stärke? Gibt es Eigenschaften, die deiner Meinung nach immer (also unabhängig von den äußeren Umständen) vorteilhaft sind?

Npo_}Namex_


Die größte Stärke des Menschen ist vermutlich, gar nicht zu wissen, was seine Stärke ist.

~5y~ErJemit~yx~


Nein, ich denke, es gibt keinen Ausgleich in der Natur.

Warum? Weil es in der Natur keinen "Masterplan" gibt. Es gibt keine übergeordnete Instanz, die irgendetwas erhalten will. Wer sich mit dem Ablauf der Evolution und der Erdgeschichte befasst hat, weiß, was schon alles kam – und auch wieder gegangen ist.

Es gab schon unzählige Klimakatastrophen, also was juckt es "die Natur", ob der Mensch das alles ein wenig schneller vorantreibt? Der Natur ist es wurscht, ob wir oder irgendein anderes Lebewesen, sei es die Kakerlake oder ein Baum überleben wird, oder ob unser Planet auf ewig unbewohnbar sein wird.

Uns, die Menschheit sollte es interessieren, denn kein anderes Lebewesen zuvor hat die Erde so nachhaltig verändert und so radikal in ihre Abläufe eingegriffen wie der Mensch. Ich meine, "eine andere Art des Bewußtseins der Bewußtheit" wäre das Zauberwort, denn offensichtlich reicht das, was uns von allen anderen Tierarten unterscheidet, der Verstand und das Denken alleine doch nicht aus, um uns und unsere Welt zu erhalten. Vielleicht sollte man dem "Ursache-Wirkungs-Prinzip" einen dritten Aspekt hinzufügen, nämlich den der "Auswirkungen".

Hierzu ein kleines Beispiel, das zwar weder die Menschheit rettet, noch das Klima, aber ein Beispiel dafür ist, wie man offenen Blickes zerstört, wenn es um Gewinne geht und man sich weigert über unmittelbare Auswirkungen genauer nachzudenken.

Man stelle sich eine überschaubare, kleine, lebendige Innenstadt vor, zahlreiche Geschäfte, Cafés, gute Infrastruktur, voller Leben. Dann kamen die Herren der Stadt, einige Banken und Bauträger auf die glorreiche Idee außerhalb des Stadtzentrums eine richtig schicke Mall zu bauen, ein Einkaufszentrum direkt am Fluß. Wow! Die händeschüttelnden, strahlenden Gesichter der Gewinner dieses Projekts gingen wochenlang durch die Presse.

Nun, die Mall feiert inzwischen ihren 2. Geburtstag, dafür ist die Innenstadt bis auf wenige Ramsch- und Handyläden, einer Reinigung und ein paar Bäckereien verwaist. Leerstände soweit das Auge reicht. Was die Stadväter anfangs noch kreativ verpackten, sie würden junge Künstler und Handwerker in die tote Innenstadt locken – alles Makulatur. Keiner kam. Ob's daran lag, dass die Mieten zu hoch waren? Wir werden es nicht erfahren.

Inzwischen ringen in der superschicken Mall einige Geschäfte ums Überleben, einige schlossen bereits. Man raunte, es gäbe zwar eine gute Besucherfluktuation, aber die Kaufkraft, ja die liebe Kaufkraft, die ließe zu wünschen übrig...

Übrigens, es gab in dieser Stadt bereits zwei Versuche große "City-Center" zu etablieren, keins funktionierte. Dazu fällt mir Albert Einsteins bekannter Satz ein: Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Sydney

Wem der ständige Ausgleich im Leben nicht auffällt, dem kann man nicht mehr helfen. Es gleicht sich alles pausenlos aus. Es ist wie auf einer Waage. Die Dinge müssen im Gleichgewicht sein. Mit Schlagseite lebt es sich nur schlecht, auch für die Natur.

Und wegen Einsteins Satz: Der setzt aber voraus, dass man das Gleiche immer bei genau denselben Umfeldvoraussetzungen tut. Ansonsten hängt es ja nicht immer von einem selbst ab, wie die Ergebnisse sind.

Sag ich Arschloch zu Herrn Meier: er ballert mir eine.

Sag ich Arschloch zu Frau Müller (tue also wieder genau dasselbe): irgnoriert sie mich einfach nur.

Anderes Ergebnis!

Kann nicht glauben, dass Einstein so ein Trash behauptet haben soll, wie von Sydney behauptet.

SlydXnxey


~y~Eremit~y~

Nur kurz, damit Du mich "richtig" verstehst, ich zolle der Schöpfung, oder wie auch immer man das nennen mag, meine größte Hochachtung, Ehrfurcht und meinen ganzen Respekt. Ja, mit Ehrfurcht sehe ich all die Wunder der Natur, jeden Tag. Aber das, was ich unter "Ausgleich" meinte, hat nichts mit einem "ökologischen Gleichgewicht" zu tun, sondern damit, dass es meiner Meinung nach OFFEN ist, was sich weiterentwickeln wird, oder eben nicht, was länger Bestand haben, oder schnell wieder vergehen wird. (Die Rolle des Menschen lasse ich hier bewußt außen vor)
Schau Dir an, wie sich alleine die Kontinente unserer Erde verändert haben ...Pangaea, Gondwana und wie die alle heißen. Ja, vielleicht hätten die Säugetiere unter der Vorherrschaft der Dinosauriere nie den Menschen hervorgebracht, hätte es vor 65 Millionen Jahre nicht diesen Asteroideneinschlag gegeben. Und die 165 Millionen Jahre, die die Dinosauriere den Planeten bevölkerten, müssen wir als Menschen erst noch zustande bringen...

Was ich meine ist, es ist der Schöpfung nicht wichtig, wer das "Rennen" macht.

Snyd0nexy


~y~Eremit~y~

Und wegen Einsteins Satz: Der setzt aber voraus, dass man das Gleiche immer bei genau denselben Umfeldvoraussetzungen tut.

Genau! Und das geschieht häufiger, als man das glauben mag. Wenn ich mich recht entsinne, wurde das Zitat (u.a.) von einem hervorragenden Politsatiriker im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen zur Griechenlandpleite genannt...aber auch zu meinem Beispiel passt es recht gut.

Cohris*_dmf


Sydney

Die Lust am Sein ist ja auch ein Sinn. Manche stehen auf um anderen weh zu tun, manche weil es ihnen Spass macht mit Kindern zu Arbeiten. Das alles ergibt eines für den handelnden : Sinn

Stell dir vor du wärst ab Morgen alleine auf der Erde. Jede Bewegung wäre ab sofort Sinnlos. Zumindest würdest du dein innerstes nicht lange vom Gegenteil überzeugen können.

Der Kaffee war eines von zig Beispielen. Jeder gewichtet seinen Sinn anders und Sinn ist ja meist vieles, nicht ein einziges. Menschen die nur "einen einzigen" Auftrag verspüren nennt man gemeinhin auch mal "Wahnsinnig" ;-)

Mit sich alleine sein, na dann ist das in sich gehen der Sinn der Sache. Nicht wenige erkennen hierin gar keinen Sinn und vermeiden auf Teufel komm raus alleine zu sein.

Depressiv sein, das kommt nicht durch eigene Entscheidungen. Man entscheidet nicht depressiv zu werden. Das Hirn schaltet einige Bahnen ab oder falsch und somit kommt kein "Licht" mehr an. Der Blick ist durch ständigen Grau oder Schwarzschleier getrübt.

SirTelemark

Meinst du nicht das es um es zu irgendeinem intelligenten Zustand zu kommen, irgendeine Intelligenz vorhanden sein muss? Wer schrieb denn den Bauplan des Lebens? Unter anderem der Herr "Try and Error". Und Verlierer bleiben, ja müssen dabei auf der Strecke bleiben.

Deine Biologische Wissenschaft ist ja ganz Nett. Dabei ignorierst du geflissentlich das Stärke nicht gleich Intelligent oder Besser darstellt. Wer Stark war, wer sich durchgesetzt hat sieht man erst "am Ende" des betreffenden Abschnitts.

Deswegen kann es Stark sein wenn man die Alten Älter macht und länger Gesund hält. Wenn am Ende dann aber eine Horde junger diese Alten überrollt dann sieht dein romantisches Bild ziemlich "alt" aus. Das war jetzt wieder ein vereinfachtes Beispiel, also bitte hänge dich nicht erneut an Nuancen auf ;-)

-MvietnkameJsixn-


Man sollte vielleicht auch mal da ansetzen das Adoptionsrecht zu lockern..wie schwer ist es ein Kind aus ärmeren ländern zu adoptieren z.b das kann man doch vergessen. Da Leben die in schutt und asche und hier wäre es der Himmel auf Erden..dennoch wird es schwer gemacht.

Klar ist das nur ein tropfen auf den heissen Stein, aber es wäre immerhin etwas. Wenn ich den richtigen Partner an meiner Seite hätte, dann würde ich ein Kind adoptieren, anstatt ein eigenes zu bekommen bzw. noch ein eigenes..warum nicht. Klar kann das nicht jeder, aber ich kann das, wir sind alles Menschen, ich brauch nicht mein eigens Blut darin sehen, Mensch ist Mensch, spielt keine Rolle. Aber das ist ein anderes Thema.

SrirQTel?emxark


@ Chris_dmf

mir ging es die ganze Zeit nur darum zu sagen, dass wir den Gedanken "der Stärkste überlebt" nicht in unser bewusstes Denken aufnehmen müssen. Das Konzept "Stärke" ist auch nur ein menschliches Konzept, weil die Natur nur die Kategorie "Angepasst an das Umfeld" kennt.

Wir können den "Stärkeren", der seine Macht ausübt, einschränken, um die Schwächeren zu schützen. Das ist auch keine romantische Vorstellung. Vielmehr wäre das Gegenteil barbarisch. Die Natur funktioniert deiner Meinung nach nach dem Recht des Stärkeren. Darüber sind wir Menschen aber in vielen Bereichen des Lebens hinaus.

Wenn jemand ein Ehepaar überfällt, den Mann tötet und die Frau vergewaltigt und schwängert, dann feiern wir nicht den Sieg des Stärkeren, der sich fortgepflanzt hat, sondern wir stecken ihn ins Gefängnis. Ist das deiner Meinung nach Verrat an der Evolution? Verlierer müssen auf der Strecke bleiben, sagst du.

(und bevor du wieder sagst, das sei nur ein einzelnes Beispiel: nein, dahinter stehen allgemeingültige Auffassungen, die in unserer Gesellschaft unumstritten sind. Beispielsweise Menschenrechte, die niemand verletzen darf.)

CMhrizs_Ddqmxf


Du möchtest es immer noch nicht wahrhaben ;-) Deine Beispiele beziehen sich immer auf kleine Ereignisse und Vorkommnisse.

Vielleicht muss ich auch mal ein anderes Wort benutzen damit dir vielleicht ein kleines Licht aufgeht ;-) Stärke nicht nicht gleich Recht und Recht ist nicht gleich Stärke,denn auch der Schwache hat Recht. Nur, das Mitleid eines Verlierers ist kein wärmendes Licht (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

Die Gesellschaft, die ihre Menschen schützt, ist die in deinen Augen Schwach?

Und zum Thema Menschenrecht, hier ein paar Zeilen:

[[http://www.nordbayern.de/events/die-100-schonsten-mittagsbilder-aus-nurnberg-1.86812?offset=54#ancTitle]]

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