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Das Leben ist nicht fair, oder etwa doch?

mPedi0q01


Vielleicht ist es mehr die Frage des Blickwinkels: Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Natürlich sind solche Zustände, welche in ärmeren Ländern herrschen, sehr schlimm, aber das hat wohl weniger mit dem Leben als viel mehr mit den Menschen und ihrer Art zu tun. Aber wir Menschen entwickeln uns weiter und haben schon sehr gute Fortschritte gemacht in Richtung Toleranz, Gerechtigkeit, Menschenrechte ... . Früher war das Leben viiel schlimmer als jetzt.

Aber ich frage mich manchmal wieso ich ich bin und nicht jemand anders.

Allerdings hat uns die Mutter Natur schon sehr viel Macht über uns selbst gegeben. Wir können Entscheidungen treffen, nachdenken, eigenverantwortlich handeln, haben einen Willen. Es ist nichts ins Stein gemeisselt. Also wenn z.b. jemand ( in den modernen Ländern) in armen Verhältnissen aufgewachsen ist, kann der Mensch es ändern und muss nicht sein ganzes Leben in Armut verbringen oder dass man nicht so werden muss wie die eigenen Eltern, die Einen sehr stark geprägt haben und sogar wenn dem Menschen etwas Schlimmes zustößt wie ein Unfall oder Krankheit, hat dieser immer noch Einfluss darauf wie er damit umgeht ( die Einstellung dazu) . Sehr spannend.

S%irTe^lemark


das Leben ist sicherlich nicht gerecht, aber man kann doch einiges tun, um es gerechter zu machen. Das Konzept "Gerechtigkeit" ist von Menschen erfunden worden, und ich finde, dass diese Erfindung eine Errungenschaft ist. Gerechtigkeit ist ein unerreichbares Ideal, aber es sollte ein Ideal bleiben. Nur weil die Natur ungerecht ist, müssen wir es nicht auch sein.

Viele Leute tun ja auch etwas für Gerechtigkeit, z. Bsp. spenden sie an Kinder in Afrika, oder engagieren sich in Vereinen, die benachteiligten Kindern Chancengleichheit bieten sollen. Die Menschenrechte sind auch eine Form, wie der Mensch Gerechtigkeit schaffen will, indem er ein "Grundgerüst" an Rechten definiert, die allen Menschen gleich zustehen, egal ob arm oder reich, dumm oder klug, oder hübsch oder hässlich.

C%hryis_dm>f


Liebe Leserinnen und Leser,

ich möchte gerne eine Diskussion eröffnen. Es geht um die Frage, ob das Leben fair ist oder nicht... Dazu habe ich mir ein paar Fragen überlegt, die diese Problematik aufgreifen:

1. Wieso sehen manche besser aus als andere?

2. Wieso müssen Kinder in der 3. Welt hungern, und uns geht es prächtig?

3. Wieso werden Kinder in ihrer Kindheit misshandelt und manche nicht?

4. Wieso kriegen manche Männer alle Frauen und andere kriegen nicht einmal einen Kuss?

5. Wieso schwimmen manche im Geld und andere haben wiederum zu wenig davon?

Ich stelle euch diese Fragen, weil ich manchmal einfach das Gefühl nicht los werde, dass das Leben auf unserer Erde einfach nicht fair ist..

Was haltet ihr von dem Ganzen?

Darf ich mir erlauben eine Gegenfrage zu stellen? Was wäre, wenn das Leben immer "fair" wäre?

Nun zu deinen Fragen:

1) Weil es uns verrückt machen würde wenn nur noch Sahneschnitten durch die Gegend laufen würden (Stichwort Überangebot), des weiteren würden wir schlechter erkennen wer biologisch zu uns passt.

2) Nicht nur Kinder sondern viele Menschen in der dritten und in vielen anderen Welten. Sie müssen ua. Hungern das wir im Wohlstand leben können. Weiter möcht ich erstmal nicht gehen, das wird sonst zu lang.

3) Gewinner und Verlierer gibt es überall. Nicht nur in diesem Thema.

4) Weil sie entweder nicht gelernt haben mit Frauen umzugehen oder weil sie Krank, zb. Depressiv sind. Frauen riechen das auf 100m und machen einen weiten Bogen um den "bedauernswerten Kerl" aka "arme Sau".

5) Den Vermögenden gibt man, den Armen nimmt man. Reiche sind auch gleicher als ärmere, können sich (viel) mehr erlauben und haben grösseres Mitspracherecht. Alles in allem Sorgen Reiche dafür Reich zu bleiben und Arme sollen Arm bleiben.

Der springende Punkt ist die Evolution. Um weiter zu kommen MUSS es Verlierer geben.

So, mal sehen ob du damit was anfangen kannst. ;-)

E3hemali/ger Nu~tzer (#3x53655)


@SirTelemark

:)^

S\irTeRlemarxk


Der springende Punkt ist die Evolution. Um weiter zu kommen MUSS es Verlierer geben.

wir leben aber nicht mehr im Urwald. Wer sagt denn, dass wir uns an die Mechanismen der Evolution halten müssen? Nur weil es in der Wildnis so abläuft, bedeutet das doch noch lange nicht, dass das auch heute für uns Menschen gut und richtig ist. Also lassen wir doch einfach die Evolutiuon Evolution sein, und gestalten unser Leben so, wie wir es nach unserem Gewissen für das richtige halten, und nicht wie es sich "die Evolution" oder "das Leben" mal "gedacht" hat. Ich zitiere mich einfach mal selbst:

Nur weil die Natur ungerecht ist, müssen wir es nicht auch sein.

CjhrisX_dmxf


Nur weil du sie ausklammern möchtest, muss das die Evolution nicht Stören. Jedes Tun und Lassen ist im Sinne der Evolution.

wie wir es nach unserem Gewissen für das richtige halten

Genau daran scheitert dein Mutter Teresa Gedanke. Gewissen, das ist für jeden etwas anderes.

Sciqr/TelVemVark


"die Evolution" ist aber keine Größe, mit der man Ungerechtigkeiten (möglichweise auch selbst begangene) verteidigen kann. Eben weil wir uns bewusst entscheiden können, weshalb "Survival of the fittest" kein Naturgesetz ist, das unser Zusammenleben bestimmen muss.

Jedes Tun und Lassen ist im Sinne der Evolution.

ich finde diese Evolutions-Gläubigkeit ziemlich naiv. Alles hat irgendwie seinen Sinn, bezüglich der Evolution? Wieso sollte das so sein? Für mich klingt das fast schon esoterisch, ähnlich wie der Glaube an die Gesetze des freien Marktes ("Jeder Handel ist gut für den Markt. Der Markt heilt sich selbst, und alles, was auf dem Markt passiert, ist im Sinne der Wirtschaft" - wir haben ja bei der Finanzkrise gesehen, wohin ein völlig freier Markt führen kann).

Im übrigen ist das, was du vertrittst, ein Zerrbild der Evolution. Alleine schon, dass du das aussortieren von "Verlierern" als "weiterkommen" (wohin weiterkommen eigentlich) siehst, hat nichts mehr mit der biologischen Vorstellung von Evolution. Es überlebt nämlich nicht der stärkste oder der "beste", sondern der, der am besten angepasst ist. Und was am besten angepasst ist, hängt stark vom Zufall ab. Deshalb ist es absurd zu glauben, dass Evolution zum Fortschritt führt. Wenn braune Hasen in ein Schneegebiet ziehen, werden die Nachfahren durch die Evolution nicht stärker oder "kommen weiter". Sie werden einfach nur weißer.

C{hrLis_3dxmf


Wer sagt denn das ich sie verteidige, nur weil ich es anspreche? Müssen eigentlich alle Diskussionen mittlerweile darauf hinauslaufen, das alles was man anspricht auch gleichzeitig seine Gesinnung sein muss?

Tja, und ich finde deine "Wir müssen nur Gut sein, dann wird schon alles" Gläubigkeit ebenfalls nicht sehr Geistreich.

Wenn es nicht so sein sollte, hört das Leben Morgen auf. Dann gibt es keinen Grund mehr gerecht oder Ungerecht sein zu wollen. Gerechtigkeit, das ist mitunter auch eine Modeerscheinung.

Evolution ist auch Anpassung und Anpassung ist Evolution. Nicht alles was Krank oder Schwach ist wird gleich beseitigt, das ist ein langwieriger Prozess. Wer sich Anpassen kann hat ja schon eine bestimmte Stärke in sich.

Wohin? Weiter auf der Spur des Lebens das nur nach Vorne ausgerichtet ist. Der erste ist das wichtige. Nur der Sieger zählt.

Das Evolution zum Fortschritt führt ist deine Ausführung. Evolution sorgt für Selektierung. Ob diese dann "im besten Sinne" ist, wirft ganz andere Fragen auf.

SpirTelxemark


Wer sagt denn das ich sie verteidige, nur weil ich es anspreche? Müssen eigentlich alle Diskussionen mittlerweile darauf hinauslaufen, das alles was man anspricht auch gleichzeitig seine Gesinnung sein muss?

ich verstehe dich schon so, dass du sagst, dass die Evolution der bestimmende und unausweichliche Faktor ist, der für Ungerechtigkeiten sorgt.

Dagegen sage ich, dass es trotzdem unsere freie Entscheidung ist, ob wir erwas gegen Ungerechtigkeiten tun - und das können wir. Die Menschenrechte sind das beste Beispiel dafür, dass Menschen sich von dem Gedanken "Nur der Sieger zählt" lösen können und ALLEN Menschen gewisse Rechte zugestehen. Wir haben einen freien Willen und können uns bewusst gegen Selektion und Ungerechtigkeit entscheiden.

Tja, und ich finde deine "Wir müssen nur Gut sein, dann wird schon alles" Gläubigkeit ebenfalls nicht sehr Geistreich.

sage ich ja gar nicht. Ich sage doch ausdrücklich, dass es ein unerreichbares Ideal bleiben wird - aber auch, dass wir zumindest ein bisschen für mehr Gerechtigkeit tun können. Nicht mehr und nicht weniger.

Nicht alles was Krank oder Schwach ist wird gleich beseitigt, das ist ein langwieriger Prozess. Wer sich Anpassen kann hat ja schon eine bestimmte Stärke in sich.

Stark und schwach sind aber völlig ungeeignete Begriffe, um Evolution zu beschreiben. Wenn ein brauner Hase im Schnee von einem Raubtier gesehen und gefressen wird, dann war er eben nicht angepasst. Was ich sagen will: Angepasstheit ist keine Fähigkeit, die man als Stärke auslegen kann, sondern eine Eigenschaft, wie die Farbe des Fells. Es gibt kein stark und schwach in der Natur. Es gibt nur unterschiedliche Eigenschaften, die in unterschiedlichen Umgebungen unterschiedlich vorteilhaft sind.

Selbst ein großer, kräftiger Körperbau eines Raubtieres heißt nicht automatisch, dass dieses Tier einen Vorteil gegenüber dem kleinen mickrigen Artgenossen hat. In Gegenden mit wenig Nahrung kann ein großer Körper mit einem entsprechend hohen Nahrungsbedarf auch schnell zum Fluch werden, während der kleinere Kollege vielleicht noch so grade genug zu fressen findet. Du kannst also nicht von Starken und Schwachen in der Evolution reden, man ist immer nur stark oder schwach in Bezug auf die aktuelle Umgebung.

Und die Umgebung kann sich verändern. Die Sieger von heute sind die Verlierer von morgen. Die Evolution führt deshalb nicht "nach vorne", sondern auch mal im Kreis und zickzack, wie es die wechelhafte Natur gerade vorgibt

E&hemalibger^ Nut"zer m(#6x9928)


Nein, das Leben ist nicht gerecht. Wir starten mit unterschiedlichen Voraussetzungen in das Leben, und niemand achtet dabei auf Gerechtigkeit. Die Menschen, die an Götter, Belohnungen nach dem Tod und Karma glauben, mögen sich nicht auf die Zehenspitzen getreten fühlen, doch ich bin der festen Überzeugung, dass keine höhere Macht für einen Ausgleich sorgt, ob nun in diesem oder in einem anderen Leben. Wir sind unseren Startbedingungen aber auch nicht hilflos ausgeliefert. Einige Punkte auf dieser Liste werden auch stark durch eigene Entscheidungen geprägt und sind nicht einfach bloß Schicksal. Wie ich aussehe, welche Wirkung ich auf das andere Geschlecht habe und wie es um meine Finanzen steht, ist nicht reiner Zufall.

S`i&nneQstäxter


weil ich manchmal einfach das Gefühl nicht los werde, dass das Leben auf unserer Erde einfach nicht fair ist.

Ich finde es gerade ziemlich erstaunlich, daß jemand, der einen PC bedienen und einen Beitrag schreiben kann (also dem Grundschulalter entwachsen ist) überhaupt glauben kann, daß Leben auf der Erde wäre fair – ich glaube, so ziemlich das erste, was ich mit meinen neu gelernten Worten brabbeln konnte war, wie scheiße ungerecht die Welt ist ;-D

Aber zumindest konnte ich mir lange den Glauben bewahren, daß man viele Möglichkeiten hat, um selbst dagegen anzugehen. Eben das "Tu was, dann bekommst du was" und "wenn du sähst, dann erntest du", und Mißernte durch Hagelschlag kommt vor, ist aber die Ausnahme, und läßt sich durch Mehrsähen im nächsten Jahr kompensieren.

Irgendwo entlang meines Weges hab ich diesen Glauben verloren, er rangiert jetzt irgendwo auf derselben Wahrscheinlichkeitsebene wie "Wenn wir sterben, kommen wir (wenn wir brav waren) in den Himmel, und liegen dort den ganzen Tag auf einer Wolke herum und frohlocken" btw, die Christen sind, was erstrebenswerte Paradiesvorstellungen angeht, im Vergleich zu Mohammed geradezu jämmerlich unkreativ

Und das ist nicht gut. Wenn Anstrengungen überproportional oft für die Füße sind, raubt einem das die Motivation, sich mehr zu bewegen, als es unbedingt nötig ist :-/ ...die Illusion, man könnte etwas bewegen, wenn man sich nur genug bewegt, ist verdammt essentiell für das Wohlbefinden.

CkorneVlia59


"Wenn wir sterben, kommen wir (wenn wir brav waren) in den Himmel, und liegen dort den ganzen Tag auf einer Wolke herum und frohlocken" btw, die Christen sind, was erstrebenswerte Paradiesvorstellungen angeht, im Vergleich zu Mohammed geradezu jämmerlich unkreativ

"'luja sog I" !

]:D Sorry, der Satz in deinem Post war grade zu verführerisch! ;-D

SeinJnestxäter


Sorry

Wofür, was meinst du an was ich beim Schreiben dieses Satzes gedacht habe ;-D

C1ornewlYia5x9


:-o ;-D ;-D ;-D

H*.B&arbxin


Das Leben ist nicht fair, aber wie unfair es ist, kann durch die Gesellschaftsornung beeinflusst werden. Es bietet sich übrigens an nach Verteilungsgerechtigkeit, Chancengerechtigkeit, Prozessgerechtigkeit etc. zu differenzieren. Je nachdem was man in erster Linie möchte, können andere Konstellationen als fair oder unfair erscheinen.

1. Wieso sehen manche besser aus als andere?

Genetische Anlagen, Können und Mühe darin das Aussehen zu optimieren und das angesichts sehr eindimensionaler und mit viel Druck behafteten medial vermittelter Schönheitsnormen.

2. Wieso müssen Kinder in der 3. Welt hungern, und uns geht es prächtig?

u.a. wegen kolonial geprägten Wirtschaftsbeziehung, mangelnder gewerkschaftlicher Organisation, mangelnden Gesetzen und mangelndern Durchsetzbarkeit von Gesetzen, außerdem Desinteresse vieler Verbraucher dem Verlangen lieber mehr als menschenfreundlich produziertes zu kaufen, mangelnder Transparenz, ungleiche Verteilung von Ressourcen, ineffiziente Nutzung von Ressourcen z.B. in Form von Fleisch...

3. Wieso werden Kinder in ihrer Kindheit misshandelt und manche nicht?

Ein gutes Beispiel um zu zeigen, dass faire Verteilung nicht alles ist. Denn würde man die Misshandlungen fair verteilen, würden alle Kinder mal misshandelt dafür keine mehr oft. Misshandlung ist allerdings von Grund auf nicht fair, die Lösung ist keine Umverteilung sondern, dass Kinder nicht misshandelt werden sondern mit Respekt behandelt werden.

4. Wieso kriegen manche Männer alle Frauen und andere kriegen nicht einmal einen Kuss?

Schön, dass gleich im Anschluss an Misshandlungen zu thematisieren. Denn wo käme man denn hin, wenn Frauen als Gut gelten, dass fair unter Männern verteilt werden muss. Dann müssten Frauen mit Männern schlafen, die sie nicht anziehend evtl. sogar abstoßend fänden. Ist das fair? Wenn Männer und FRauen gleichermaßen als selbstbestimmte Menschen betrachtet werden (erscheint mir fair), dann dürfen auch beide gleichermaßen auswählen ob sie mit jemandem Sex haben oder Knutschen wollen. Wenn einer nicht will, dann passiert es eben nicht. Das ist fair, auch wenn eine ziemlich ungleiche Verteilung dabei rauskommt.

5. Wieso schwimmen manche im Geld und andere haben wiederum zu wenig davon?

Kapitalismus, Berufe, Diskriminierung, Begabung, Vererbung, politische Entscheidungen...

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