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Das Leben ist nicht fair, oder etwa doch?

Wiolfgkanxg


eben aber nicht mehr im Urwald. Wer sagt denn, dass wir uns an die Mechanismen der Evolution halten müssen? N

Wir leben nicht mehr im Urwald? Das glaubst auch nur du. Wir leben nicht mehr im Wald, aber die Gesetze des Dschungels gelten auch in der Grossstadt. Selbstverständlich findet nach wie vor Evolution statt. Wer nicht mehr gut sehen kann und bei Rot über die Ampel radelt, muss sich nicht wundern, wenn er aus dem Genpool entfernt wird. Wer sich nicht an Ernährungsregeln hält, so dass er als Jugendlicher schon massiv Adipositas hat, muss sich nicht wundern, dass ihn die Natur mittels Diabetes und den Folgeerscheinungen z.B. Impotenz frühzeitig von der Fortpflanzung ausschaltet. Alles evolutive Fakten. Evolution braucht Zeit. Das geht nicht von heute auf morgen, aber wer weiss heute schon, wie wir uns in 50 000 Jahren angepasst haben – falls es die Menschen dann überhaupt noch gibt und nicht die Ameisen und Kakerlaken die Weltherrschaft übernommen haben.

Wmolf5gaDng


:-o %-| Da fehlt wieder mal ein "l": Wir leben nicht mehr im Urwald...

Wvolfgaxng


Beim Zünden eines Sprengkörpers hat ein 17-Jähriger am Sonntagabend in Berlin-Gropiusstadt einen Zeigefinger und Teile seines Daumens verloren. ...

...

Bereits am Samstag hatte ein 26 Jahre alter Mann in Reinickendorf zwei Finger eingebüßt, als er einen Böller in einer Wohnung im Huttwiler Weg gezündet hatte. Es misslang ihm aber, den Böller aus dem Fenster zu werfen, bevor dieser explodierte.

Auch an solchen Meldungen zeigen sich evolutive Faktoren. Fehlende Finger, Hände, Augen etc. mindern bei jungen Menschen entscheidend die Chancen auf erfolgreiche Fortpflanzung. Ein gewisses Mass an Vorsicht und Intelligenz erhöht daher die Heiratsmöglichkeiten.

Würde ein solcher Unfall bei einem älteren Mann, sagen wir mal ab 60 Jahren oder 70 Jahren aufwärts passieren, so wären auch die Finger Matsch, aber es hätte keinen Einfluss mehr auf Evolution. Dummerweise sind ältere Männer aber eher so klug, Böller von der Stärke von Handgranaten nicht in der Hand zu halten.

E)hesmali`ger NTutzeHrz (#35G36J55x)


Dummerweise sind ältere Männer aber eher so klug, Böller von der Stärke von Handgranaten nicht in der Hand zu halten.

und vorher das Fenster zu öffnen ;-D

Fvlapcxk


Auf "warum" Fragen gibt es nie eine Anwort, ausser man bemüht eine Ideologie, ein Glaubenssystem. Mit solchen Systemen lassen sich alle Fragen scheinbar schlüssig beantworten. In letzter Zeit besonders beliebt ist die Evolutionstheorie.

Leider sind die "warum" Fragen meistens grad die, welche uns am meisten unter den Nägeln brennen.

RGon`aldW 60


Niemand hat behauptet, dass das Leben fair ist?

Du kannst jedoch aktiv dazu beitragen, dass einige es als fair erleben können.

-xvietnxamesinx-


Warum das so ist, dass weiss niemand, es ist aber eben so!

Und ich finde man sollte das Beste aus seiner Situation machen und nicht nur nach links und rechts schauen was andere haben. Es ist nämlich auch so, dass die Leute die Dinge haben die man selbst nicht hat, nicht unbedingt sorgenfreier Leben, AUCH diese Menschen schauen nach links und rechts und sagen sich: Der oder die haben dies und jenes, was ich nicht habe. So muss man sich das auch mal vorstellen.

Bei niemandem ist alles perfekt, Aussehen und Geld ist nicht alles im Leben, es erleichtert vielleicht einiges, aber es macht alleine nicht glücklich. Da vertun die sich, die dies nicht haben nämlich mit!

Das es manchen Menschen schlecht geht-dritte Welt z.b hängt ganz einfach damit zusammen, dass die Welt nicht soviel hergibt, dass alle im Wohlstand leben können, dass ist traurig, aber wahr. Und vielleicht ist es auch von Menschen so gemacht, denn es muss Leute geben die für ganz wenig Geld arbeiten und Dinge produzieren, damit andere Teile in der Welt funktionieren. Man kann sich glücklich schätzen, wenn man nicht zu denen gehört, die es härter haben als wir. Nur muss man auch bedenken, dass diese Menschen es nicht anders kennen, wir sehen das nur von aussen und haben Mitleid, aber diesen Menschen geht es gar nicht so mies wie man immer denkt. Nicht allen zumindest!

Sxu/perkYröte


Man muß noch nichtmal in die dritte-Welt Länder blicken um Armut zu sehen, auch hier in Europa sind viele davon betroffen, auch hier gibts Straßenkinder, Obdachlose...

Als ich in Rumänien war und Familien gesehen habe die sich ihr Essen aus Müllcontainern besorgen und daneben noch Straßenhunde hungrig dreinschauten kam ich mir vor wie von einem fernen Stern :°( .

Die Menschen dort haben keine Chance, Schule kostet, Bildung kostet.

Mit fairness hat das nichts zu tun, auch nicht mit der Evolution, sondern mit einem nicht funktionierendem "Rechtsstaat" das sich selbst in die Taschen wirtschaftet >:( . Juhuu, willkommen in der EU ]:D .

WOolef;ganxg


Angesichts dieses Textes aus der wahrscheinlich relativ neutralen Bundeszentrale für politische Bildung

[[https://www.bpb.de/dialog/145727/wir-lassen-sie-verhungern-interview-mit-jean-ziegler]]

Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 57000 Menschen sterben pro Tag an Hunger. Eine Milliarde Menschen sind permanent schwerst unterernährt. Und das auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt. Der World Food Report der UNO sagt, dass die Weltlandwirtschaft heute problemlos fast 12 Milliarden Menschen, also fast das Doppelte der Weltbevölkerung, ernähren könnte.

erscheint dein Kommentar

Nur muss man auch bedenken, dass diese Menschen es nicht anders kennen, wir sehen das nur von aussen und haben Mitleid, aber diesen Menschen geht es gar nicht so mies wie man immer denkt.

ziemlich zynisch. Nicknames sagen bekanntlich wenig über den Autor aus. Dennoch hätte ich bei deinem Nick, vietnamesin, einen anderen Text erwartet.

Ich möchte diese Zahlen nochmals veranschaulichen:

Jeden Tag! verhungern 57 000 Menschen!!! In einen Jumbo-Jet passen etwa 300 Passagiere. Die Zahl der Hungertoten entspricht also dem täglichen! Absturz von ca. 190 Jumbo-Jets. Wieviel mieser muss es denn diesen Menschen noch gehen, damit du sagst, dass es ihnen mies geht?

Ich wünsche euch allen ein fröhliches Weihnachtsfest!

SZuperkr\öte


Wolfgang

Oh, du veranschaulichst gerade das Elend :°( . Ich weiß auch nicht was man dagegen tun kann, ausser spenden fällt mir auch nichts ein. Habe einen Bericht gesehen das dort in teilen von Afrika holländische Zwiebeln und Milch aus der EU verkauft werden und zwar so günstig das die Leute vorort ihre Ware nicht mehr verkaufen können. Es fehlt dort an vielem und ich denke (wissen tu ich es nicht) das dieser Teil der Erde mit Absicht "klein" gehalten wird. Dazu kommt noch der Krieg, man schaut zu wie sie sich gegenseitig umbringen, da schreitet keiner ein.

Wzolfga-ng


was man dagegen tun kann, ausser spenden fällt mir auch nichts ein

Was man dagegen tun kann? Ach weisst du, ich habe in verschiedenen Ländern einige Jahre in der Entwicklungshilfe gearbeitet, u.a. in Vietnam. Da kann man schon an der einen oder anderen Stelle ansetzen. Blöde allerdings wenn unsere Bundesregierung gerade die Entwicklungshilfe um viele Millionen kürzt, obwohl sie vor der UNO entsprechende Zusagen gemacht hat, die bis heute noch nie! eingehalten wurden. Aber was will man bei einem Entwicklungshilfeminister Niebel der FDP-Mitglied der Wirtschaftspartei ist auch erwarten. Vor seinem Amtsantritt als Entwicklngshilfeminister hat er sich entschieden für die Kürzung des Entwicklungshilfeetats eingesetzt. Dennoch (oder deswegen?) hat er dieses Resort übernommen und nun wird eifrig gekürzt.

SxupeFrkrvöte


Wolfgang

Das finde ich große Klasse und meinen Respekt das du dich so angagierst, das schafft nicht jeder @:) .

Ich lese die Wut in dir und ich kann es gut nachvollziehen.

Mir geht das ganze auch sehr Nahe, allerdings war ich noch nie in einem Land der "dritten-Welt" :-/ und kenne nur die Bilder aus dem Fernsehn.

T)heB\lackWixdow


Nein, das Leben ist nicht fair. Menschen leiden, Tiere leiden. Und der Mensch als solches tut nicht genug dagegen.Ich bewundere Menschen, die ihre Zeit dafür opfern und dem Elend jeden Tag ins Auge blicken und helfen wollen. Und ich empfinde ein ganz großes Unbehagen mit Menschen, denen das Elend auf der Welt scheissegal ist.

Aber jedem Menschen ist es freigestellt, auf seine Art etwas zu tun.

C|hris\_dmxf


Bevor ich näher drauf eingehe – Man kann natürlich für mehr Gerechtigkeit Sorgen. Nur irgendwann ist der Punkt erreicht an dem es kein gerechter mehr gibt weil dann irgendeiner etwas verlieren muss, damit es ein anderer gewinnen kann.

Als grossen Schritt boykottieren wir jetzt die Billig Klamotten-Discounter (Kinderarbeit, sowie allgemeine Auseutung), und kaufen nur Obst aus dem Fair Trade das die Bauern in Afrika und Südamerkia richtig für ihre Arbeit entlohnt werden. Mal sehen wann der erste nicht mitmacht weil es seine finanzielle Situation nicht zulässt und der nächste verweigert sich weil er nicht soviel Geld ausgeben möchte. Unser Wohlstand geht zu hohen Prozentzahlen auf Kosten der Menschen in der zweiten, dritten und vierten Welt!

Ein Arbeitskollege, nein eigentlich war es der halbe Bus, hat mal gesagt "Zisis, was müssen die Chinesen jetzt auch anfangen mit dem Auto zu fahren und unser ganzes restliches Öl zu verbrauchen, sollen sie doch weiter beim Fahrrad bleiben!"

Und @Vietnamesin. Natürlich Wissen es viele, wir wollen es nur nicht wahrhaben.

SwirMTelxemark


@ Wolfgang

Wir leben nicht mehr im Urwald? Das glaubst auch nur du. Wir leben nicht mehr im Wald, aber die Gesetze des Dschungels gelten auch in der Grossstadt. Selbstverständlich findet nach wie vor Evolution statt. Wer nicht mehr gut sehen kann und bei Rot über die Ampel radelt, muss sich nicht wundern, wenn er aus dem Genpool entfernt wird.

ich sage auch nicht, dass die Evolution keine Rolle mehr spielt. Aber ich sage, dass wir uns nicht an die Evolution halten müssen. Wir können uns dafür entscheiden, uns über die Evolution hinwegzusetzen, beispielsweise indem wir das kurzsichtige Verkehrsopfer versuchen, durch Wiederbelebung zu retten. Wenn jemand wegen Kurzsichtigkeit vom Auto angefahren wird, mag da die Evolution hineinspielen, aber deshalb müssen wir da noch lange keinen "Schritt nach vorn" oder einen Sinn hineininterpretieren. In der radikalsten Form hieße das in deinem Verkehrs-Beispiel, dass wir einem Verletzten die Behandlung verweigern, da die Evolution ja offenbar "wollte", dass er stirbt, und das kann ja nicht falsch sein.

Du hast Recht, natürlich gibt es die Evolution noch. Wir können ihr aber durch bewusstes Handeln teilweise entgegenwirken - nur weil die Natur ungerecht ist, müssen wir es nicht auch sein.

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