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Das Leben ist nicht fair, oder etwa doch?

C!hri!s_dxmf


Das wäre ja zu schön wenn wir das wirksam könnten. Ne, ich denke das gäbe sogar mitunter ziemliches Chaos ;-D

Du musst das schon etwas komplexer Sehen und kannst nicht mit Einzelschicksalen den ganzen Evolutionsfortgang in Frage stellen.

So ein schönes Beispiel ist die Liebe. Sie entsteht (im gesunden Zustand) weil die Chemie im Körper den anderen gescannt und entschieden hat das mit diesem Partner die gesündesten und stärksten Nachkommen zustande kommen könnten. Natürlich ist das noch viel Komplexer, das Grundschema läuft dennoch so ab.

"Etwas" grösser ist das Thema beim deutschen Volk. Das schafft sich nämlich tatsächlich langsam aber sicher ab. Nicht wegen der anderen Nationen im Land sondern weil deutsche Kinder heute übermäßig behäbig, Faul und Schwach sind im Gegensatz zu aufkommenden, neuen Mächten wie China zb. Selbst Nordkoreanische Kinder könnten unsere Kinder im Fach Leistung und Disziplin locker in die Tasche schieben.

Anmerkung: Nein, ich heiße das nicht gut, verschließe nur nicht meine Augen davor.

WDolpfgang


Aber ich sage, dass wir uns nicht an die Evolution halten müssen. Wir können uns dafür entscheiden, uns über die Evolution hinwegzusetzen,

Genau das,lieber SirTelemark, dachten auch die Saurier. Sie dachten, sie könnten sich über die Evolution hinwegsetzen und wurden immer grösser. Es war ein tragischer Irrtum – das Ergebnis setze ich als bekannt voraus.

Die Natur ist Natur und es ist der Natur scheissegal, ob sich der Mensch über die Evolution hinwegsetzen will. Er wird es nicht schaffen. Die Natur pustet ein bisschen Wind und schon zittert New Yorck. Es zittert vor Kälte und vor Angst und der Evolution ist es wurstpiepegal, ob in New Yorck die Lichter ausgehen. Wir kämpfen gegen neue multiresistente Bakterienstämme und immer mehr Menschen sterben kläglich in den Krankenhäusern und die Ärzte müssen hilflos zugucken. Wir müssen gegen neue HIV-Stämme, Vogelgrippe und Ebola-Viren kämpfen und da wirst du nicht gefragt, ob du dich entscheiden möchtest, dich über die Evolution hinwegzusetzen. Da lacht die Evolution bloss höhnisch!

100 Millionen Jahre vor den Saurieren gab es schon die Kakerlaken. Sie wird es auch 200 Millionen Jahre geben, nachdem die Evolution die Menschen ausgelöscht hat. Sie sind die Meister der Evolution – nicht der Mensch. Der Mensch steckt in einer evolutiven Sackgasse, denn sein Gehirn hat Extremeigenschaften angenommen, die kaum eine Weiterentwicklung erlauben. Leider ist unser Gehirn noch dem Gehirn der Kakerlaken unterlegen, denn wir durchschauen immer noch nicht deren Überlebenstricks.

S2irTexlemJarxk


Genau das,lieber SirTelemark, dachten auch die Saurier. Sie dachten, sie könnten sich über die Evolution hinwegsetzen und wurden immer grösser. Es war ein tragischer Irrtum – das Ergebnis setze ich als bekannt voraus.

Saurier können gar nicht denken, weil sie zu dumm waren. Sie haben sich ja auch nicht bewusst dafür entschieden größer zu werden. Das hat die Evolution so eingerichtet. Wir Menschen können uns dagegen bewusst für unser Verhalten entscheiden.

Die Natur ist Natur und es ist der Natur scheissegal, ob sich der Mensch über die Evolution hinwegsetzen will. Er wird es nicht schaffen.

aber sicher doch. Ich habe schon mehrere Leute gesehen, die Dank der modernen Medizin schwere Unfälle überlebt haben. Was nicht heißt, dass der Mensch allmächtig ist. Er kann aber bewusst beschließen, dass die Mechanismen der Evolution nicht wünschenswet sind und in einem gewissen Rahmen versuchen, sie außer Kraft zu setzen. Die Menschenrechte sind ein gutes Beispiel dafür. Ein Sozialdarwinist, der nur an die Richtigkeit der Evolution glaubt, würde bei einem Mord sagen, dass das eben das Gesetz der Natur ist, während wir das Menschenrecht auf Leben verletzt sehen und erkennen, dass die Natur den Täter nicht gezwungen hat, sondern dass der Mensch es selbst in der Hand hat, ob er am (tödlichen) Kampf aller gegen alle teilnimmt, oder ob er sich dagegen entscheidet und die Rechte anderer achtet.

CRhr]i-s_dZmxf


Es ist unter anderem die Einfachheit, Wolfgang. Sehe doch mal wie leicht unser geregeltes Leben den Bach runter gehen kann. Ohne Strom zb.

5 min? kleines Chaos an Ampeln, Stellwerken etc.

5 Stunden? Riesen Chaos in allen grösseren Städten, sämtliche Mobilität ist zum erliegen gekommen.

5 Tage? Die Leute bekommen Hunger

5 Wochen? Wir sind zurück im 19. Jahrhundert...und das nur weil der Strom fehlt.

Auch Krankheiten muss es geben. Stell dir vor keiner wäre mehr Krank und es gäbe keine Seuchen mehr...Die Erde, also deren Systeme, würde bei der derzeitigen Bewohner Zahl (7,1Mrd )sehr viel schneller kollabieren,als es uns jetzt schon bevor steht.

CqhrisK_dmxf


@ Sir Telemark

Auch wenn du mich jetzt ignorierst, halte dich nicht mit Einzelschicksalen auf. Und wenn du schon die Medizin ansprichst, auch das ist Evolution. Die "Schwachen" können sich keine medizinische Versorgung leisten. Im Gegensatz bringt so langes Leben neue Probleme. Unser und andere Völker werden immer Älter und was das mitunter heisst, davon kannst du dich in den Pflegeheimen informieren...

WaolXfganxg


Saurier können gar nicht denken, weil sie zu dumm waren.

Ich fürchte, du hast schon diesen meinen einfachen Text nicht ganz verstanden. :=o

Dass manche Menschen schwere Unfälle dank moderner Medizin überleben, bestreite ich gar nicht, doch darum geht es auch gar nicht.

Sir Telemark, ich lade dich ein: Wenn wir dereinst mal tot sind, dann setzen wir uns zusammen auf eine Wolke und beobachten, was die Evolution im Weiteren mit den Menschen macht. Wir haben dann viel Zeit und können über allerlei plaudern. Ich sage dir voraus, dass es nur noch ein paar kurze evolutive Jahre dauern wird – vielleicht eintausend Jahre, vielleicht zwanzigtausend Jahre, das ist nicht viel – dann ist der Mensch wieder von der Erde verschwunden. Ein paar Überreste werden bleiben, aber die Erde wird sich weiter um die Sonne drehen – das ist Natur.

Falls ich mit meiner Voraussage Unrecht haben sollte, so spende ich dir eine Kiste Manna! Versprochen!

SdirTeSlemxark


ich ignoriere dich nicht, keine Sorge

Die "Schwachen" können sich keine medizinische Versorgung leisten.

Die Armen, es müsste heißen die Armen. Aber auch die können sich hierzulande eine medizinische Versorgung leisten - dank gesetzlicher Krankenkassen. Treibt man deine Logik auf die Spitze, müsste man das abschaffen, damit die, die du als "die Schwachen" bezeichnest aussterben und die Evolution ihren Weg geht. Das ist ja auch ungefähr der Ansatz des Sozialdarwinismus in Verbimdung mit radikalem Wirtschaftsliberalismus/Kapitalismus

SsirTJele>marxk


Ich sage dir voraus, dass es nur noch ein paar kurze evolutive Jahre dauern wird – vielleicht eintausend Jahre, vielleicht zwanzigtausend Jahre, das ist nicht viel – dann ist der Mensch wieder von der Erde verschwunden. Ein paar Überreste werden bleiben, aber die Erde wird sich weiter um die Sonne drehen – das ist Natur.

das bestreite ich doch alles gar nicht.

Was ich bestreite ist, dass wir unser Zusammenleben so regeln müssen, wie wir glauben, dass die Evolution es vorgibt. Nur ein weiteres Beispiel: Der Höhlenmann geht auf die Jagd, die Höhlenfrau bleibt daheim bei den Kindern. Das ist zunächst einmal die Vorgabe aus der Evolution. Bedeutet das nun, dass es auch in unserer heutigen Gesellschaft sinnvoll ist, dass Frauen zuahause bleiben? Oder kann es nicht sein, dass wir selbst entscheiden müssen, was richtig und sinnvoll ist?

k%ater)chacrlie


100 Millionen Jahre vor den Saurieren gab es schon die Kakerlaken. Sie wird es auch 200 Millionen Jahre geben, nachdem die Evolution die Menschen ausgelöscht hat. Sie sind die Meister der Evolution – nicht der Mensch. Der Mensch steckt in einer evolutiven Sackgasse, denn sein Gehirn hat Extremeigenschaften angenommen, die kaum eine Weiterentwicklung erlauben. Leider ist unser Gehirn noch dem Gehirn der Kakerlaken unterlegen, denn wir durchschauen immer noch nicht deren Überlebenstricks.

klingt doch ziemlich pessimistisch.

mein bescheidener beitrag zum thema: jeder schafft sich selber seine welt. jeden tag, jede minute. vielleicht ist das der trick der kakerlaken?

kennst du nicht die tage, an denen alles strahlt? die genialen tage voller glück?

und schon kurz darauf vielleicht ein schicksalsschlag:

und die welt ist grau und tot.

was ich damit sagen will: die bewertung der menschlichen gegenwart nach diesem ansatz greift in die falsche richtung.

CJhris_xdmf


Die Armen, es müsste heißen die Armen.

Für die Evolution gibt es keine "Armen". Stark oder Schwach und vilt. ne Mittelmäßigkeit die sich aber auch irgendwann entscheiden muss ;-D

Es passiert doch. Afrika wird es in paar Jahrhunderten so nicht mehr geben...

Das ist doch Quatsch, das wir unser Zusammenleben so Regeln müssten wie wir glauben das die Evolution uns vorgibt. Das was wir Glauben IST die Evolution ]:D .

Dummfug, die Evolution macht keine Vorgaben wann wir Kacken gehen sollen, sie entscheidet ob du zur Richtigen Zeit nen Haufen gemacht hast :-p

Aber ich denke leider das du das niemals verstehen willst oder kannst. Das würde ,so glaube ich, dein relativ enges Weltbild ins Wanken bringen ;-)

SxirTCel|eBmaxrk


Ich habe nun schon mehrfach erklärt, dass es keine Starken und Schwachen in der Evolution gibt, sondern nur besser und schlechter angepasste. Das ist übrigens die wissenschaftliche Auffassung von Selektion. Sicherlich kennst du den Ausdruck "survival of the fittest". "fit" heißt aber nicht stark, sondern angepasst.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Survival_of_the_Fittest]]

Evolutionsbiologen vermeiden heute den Begriff, da er die aktuelle Vorstellung von der Evolution nicht angemessen beschreibt. Zum einen suggeriert er eine Kontinuität in der Evolution hin zu immer größerer Fitness. Heutige Arten wären dann "fitter" als ausgestorbene, was nicht der Fall ist. Zum zweiten ignoriert er das Prinzip der sexuellen Selektion.

duavSidbreutlexr


Erstmal danke an alle, die so tatkräftig an der Diskussion mitgewirkt haben. Einige haben auf meine Fragen konkrete Antworten gegeben, darum ging es aber eigentlich nicht!

Der Sinn der Fragen war es, euch einen Diskussionsansatz zu geben, damit man einfach allgemein darüber diskutieren kann, ob denn das Leben nun fair ist oder nicht.

Vielleicht geht die Diskussion ja noch ein Stückchen weiter!

l&eana-BXurgxfest


Eigentlich bin ich grad ein wenig traurig, dass wir nicht alle an einem Tisch sitzen und uns gegenseitig zuhören können. Dieses Thema ist enorm wichtig in meinen Augen

So, aber jetzt mal einen Gedankengang, wie immer ein wenig OT Leana kann nie geradeaus denken

Leider ist unser Gehirn noch dem Gehirn der Kakerlaken unterlegen, denn wir durchschauen immer noch nicht deren Überlebenstricks.

Die werden wir sicherlich auch nie bekommen. Denn meiner Meinung nach ist das Leben unfair, weil es unfair sein muss. Ich glaube nicht an höhere Mächte, aber ich glaube, dass sich die Natur etwas dabei gedacht hat, bei den Veränderungen oder bei der Evolution, die sie durchläuft.

Wenn ich alles wegschäle und betrachte nur uns und die Kakerlaken, dann frag ich mich in erster Linie, was machen die und was machen wir. Und da kommt mir nur eine Antwort, die passen sich an. Wir nicht. Die Kakerlaken leben mit der Natur, nach der Natur. Wir leben und die Natur soll sich anpassen. Das kann nur schief gehen. Wie denn auch. Die Welt ist ein empfindliches, perfekt funktionierendes System, mit Leben und Tot. Jedes Tier trotzt dem, mit wenigen Ausnahmen. Nur wir nicht. Ich glaube sogar, dass wir nur noch geduldet werden in diesem System, wir haben nämlich rein gar nichts mehr gemeinsam mit der Welt. Wir kennen kaum noch Urinstinkte. Wir haben das Geheimnis des Lebens völlig verloren. Manchmal denke ich, die kleinen Stämme die im Urwald, oder in Afrika leben, haben es da teilweise! etwas besser als wir. Sie haben zwar Sorgen, wie Hunger, Krankheit, aber dafür haben sie ein Leben im System. Und ich denke sogar, dass diese Menschen eher mit der Evolution mitgehen als wir. Die können sich noch eher anpassen. Mit der Natur leben. Und nicht gegen sie.

Egentlich dürfte man nicht sagen das Leben ist unfair, sondern die Menschheit.

Und NEIN – ich habe keine zwanzig Freundschaftsanbändchen und sitze im Wald und rede mit den Bäumen ;-)

hguodemxcv


Ich behaupte mal, dass wir Menschen auch heute noch fast nur nach Urinstinkten handeln.

Unser Gehirn erlaubt es uns unser Tun zu reflektieren, aber die erste Reaktion ist immer instinktiv.

Und alle Urinstinkte sind noch in uns. Wer einmal Todesangst erlebt hat, weiß das. Die Instinkte sind da, wir betrachten sie nur nicht als solche oder versuchen sie mit unserem Intellekt zu verschleiern, zu unterdrücken.

Auch wenn ich nicht an die Evolution als Entstehungsgeschichte glaube, denke ich, dass alle Individuen sich weiterentwickeln. Auch wir Menschen. Zum Guten wie zum Schlechten.

Ein Problem, dass ich sehe ist, dass der technische Fortschritt uns abgehängt hat.

Was allein die letzten 100 Jahre entwickelt wurde in Technik, Medizin und Soziologie usw.

Da kommt der Mensch als solcher garnicht mehr mit.

Der Mensch klammert sich an den Fortschritt auf wissenschaftlicher Basis und ist bemüht, es allen recht zu machen.

Das wird niemals funktionieren.

Ein Faktor ist sicher auch die Globalisierung. Früher kannten die Leute nur ihr Dorf, vielleicht noch das Nachbardorf und haben von Reisenden Geschichten von entfernten Ländern und Orten gehört.

Der gemeine Bauer im Mittelalter wusste nicht, ob und warum es anderen auf der Welt schlechter oder besser geht.

Heute bekommt man das jeden Tag vorgesetzt. Und aus dem Wunsch des Menschen nach Harmonie ist der Wunsch und die moralische Verpflichtung erwachsen, denen, denen es schlechter geht helfen zu müssen.

Verglichen mit früheren Zeiten geht es nahezu allen Menschen auf der Welt besser als früher!

Früher gab es auch nur die Hälfte oder weniger Menschen insgesamt auf der Welt und somit stellten sich manche Probleme garnicht.

M ilchpmaxnn76


Für mich ist "unfair" eine wertende Variante von "ungleich". Fairness bedeutet, die gleiche Chance zu haben, die gleichen Ausgangsbedingungen, und die hätten wir allerhöchstens als Klone, die in einer staatlichen Aufzucht von Robotern erzogen werden. Die Natur will Varianten, die bekommt sie über die Kombination verschiedener Elterngene und Mutation. Es gehört zur Existenz allen Lebens, dass jedes Lebewesen sich von den Anderen seiner gleichen Art unterscheidet. Unsere Gene geben uns Vorteile und Nachteile (die auch teilweise dem Wandel unser Umwelt unterliegen), dann kommt noch die Erziehung die uns individuell prägt und schließlich das, was wir selbst aus uns machen, und dann noch der Zufall (angenehmer Zufall = Glück). Wir könne nicht anders als ungleich sein, es wird nie zwei Gleiche geben, und damit ist das Leben auch immer unfair gemäß den Bedingungen des Eingangsposts.

Allerdings kann der große attraktive intelligente Gebildete sein Leben verkacken, und der kleine dicke hässliche Hauptschulabsolvent sein Bestes geben und sein Glück machen. Naturgemachte Unfairness können wir nur hinnehmen, Menschengemachte wo sinnvoll aktiv bekämpfen, und aus dem was uns gegeben ist das Beste machen. Ist doch eigentlich ganz einfach. ;-)

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