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Das Leben ist nicht fair, oder etwa doch?

MbiRxoLi


Was ist Fairness? Fairness ist die Einhaltung von Regeln. Welche Regeln? Wer stellt Sie auf?

Die Frage nach der "Fairness des Lebens" ist sinnfreier Hollywood-Sprech, einfach weil es keine Regeln gibt.

Viele interessanter scheint mir die Frage nach der Prognose für die Menschheit. Offensichtlich ist es hier Konsens, dass die Menschheit eher früher als später zum Untergang verurteilt ist weil:

Leider ist unser Gehirn noch dem Gehirn der Kakerlaken unterlegen, denn wir durchschauen immer noch nicht deren Überlebenstricks.

Ich möchte mal auf folgendes Hinweisen: Die wachsende Zahl der auf der Erde lebenden Menschen ist ein Beleg für den Erfolg der Spezies Mensch. In der gesamten Menschheitsgeschichte hat es keinen wesentlichen Rückgang der Zahl der Individuen gegeben. Der Mensch besiedelt eisige Polarregionen genauso wie heiße Wüsten. Er kann schwimmen, fliegen und sogar seinen Heimatplaneten verlassen. Er ist die Spezies mit der mit Abstand größten ökologischen Toleranz. Weder dramatische Klimaveränderungen noch verheerende Epidemien konnten die Zahl der Menschen in den letzten hunderttausenden von Jahren nachhaltig verringern.

Die vielgerühmte Kakerlake ist ein Kulturfolger des Menschen. Ich kann nicht ausschließen, dass es in irgendeiner Südpolstation Kakerlaken gibt. Aber die Kakerlake hat die Station nicht gebaut, sondern ist eingezogen nachdem der Mensch Kraft seines Geistes ein warmes Plätzchen unter unwirtlichen Bedingungen geschaffen hat.

Ist das Boot Erde voll? Nein, natürlich nicht. Nirgends auf der Welt geht es den Menschen so gut wie auf dem am dichtesten besiedelten Kontinent – Europa. Das Forum ist voll von Statements, die die gesunde Ernährung aus regionalen Ressourcen preisen. Würde das zu einem Bevölkerungsrückgang in Europa führen? Wohl kaum.

Niemand kann ausschließen, dass die Erde in 100 Jahren von einem Asteroiden getroffen wird, dann ist es vorbei mit der Menschheit. Aber schon die Verhinderung eines ähnlich katastrophalen Atomkrieges auf der Erde liegt in unserer Macht. Bisher ist uns Menschen das doch ganz gut gelungen.

Was ich sagen will: Ich teile euren Pessimismus nicht. Die Geschichte der Menschheit spricht dagegen.

lfeana-B3urgfsest


Nun pessimistisch finde ich das nicht 8-)

Aber erzähl ruhig weiter, ich find es total spannend :)= :-D

spevenvt$hxree


Dein Beispiel mit dem schlechten Schüler sehe ich etwas anders. Ich denke, dass Noten in der Schule nicht so viel über das Potenzial eines Schüler aussagen, ein Grund dafür kann zum Beispiel eine falsch oder unzureichende Förderung sein. In deinem Beispielfall denke ich, dass es Jemand zum Atomphysiker schaffen kann, wenn dies seinem Interesse und Ziel entspricht.

@ kyna

die Noten sagen nicht alles, aber sehr viel aus

Um Atomphysiker zu werden benötigt man viel Talent und eine sehr gute Auffassungsgabe. Ich bin nicht dumm und mich interessiert das Thema sehr, trotzdem scheitere ich schon an Hawking der angeblich besonders leicht verständlich schreiben soll.

Mir ist das Thema zu komplex und kompliziert, ich kann vieles von dem überhaupt nicht erfassen.

Fairness ist generell eine sehr subjektive Angelegenheit, jeder empfindet etwas anderes als fair.

Jeder muss versuchen das Beste aus dem zu machen was er hat. Einge haben die besten Vorraussetzungen und scheitern trotzdem. Andere schaffen es trotz vielen Nachteilen nach ganz oben, und stürzen dann doch wieder ab. Manche hatten schon als Kind alles und kamen trotzdem mit ihrem Leben nicht klar. Auch die meinten kurz vor Ihren goldenen Schuss oder dem Suizid, Ihr Leben sei nicht fair.

trotzdem würde ich sagen, wir haben noch nie so viele Möglichkeiten gehabt wie heute um seine Träume zu verwirklichen. Man hat meistens eine Chance, die Gewinner nutzen den Erfolg oder Misserfolg während die Verlierer nur darüber sinieren daß das Leben nicht fair sei.

CUhris_xdmf


Was ich sagen will: Ich teile euren Pessimismus nicht. Die Geschichte der Menschheit spricht dagegen.

Pessimisten sind Optimisten mit Erfahrung ;-)

Die Geschichte der Menschheit ist auf einer 24 Stunden Uhr gerade mal 5 Minuten lang. In den 5 Minuten waren wir tatsächlich ziemlich erfolgreich, was auch immer das heißen mag. Und doch, die Menschen waren schonmal kurz vor ihrem verschwinden. War noch ziemlich am Anfang. Da waren nur noch wenige Tausend von uns übrig. Bis jetzt hatten wir auch wahnsinnig viel Glück. Die letzten Jahrzehnte standen wir schon oft am Abgrund...

btw- noch 7 Tage ;-)

l`eana-@BurgfeAst


Die letzten Jahrzehnte standen wir schon oft am Abgrund...

Wie weit standen wir vorm Abgrund? Wann genau?

N|o_Nxame_


Ich finde, fair kann -wenn überhaupt- nur die Einstellung und Handlung des jeweiligen Menschen sein. Alles andere ist einfach so, wie es ist.

EUhema'liCger NuPtzer- (#35N365x5)


Wie weit standen wir vorm Abgrund? Wann genau?

Kalter Krieg.

lieana--Bu{rgfesxt


":/ Aber da kann man wohl kaum von Ausrottung sprechen, oder?

W\olfxgang


Naja, wenn es denn je zu einem Atomkrieg käme, könnte das schon existenziell für die gesamte Menschheit sein. Auch wenn sie die Atommächte USA und Russland damit brüsten, dass sie Atomwaffen abgerüstet hätten, so gibt es immer noch weit mehr Atomwaffen auf beiden Seiten als je nötig wären um alle Grossstädte zu pulverisieren. Und wie wir alle wissen, so gibt es ja nicht nur die Atommächte USA und Russland. >:( >:(

lQeanIa-BmurJgfest


Naja, ich frag mich schon so oft wieso die "Menschheit" ständig auf Atomkrieg zu sprechen kommt. Würde man sich damit bekriegen, würde man tatsächlich die Menschheit ausrotten. Es ist ja nicht so, dass nur die Gebiete begrenzt verseucht bleiben würden.

In meinen Augen eigentlich ziemlich dumme Selbstironie ":/

Wsolfgwaxng


In meinen Augen eigentlich ziemlich dumme Selbstironie

Ja, das gilt aber für alle Kriege. Es gibt keinen einzigen Krieg, der auf intelligenten Entscheidungen beruht. Ich habe da eine sehr pessimistische Einstellung. Weder glaube ich an die Intelligenz der Führer der sog. Supermächte und noch weniger glaube ich an die Klugheit irgendeines orientalischen Despoten. Da reicht es, wenn ein einziger von diesen Vollpfosten durchknallt. Und das hat durchaus Bezug zum Fadenthema. Es ist nicht fair, auf welcher Seite der Konfliktparteien du stehst, sondern es ist unfairer Zufall, wo du gerade geboren wirst.

N}o_aNamxe_


Anstatt so viele Ressourcen in Waffen zu stecken, könnte man auch ganz andere Dinge machen – theoretisch.

l-eana>-BuZrgfesxt


Ja, das gilt aber für alle Kriege. Es gibt keinen einzigen Krieg, der auf intelligenten Entscheidungen beruht.

Natürlich gilt das für alle Kriege.

Da reicht es, wenn ein einziger von diesen Vollpfosten durchknallt.

Mal ganz ehrlich, wem ist bisher die Macht die er in den Händen hatte nicht über den Kopf gewachsen.

WIolHfgxang


ja, leanan, da hast du ja völlig Recht, aber beruhigend ist das nicht.

Zum Thema Krieg gibt es hier einen guten Faden:

[[http://www.med1.de/Forum/Cafe/638016/]]

lRean?a-Burxgfest


Ja, den Faden kenne ich, danke dir. @:)

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