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Das Leben ist nicht fair, oder etwa doch?

GXolGdmqädchxen


Der Wolf des 21. Jahrhunderts unterscheidet sich in seinem Verhalten nicht vom Wolf des 11. Jahrhunderts, der Mensch des 21. Jahhunderts schon.

Ich denke, dass menschliche Grundzüge sich in den letzten Jahrhunderten abgesehen von religiösen/moralischen Überzeugungen nicht geändert haben. Bloß weil potentiell Selbstreflexion vorhanden ist (man muss das Maß des Vorhandenseins beim Einzelnen berücksichtigen, da es sehr stark differiert), bedeutet das noch lange nicht, dass sie positives Handeln im Sinne einer Veränderung nach sich zieht. Gerade diese Möglichkeit Reflexion und das Fehlen von Konsequenzen ist der gravierendste Makel in meinen Augen, Stellung als höchstentwickeltes Lebewesen hin oder her.

Chhr%is_Od_mf


Darin liegt schon ein springender Punkt. Auf unserem Planeten. Und das war es dann die nächsten Millionen Lichtjahre (wenn nicht überhaupt) auch schon.

Und du musst schon weiter zurückgehen. Der Mensch des 11.Jahrhunderts unterscheidet sich nur in den Möglichkeiten und im Wissen etc. von dem des 21.Jahrhunderts. Der "moderne" Mensch ist 30.000 Jahre alt.

Selbstreflexion, das können oder wollen im übrigen auch heute noch lange nicht alle. Zumindest nicht in dem Maße wie es angebracht wäre. Im Moment sieht doch jeder das alles durch die Märkte und Geld gesteuert wird. Griechenland wird nicht der Menschen willen gerettet, sondern wegen den Banken!

@ leana-Burgfest

Es geht hier doch nicht um Naturkatastrophen ??? sondern um menschliche Fairneß. Hier ist durch umsichtiges Handeln mal wieder ein Super GAU verhindert worden.

MSiRoLxi


Ich denke, dass menschliche Grundzüge sich in den letzten Jahrhunderten abgesehen von religiösen/moralischen Überzeugungen nicht geändert haben.

Der Mensch ist ein in Gruppen lebendes, allesfressendes Säugetier, das meist auf den Hinterbeinen geht. Das hat sich sicher in den letzten hundert, tausend oder hunderttausend Jahren nicht verändert.

Aber gerade die moralischen Überzeugungen als Resultate geistiger Auseinandersetzung mit der Umwelt/Gesellschaft haben doch gravierende Fortschritte gebracht. Du wirst doch nicht ernsthaft bestreiten, dass sich der Großteil der Menschheit heute anders verhält als vor tausen Jahren?

Ein solcher Geschichtspessimissmus ist zwar en vogue, geht aber an den Fakten meilenweit vorbei.

W|o4lf-ganxg


Der Wolf des 21. Jahrhunderts unterscheidet sich in seinem Verhalten nicht vom Wolf des 11. Jahrhunderts, der Mensch des 21. Jahhunderts schon.

Das glaube ich nun absolut nicht. Selbst im 11. Jahrhundert gab es bekanntlich lange schon das Christentum mit all seinen Phrasen der Nächstenliebe – na und? Dann veranstalten wir eben Kreuzzüge und zeigen den tumben Muselmanen, wo der Hammer hängt... In Europa hat sich seither der Mensch nicht geändert (Wie war das doch gleich mit diesen Menschenrechtsverbrechern im ehemaligen Jugoslawien?) und ausserhalb Europas gehen die humanistischen Tendenzen eher wieder in die vormittelalterlichen Zeiten zurück... Das Ganze ist ein fliessender Prozess. Da gibt es kein Ende, sondern wir sind immer mittendrin in einer Entwicklung – fragt sich nur in welche Richtung diese Entwicklung gerade geht.

Gqoldmiädchxen


Aber gerade die moralischen Überzeugungen als Resultate geistiger Auseinandersetzung mit der Umwelt/Gesellschaft haben doch gravierende Fortschritte gebracht.

Ich schrieb:

Ich denke, dass menschliche Grundzüge sich in den letzten Jahrhunderten abgesehen von religiösen/moralischen Überzeugungen nicht geändert haben.

Grundzüge eines Menschen sind eben nicht die wandelbaren und Umständen unterworfenen Ansichten, diese nicht nichts fixes, sondern in einem steten Fluss. Ich rede von Dingen wie Selbsterhaltungstrieb, daraus gefolgert oder in Verbindung mit Egoismus, Selbstsucht, Streben nach der Erfüllung eigener Bedürfnisse, Machthunger usw. Du wirst doch nicht ernsthaft bestreiten, dass das – vor sagen wir 2000 Jahren – anders war? Dieser Pessimismus bezüglich der ach so schlimmen aktuellen Zeit und Lage ist zwar sehr en vogue, aber hat leider wenig mit der Realität gemein. :=o

Cjhrisp_dxmf


@ MiRoLi

Du vergisst die "damaligen" Umstände. Die Anzahl der Menschen die auf dem Planeten lebte. Ihre Möglichkeiten und ihr Wissen. Wir sind nur angepasster. Heute kann man einfach nicht mehr ins nächste Dorf marschieren und es niederbrennen ohne grösste Konsequenzen fürchten zu müssen.

Würde uns Morgen der Strom genommen, so wären wir zurück im 19.Jahrhundert. Mal sehen wie Fair die ach so fortschrittlichen Menschen dann denken würden.

~ly~Ere{mitZ~yx~


Wenn wir keine Gesetze hätte, die die Menschen mit Gewalt zur Ordnung rufen, wenn wir keine Strafen hätten, die verhängt werden würden, sähe es hier auf Erden noch bei Weitem schlimmer aus. Ein Gewissen würde kaum noch ausgeprägt. Wir würden uns erbarmungslos abschlachten. Messer in den Rücken und fertig. So wäre es bei sehr, sehr vielen Menschen. So ist es ja jetzt schon oft MIT Gesetzen. Den meisten Menschen sind andere wirklich völlig egal. Erlebe ich Tag für Tag schon ganz normal im Alltag beim Einkauf zum Beispiel...ich gehe nicht einmal raus, ohne mindestens eine aggressive miese Handlung von Mitmenschen zu erleben...entweder an mir ausgeführt oder an anderen, und ich bin Beobachter. Heute war ich 1 Stunden draußen und habe 3 Fälle erlebt. Der erste Fall war an mich gerichtet. Ich stehe hinter einer Ampel, sie wird grün, ich leg den Gang ein und fahr los. Allerdings dauert es ca. 1 Sekunde, bis der Gang drin ist. Das war dem BMW Idioten hinter mir schon zu viel und er hupte wie ein hysterisches Viech. Unglaublich...

Aber so sind sie fast alle heute. Gerechtigkeit gibt es nur noch in den Träumen. In der Realität braucht man eine Keule, um sich den Weg frei zu schlagen. Nur das ist Fakt.

CAhrisn_xdmf


Das Internet ist doch ein wunderschönes Beispiel für menschliche Fairneß wenn sie nicht überwacht werden kann. Lest euch nur mal die Kommentare bei YouTube etc. durch. Da wird mir regelmäßig schlecht. Desweiteren kannst du in Foren wie auch dem hier meist gleich einpacken wenn du keine "sozial erwartete" Antwort gibst. Wenn du dich nicht anpassen kannst oder willst, heißt es für einen auch hier "Game Over".

W}olf~ganxg


doch nicht ernsthaft bestreiten, dass sich der Großteil der Menschheit heute anders verhält als vor tausen Jahren?

Doch bestreite ich. Ein Fehler dieser Aussage liegt schon mal darin, was du als Grossteil der Menschheit betrachtest. Doch wohl nicht etwa Mitteleuropa? Die USA würde ich seit langem nicht mehr zum humanistisch-zivilisierten Teil der Menschheit rechnen (Begründung habe ich u.a. im "Kriegsfaden" geschrieben) , aber auch Nordamerika ist lange nicht der Grossteil der Menschheit. Und dass die Menschenrechte in Asien (Russland, Ukraine [ach ja, die ist ja europäisch] China!! Indien, Pakistan, BanglaDesh, Vietnam u.v.a.m) weitgehend nicht das Papier wert sind, auf dem sie im UNO-Sekretariat gedruckt werden, sollte auch bekannt sein. Wir (Europäer) sind jedenfalls bei weitem nicht der Grossteil der Menschheit.

W`olfg;an5g


... dass die Menschenrechte in Afrika (Sudan, Erithrea, Mali, Kongo!!! Zambia, ) weitgehend nicht das Papier wert sind ...

und auch viele muslimische Staaten denken eher daran, die Sharia auszuweiten als die kümmerlichen Menschenrechte einzuführen.

h]ud8exmcv


Man könnte zu dem Schluss kommen, dass wir Europäer in weiten Teilen, auch durch unsere Vergangenheiten, etwas "weiter" sind, als so manch anderer Kontinent.

Rein, was die Menschlichkeit anbelangt.

Sicher ist auch auf unserem Kontinent nicht alles Gold, was glänzt, aber ich denke, dass hier in Zentraleuropa schon einiges Gutes zu Tage gebracht wurde.

MAilch%mFan+n76


Korrigiere: instituionalisierte Menschlichkeit!

W'olf3ganxg


wir Europäer in weiten Teilen, auch durch unsere Vergangenheiten, etwas "weiter" sind,

Auch dieser Satz ist in gewisser Weise eine mitteleuropäische Überheblichkeit, die sich besser dünkt als andere.

Erkläre mal einem überzeugten Taliban, dass du (weisser Ungläubiger) weiter bist als er. Na, da wirst du dich aber wundern. Das ist aber Ansichtssache, wer da weiter ist und wenn du nicht in die Liste der christlichen Märtyrer aufgenommen werden willst, so wirst du dich sehr rasch der Meinung deines Gesprächspartners anschliessen. ]:D

Erkläre mal einem chinesischen Bauern (vorausgesetzt, du kannst Chinesisch, denn der Bauer wird weder Deutsch noch Englisch sprechen), also, erkläre mal diesem Bauern etwas von den Menschenrechten. Ich sage dir: Er wird rein gar nichts verstehen, auch nicht auf Chinesisch. Mit der gleichen Effektivität könntest du ihm die Relativitätstheorie auf Altgriechisch vorlesen. Der Erkenntniseffekt wäre sicher der gleiche.

Ich möchte hiermit keineswegs unsere Menschenrechte, die aus der französischen Revolution folgten, schlecht reden oder in Frage stellen. Ich möchte aber eine gewisse Skepsis anregen, ob und wie weit wir weiter sind. Das kann leicht subjektive Ansichtssache werden.

h#udexmcv


Ich verstehe, was du sagen willst Wolfgang. Und ich muss dir recht geben. Es liest sich überheblich.

Dennoch ist es ja, als in Europa aufgewachsener Mensch, wahrlich schwer "hinter" die Kulissen aller Kulturen gucken zu können.

Wir sehen ja auch nur die Ergebnisse, nicht die Gründe für etwaiges "Fehlverhalten", aus unserer Sicht.

W:ol]fganxg


Ja, und in dieser Überheblichkeit steckt auch unendlich viel Leid: Wir "zivilisierten Europäer" brachten den "unzivilisierten Wilden" die tolle Zivilisation. Und das begann bei den Kreuzzügen im Namen Jesu Christi und setzte sich fort in der Vernichtung der Indianer Nord- und Südamerikas, die starrsinniger Weise nicht einsehen wollten, dass die Europäer die fortgeschrittenere Zivilasation hatten und es ging weiter mit der Kolonisation und selbst mit der Sklaverei die erst 1860 in den zivvilisierten USA endete und wo die Schwarzen bis heute massiv benachteiligt sind gegenüber den Weissen. Gleichberechtigung? Ein Hohn! Und das alles unter der Prämisse, dass man mit den "wilden Negern" ja machen könnte, was der "weisse Herr" wollte!

Dass dieses rassistische Herrenmenschengedankengut bis heute noch nicht verschwunden ist, zeigen Zeitungsartikel von heute! über die Aktualität des KuKluxKlans in Deutschland. Das Gehirn sträubt sich es zu glauben, doch es scheint grausige Wahrheit zu sein.

[[http://www.morgenpost.de/berlin/article112009450/Berliner-Behoerden-nehmen-Ku-Klux-Klan-ins-Visier.html]]

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