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Pädophilie

F%oreverH.Yoxurs


was kann daran schädlich sein, sich mit eventuellen ursachen auseinanderzusetzen? egal, zu welchem ergebnis man kommt?

Eigentlich nichts. Für mich hat es lediglich den Beigeschmack, der in einer Art Vorwurf mündet: Wenn man die Ursache nicht findet, hat man es nicht hartnäckig genug gesucht.

Ich gebe, ich interpretiere da wohl zu viel hinein und ganz sicher hast du es nicht so gemeint.

kXakt~us0x8


was kann daran schädlich sein, sich mit eventuellen ursachen auseinanderzusetzen? egal, zu welchem ergebnis man kommt?

Vielleicht gefallen einem die Ursachen nicht. Es ist nicht immer förderlich Dinge herauszufinden die aus gutem Grund verdrängt sein wollen.

In letzter Zeit wird vermehrt nach den Nebenwirkungen von Psychoanalyse gesehen, die bisher kaum beachtet worden sind. Es ist ein Irrglaube zu denken, dass Therapie entweder hilft oder eben nicht. Manchmal ist Therapie schädlich.

Sfaldxo


Manchmal ist Therapie schädlich.

Wann?

sAchne<c-ke198x5


Ich war in der Psychiatrie und fand's – ohne Witz – super da! :)^

S&inne_stäxter


was kann daran schädlich sein, sich mit eventuellen ursachen auseinanderzusetzen?

Daß man sich dabei furchtbar verrennen kann. Wenn man Ursache/Wirkungs-Ketten konsequent aufdröselt und bis zu ihrem Anfang verfolgt (übrigens eine Tätigkeit, mit der man prima beliebig viel Lebenszeit totschlagen kann) kommt man, je näher man dem Anfang kommt, immer weiter in Gefilde, die so weit entfernt in der Vergangenheit zurückliegen und so verfärbt sind, daß die Schlüsse irgendwann nicht mehr zuverlässig sind und nur noch ein Spiegel dessen sind, was man heute dort sehen möchte oder wahlweise auch nicht möchte, aber mit den tatsächlichen damaligen Gegebenheiten und Gefühlen nichts mehr zu tun haben. Wie viele exakte, brauchbare Erinnerungen hat so ein durchschnittlicher Mensch an seine Frühkindheit?

Wenn man durch sich durch diese Betätigung besser fühlt, weil man etwas Schönes dort sieht, oder etwas Schlimmes, das einem vermeintliche Anhaltspunkte darauf gibt, wie man sich heute verhalten sollte, um irgendetwas besser zu machen – gut. Religiosiät oder Spiritualität soll ja auch manchmal helfen.

Genausogut kann es aber auch sein, daß man sich dadurch neue Probleme konstruiert. z.B. erst Angst, Wut oder Haß entwickelt aufgrund eines Ereignisses, welches gar nicht stattgefunden hat, sondern nur vom Jetzt in die Vergangenheit projeziert wurde (was übrigens praktisch ist, denn dort kann man es nicht mehr ändern).

nuicni6c88


@ KeinMensch:

Ich weiß nicht was genau da passiert ist aber das ist definitiv nicht die Regel.

[Bezieht sich auf zwischenzeitlich gelöschte Beiträge]

Es muss schon eine Menge passieren damit man in eine geschlossene Psychiatrie kommt und man gezwungen wird Medikamente zu nehmen. Eine derartig drastische Therapie macht auch nur einen geringen Teil aller Therapien in Deutschland aus.

In meinen Fall sehe ich keine Gefahr einer Therapie, solange ich selber mitdenke... Gezwungen werde ich da zu garnichts. Es werden nur Sachen vorgeschlagen. Entscheiden darf immernoch ich selber.

nlicnOic88


@ Luis08:

Ich hatte deine Fragen soweit es geht beantwortet. Und wie Vevodkyne schon geschrieben hat komm ich da in eine Sackgasse... Ich kann einfach nicht sagen was ich an diesen Dingen erregend finde.

g|ro9ssefrwelxs


Ich weiß nicht was genau da passiert ist aber das ist definitiv nicht die Regel

Nicht die Regel stimmt.

Aber es kommt vor. Aus welchen Gründen auch immer, werden Menschen ungewollt in die Psychatrie gesperrt. Politische Motive z.B. Man liest es immer wieder in Zeitungen. Auch Filme darüber gab es schon.

n{icLn:icW8?8


@ grosserwels:

Klar, aber wir sind uns sicher einig, dass man wegen einigen Einzelfällen die Pychotherapie an sich nicht schlechtreden können...

B`enKenxobi


Aber es kommt vor. Aus welchen Gründen auch immer, werden Menschen ungewollt in die Psychatrie gesperrt. Politische Motive z.B. Man liest es immer wieder in Zeitungen. Auch Filme darüber gab es schon.

Es kommt so vieles vor, was einem nur den Kopf schütteln lässt, aber es sind eben nur Ausnahmen. So wahrscheinlich für den Einzelnen, wie ein Lottogewinn. In beiden Fällen sollte man sich keine großen Hoffnungen oder Ängste machen, dass es einen unbedingt treffen wird.

In Deutschland kann man im Falle einer nachvollziehbar akuten Gefährdung für sich und/oder andere vom behandelnden Arzt für höchstens 48 Stunden zwangseingewiesen werden. Danach muss ein Richter entschieden, wie es weiter geht.

g5ro4s6ser~welxs


Klar, aber wir sind uns sicher einig, dass man wegen einigen Einzelfällen die Pychotherapie an sich nicht schlechtreden können...

Da hast Du sicher recht.

Und der [zwischenzeitlich gelöschte] Einwurf von KeinMensch hat mit Deinem Fall absolut nichts zu tun.

L~ui+s08


nicnic

Ich hatte deine Fragen soweit es geht beantwortet. Und wie Vevodkyne schon geschrieben hat komm ich da in eine Sackgasse... Ich kann einfach nicht sagen was ich an diesen Dingen erregend finde.

also prinzipiell – bei mir hilft sowas und vielleicht könnte es auch dir helfen – würde ich ein problem halt von möglichst vielen seiten einzukreisen versuchen, um etwas zu finden, was mir einen ausweg verschafft.

ich habe jetzt sogar selbst bei dir mitüberlegt ;-)

das ist doch furchtbar, solche dinge als erregend zu empfinden und es doch gar nicht zu wollen...

meine – wissenschaftlich nicht bestätigten – überlegungen waren: es hat was organisches mit deinem gehirn zu tun. also so weit ich weiss, wirken sich die konzentration verschiedener stoffe eben auch auf das psychische befinden aus, wobei eben eine medikation hilft.

-es gibt auch so etwas wie zwangsgedanken, unter denen leute leiden, die so etwas aber nie in der wirklichkeit ausführen würden. z.b gibt es mütter, die sich mit den gedanken herumschlagen, ihrem säugling etwas anzutun, was sie aber nie in die tat umsetzen würden.

-es sind tatsächlich doch auch biografische faktoren im spiel. hier würde ich allerdings auch sagen, dass da eine nachforschung mit vorsicht zu geniessen ist und, bei dir, im rahmen einer sehr guten therapie, damit umgegangen wird.

es gibt auch fälle, in denen jemand einen unfall hatte und das gehirn eben organischen schaden erlitten hat. und da kann es auch passieren, dass der betreffende überhaupt keine kontrolle mehr über seine aggressionen hat.

was ich mit diesem subjektiven geschreibsel sagen will ist, dass man seinem schicksal nicht ausgeliefert sein muss. dass man ansatzpunkte hätte, dem wie auch immer entgegenzuwirken.

was war nochmal mit den leuten von der charite? hast du keine möglichkeit, da mitzumachen? oder könnten die dir adäquate alternative anlaufstellen nennen?

mich würde auch interessieren: wünscht du dir, eine "normale" sexualität zu haben? also denkst du manchmal: "ich würde so gerne auf frauen stehen, dann hätte ich überhaupt keine probleme mehr?"

ich wünsche dir auf alle fälle viel erfolg auf deiner suche nach linderung, besserung, was weiss ich... :)*

nLicni/c8x8


es hat was organisches mit deinem gehirn zu tun. also so weit ich weiss, wirken sich die konzentration verschiedener stoffe eben auch auf das psychische befinden aus, wobei eben eine medikation hilft.

Sehe ich auch so. SSRIs waren bisher kontraproduktiv. Testosteronhemmer sind etwas was ich wie schon im ersten posting geschrieben habe in Erwägung.

-es gibt auch so etwas wie zwangsgedanken, unter denen leute leiden, die so etwas aber nie in der wirklichkeit ausführen würden. z.b gibt es mütter, die sich mit den gedanken herumschlagen, ihrem säugling etwas anzutun, was sie aber nie in die tat umsetzen würden.

Ist in etwa vergleichbar mit meiner Situation. Nur dass meine Gedanken wohl sexueller Natur sind.

-es sind tatsächlich doch auch biografische faktoren im spiel. hier würde ich allerdings auch sagen, dass da eine nachforschung mit vorsicht zu geniessen ist und, bei dir, im rahmen einer sehr guten therapie, damit umgegangen wird.

es gibt auch fälle, in denen jemand einen unfall hatte und das gehirn eben organischen schaden erlitten hat. und da kann es auch passieren, dass der betreffende überhaupt keine kontrolle mehr über seine aggressionen hat.

Aggressionen hab ich kaum und ich habe mich ja auch gut unter Kontrolle. Unfälle... Im alter von 2 hatte ich wegen einer starken Veränderung der Umgebung (Kindergarten) so stark hyperventiliert, dass ich wegen Sauerstoffmangel ins Krankenhaus musste wo ich auch einige Tage bleiben musste. Außerdem hatte ich so mit 8 eine Gehirnerschütterung als ich von einen Gerüst gefallen bin... Das wars aber auch schon. Dazu kommt die autisitsche Störung.

was war nochmal mit den leuten von der charite? hast du keine möglichkeit, da mitzumachen? oder könnten die dir adäquate alternative anlaufstellen nennen?

Vielleicht ist das irgendwie untergegangen aber ich habe jetzt einen Platz in einen Ableger der Charite in meiner Stadt.

mich würde auch interessieren: wünscht du dir, eine "normale" sexualität zu haben? also denkst du manchmal: "ich würde so gerne auf frauen stehen, dann hätte ich überhaupt keine probleme mehr?"

Ich habe nicht den Wunsch nach normalen Sex. Dass ich ein ganz "normales" Leben führen kann habe ich allein wegen dem Asperger Syndrom schon aufgegeben. Und gegen eine asexuelle Partnerschaft hätte ich wirklich nichts.

LAuisJ0x8


nicnic

Im alter von 2 hatte ich wegen einer starken Veränderung der Umgebung (Kindergarten) so stark hyperventiliert

na emotionslos und bloß rational bist du nun wirklich nicht ;-)

Vielleicht ist das irgendwie untergegangen aber ich habe jetzt einen Platz in einen Ableger der Charite in meiner Stadt.

das freut mich wirklich für dich! ich wünsche dir da nette und empathische therapeuten und viel hilfe, so dass du ein nach deinen vorstellungen gutes leben leben kannst!

ich finde es übrigens toll und sehr mutig von dir, sich dem zu stellen. deswegen finde ich auch gut, dass man den faden hier hat bestehen lassen.

es ist doch (an alle, die so miese kommentare abgegeben haben) ein unterschied, ob jemand bereits straffällig geworden ist und keinerlei einsicht zeigt, oder ob sich jemand mit seinem problem auseinandersetzt und sich hilfe holen will.

von daher finde ich es gut, dass dieses thema auch immer mehr in der öffentlichkeit stattfindet (also dass und wie man sich hilfe holen kann).

n9icni8c88


na emotionslos und bloß rational bist du nun wirklich nicht

Autisten reagieren allgemein sehr stark auf Veränderungen. Deshalb ist war die Reaktion damals nicht weiter verwunderlich. Emotionslos bin ich nicht aber ich würde sagen dass mein Emotionsspektrum nicht mit den der meisten Menschen vergleichbar ist. Auch fällt es mir schwer die "Graustufen" (nicht so starke Emotionen) zu spüren. Sowohl bei mir selbst als auch bei anderen. Angst empfinde ich zum Beispiel kaum, wenn es nur leichte Angst ist. Ich spüre das dann maximal an körperlichen Symptomen. Wenn die Angst allerdings stark genug ist dann wird es gleich zur Panik.

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