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Pädophilie

tOSbf6isIch


Von mir jetzt auch noch eine selten dämliche Frage: Haben Pädophile neben ihrer Neigung auch ein "normales" Sexualleben"? Damit meine ich, kann man sich das so vorstellen dass selbst wenn ein Sexualleben besteht einfach etwas fehlt? Oder wäre es wie bei Homosexuellen Menschen, die sich dann nicht vorstellen können auf das andere Geschlecht zurück zu greifen ":/

V0isli'torc\at


Sorry und nochmal: ich kann das nicht nachvollziehen. Wenn man etwas nicht tun will, tut man es nicht. Es sei denn, mal leidet unter Zwängen und ist wieder fremdgesteuert, dann könnte ich es verstehen. Ich verstehe auch, dass man das Kopfkino nicht immer so ausbremsen kann und sich einem Gefühle oder Gedanken aufdrängen, das kann ich nachvollziehen, aber das mit den Taten nicht.

a7.f(ish


Wenn man etwas nicht tun will, tut man es nicht.

Wollen ist aber doch keine einspurige Straße. Man kann so viel gleichzeitig wollen. Natürlich will ein pädophil empfindender Mensch sexuelle Handlungen an Kindern vornehmen - das macht ihn zu einem Pädophilen. Hätte er diese Impulse nicht, wär er keiner. Und gleichzeitig kann genau derselbe Mensch das nicht wollen.


Von mir jetzt auch noch eine selten dämliche Frage: Haben Pädophile neben ihrer Neigung auch ein "normales" Sexualleben"?

Das kann man nicht generell beantworten, das ist so unterschiedlich wie die Menschen. Es gibt ja auch homosexuelle Menschen, die in heterosexuellen Beziehungen leben/gelebt haben. Wie weit das möglich ist, wie weit das primäre Interesse ausschließlich ist, das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Definierend für Pädophilie ist, dass das primäre sex. Interesse auf Kindern liegt. Das bedeutet, ein Verzicht auf das Ausleben dieser Neigung bedeutet auch Verzicht auf die Erfüllung bedeutender körperlicher und emotionaler Bedürfnisse, auch wenn noch andere Beziehungen gepflegt werden.

nMicn`ic88


@ trübfisch @Visitorcat

a.fish hat das schon sehr treffend beschrieben. Ich bin gegenüber Erwachsenen Asexuell. Eine echte "Ersatzsexualität" habe ich also nicht. Das scheint aber bei weitem nicht bei allen Pädophilen so zu sein. In gewisser Weise bin ich da also ein Extremfall.

Stell dir folgendes vor: Du lebst mit Jahrelang nur mit 10 gutaussehenden gleichaltrigen Menschen deines sexuell bevorzugten Geschlechts zusammen. Diese sind aber alle asexuell und du weißt genau, dass du niemals Sex mit ihnen haben kannst, weil du sie vergewaltigen müsstest. Dein Trieb sagt dir: "Ich will die endlich f****" und mit der Zeit wird der Drang immer stärker. Alternativen gibt es keine. Da du ein Mensch bist der sich unter Kontrolle hat tust du aber nichts aber du musst dennoch andauernd daran denken. Vielleicht hast du dich dein Leben lang unter Kontrolle. Vielleicht auch nicht. Nur warum sollte man sich damit Quälen, wenn man sich auf von dem Sexualtrieb eventuell befreien kann?

Das bedeutet, ein Verzicht auf das Ausleben dieser Neigung bedeutet auch Verzicht auf die Erfüllung bedeutender körperlicher und emotionaler Bedürfnisse, auch wenn noch andere Beziehungen gepflegt werden

Ganz genau...

n9icn{ic88


@ Visitorcat:

Noch ein Zusatz: Alle meine Gedanken sind leicht zwanghaft und ich habe in allen Lebensbereichen leichte zwanghafte Verhaltensweisen. Das ist bei mir aber schon immer so gewesen und liegt nach einer ehemaligen Psychologin von mir am Asperger Syndrom. Wenn ein Thema in den Fokus meines Kopfes kommt wird das Thema auch obsessiv verfolgt. Das kann je nach Thema gut oder auch sehr schlecht sein.

k9akt/us08


Hallo nicnic,

nimm es mir nicht übel wenn ich nun anmerke was mir durch den Kopf geht, wenn ich das hier lese:

Vielleicht hast du dich dein Leben lang unter Kontrolle. Vielleicht auch nicht. Nur warum sollte man sich damit Quälen, wenn man sich auf von dem Sexualtrieb eventuell befreien kann?

Du hast ganz am Anfang die Optionen aufgezählt die deines Erachtens in Frage kommen...Allesamt keine besonders schönen Alternativen. Am Donnerstag hast du ja deinen Termin, das sind dann Profis wie ich hoffe die dir realistische Alternativen aufzählen können.

Ich habe hier ständig den Eindruck, dass du dich latent alternativlos siehst. Also nach Beendigung dieser für dich quälenden Situation strebst. Verständlich. Aber nur harte Methoden als zielführend einstufst. Du wirst dich natürlich am besten kennen. Aber vielleicht gibst du Dir und den Profis die Chance, andere Alternativen in Betracht zu ziehen. Oder überhaupt den Gedanken dir einräumst, dass sich dein Leben unter Umständen in Zukunft anders entwickeln könnte, als du dir jetzt vorstellst. Über Pädophilie wird geforscht auch wenn die Wissenschaftler da leider nicht so viel Unterstützung erfahren wie in anderen Gebieten, aber es wird daran gearbeitet. Wir wissen alle nicht, ob es nicht irgendwann den Durchbruch gibt, Menschen wie dir angemessen helfen zu können. Aber die Medizin hat so viel erreicht, was man vor einigen Jahrzehnten noch für undenkbar hielt. Mir ist schon klar, dass du jetzt Hilfe willst und nicht irgendwann. Ich möchte Dich eigentlich nur um Geduld bitten, mit Dir selbst und den Menschen die dir helfen wollen. Die Logik entweder A, B oder C halte ich für kontraproduktiv.

Alles Gute!

t)rübfxisch


Also bis auf die Option A kann ich nichts anderes als kontraproduktiv einorden. Jemand der diese Neigung mit sich herum trägt, wird, wenn er denn selber dagegen angeht, alles in Betracht ziehen um der Versuchung nicht nachzugeben. Es wäre toll wenn es ein Allheilmittel gäbe, aber da das nicht zur Verfügung steht und mit Sicherheit auch nicht in naher Zukunft verfügbar sein wird, finde ich es von nicnic88 mehr als realistisch, mit genau diesen Optionen zu jonglieren. Man kann die Augen vor den Tatsachen verschließen, oder sich der Realität stellen und ich glaube das tut er auch ganz gut. Und ich wünsche ihm auch ganz fest dass er einen Weg findet weiterhin damit umzugehen

a;.fMi=sh


Ich fand den Beitrag von kaktus08 gut, vor allem auch, nachdem nicnic88 von sich selber sagt, zu Fixierung auf Gedanken und Themen zu neigen. Es gibt fast immer mehr Optionen als man in einem Moment sieht. Sich das vor Augen halten, ist keine Träumerei.

czhrNiss6ylDay


"Interessantes" Thema womit ich mich ehrlich gesagt noch nicht wirklich auseinander gesetzt habe. aber mich interessiert was bei deinem Termin rauskommt....

n"icnxic88


@ a.fish

Ich bin ja hier um Alternativen zu finden. Ich sehe nur keine realistischen...

Ich werde sehen was man mir am Donnerstag sagt und eine Gesprächstherapie werd ich ja machen. Nur sind es halt anerkannte Tatsachen, dass weder Pädophilie noch eine obsessive Beschäftigung mit bestimmten Themen bei Asperger Syndrom "heilbar" ist.

Ich werd mich drauf einlassen aber am Ende glaub ich dass mir nur meine harte Logik weiterhelfen wird...

ag.fxish


Nur sind es halt anerkannte Tatsachen, dass weder Pädophilie noch eine obsessive Beschäftigung mit bestimmten Themen bei Asperger Syndrom "heilbar" ist.

Das bestreitet ja niemand. Aber es ist auch eine anerkannte Tatsache, dass man sich selber viel schlechtreden und -denken kann, wenn man nur will. ;-) Ich sag ja nur, versuch, offen zu bleiben..

n=icnixc88


Aber es ist auch eine anerkannte Tatsache, dass man sich selber viel schlechtreden und -denken kann, wenn man nur will.

Ich bin kein Pessimist, sondern Realist ;-)

at.fxish


Das sagen die Pessimisten immer. ;-) :-)

S|a^lxdo


Mir ist allerdings auch bewusst, dass es keine Therapie gibt die die sexuelle Orientierung ändert. Traumatische Erlebnisse in der Kindheit gibt es bei mir nicht und ansonsten bin ich psychisch relativ stabil...

Es ist richtig, dass eine Therapie keine sexuelle Orientierung ändert, aber sie löst etwas in dir auf und ändert damit etwas in dir. Dinge, die dich gestern noch geärgert, erregt oder gestört haben, belasten dich dann kaum noch.

Es ist auch nicht notwendig, dass es traumatische Erlebnisse in deiner Kindheit gab. Aber etwas war da mit Sicherheit in deiner Kindheit. Ich glaube nicht daran, dass man als Pädophiler auf die Welt kommt. Du hast da ein Muster und das kannst du herausfinden. Darin liegt deine Chance, die du mit dem Therapeuten nutzen solltest.

Aber es gibt ein paar Dinge zu beachten, die Du dir deshalb vor Augen halten solltest, weil Du offensichtlich schon mal mit Therapeuten gesprochen hast. Hast Du schon mal eine Therapie gemacht? Es ist wichtig, dass Du erkennst, dass Du ein Problem hast und da jemand ist, der dir helfen kann. Dann musst Du diesen Schritt, an deine Muster heranzugehen, wirklich wollen. Gehe nicht, wenn Du nur den Eindruck hast, dass es jetzt das ist, was Du tun solltest. Stehe 100% dahinter oder lasse es. Und wenn Du schließlich dem Therapeuten gegenüber sitzt, dann sei vollkommen ehrlich zu dir und zu ihm, sonst ist das vertane Zeit.

Aber wenn Du das beachtest, dann kannst Du da herauskommen, niemals vollständig, aber soweit, dass Du ein normales Leben führen kannst. Gib die Hoffnung nicht auf, irgendwann mal eine Familie zu haben, das hast du genauso verdient wie jeder andere.

a:.fisxh


Stehe 100% dahinter oder lasse es. Und wenn Du schließlich dem Therapeuten gegenüber sitzt, dann sei vollkommen ehrlich zu dir und zu ihm, sonst ist das vertane Zeit.

Naa – eine Therapie dauert ja auch eine Weile und Therapeuten sind auch durchaus in der Lage, gewisse Bolckaden zu überkommen. Also ganz so schwarz würde ich das nicht malen. Man kann sich auch nach anfänglicher Skepsis noch einlassen – nur einlassen muss man sich halt irgendwann, klar.

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