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Pädophilie

n+icniMc8x8


Hast Du schon mal eine Therapie gemacht?

Ich habe es versucht (Wegen Depressionen). Meine Psychologin hatte aber ihre Probleme mit mir, weil ich extrem rational und kaum emotional bin und auch Schwierigkeiten habe meine eigenen Emotionen genau zu erkennen, was für so eine Therapie wohl sehr wichtig ist. Sie meinte auch das liegt am Asperger Syndrom. Sie meinte, dass eine tiefenpsychologische Therapie bei ihr nicht Sinnvoll ist also wurde das abgebrochen. Andere haben mich auch wegen dem Asperger Syndrom abgelehnt weil sie das überfordert... Eine geeignete Therapeutin wurde von meiner Krankenkasse dann abgelehnt...

Umso wichtiger ist der Termin am Donnerstag für mich und natürlich habe ich auch Angst, dass das wieder nichts wird.

af.fixsh


Welcher Therapieansatz ist das dann? (Kognitive) Verhaltenstherapie oder wieder tiefenpsychologisch?

a)uch&soeixne


Nur sind es halt anerkannte Tatsachen, dass weder Pädophilie noch eine obsessive Beschäftigung mit bestimmten Themen bei Asperger Syndrom "heilbar" ist.

Und genau mit diesem Wissen solltest Du in die Therapie gehen und solltest es auch Deinem Therapeuten mitteilen. Das kann ein guter Ansatz sein!

Ich bin auch Aspie und kenne dieses Phänomen nur zu gut: Das interessiert mich und damit beschäftige ich mich nächtelang! Die Themen können dabei bunt gemischt sein, gestern war es noch Psychoakustik und heute der Wärmewert von Zündkerzen. ":/ ;-D

Vielleicht kommt ein Therapeut mit Dir soweit, daß er Dir über "knallharte Logik" und Fakten aufzeigen kann, woher Deine Neigungen kommen und wie Du am besten damit umgehen kannst. Ich finde es auf jeden Fall gut, daß Du Dir sehr bewußt über Deine Neigungen bist, daß Du bewußt damit umgehst und ihnen nicht einfach freien Lauf läßt – und daß Du Hilfe suchst. Weiter so! :)^

apuc*hsoexine


Nachtrag: Dieser tiefenpsychologische Weg funktioniert bei uns nicht. Es müssen Fakten auf den Tisch, und es muß Interesse geweckt werden, sich damit seeeehr eingehend zu befassen.

n$icn<ic88


@ a.fish:

Das weiß ich nicht genau. Das ist eine Institution die sich auf Pädophilie spezialisiert hat. Ich hoffe ja, dass die da verschiedene Fachleute haben und da ein wenig "flexibel" sind...

aF.f'ixsh


Achso, ja, hattest Du ja auch schon geschrieben, entschuldige. Ich denke auch, dass die da flexibel sind. Soweit ich weiß, wird da generell mehr auf die Verhaltenstherapie gesetzt, weil es ja in den allermeisten Fällen um akuten Leidesndruck geht.

cYomputDermaufs852x0


Als ich deinen Beitrag gelesen habe, musste ich auch direkt an den Artikel über "Jonas" im Zeitmagazin denken ([[http://www.zeit.de/2012/44/Sexualitaet-Paedophilie-Therapie)]]. Nun hat ihn schon jemand gepostet, sehr gut. ich glaube, hier steht wahrscheinlich einiges drin, was du für dich wiedererkennst und vielleicht hilft es dir ja, bei deiner Entscheidung. Der Protagonist im Beitrag hat sich ja für eine medikamentöse Behandlung entschieden, neben der Therapie, und ihm hat es ja ganz gut geholfen. Ich denke, die Nebenwirkungen sind bei jedem anders, aber ich glaube, ich würde es an deiner Stelle ausprobieren und schauen, wie deine Körper darauf reagiert und ob es dir hilft. Und auch bei der Therapie...du solltest dich darauf einlassen, vielleicht schon die Tatsache, endlich mit jemanden reden zu können, hilft vielleicht. In jedem Fall ist es mit Sicherheit kein einfaches Leben und irgendwann ein "normales" Leben zu führen, mit Familie usw., ich glaube, von diesen Gedanken, wirst du dich lösen müssen, auch wenn es sehr traurig ist.

Ich wünsche dir alles Gute. Ich glaube, es ist das wichtigste, jemanden zu finden, mit dem du reden kannst.

KFnacTkxs


habe sehr starke pädophile und sadistische Neigungen. ... Kastration

Wieso meinst du, wenn du "entmannt" bist, deine Neigungen zu verlieren?

Sadismus etwa ist keine Neigung, die am männlichen Geschlecht hängt. Bei Pädophilie weiss ich es nicht, aber auch Frauen können Kinder begehren. Ihnen gesteht man Körperkontakte zu.

Ich kenne Diskussionen, sexuellen Straftätern Hafterleichterung oder -verkürzung zu gewähren, wenn sie einer Kastration zustimmen. Über die Erfolgsquote ist mir nichts bekannt.

nvicniac88


Wieso meinst du, wenn du "entmannt" bist, deine Neigungen zu verlieren?

Sadismus etwa ist keine Neigung, die am männlichen Geschlecht hängt. Bei Pädophilie weiss ich es nicht, aber auch Frauen können Kinder begehren. Ihnen gesteht man Körperkontakte zu.

Ich kenne Diskussionen, sexuellen Straftätern Hafterleichterung oder -verkürzung zu gewähren, wenn sie einer Kastration zustimmen. Über die Erfolgsquote ist mir nichts bekannt.

Wenn der Sadismus sexuelle Ursprünge hat KANN es sein dass ein niedriger Testosteronspiegel hilft. Und ich glaube wirklich dass es bei mir so ist. Ob ein niedriger Testosteronspiegel hilft wird sich mit den Medikamenten zeigen. Das ist von Fall zu Fall anders. Aber das hatte ich ja bereits beschrieben. Und es geht bei mir ja nicht um Haftverkürzung oder so, da ich mit dem Gesetz noch nicht in Konflikt gekommen bin.

J#ohaDnna-xK


Hallo Nicnic,

Ziel der Therapie ist keineswegs, deine sexuelle Orientierung zu ändern und dir eine neue zu geben. Das geht nämlich nach heutigem Erkenntnisstand nicht. Ziel der Therapie ist es, dir zu helfen, selbst deine Neigungen kontrollieren zu können und sie leichter zu unterdrücken. Dies bedarf viel Übung, aber wenn du es gut gelernt hast, kannst du es auch fast unbewusst anwenden und hast dann hast du viel gewonnen. Allerdings kannst du das nicht von heute auf morgen erlernen, sondern es dauert Monate und bis es unbewusst funktioniert möglicherweise Jahre. Sei also nicht enttäuscht, wenn sich nach den ersten Sitzungen noch keine Besserung einstellt. Das ist nämlich nicht zu erwarten; es dauert einfach.

Damit die Therapie funktioniert, musst du dich darauf einlassen. Lege also eine pessimistische (oder realistische) Einstellung ab, und sei offen und versuche die Therapie einfach so anzunehmen. Die Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie (wenn es denn eine ist, die dir dort angeboten wird) enthalten viel Logik. Wer sie logisch angeht, kommt besser damit klar, als wer sie gefühlsmäßig angeht. (Ich hatte aus ganz anderem Grunde mal eine gemacht. Es ging letztlich darum, seine Gefühle mit den Mitteln der Logik und logischen Analyse in den Griff zu kriegen.)

Davon unabhängig würde ich die Kastration als eine Option im Auge behalten. Besprich das mal in einer der nächsten Stunden mit deinem Therapeuten. Mit einer Kastration kannst du deine sexuelle Orientierung zwar nicht ändern und die Sexualität wird nicht komplett unterdrückt, aber der sexuelle Trieb wird deutlich zurückgefahren, so dass es für dich wesentlich einfacher wird, deine sexuellen Gedanken zu unterdrücken und sie dich nicht so beherrschen werden. Die Kastration solltest du nicht als Alternative zur Therapie sehen, sondern als zusätzliche Hilfe.

Eine chemische Kastration über Medikamente hat den Vorteil, dass sie zeitlich begrenzt werden kann und die meisten Wirkungen reversibel sind. Wenn du die Medikamente absetzt, dann kommt die alte Sexualität wieder. Der Nachteil ist, dass die in Frage kommenden Medikamente ihre Nebenwirkungen haben. (Androcur kann z. B. Depressionen auslösen, was bei dir kontraproduktiv wäre; es gibt aber auch andere Medikamente.) Mit einer chemischen Kastration kannst du ausprobieren, ob dir eine Kastration überhaupt das Leben erleichtert.

Eine chemische Kastration sollte allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht unbedingt länger als zwei Jahre durchgeführt werden. Sollte sich abzeichnen, dass eine lebenslängliche Kastration empfehlenswert ist, dann empfiehlt sich die chirugische Kastration (die selbstverständlich direkt im Anschluss an eine chemische Kastration erfolgen kann).

Ich empfehle dir, bereits vor der chemischen Kastration Spermien in einer Samenbank einzulagern. Durch eine länger andauernde chemische Kastration kann die Samenproduktion in den Hoden irreversibel geschädigt werden.

KTnakc@ks


@ nicnic88

Und es geht bei mir ja nicht um Haftverkürzung oder so, da ich mit dem Gesetz noch nicht in Konflikt gekommen bin.

Davon habe ich kein Wort geschrieben. Ich habe geschrieben, dass ich Diskussionen in diesem Zusammenhang kenne. Über den freundlichen Pädophilen von nebenan wird üblicherweise nicht öffentlich diskutiert.

t5rüb2fisch


Saldo

Es ist auch nicht notwendig, dass es traumatische Erlebnisse in deiner Kindheit gab. Aber etwas war da mit Sicherheit in deiner Kindheit. Ich glaube nicht daran, dass man als Pädophiler auf die Welt kommt.

Es ist bis heute nicht geklärt ob es sich bei pädophilen Neigungen um eine angeborene Neigung, oder um eine noch vor der Pubertät erworbene Neigung handelt. Aber es ist sichergestellt dass man diese Neigung NICHT wegtherapieren kann. Sondern nur den Umgang damit.

Kdnacxks


Auch wenn es jetzt sarkastisch klingen mag, ich überlege manchmal, wie man vermeintliche Nachteile in Vorteile umkehren kann.

Jemand mit Schüttellähmung könnte doch die Drinks an der Bar gut mixen.

Jugendlichen wird mit Videospielen sadistische Aktionen antrainiert – wohin nun mit den Jugendlichen, wenn sie erwachsen sind? Guantanamo und überhaupt das Kriegshandwerk braucht Leute, die sich nicht zieren, auch mal zuzuschlagen.

Wenn ein Staat wehrhaft sein will / soll, kann er nicht auf Weicheier wie mich setzen. Bevor jetzt dumme Nachfragen kommen: Ich würde mich jederzeit für die Menschenwürde einsetzen. Aber ich bin Realist genug, um zu sehen, dass auch für andersgeartete Menschen starker Bedarf ist.

n icnicx88


@ Knacks:

Die Einstellung finde ich gut. Und als Mensch mit Asperger kenn ich es sehr gut, dass ich mir solche "Nischen" suchen muss... Womit ich bisher auch Erfolg hatte. Aber ich habe wirklich keine Ahnung wie man Pädophilie (besonders in meiner Ausprägung) irgendwie Sinnvoll einsetzen kann...

K+nac/ks


@ nicnic88

wie man Pädophilie (besonders in meiner Ausprägung) irgendwie Sinnvoll einsetzen kann...

Weiss ich jetzt auch nicht auf die Schnelle. Mein etwas konstruiertes Beispiel geht davon aus, dass Kriegshandwerker nicht unbedingt Kindern gegenüberstehen, sie bringen sie ja mit Lenkwaffen um. Du kämst da eher nicht in Versuchung.

Ich betone nochmal: Kriegshandwerk ist für mich nicht akzeptabel. Aber das gibt es.

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