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Diese unglaubliche Angst vor dem Tod und vor dem Schlafen

*tStexrni* hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Ich muss mir das jetzt mal von der Seele schreiben, weil es mich schon ewig beschäftigt.

Vorweg mal kurz die Fakten: Ich habe eine Angststörung und bin auch in Therapie. Aber das hilft mir nichts. Auslöser war damals der versuchte Suizid meiner Mutter und kurz darauf wurde bei mir ein Gehirntumor diagnostiziert. Mittlerweile weiß ich, dass der gutartig ist. Aber die Angst ist geblieben.

Ich habe unglaubliche Angst vor dem Tod. Ich bin ein Kontrollfreak, und die Vorstellung, dass da dann gar nichts mehr ist, macht mich verrückt.

Ich habe Angst vor dem Schlafen, dass hatte ich früher schon, einfach weil ich das Gefühl nicht mag, dass ich da nichts machen kann, und einfach ein paar Stunden weg bin.

Und jetzt hab ich fast immer Angst vor dem Schlafen, weil ich befürchte, im Schlaf zu sterben. Und dann ist alles vorbei, ich bin einfach weg.

Ich bin oft unruhig, und hab häufig Angst, dass ich nen Herzinfarkt kriegen könnte. Und dann macht sich die Panik breit.

Mittlerweile zögere ich das Schlafen raus, so lang es geht. Aber das kann so nicht weitergehn. Ich bin total kaputt und übermüdet.

Und ich würde mich gerne damit trösten, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Aber ich bin ein sehr rationaler Mensch, und die Wissenschaft sagt ja etwas anderes.

Ich bin für alle Ansichten, Tipps und Leidgenossen dankbar *:)

Antworten
STch@oko,ltade8x5


Wenn dir fehlende Kontrolle Sorgen macht, könntest du unkoventionell an die Sache herangehen und dich mit dem *luziden Träumen* beschäftigen. Ist zwar keine Lösung für das Schlafen, aber wenn du vielleicht lernst, deine Träume zu kontrollieren, bist du in deinen Träumen so beschäftigt, dass dir der Schlaf nichts mehr ausmacht sondenr im Gegenteil Spaß macht.

*cSte&rni*


Da muss ich mich in Ruhe mal einlesen, das ist mir noch gänzlich unbekannt.

Ich fürchte nur, dass es mir nicht die Angst vor dem schlafen oder Sterben nehmen wird. :°(

A^dxdo


Egal, was die Wissenschaft sagt (letztendlich wird die Wissenschaft ja von Menschen gemacht und die stoßen nun mal schnell an Grenzen),

unterhalt dich einfach abends vor dem Einschlafen mal mit Gott. Einfach so, ohne große Formeln. Brauchst auch keinem etwas davon zu sagen, sprich einfach mit ihm. Irgendwas, jeden Abend. Wird dir helfen. Du wirst spüren, dass Du nicht allein bist. :)_

S'un2floswer_x73


Was für eine Therapie machst Du? Hast Du schon mal über Medikamente (konkret: angstreduzierende Antidepressiva) nachgedacht?

Sec?hoko<l%adex85


Das stimmt, vorm Tod wohl nicht. Aber vorm Schlafen vielleicht. Kannst ja mal den Begriff luzides Träumen rumgooglen und gucken, was du dazu findest. Es klingt zwar teilweise esoterisch, aber streng genommen ist es das nicht. :-)

*mSter~ni*


Addo

Das habe ich schon versucht, allerdings stosse ich da wieder an meine Grenzen, weil ich mir nicht so schlüssig bin, ob ich an Gott glauben kann

Sunflower

Ich bin seit 3 Jahren in Therapie bei einer Psychiaterin. Allerdings bringt mich das nicht wirklich weiter. Sie sucht die Ursache für meine Angst immer in meiner Kindheit und wenn ich von meiner Angst vor dem Schlafen erzähle, bekomm ich immer nur die Antwort: "Aber es klappt ja dann doch und Sie sehen ja, dass nie was passiert" >:(

Antidepressiva hatte ich schon, auch etwas, dass ich besser einschlafen kann. Momentan nehme ich aber nichts mehr, weil es mir nichts gebracht hat. Außer dass ich Angst davor hatte, die Tabletten zu nehmen.

Schokolade

Ich hab es vorhin schon gegoogelt, weil ich das nicht kannte, aber da muss ich mich dann morgen in Ruhe einlesen, das scheint mir doch etwas komplexer zu sein :-)

S.unfqloweDr_7x3


Such' Dir einen psychologischen Psychotherapeuten, der Verhaltenstherapie anbietet! Psychiater arbeiten leider meist analytisch, und das hilft bei der Bewältigung dieser akuten Symptome weniger.

*]St3ernxi*


Das wollte ich, aber ich kann die Therapie dort leider nicht beenden >:(

F"rau Erdm2ännchdexn


Wieso kannst du die Therapie dort nicht beenden?

Ich hätte nämlich auch gesagt, ein Therapeut ist da vielleicht ein besserer Ansprechpartner?

Träumst du denn, wenn du schläfst oder besser gesagt, kannst du dich an deine Träume erinnern?

AWddo


Das mit dem Glauben muss man nicht definieren – genausowenig wie Gott. Ich finde es einfach beruhigend, mit ihm zu reden, ohne mir Gedanken zu machen, wie er genau aussieht und wo er genau ist. Ich spüre dann oft eine undefinierbare Nähe und Sehnsucht ihm nahe zu sein, eben trotz aller Zweifel, die mir die Vernunft immer wieder einflüstert und die auch immer wieder kommen. Meist ist es auch gut, in diesen Gesprächen mit ihm über andere zu sprechen, um die man sich Gedanken macht, um einmal von den eigenen Sorgen loszukommen. Vielleicht hilft das den anderen, wenn man von ihnen spricht, an sie denkt. Wer sich selbst verliert, wird sich finden.

*oStDerni*


Frau Erdmännchen

Ja an manche Träume kann ich mich schon erinnern. Wenn ich morgens aufwache, und müde bin, würde ich auch am liebsten weiterschlafen. Da hab ich dann keine Angst.

Ich würde auch lieber zu einem Therapeuten, aber das ist leider nicht möglich, weil ich Soldat bin und da keine freie Arztwahl habe, sondern zu Bundeswehrärzten muss. Ich hatte mit der Psychiaterin schon öfters Probleme, und wollte die Therapie auch schon beenden und wechseln. Allerdings wurde mir dann klar gesagt, sie würde einen Abschlussbericht schreiben und darin erwähnen, dass ich nicht diensttauglich bin und das könne zu meiner Entlassung führen. :(v

Addo

Ich weiß nicht, ob mir das so leicht fällt wie Dir. Oder ob mir das die Angst nimmt

*=Stkernxi*


Und so bald es abend wird, kommt wieder dieses ungute Gefühl...

m8inimqixa


Sie sucht die Ursache für meine Angst immer in meiner Kindheit und wenn ich von meiner Angst vor dem Schlafen erzähle, bekomm ich immer nur die Antwort: "Aber es klappt ja dann doch und Sie sehen ja, dass nie was passiert"

Ich frage mal so: Wo liegt denn deiner Meinung nach die Ursache?

Und sie hat dir eine absolut richtige Antwort gegeben: Es passiert nie etwas...du hast Nacht für Nacht überlebt, du hast bisher jede Panikattacke überlebt, dein Herz ist nicht stehen geblieben...nichts!

Warum ist es dir nicht möglich, diese so einfache wie absolut korrekte Tatsache zu akzeptieren?

Auslöser war damals der versuchte Suizid meiner Mutter und kurz darauf wurde bei mir ein Gehirntumor diagnostiziert.

Und du schreibst selbst – Auslöser!! also nicht Verursacher!!!

Die Ursachen, warum du so extrem angstbesetzt auf diese Erlebnisse reagierst, liegen woanders. Siehe:

Ich habe Angst vor dem Schlafen, dass hatte ich früher schon, einfach weil ich das Gefühl nicht mag, dass ich da nichts machen kann, und einfach ein paar Stunden weg bin.

Du projizierst deine Angst immer wieder auf was Neues, zuletzt waren es die Medikamente.

Deine Angst ist da, und so lange du nicht weißt, wo die her kommt, wirst du sie immer wieder neu irgendwo andocken lassen. Falls es dir gelingt, versuche dich auf die Marschroute deiner Psychiaterin einzulassen. Ihr zu vertrauen, dass sie das Richtige macht. Sie betreibt Ursachenforschung. Und die halte ich als ersten Schritt definitiv für sinnvoller als eine reine Verhaltenstherapie. :-)

AJddo


Okay, versuchs einfach. Kostet nichts.

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