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Diese unglaubliche Angst vor dem Tod und vor dem Schlafen

A$ddo


Übrigens: Hast du einen Freund oder Freundin, damit du nachts nicht allein bist? Ist nicht gut, zu viel allein zu sein.

*]Sternxi*


minimia

Ich frage mal so: Wo liegt denn deiner Meinung nach die Ursache?

Und sie hat dir eine absolut richtige Antwort gegeben: Es passiert nie etwas...du hast Nacht für Nacht überlebt, du hast bisher jede Panikattacke überlebt, dein Herz ist nicht stehen geblieben...nichts!

Warum ist es dir nicht möglich, diese so einfache wie absolut korrekte Tatsache zu akzeptieren?

Ich weiß selbst nicht genau, wo die Ursache liegt...

Ja ich weiß, ich sollte das so akzeptieren, aber das fällt mir schwer. Als ich vor 3 Jahren öfters Schwindel hatte, der dann richtig extrem wurde, hat man mich beim Arzt flüchtig untersucht und es letztendlich auf die Psyche geschoben. Das ging fast 5 Monate so hin und her, mir gings teilweise total dreckig und da fingen die Panikattacken dann an. Nach 5!!! Monaten hat man mich dann ins Kernspin gesteckt und den Hirntumor entdeckt. Und das hat mich einfach total geschockt. Ich war mir die ganze Zeit sicher, dass mit mir was nicht stimmt, aber die Ärzte haben das immer abgetan. Nachträglich hat sich dann rausgestellt, dass der Tumor auf das Gleichgewichtszentrum drückt und den Schwindel auslöst.

Das hat mein Vertrauen in die Ärzte etwas gemindert ":/ Deswegen fällt es mir so schwer, zu glauben das alles okay mit mir ist.

Falls es dir gelingt, versuche dich auf die Marschroute deiner Psychiaterin einzulassen. Ihr zu vertrauen, dass sie das Richtige macht. Sie betreibt Ursachenforschung. Und die halte ich als ersten Schritt definitiv für sinnvoller als eine reine Verhaltenstherapie.

Ich kommt leider mit meiner Psychiaterin nicht wirklich auf einen Nenner. Weil seit ca. 1 Jahr nichts mehr vorwärts geht. Wenn ich bei ihr bin, redet die meiste Zeit sie und erzählt mir von irgendwelchen andren Patienten. Und das hilft mir leider so gar nicht.

*MSter}nix*


Addo

Übrigens: Hast du einen Freund oder Freundin, damit du nachts nicht allein bist? Ist nicht gut, zu viel allein zu sein.

Ja, ich hab nen Freund, der arbeitet allerdings nachts.

Wenn er da ist, kann ich leichter einschlafen. Aber ich will mich nicht von anderen abhängig machen, ich will auch allein klar kommen.

*&SterRnix*


:-/ Jetzt muss ich auch noch Antibiotika nehmen und habe sowieso immer solche Angst vor Nebenwirkungen. Das raubt mir auch meinen Schlaf :(v

Auddo


Wogegen nimmst Du denn die Antibiotika?

Hast Du es eigentlich schon mal mit beruhigenden Kräutern wie Johanniskraut versucht? Es ist auch gut, wenn Du körperlich müde wirst, also viel Sport an der frischen Luft treibst. Meistens vergißt meine seine SOrgen, wenn man mal eine etwas längere Fahrrad- oder Wandertour macht. Eine Woche von Jugendherberge zu Jugendherberge bei WInd und Wetter – und plötzlich werden so manche Ängste und Sorgen klitzeklein.

*\Stevrnxi*


Die Antibiotika hab ich grad wegen Blasenentzündung :(v

Mit Sport hab ichs nicht so, ich bin da in diesem blöden Kreislauf, bei Anstrengung klopft mein Herz schneller (was ja logisch is), aber ich krieg dann gleich Panik :-/

ARdjdo


Hast Du das öfter, ich meine die Blasenentzündung? Dann sind sie vermutlich auch nervösen URsprunges. Versuch einfach, jeden Tag eine Handvoll Kürbiskerne zu kauen. Das beruhigt die Blase. Gibts billig bei Roßmann oder Aldi.

Sport ist nicht Hochleistungssport. Fahrradfahren kann man langsam und schnell. Laufen auch. Versuch einfach mal mit dem Fahrrad ganz gemütlich in die Gegend zu fahren, ohne Anstrengung einfach mal so eine Stunde fahren.

Jogging und überhaupt leichter Ausdauersport baut sehr viele Streßhormone ab und der Körper schüttet Glückshormone aus. Wenn dadurch der Kreislauf angeregt wird und das Herz etwas schneller klopft, dann ist das völlig normal. Das Herz ist ein Muskel, also muß man ihn trainieren, damit er fit bleibt. Abends eine Stunde spazieren gehen, ist auch schon ein Anfang. Das kann man auch mit Walkman über die Ohren machen, wenn man etwas Ablenkung braucht.

c1hnCopqf


Sterni, ich glaube Sport würde dir gut tun. Erstens ist es gut für den Körper, man ist abgelenkt und kann abends besser einschlafen. Aber der grosse Vorteil für dich wäre, wenn du dich daran gewöhnst, dass der Herzschlag beim Sport schneller schlägt und nichts passiert. Du wirst du den schnellen Herzschlag mit körperlicher Anstrengung verbinden und nicht mit einer Panikattacke, verstehst du wie ich's meine? Du lernst eine neue (bessere und richtigere) Assoziation. Statt "huuuch Panik" denkst du dann "ich bin körperlich angestrengt".

Ansonsten würde ich dir auch empfehlen eine Verhaltenstherapie zu machen, da werden genau solche Gedankengänge angegangen.

Ich hatte als Kind übrigens auch immer wieder Angst zu schlafen, aus dem genau gleichen Grund wie du. Aber zum Glück hat sich das mehr oder weniger "ausgewachsen". Habe aber immer noch gewisse Kontrollfreak-Züge :)_

mDinimixa


@ Sterni

hat man mich beim Arzt flüchtig untersucht und es letztendlich auf die Psyche geschoben.

Das ist natürlich in diesem Ablauf krass. :-o

Wichtig bei all der Symptomatik ist, vorab ein Auschlussverfahren sämtlicher organischer Ursachen durchzuführen.

Und erst wenn klar ist, dass Schilddrüse, Kopf, Herz & Co. in Ordnung sind, sind die Ursachen in der Psyche zu suchen.

Wenn ich bei ihr bin, redet die meiste Zeit sie und erzählt mir von irgendwelchen andren Patienten.

Dass dir das nicht wirklich hilft, kann ich mir gut vorstellen. (In meinem Freundeskreis spielt sich gerade ein ähnliches Dilemma ab.)

Hättest du die Möglichkeit, zumindest innerhalb der Bundeswehr, einen anderen Arzt zu konsultieren?

Beginne damit, dass du darauf bestehst, dass bestimmte Untersuchungen gemacht werden, z. B. Herz-Ultraschall...zumal sich bei dir eine Befürchtung ja schon mal bestätigt hatte. Verständlich, dass du dich da nicht voll auf das Psycho-Problem einlassen kannst, so lange es organisch keine Sicherheit gibt.

:)* für dich und dein neues Jahr

~Wy~Efremixt~y~


Die TE könnte ich sein. Mir geht es ebenfalls so, aber bei mir kommen noch viel mehr psychische Anomalitäten hinzu.

Von einem Gehirntumor weiß ich bei mir nichts, da ich noch nie in so einer Röhre war. Bekommt man mich nicht rein. Wurde auch noch nie angeordnet.

Aber meine Frage an die TE: was ist nun mit dem Tumor? Bleibt der da einfach so, oder bekommst Du Medis, dass er sich zurückbildet oder so?

Das mit dem Einschlafen habe ich auch schon seit 30 Jahren. Angst, in den Schlaf zu sacken und weg zu sein und mich nicht mehr zu merken. Von daher könnte ich auch nie wieder eine Narkose nehmen. Schon vor Beruhigungsmitteln habe ich Angst.

Theras habe ich mehr als genug gemacht, aber nicht konnte dieses Problem und auch die anderen beseitigen. Auch Medis nicht. Weder Neuroleptika noch Antidepressiva. Oki, wenn man ein für sich passendes Medi erwischt hat, geht es einem insgesamt vielleicht besser, aber das Problem bleibt, auch während der Medieinnahme.

Ich lebe mittlerweile einfach damit. Denn die vielen Theras schadeten mir teilweise mehr, als sie nutzten. Viele arbeiten auch gar nicht mehr an Ursachen. Meine letzte Thera sagte, dass man das eh nie findet. Meist viel zu früh. Vor dem zweiten Lebensjahr oder so. Da kann man sich eh nicht dran erinnern. Das stimmt, je früher einem im Leben ein Trauma passiert um so schädlicher ist es und um so irreparabler.

Ich fürchte auch, dass die TE damit leben muß.

*_StNern<i*


Addo

Nein, ich hab sehr selten Blasenentzündung, ich glaube die letzte ist 10 Jahre her...

Ja ich treibe schon ab und an Sport, ich mach unter anderem Nordic Walking, Joggen geht bei mir vom Rücken her nicht.

Minimia

Hättest du die Möglichkeit, zumindest innerhalb der Bundeswehr, einen anderen Arzt zu konsultieren?

Bei uns in der Nähe gibt es leider nur einen Psychiater, da hab ich also leider keine Auswahlmöglichkeit :-/

Eremit

Aber meine Frage an die TE: was ist nun mit dem Tumor? Bleibt der da einfach so, oder bekommst Du Medis, dass er sich zurückbildet oder so?

Der Tumor bleibt da. So lang er sich nicht verändert, wird auch nichts gemacht. Er liegt leider sehr ungünstig, so dass bei einer Biopsie auch ein hohes Risiko dabei wäre. aber er ist jetzt seit 3 Jahren unverändert, und wird jährlich kontrolliert. Von dem her ist das okay.

Das mit dem Einschlafen habe ich auch schon seit 30 Jahren. Angst, in den Schlaf zu sacken und weg zu sein und mich nicht mehr zu merken. Von daher könnte ich auch nie wieder eine Narkose nehmen. Schon vor Beruhigungsmitteln habe ich Angst.

Du sprichst mir aus der Seele, genauso empfinde ich auch... Allerdings ist das nicht sehr tröstlich, dass bei Dir nichts geholfen hat :-/

pRorcSelein,er


Hallo Sterni und Eremit.

Ihr sprecht auch mir aus der Seele, habe die gleichen Ängste vor dem Einschlafen, momentan besonders schlimm.

Wie geht's euch denn momentan damit?

Liebe Grüße

SXkar=aba~eus9x4


Hallo Porceleiner, ich bin zwar weder Sterni oder Eremit, aber mir kommt das auch sehr bekannt vor. Ich hatte das selbst lange Zeit, inzwischen ist es aber schon lange besser. Manchmal kommt es mal wieder vor, aber das "überleb" ich ganz gut.

Ich könnte dir ja sagen, was mir geholfen hat.... ":/

Aber erstmal:

Wieso ist das so bei dir? Gibt es einen Anlass?

Und machst du schon was dagegen? Therapie? Medikamente?

Hast du schon mit jemandem gesprochen?

p=orcelbeinxer


Hallo Skarabeus94, danke für die schnelle Antwort!

habe eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung mit schwerer Depression.

Dazu gehört auch starkes Grübeln, vor allem im Bett. Oft lieg ich vor dem Einschlafen 2 Std wach dadurch.

Durchschlafen geht dann oft.

Das Grübeln hängt damit zusammen, dass ich eben Angst habe einzuschlafen, weg zu sein, ohne Bewusstsein. Obwohl das schon 1000e Male ja passiert ist ohne Folgen.

Oder was schlechtes zu träumen, wobei das meist nicht so ist, und ich nach dem Aufwachen die Träume oft interessant fand.

Ich kontrolliere und verdränge auch stark meine Gefühle, vllt auch deswegen die Angst, einzuschlafen und zu träumen.

Hab's schon versucht mit spazierengehen davor, Musik hören im Bett, lesen, progressive Muskelentspannung, Meditation, Bier, Schlaftabletten, Antidepressiva mit müdigkeitswirkung. Bringt alles kaum was!

Was hat denn bei dir geholfen?

pjorcel]einexr


Angst vor dem Tod hab ich jetzt nicht, bzw erst seit ich seit ein paar Wochen Panikattacken habe mit Herzrasen. Diese kommen aber wiederum ganz klar von der Angst, gar nicht mehr schlafen zu können, wenn ich zb bis 5 in der Früh wachliege.

Dann bleibt die Panik, weil ich durch das Herzrasen Angst vor einem Infarkt bekomme.... Langsam merk ich aber, dass dabei nichts passiert.

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