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Ich bin so erbärmlich

U$lrxiki hat die Diskussion gestartet


Hi, ich habe ein sehr anstrengendes Jahr hinter mir.

Ich bin seit meiner Teenagerzeit ein sehr einsamer Mensch.

Ich hatte schon Freunde, aber nie diese richtig tollen Freunde, die für einen da sind, die einem helfen.

Was Männer angeht – selten, die Liebe kennt mich nicht, meine wenigen Exe sind zum größten Teil Katastrophen gewesen, Affairen, wo ich die wahre Liebe gesucht habe.

Meine Familie ist kein Rückhalt für mich. Kalt und unnahbar.

Ich habe immer sehr unter meiner Einsamkeit gelitten, habe sie versucht auszufüllen mit Sport und Aktivitäten. Meist alleine.

Ich habe mich immer wieder versucht neu zu orientieren, habe viel erreicht, hatte auch gute Zeiten. Aber nie war da ein beständiger Freundeskreis.

Klar gehen die Menschen ihre eigenen Wege, alles verändert sich mal.

Nur scheinen alle anderen zu heiraten, oder zumindest einen Partner zu haben.

Und ich bleibe immer übrig wie der Restposten, den keiner haben will.

Meine Depressionen waren sehr schlimm, ich habe mich selber verletzt, wenn es nicht mehr auszuhalten war. Ich habe Sport bis zum Umfallen betrieben.

Ich war und bin in psychotherapeutischer Behandlung. Es ist nichts, was mich weiterbringt, weil ich weiß, dass vieles an meiner Lebenssituation liegt. Es ist mehr ein Spiegel, den ich mir selber vorhalte. Ich weiß, warum ich so oder so reagiere, warum ich so bin wie ich bin. Die Therapie hilft mir Selbsterkenntnis zu finden, aber mehr nicht.

Ich habe einige Medikamente ausprobiert, wenn es zu schlimm wurde (Ventafaxin, Lorazepam, Citalopram, Cypramil, Zoloft, usw), aber außer sehr schlimmen Nebenwirkungen haben die mir nicht geholfen.

Ich habe selber immer versucht mir ein schönes Leben zu gestalten und habe das auch phasenweise gehabt. Aber immer wieder enden diese Abschnitte und es haut mich total um.

Nach außen hin bin ich lustig, ich bin total dankbar, wenn ich mal ausgehen kann oder nette Leute treffe. Ich habe keine negative Ausstrahlung.

Dieses Jahr war der Horror. Ich frage mich, wozu ich weiterleben soll, wenn sich nichts bessert.

Im April habe ich mich von meinem Freund getrennt. Wir waren drei Jahre in einer offenen Beziehung zusammen. Ich will gar nicht so viel über ihn schreiben, ich habe mir die Zeit mit ihm "angetan", weil er meine Hilfe im Büro brauchte und ich aus Einsamkeit und Verzweiflung nach jedem Strohhalm gegriffen habe. Ich war immer für ihn da, habe ihm geholfen sich selbstständig zu machen.

Ich bin selber bei Hartz4 gelandet und unser Deal war, dass er mich einstellt, sobald es bei ihm gut läuft.

Er hat mich nur noch hingehalten und war nie für mich da, wenn ich Hilfe brauchte.

Aber ich habe es geschafft, mich von ihm zu trennen.

Dann kam Nummer 2, eine Internetbekanntschaft. Totaler Reinfall, Alkoholiker, MS-krank, psychisch völlig durchgedreht. Irgendwie meinte ich hier wohl auch, wieder die Helferin sein zu müssen. Wir hatten nicht mal eine sexuelle Beziehung, da sich der Mann über seine Impotenz ausgeschwiegen hat.

Zum Glück habe ich die Kurve gekratzt bekommen...

Nummer drei, ein Mann aus dem Sportstudio. Der ist charakterlich wirklich ein guter Mann. Aber auch hier wieder: er hat Probleme mit sich selber (ist übergewichtig), lebt seit Jahren mit seiner Ex zusammen und schafft es nicht, sich zu trennen. Er verbringt kaum noch Zeit mit mir, ist eher so jemand, der sich um mich "kümmert", sprich mit mir einkaufen fährt oder Taxi für mich spielt. Aber keine gemeinsame Zeit mit mir verbringt, keine Unternehmunen. Anfangs ja, da hat man zusammen Sport gemacht, ist ausgegangen. Aber in letzter Zeit liegt er lieber Abends zuHause bei sich auf der Couch, anstatt zu mir zu kommen, da er so viel Streß hat.

Ich fühle mich aufs Wartegleis abgeschoben.

Ich weiß, dass dieser Mann auch nicht der Richtige für mich ist. Ich brauche jemanden, der gerne Zeit mit mir verbringt. Der charakterlich stark und gefestigt ist.

Bei Nummer 3 kam ich wenigstens mal am Wochenende raus, hatte Spaß und Gesellschaft. Aber er nimmt mich nicht mehr mit. Weihnachten war ich alleine zu Hause, er auf Party.

Das ist bitter.

Ich kann noch nicht mal ein ruhiges Gespräch mit ihm darüber führen, weil wir uns nur noch kurz sehen, wenn er mich spontan mal von irgendwo abholt.

Er wird sich auch nicht von seiner Ex trennen, weil er selber Depressionen hat und ehrlich gesagt, in seinem eigenen Loch versauert und da nicht mehr rauskommt.

Ich habe noch viele andere Probleme, aber das ist momentan mein Drama.

Nicht das ihr denkt, die Olle hüpft von einem Mann zum nächsten.

Ich haber sonst in 10 Jahren vielleicht eine oder zwei Bekanntschaften mit Männern. Dieses Jahr war Ausnahme.

Um so mehr erschreckt es mich, in einem Jahr mit drei Männern zu tun gehabt zu haben. Ich bin nämlich lieber alleine, als in der falschen Beziehung.

Aber jetzt scheine ich aus Einsamkeit tatsächlich lieber irgendeinen als gar keine Mann zu haben.

Jetzt kommt auch noch Silvester, wo alle feiern und fröhlich sind. Und ich will dabei sein!!!! Ich will verdammt nochmal auch Spaß haben! Aber ich haben NIEMANDEN, der mich einlädt.

Ich weiß nicht mal, ob Nummer 3 ausgeht mit mir. Sicher wird er auf jeden Fall weggehen, er ist beliebt und wird ständig eingeladen. Und nur weil ich so einsam bin, mache ich nicht Schluß.

Und ich bin so erbärmlich, ich schaue mir jeden Tag das Profil seines Kumpels auf Facebook an, weil ich mich in den ein wenig verguckt habe, um zu sehen, was er grade macht. Der Kumpel hat eine Freundin im Ausland, und ich bin wie ein Stalker und wünsche mir auch, jemanden zu haben, der mit mir Essen geht, oder verreist, oder im Schnee spazieren usw. so wie er es auf Facebook postet.

Dabei versuche ich ja, Menschen kennezulernen. Ich mache so viel Sport, habe auch viele Grußbekanntschaften. Aber es ergeben sich keine Freundschaften.

Ich bin nervlich total am Ende. Ich heule nur noch, will sterben, will aber auch leben, will, dass mein bisheriges Leben sirbt. Ich will jemand anderes sein. Nicht ich. Ich hasse mich und mein Leben.

Ich hasse diese Jahreszeit.

Antworten
MFo8na_x85


Vieles kommt mir bekannt vor. Ich kenne diese Gefühle, vielleicht nicht ganz so krass. Aber ich kenne es so einsam zu sein. Man "kennt" zwar viele Leute mit denen man mal zwei Sätze spricht wenn man sie zufällig sieht, aber es gibt keine Leute, die sich wirklich für das eigene Befinden interessieren und die mal an einen denken würden. Ich kenne es nur zu gut. Ich habe auch bloß einige wenige "Freunde". Aber irgendwie kommt von denen aus nie etwas. Und an Silvester ging es mir auch schon oft so wie es dir geht.

Meine erste Wahl war halt immer das Internet um Kontakte zu knüpfen, da ich niemals alleine losgezogen wäre um auszugehen.

Gibt es für deine Stadt nicht irgendwelche Kennenlern-Gruppen in sozialen Netzwerken, die eigentlich hauptsätzlich für Leute gedacht sind, die neu in der Stadt sind und noch keine Leute kennen? Ich hab's damals auf diese Art versucht und es ergaben sich wirklich nette Kontakte. :)z

LAiesc6hen4x9b


Hey,

das tut mir leid :°_ .

Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?

Ich kenne deine Gefühle ziemlich gut.

Ich bin zwar gerade erst "aus dem Gröbsten" raus ;-D , aber habe die letzten Jahre auch immer keine bzw. einen wechselnden, eher nicht verlässlichen Freundeskreis gehabt. Woran es lag? Puuuh.... an mir, würde ich sagen.

Auch wenn es ganz hart klingt, aber: Man selbst ist immer derjenige, weshalb es nicht klappt.

Wenn man sich umschaut, hat ja jeder irgendwen. Also können die anderen ja nicht die sein, die Probleme haben, Kontakt zu finden und zu halten, oder?

Dieses Selbsterkenntniss tut erstmal weh, aber wenn man sich darauf einlässt und versucht mal zu gucken, was man an sich selbst verändern kann - denn das ist das Einzige, was man verändern kann - dann kamen zum Beispiel bei mir einige Punkte zusammen:

- ich habe viele Spezialinteressen und kaum Interessen, die viele Menschen in meinem Alter mit mir teilen werden

- ich neige dazu mich selbst abzukapseln. Wenn ich schlechte Laune habe vernachlässige ich schnell neue und manchmal auch alte Kontakte, wobei die neuen es einem eher schlecht verzeihen - ist verständlich

- aufgrund meiner Werte und Moralvorstellungen, die um Gottes Willen nicht besser sind, aber heute einfach oft nicht (mehr) dem Zeitgeist entsprechen, neige ich dazu schnell wütend zu werden und Kontakte abzubrechen wo andere sich fragen, warum ich aus einer Mücke einen Elefanten mache

An diesem Punkt sollte man sich meiner Meinung nach erstmal selbst verzeihen. Man ist wie man ist und das ist gut so! Jeder Mensch hat seine Macken und Fehler und es ist Alles andere als schlecht, was ich mache!

Jetzt kann man sich fragen, wenn man ein paar Ansätze hat, was man bereit ist zu ändern um leichter Kontakte zu finden, oder man versucht nach diesen Kriterien wirklich gezielt nach Leuten Ausschau zu halten, die die selben Themen haben wie man selbst.

Ich halte es eher mit der zweiten Möglichkeit, weil ich mich einfach zu gern hab um mich zu verbiegen ;-D .

Allerdings arbeite ich an Punkt 2, weil mich das selbst stört.

Liebe Grüße erstmal und selbst wenn ich dir nicht helfen konnte, weil du sowas vielleicht schon versucht hast, hoffe ich, dass es dir gut damit geht zu wissen, dass du nicht allein bist @:) !

M-on>a_v85


uuups... "hauptsächlich" soll es natürlich heißen... |-o

LJiesche$n49xb


Hauptsätzlich klingt aber auch schön |-o ;-D .

Ich klau mal zwei "s" von Dieses Selbsterkenntniss ;-D ;-D ;-D

UCl%rikxi


Ich bin 38.

Ich bin in einem Partnerforum angemeldet, schon seit 3 Jahren. Da habe ich aber nur 2 Männer getroffen, war nix. Ich habe keine speziellen Ansprüche oder ausgefallenen Hobbies. Bin recht normal und umgänglich.

Ich denke nicht dass ich diese Verzweiflung ausstrahle. Ich komme schon selbstbewusst rüber und weiß was ich will. Ich bin friedlich und wohl leider eher zu Konfliktscheu, lasse mir zu fiel gefallen. Als Teenie war ich da anders, habe mich sofort beschwert und daß Gespräch gesucht. Leidee bin ich zu ängstlich geworden, habe Verlustangst.

LtiescZhen849b


Ich habe keine speziellen Ansprüche oder ausgefallenen Hobbies.

Du sollst ja auch nicht bei mir gucken, sondern bei dir ;-D .

Ich bin friedlich und wohl leider eher zu Konfliktscheu, lasse mir zu fiel gefallen. Als Teenie war ich da anders, habe mich sofort beschwert und daß Gespräch gesucht. Leidee bin ich zu ängstlich geworden, habe Verlustangst.

Kann das der Punkt sein?

Innerlich stört dich etwas, doch äußerlich merkt man es dir nicht an.

Irgendwie passt also das, was du tust, und das, was du sagst, nicht zusammen.

Sowas kann das Gegenüber spüren und ohne näher begreifen zu können, warum, sich mit dir nicht so wohlfühlen und deshalb auf Abstand gehen.

Könnte das sein?

L|iescaheXn49xb


*gegen die stirn hau*

Das, was du tust, und das, was du ausstrahlst, passen nicht zusammen.

kqeepsmmilinxg1


Hey Ulriki!

Bin etwa im gleichen Alter wie du und auch Single, vergiß diese Partnerbörsen, da tummeln sich häufig nur Verhaltensgestörte, Männer die ihr Ego aufbauen wollen oder einen One Night Stand suchen, meine Erfahrung!

Ich habe das Glück, ein paar wenige wirklich gute Freunde zu haben, aber manche sind auch in Beziehungen und da sieht man sich nicht mehr sooo oft. Aber wenns mir schlecht geht, weiß ich wen ich anrufen kann.

ich habe viele Spezialinteressen und kaum Interessen, die viele Menschen in meinem Alter mit mir teilen werden

Dar ich fragen, welche Interessen du hast?

UNlrikxi


Also ich habe keine Spezialinteressen.

Eben habe ich erfahren, dass mein Freund an Silvester mit seinen Eltern bei seinem besten Kumpel im Restaurant essen geht. Nun weiß ich also, wo ich stehe...

Ich schiebe grade Panik, ich will und kann morgen nicht alleine sein.

Mein Freund sagte dann auch noch, dass er auch nicht mehr in seine Stammkneipe gehen will und auch allgemein will er nicht mehr weggehen, er würde viel zu viele Einladungen erhalten und will lieber zu Hause sein (ohne mich, denn er lebt ja noch mit der Ex zusammen).

Was bleibt uns dann noch? Wir sehen und wirklich nur noch, wenn er mich mal mit dem Auto vom Sport abholt oder so. Er ruft zwar täglich an, aber was ist daran noch eine Beziehung.

Ich bin so malle drauf, am liebsten würde ich morgen in seine Stammkneipe gehen und gucken, ob ein paar Kumpels von ihm da sind, mich denen anschließen. Die sind alle sehr nett, aber das ist auch wieder so erbärmlich. Wie bestellt und nicht abgeholt.

L0iesc3hen49b


Hm... gibt es bei euch in der Stadt keine "Single-Silvester-Sause" oder so ":/ ?

Was sagst du denn zu dem, was ich sonst so geschrieben habe?

Kann das der Punkt sein?

Innerlich stört dich etwas, doch äußerlich merkt man es dir nicht an.

Irgendwie passt also das, was du tust, und das, was du sagst, nicht zusammen.

Sowas kann das Gegenüber spüren und ohne näher begreifen zu können, warum, sich mit dir nicht so wohlfühlen und deshalb auf Abstand gehen.

Könnte das sein?

Magst du denn etwas an deiner Situation (auf Dauer) ändern oder geht es dir erstmal "nur" darum etwas Frust loszuwerden?

S(an/nilxein


Hey, Ulriki! Ich verstehe, wie du dich fühlst, ich kenne dieses Einsamkeitsgefühl! Seit ich in einer fremde STadt weit weg von meiner Heimat gezogen bin, habe ich keine neuen Freundinnen gefunden (mir würde auch eine gute reichen). Ich habe meine alten, guten Freundschaften noch am Telefon, aber manchmal will man einfach mit einerm anderen Menschen, dem man vertraut und mit dem man reden kann, zusammen sein und sich sehen und auch mal umarmen können. Das Telefon ist einfach keine ideale Lösung...

Zu Silvester: Ich finde das gar keine schlechte Idee, wenn du dich denen anschließt! Du sagst doch, die wären ganz nett, die Kumpels! Das heißt, du kennst sie schon und sie dich! Hör doch auf zu denken, dass das SEINE Freunde sind! Denk doch: ich finde die nett und ich schließe mich da an! Und vielleicht kommst du mit dem ein oder anderen ins Gespräch und ihr habt Gemeinsamkeiten oder Themen, die eure Bekanntschaft vertiefen oder stärken, so dass sich eine Freundschaft entwickeln könnte! Das ist doch schon ein super Anfang! Wenn du so denkst, dass die Freunde deinem Freund gehören, ist das die falsche Herangehensweise! Das ist doch ne super Möglichkeit, aktiv zu werden!!! Wirf dein Selbstmitleid über Bord und dann wird das sicher ein schöner abend! Trau dich!

S annWilein


Gibts hier Leute im Thread, die Tipps geben können, wo man richtige Freunde finden kann, außer bei der Arbeit? Supermarkt und Disko würde ich direkt ausschließen, oder?

Ujl3riki


Ich weiß nicht, ob ich so gegensätzliches ausstrahle und die Menschen deswegen Abstand zu mir nehmen. Da kann schon Wahres dran sein. Was ich echt schrecklich fände...

Ich habe eine einzige gute Freundin, mit der ich über fast alles reden kann. Leider ist sie zwar räumlich nahe, aber wegen Mann und Familie zeitlich nicht gut zu erreichen oder zu treffen.

Sie hat mir gesagt, dass ich mich positiv verändert habe, da ich früher sehr negativ eingestellt war. Und vieles lockerer sehe.

Ich möchte seit über 20 Jahren etwas an mir ändern, vieles habe ich alleine geschafft. Aber irgendwie entstehen neue Probleme, neue Baustellen an mir.

Ich fixiere mich jetzt grade sehr darauf, einen Partner zu haben. Ich habe schon immer sehr darunter gelitten, niemanden zu haben, der mich liebt. Dabei habe ich immer versucht, mein Leben für mich alleine schön zu gestalten und alleine auch gut zu leben.

Z. B. war der beste Einschnitt in meinem Leben, dass ich mir vor 11 Jahren ein Pferd gekauft habe. Man, was bin ich da an viele Kontakte gekommen, was ständig unterwegs. Das war so gut, dass ich jahrelang nicht mal mehr wußte, was Depressionen sind!

Das Tier ist jetzt sehr alt und ich komme mit ihm, da er auch in einem Rentnerstall steht, nicht mehr in Kontakt mit anderen aktiven Pferdemenschen. Alles was ich früher gemacht habe, fällt weg. Das Pferd kann auch nicht mehr spazieren gehen, lebt nur noch glücklich auf der Weide.

Das war ein Bindeglied zu Sozialkontakten.

Ich kenne sehr viele Menschen aus dieser aktiven Zeit, einige sehr ich regelmässig, aber ich bin weg vom Fenster aus dieser "Pferdeszene".

Finanziell werde ich mir kein eigenes Pferd mehr leisten können, aber ich werde versuchen, durch ein Pflegepferd oder so da wieder reinzukommen. Momentan geht das aber nicht so richtig, weil ich zeitmässig das alte Pferd noch zu pflegen und zu versorgen habe und auch herzmässig noch kein anderes Pferd lieben mag.

Ich weiß, dass ich mich häuten muß, ein ganz anderer Mensch werden muß, ganz anders leben muß. Ich falle immer wieder zurück in alte Muster.

Ich glaube, dass ich sogar bewusst negative Aufmerksamkeit suche, weil ich das immer noch besser ist als gar keine Aufmerksamkeit.

Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich morgen abend alleine in die Stammkneipe von meinem "Freund" gehen will. Wo ist mein Stolz? Eine Frau, die an Silvester alleine in eine Kneipe geht. Alle werden denken, wo ist ihr Freund? Ist sie es nicht wert, dass er mit ihr zusammen feiert?

Wie konnte ich nur so weit herabsinken? Warum bin ich mir selber nichts wert, dass ich mein Maul nicht aufbekomme und mich beschwere, wenn mir was nicht passt?

Wie konnte es so kommen, dass ich alles in mich hineinfresse? Ich gebe auf, bevor ich mich wehre. Ich denke, das liegt auch an meiner Familie. Meine Eltern haben mir keine Liebe gegeben und mich nie in etwas unterstützt oder mir Mut gemacht. Mir fehlt dieser Rückhalt und ein Urvertrauen.

Gzlam+ourYmauxs


Hallo Ulriki!

Kann es sein, dass du dich einfach mit den falschen Menschen umgibst?

Es ist logisch, dass du dich eher ausnutzen lässt,

wenn du mal "etwas Zuneigung" bekommen kannst.

(Aber ist es denn wirklich echte "Zuneigung"? )

Auch du solltest deinen Stolz haben.

Du scheinst ein sehr introvertierter Mensch zu sein;

auch ich bin so ein Einsiedler-Krebs ;-)

Ich vertraue Menschen nicht leicht, gehe nicht gerne unter fremde Leute (z.B. Überfüllte Busse oder Konzerte sind für mich ein Albtraum!), erzähle Fremden nicht gerne von mir, lache nur mit den richtigen Leuten, muss nicht jedem mein Herz offenbaren etc.

Auf Menschen, die mich nur vom Sehen kennen, wirke ich wohl sehr unnahbar und arrogant. Das ist das Problem, schüchterne und introvertierte Menschen gelten oftmals als arrogant und total eingebildet.

Handelt es sich um ein Mauerblümchen oder um einen nicht attraktiven Menschen bzw. einen, der Nichts aus sich macht (bspw. Kleidung), dann ist dieser Mensch eben "nur schüchtern".

Ist es jemand, der sich chic anzieht, zurechtmacht, eine positive (wie du es bei dir auch beschreibst) Ausstrahklung hat, dann ist dieser Mensch gleich "eingebildet".

Ich finde, das Attribut "arrogant" wird viel zu inflationär vergeben. JEDER, der in irgendeiner Weise nicht passt, ist "arrogant". (Das sagt ja mehr über den Urteiler aus!)


Mit Schrecken musste ich schon hören, dass Leute als "reserviert" beschrieben werden und dem ganzen ein ganz ganz negativer Beigeschmack beigemischt worde ist.

Es gibt wirklich Leute, die sich aufregen, wenn Andere nicht gleich alles von sich erzählen.-haben sie den kein Recht dazu!?

Ist es nicht viel reizvoller, Leute erst "langsam" kennenzulernen?

Wie oberflächlich ist die Gesellschaft?

(Aber kannst auch du auf solche Oberflächlichen nicht verzichten? Ich finde meine anfängliche Unnahrbarkeit recht praktisch... so kann ich schneller die Sproi vom Weizen trennen ;-)

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