» »

Ich bin so erbärmlich

LSieschpen4x9b


Ich weiß nicht, ob ich so gegensätzliches ausstrahle und die Menschen deswegen Abstand zu mir nehmen. Da kann schon Wahres dran sein. Was ich echt schrecklich fände...

Selbst wenn es so ist musst du das nicht schrecklich finden :)* . Du solltest dann einfach den Status Quo akzeptieren und schauen, wie du diese Diskrepanz wieder verringern kannst :)z .

Ich habe eine einzige gute Freundin, mit der ich über fast alles reden kann. Leider ist sie zwar räumlich nahe, aber wegen Mann und Familie zeitlich nicht gut zu erreichen oder zu treffen.

Aber immerhin schon mal was :)^ !

Sie hat mir gesagt, dass ich mich positiv verändert habe, da ich früher sehr negativ eingestellt war. Und vieles lockerer sehe.

Das ist doch schön, dann scheinst du ja auf dem richtigen Weg zu sein :)z .

Ich möchte seit über 20 Jahren etwas an mir ändern, vieles habe ich alleine geschafft. Aber irgendwie entstehen neue Probleme, neue Baustellen an mir.

Sei auf jeden Fall stolz auf das, was du erreicht hast :)^ ! Ohne wenn und aber!

Das Leben ist leider so, musste ich feststellen.

Ich dachte immer: "Wenn du das und das erreich hast, dann wir Alles besser sein!"

Aber es kommt immer Neues dazu.

Man kann sich nur entscheiden, wie man damit umgeht, den Blick für das Schöne nicht verlieren und sich gegebenenfalls Hilfe suchen :)z .

Ich fixiere mich jetzt grade sehr darauf, einen Partner zu haben. Ich habe schon immer sehr darunter gelitten, niemanden zu haben, der mich liebt. Dabei habe ich immer versucht, mein Leben für mich alleine schön zu gestalten und alleine auch gut zu leben.

Ich finde es gut, dass du gut für dich sorgst :)^ . Ich kann dich auch in punkto Partnerschaft sehr gut verstehen. Ich bin auch schon lange allein, bin sogar gerade verliebt, aber das wird vermutlich nie erwidert werden. Mir hilft es immer mich mit Menschen auszutauschen denen es genauso geht. Dann weiß ich, dass ich nicht allein bin, nicht verrückt bin, und das tut gut :)^ !

Z. B. war der beste Einschnitt in meinem Leben, dass ich mir vor 11 Jahren ein Pferd gekauft habe. Man, was bin ich da an viele Kontakte gekommen, was ständig unterwegs. Das war so gut, dass ich jahrelang nicht mal mehr wußte, was Depressionen sind!

Schön, dass es auch solche Zeiten gab :)^ !

Finanziell werde ich mir kein eigenes Pferd mehr leisten können, aber ich werde versuchen, durch ein Pflegepferd oder so da wieder reinzukommen.

Das ist doch ein guter Plan :)z !

Ich weiß, dass ich mich häuten muß, ein ganz anderer Mensch werden muß, ganz anders leben muß. Ich falle immer wieder zurück in alte Muster.

Ich glaube, dass das die falsche Herangehensweise ist. Warum bist du denn schlecht so, wie du bist? Warum musst du dich ändern? Wenn du immer wieder in alte Muster zurück fällst - kann es nicht sein, dass du dich so magst, wie du bist?

Vielleicht wäre es gut mal wirklich ehrlich zu dir selbst zu sein und eine List zu machen:

Was mag ich an mir?

Was mag ich nicht an mir?

Wenn es auf der Minusseite etwas gibt, was du ändern willst, dann tu's :)* .

Aber am Wichtigsten ist es, dass du akzeptieren kannst, dass jeder Mensch Schwächen hat und du nicht perfekt sein musst um gemocht zu werden :)z . Verzeih dir selbst!

Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich morgen abend alleine in die Stammkneipe von meinem "Freund" gehen will. Wo ist mein Stolz? Eine Frau, die an Silvester alleine in eine Kneipe geht. Alle werden denken, wo ist ihr Freund? Ist sie es nicht wert, dass er mit ihr zusammen feiert?

Was kümmert dich denn, was die anderen denken? Ja, du bist eine stolze, erwachsene Frau und deswegen kannst du sagen: "Hey, mein Leben ist gerade krisenhaft, aber warum soll ich deshalb keinen Spaß haben? Nur, weil ich alleine bin?"

Wie konnte ich nur so weit herabsinken? Warum bin ich mir selber nichts wert, dass ich mein Maul nicht aufbekomme und mich beschwere, wenn mir was nicht passt?

Bitte verurteile dich nicht selbst :°_ .

Wie gesagt, keiner ist perfekt, und Schwächen gehören so zu dir wie Stärken. Man kann an sich arbeiten, aber man sollte sich auch selbst verzeihen können :)_ .

Wie konnte es so kommen, dass ich alles in mich hineinfresse? Ich gebe auf, bevor ich mich wehre. Ich denke, das liegt auch an meiner Familie. Meine Eltern haben mir keine Liebe gegeben und mich nie in etwas unterstützt oder mir Mut gemacht. Mir fehlt dieser Rückhalt und ein Urvertrauen.

Das kann sein. Aber willst du dein Leben lang das Opfer einer verkorksten Erziehung sein? Als Kind warst du das, keine Frage. Aber du bist erwachsen und kannst selbst entscheiden, was du nun tun willst :)* !

U<lri-ki


Ich bekam ein sehr positives Feedback von den Kumpels. Sie wollten mich gerne dabei haben, ließen mich immer grüßen.

Mein "Freund" und seine Kumpels sind Männer vom alten Schlag – alles Handwerker, sehr rücksichtsvoll und höflich, nie müsste die Frau ihre Rechnung selber bezahlen.

Min "Freund" hat allen erzählt, wie toll ich bin, wie sportlich, hat richtig geschwärmt von mir.

Und das mit dem Hintergrund, dass er ja noch mit der Ex zusammen lebt.

Er sagt, er hat ihr versprochen, für sie zu sorgen. Warum genau und wie das weitergehen soll, darüber hat er sich ausgeschwiegen.

Er will sich von ihr trennen, sie aber auch nicht mittellos dastehen lassen. Sie hat nur einen Minijob.

Mein Freund ist selber pleite, mußte seine Firma schließen und hat massive Existenzängste.

Alle haben sie mir gesagt, dass mein "Freund" ein guter Mensch ist. Ohne danach zu fragen, hat mir das jeder einzeln sozusagen am Stammtisch ins Ohr geflüstert.

Ich dachte, ich habe den Volltreffer gelandet.

Ich muß dazu sagen, dass mein Freund viel ausgenutzt wird. Alle bitten ihn um Hilfe und er macht und macht... leiht sogar Geld, wo er selber keines hat.

Er ist ein guter Kerl, aber er ist völlig distanziert. Er erzählt nur etwas über sich, wenn er mal was getrunken hat. Er hat mir oft gesagt, wie wohl er sich bei mir fühlt, weil ich keinen Streß mache und nicht streite.

Ich wiederum reagiere genauso wie er – ich bin verschlossener als ich es sein will. Weil von ihm keine Nähe kommt, obwohl ich es Anfangs versucht habe, ihn herauszulocken. Wir spiegeln uns also wieder.

Ich habe ihn im Fitness-Studio kennengelernt und ich war diejenige, die den ersten Schritt gemacht hat. Ich habe in Erfahrung gebracht wo er wohnt (er hat das von sich aus erzählt) und ihm einfach eine Postkarte in seinen Briefkasten geworfen, weil er schwimmen gehen wollte, aber selber so faul ist und sich an mich "dranhängen" wollte.

Ich mußte um ihn kämpfen... er hatte wenig Zeit, hat Treffen abgesagt, als wir noch nicht zusammen waren. Bis er mir dann sogar einen Korb gab, sagte, er hat soviel Streß in seinem Leben, er schafft es nicht, mit mir schwimmen zu gehen. Dabei wollte er 20 kg abnehmen, aber die Firma...

Bis er mich dann mal doch anrief und wir ausgingen. Er hat mich all seinen Freunden, die auch seine Ex kennen, offiziell vorgestellt.

Aber leider habe ich schnell gemerkt, dass er sich selber nicht mag. Und zwar für andere sorgt, aber eine Mauer um sich herum hat.

Z.B. alber ich gerne herum, kitzel ihn, stoß ihn an, suche Augenkontakt. Nette Gesten halt. Er geht da kaum drauf ein. Aus Enttäuschung habe ich das aufgegeben.

Ich bin zwar sehr ruhig, aber manchmal sehr mutig und wirke "nett". Als Eigenbrötler komme ich nicht rüber.

f[ragnAurso


Bitte nicht falsch verstehen, aber

Bin recht normal und umgänglich.

Wie passt das mit dem Titel dieses Threads zusammen

Ich bin so erbärmlich

":/

f?ragnPurso


Du bist nicht erbärmlich und das weißt Du.

Du musst mit Dir selber wieder ins Reine kommen, dann wird Dir auch der Umgang mit anderen Menschen wieder leichter fallen. Du bist mit Dir selber unzufrieden und das strahlst Du aus, da liegt das Problem. Eine Therapie um die schlechten Dinge der Vergangenheit aufzuarbeiten kann hilfreich sein und ist nichts was einem peinlich sein sollte.

Frage Deinen Hausarzt wenn Du nicht weißt wohin Du Dich wenden kannst, der kann Dich an den richtigen Arzt überweisen.Ob es eine Depression oder etwas anderes ist, mit Hilfe wirst Du es schaffen. Alles Gute für das neue Jahr. :)^

Uylrikk-i


Ich bin ja seit 13 Jahren immer wieder mal in psychotherapeutischer Behandlung.

Ich habe einen Stammarzt dafür, war auch mal bei anderen Stellen (z.B. Verhaltenstherapie), aktuell bin ich wieder seit einem Jahr in Behandlung.

Ich kann da zumindest alles erzählen, ohne Zeitdruck, komme beim Erzählen zu neuen Ansichten oder Betrachtungsblickwinkeln. Aber es ändert halt nicht mein Leben, dass kann nur ich selber, mit Fort-oder Rückschritten.

Ich habe dieses Jahr ein paar Antidepressiva ausprobiert, das war aber leider wegen der furchtbaren Nebenwirkungen (z.B. kein REM-Schlaf) schlimmer als die Depression selber.

Und jetzt sieht alles schwarz aus für mich, weil ich nicht sehe, dass irgendwas besser wird in meinem Leben.

Ich habe erst Mitte Januar wieder einen Termin bei meinem Arzt. Ich werde noch einen Versuch mit Antidepressiva machen, denn ich bin so gefangen in mir selber.

hBawaiWtoaxst


Einige Gedanken in deinem Anfangspost kamen mir sehr bekannt vor..

Mein Eindruck von dir ist auch, dass du dich aufgrund deiner Einsamkeit (der "schlechten" Männerwahl,

der Jobsituation, der Pferdesituation..) nicht mehr magst. Du willst raus aus dir und in ein "besseres"

offenes Leben. Aber das geht halt (leider :)_ ) nicht.

Du musst nun selbst irgendwie, auch wenn du fast bei 0 stehst neu anfangen. Jeden Tag.

Und glaube mir, es kann schlimmer werden im Leben, also falls du denkst, du bist schon ganz unten.

Es geht IMMER schlimmer.. Sei froh über jeden kleinen Rest den du hast, der da wäre:

Internet, Dach über dem Kopf und so weiter und so weiter. Du hast auch deine körperliche Gesundheit noch.

Also, steh auf und fang ganz neu an. Vielleicht sogar ohne deinen komischen Freund, das ist doch

alles strange und seltsam. Fang ganz neu an: Such dir nen Nebenjob -> neue Leute,

mach nen Aushang und was weiß ich -> neue Leute.

Dass du deprimäßig bist, wenn du dir das Leben der anderen bei Fakebook anschaust, ist

doch klar, lass es oder melde dich ab oder erfinde dich neu und mach auch nen

Megaauftritt und "tu" so als würdest du viel machen, vielleicht melden sich

dann wieder andere Bekannte bei dir. Weiß aber nicht, ob das so läuft, bin gerade nicht bei Fakebook.

Das mit deinen Eltern ist auch schon ca. 20 Jahre vorbei... Also, nun liegt es bei dir, auch wenn

alles so hoffnungslos und einsam scheint. Erstmal musst du dich selbst wieder mögen/ lieben lernen.

Ich fände es toll, wenn du da morgen hingest. Ich würde dich auch sehr bewundern, wenn du es

machst/ schaffst @:) @:) :)D

Schade, dass sich bei den Pferdeleuten nichts ergeben hat. Hast du denn die Kontakte nicht ausgebaut,

als es noch ging??

Wie bist du beim Sport? Sprichst du die Leute an oder die Bekannten dich?

Erstmal viele Grüße und kopf hoch.

PS: Ist halt auch nochmal schwieriger so ab Ende 20, weil da viele ne Familie haben/wollen und komplett

zu machen... Aber sagt ja auch was über die Leute, also wie verschlossen sie sind und die niemanden

mehr an sich ranlassen. Aber irgendwie auch sehr beängstigend für die Gesellschaft. Was sollen denn die

Leute ohne Family machen ???

T&e}straYlSe


Mein Leben ist genau so verlaufen, wie deines, ausser das meine Familie zwar liebevoll ist, aber andere weltanschaun als ich hat. Ich war auch immer ohne festen Freundeskreis, als Kind fanden mich die anderen kinder "seltsam"..

das ist bis jetzt so geblieben, ich habe ne gute Ausbildung und einen Job, den ich mal hasse und dann wieder ganz ok finde.

Da ich sehr oft alleine bin, habe ich angefangen Freundschaften oder Cliquen zu idealisieren... Ich stelle mir vor, wie schön es wäre, wenn ich mit jemandem einfach so zum kaffe gehen könnte, oder ins Kino, oder zum essen, oder einfach spazieren, oder in einer gruppe in Urlaub. Und wenn dann tatsächlich mal etwas in der art passierte, dann war ich extrem enttäuscht, weil es sehr viel langweiliger und banaler war, als ich es mir vorgestellt habe!!!

und mein Problem ist jetzt, das ich weiterhin Beziehungen zu anderen menschen idealisieren aber das ich doch weis, wie banal das dann in Realität ist.

das ist das wirklich traurige

UGlrixki


Das mit dem Idealisieren habe ich auch. Ich sehe, wie die anderen Spaß haben, Action, ständig was unternehmen.

Das wirkt aber nur so, als ob bei denen alles ach so toll ist. Z.B. ist meine gute Freundin seit 20 Jahren verheiratet und die führt wirklich eine gute Ehe.

Aber auch da gibt es Reibereien, an die ich gar nicht denke und die mich völlig enttäuschen würden: meine Freundin will ein eigenes Schlafzimmer, weil ihr Mann grausamst schnarcht. Oder er ist ein Couchpotato, hat keine Hobbies, nichts.

Ich stelle mir in meinen Träumen all das vor, was ich gerne machen möchte. Wenn der Mann dann nicht die gleichen Vorstellungen hat, bin ich masslos enttäuscht.

Ich bin zwar auch nicht mehr ganz gesund, kann aber noch in Maßen Sport treiben, und ich denke oft, sei dankbar dafür, es könnte schlimmer sein. Trotzdem sieht man sich in so einer Depriphase als den unglücklichsten und geplagtesten menschen der Welt. Dabei geht es mir doch richtig gut, trotz der Einsamkeit. Ein Heim, genug Geld zum Futtern, kleine Luxusdinge wie Sport, Klamotten, Bioessen...

Ich hasse das, wenn ich doch weiß, dass ich dankbar sein sollte für mein sicheres Leben. Und mich so verrenne in diesen Feind Depression. Ich war so gut aus den Depressionen raus, nie ist man davor ganz bewahrt.

Und das Dollste: heute morgen kam mein Freund vorbei, brachte mir leckere Antipasti vom Italiener und eröffnete mir, dass ich heute abend mit zu dem privaten Essen gehen kann, wo er mit seinen Eltern bei seinem Kumpel im Restaurant ist. Er sagte, er hat darüber nachgedacht, dass ich Silvester nicht alleine sein will. In der Stammkneipe wäre dieses Jahr nichts los. Dann hat er das Ganze etwas entschönt, denn ich kann nur mit, weil seine Ex zu Hause bei den Hunden bleibt. Grrr... ich bin doch kein Lückenbüßer.

So langsam merke ich auch noch, dass ich fast wie eine heimliche Geliebte behandelt werde.

Und so langsam werde ich wütend und mein Stolz kehrt zurück. Ganz oder gar nicht, aber nicht die Affaire sein, das steht fest!

UilrTixki


Oh je, mein Silvester war das absolute Chaos der Gefühle.

Der Abend war ganz nett in einer kleinen, geselligen Runde...

Die Eltern von meinem Freund waren da, seine Mutter kannte ich noch nicht.

Dazu sein bester Kumpel mit dessen Mutter.

Dazu dann immer wieder Bekannte, Verwandte des Restaurant-Inhabers als grüßende Vorbeilaufende.

Mein Freund hatte sich ein bisschen was angetrunken und sagte zu mir, er sei froh, dass er über seinen eigenen Schatten gesprungen ist und mich mitgenommen habe. Hm, wie soll ich das verstehen. Ich war nur deswegen dabei, weil seine Ex -aber noch offizielle Freundin- woanders auf einer Party war.

Zwar hat mein Freund seinen Eltern von Anfang an alles über mich erzählt, aber ich fühlte mich nie richtig integriert in sein Leben.

Seine Eltern sind lustig und nett, aber ein ganz anderer Menschenschlag als ich. Ich fühlte mich zwar wohl, da seine Eltern die ganze Runde mit ihren Scherzen unterhalten haben. Aber sie sind anstrengend für mich, da ich eher wenig zum Reden komme bei so extrovertierten Menschen. Dadurch wirke ich dann still und schüchtern und der Freund von meinem Vater meinte dann später auch alkoholselig, ich sei so still und würde zwar viel lachen, aber so wenig sagen. Ich bin halt so!

Mein Freund hat mich verteidigt und gesagt, genau das mag er ja an mir.

Sein Vater sagte dann auch noch, mein Freund sei Beziehungsunfähig. Er besucht seine Eltern zwar jeden Tag, ist aber immer wieder schnell weg. Genau wie bei mir.

Und um das Chaos noch schlimmer zu machen: ich fühle mich zu seinem Kumpel hingezogen. Das habe ich schon vor Wochen gemerkt. Sein Kumpel trägt das Herz auf der Zunge. Er ist ganz anders als mein freund. Viel offener.

Er hat eine Freundin im Ausland, sie planen zu heiraten, in drei Jahren will er auswandern.

Aber irgendwie sind da verwirrende Signale von diesem Kumpel. Er macht mir manchmal Komplimente, und schaut mich an, als ob da was wäre, was nicht sein kann.

Und ich mag die Mutter von seinem Kumpel – sie ist wie ich, ruhig und still. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.

Der Kumpel rief um Mitternacht seine Freundin an. Ich wünschte, ich wäre sie...

Die Mutter von dem Kumpel machte mir Komplimente über meine Locken, und der Kumpel sagte dann, da muß ich meiner Mutter recht geben, das passt gut zu dir (alles Natur).

Die Welt ist verdreht für mich, ich saß auf dem falschen Stuhl, an der falschen Seite des falschen Mannes...

Und ich mußte die ganze Zeir daran denken, dass mein Freund mich eigentlich gar nicht mitgenommen hätte, wenn ich ihm nicht gesagt hätte, dass ich Silvester nicht alleine sein will. Und ich auch nur als Lückenfüller dabei sein konnte, weil die Ex woanders war!

Alles war so falsch! Ich versuchte trotzdem den Abend wie einen schönen einmaligen Traum zu geniessen.

Und wer hat mir zuerst zwei Küsse auf die Wange gedrückt um Mitternacht? Der Kumpel...

Drei Jahre sind eine lange Zeit für eine Fernbeziehung...ich bin so doof und mache mir Hoffnungen, dass der Kumpel und ich irgendwann beide Single sind und uns finden...

Oh Gott, wie schlimm das alles ist!

U%lrKiki


Hi, ich wollte berichten, wie es weiterging.

Meine Verwirrtheit der Gefühle für den besten Kumpel meines Freundes ist nun vorbei. Ich habe mein unerfüllten Sehnsüchte auf den Kumpel projeziert. Einfach nur doof, ich suche Liebe, bin nicht zurechnungsfähig.

Wisst ihr was, ich habe versucht, mit meinem Freund ein Gespräch zu führen über unsere Beziehung.

Denn seit 3 Monaten bekomme ich nur noch zu hören, er hätte solchen Stress, er will lieber alleine sein.

Wenn wir uns denn mal sehen, dann meist in seiner Stammkneipe.

Ich kann also nie eine Verabredung vorschlagen, immer hält er die Zügel in der Hand.

Ich sagte ihm, dass ich ihn vermisse. Er erwiederte, guck mir in die Augen, Du lügst mich doch an.

WAAAAAAS? Was soll das denn ? Er bringt häufig Sprüche wie dass ich ihn doch gar nicht liebe, er sich selber nicht leiden kann usw...

Ich wollte ihn darauf ansprechen, wie sich die Situation mit seiner Exfreundin weiterentwickeln wird. Er lebt ja noch mit ihr zusammen, obwohl sie seit Jahren keine sexuelle Beziehung mehr haben. Sie ist arbeitslos und sie haben zwei Hunde. Er will sie finanziell nicht im Stich lassen, hat aber grade selber auch kein Geld, um auszuziehen und sie weiterhin zu unterstützen.

Ich wollte ihn darauf ansprechen, dass sie dann doch zumindest ihre Beziehung offiziell beenden können, und sich jeder einen neuen PArtner suchen kann.

Da wurde er grantig und meinte, ich sei zu neugierig und er macht das so, wie er das für richtig hält.

Punkt aus, damit war das Gespräch für ihn beendet.

Mein Verstandn sagt mir, dass dieser Mann alles vor sich herschiebt und nie eine Entscheidung wird fällen können. Er hat mich jetzt soweit in eine Rolle gedrängt bzw. ich war zu lieb, und habe dies geschehen lassen, in der er dominant alles bestimmt.

Das ist keine Beziehung, in der einer alles beherrscht.

Er ruft mich zwar jeden Tag an. Aber er hat überhaupt kein Bedürfniss, mich mal zuhause zu besuchen.

Ich bin an dieser Situation kaputt gegangen. Ich weiß, dass ich es beenden muß. Und doch bin ich jetzt so tief drin in meiner Despression, dass ich mir alles ohne Widerworte gefallen lasse.

Warum? Weil ich Angst vor dem Allein sein habe.

Dabei weiß ich doch, dass ich bisher auch immer gut alleine leben konnte.

Aber jetzt ist er da, dieser Teufelskreislauf: diese Gedanken um NIE wird es dir besser gehen, IMMER wirst du alleine sein, NIE wird dich wieder jemand lieben, NIE wirst du wieder jemandem vertrauen können...

Ich habe mir von meinem Arzt Mirtazapin verschreiben lassen. Ich habe Selbstmordgedanken, nicht wegen ihm, sondern weil ich für meine Zukunft keine Besserung mehr sehe.

Ich habe vier Tiere, ich will die nicht im Stich lassen, aber allmählich ist mir selbst das egal.

Ich zerbreche, ich kann nicht mehr.

U.lrikxi


Ich weiß, mein Faden ist schon sehr lange geworden und ich schreibe viel... wer noch folgen mag, ich möchte berichten, wie es weiterging.

Die "Beziehung" ging so weiter bis heute, er ruft mich jeden Tag an, hilft mir, kümmert sich um mich. Aber seit November gab es keine Zeit mehr zu zweit-keine Treffen, kein Sex, nichts. Wir küssen uns noch, aber nur zur Begrüßung und zum Abschied.

Ich habe versucht, mit meinem Freund zu reden. Er ist sehr dominant geworden und sagt immer nur kurz angebunden, er weiß auch nicht, was mit ihm los sei. Er kann sich zu nichts mehr aufraffen, sondert sich sogar von seinen Freunden ab. Da ich mit seinem besten Freund in Kontakt bin, sagte dieser, sogar er weiß nicht, was mit ihm los sei.

Mein Freund sagte sogar, wenn es nicht besser wird und er sich nicht aufraffen kann, dann ist es aus mit ihm.

Ich weiß es jetzt: durch seine finanzielle katastrophale Situation ist mein Freund schwer depressiv geworden. Auch wenn er selber das verneint. Er hatte vorher schon Probleme mit sich selber, weil er so dick geworden ist und sich selber hasst.

Er lässt sich so sehr hängen, schläft eh seit jahren nur 3-4 Stunden, dann war er auch noch schwer krank mit Mittelohrentzündung und Tinnitus, Trommelfelldurchbruch.

Er ist fast 50, körperlich fertig, schwer übergewichtig, die Firma am Arsch, füttert die Ex durch, die Eltern wollen nichts mehr zusteuern. Die Zukunft ist schwarz.

Ich selber bin durch diese Situation extrem krank geworden. Ich habe Verlustängste, die sind so schlimm, dass ich jeder Konfrontation mit ihm aus dem Weg gehe und mich duckmäuserisch verhalte.

Er ist weiterhin nett zu mir, wird nur geladen, wenn ich auf unsere Nicht-Beziehung zu sprechen komme.

Ich bin mittlerweile soweit, dass ich in eine Klinik gehen will. Ich kriege mehrmals am Tag Panik-Attacken, wenn er mal nicht anruft!!!

Ich, die immer alleine gelebt hat und ihre Wohnung liebt, mag nicht mehr alleine zu Hause sein.

Ein positives hat es: ein befreundeter Arzt meines Freundes hat mir zufällig einen Nebenjob gegeben. Ich bin am PC Mädchen für alles. Er hat keine Patienten mehr und ich mache viele ruhige Sachen. Man ist per Du und er weiß von meinem Problemen Bescheid. Er ist mehrmals im jahr noch auf einem Schiff als Arzt tätig und leider kann da so kein richtiger Job draus werden. Aber ich bin dort in einem ruhigen und geschützten Rahmen tätig und kann auch mal traurig und unkonzentriert sein.

Leider ist der Arzt seit heute einen Monat wieder auf dem Schiff und ich habe echt Panik, so lange ganz alleine zu sein. Ich kümmere mich zwar um sein Büro, und besuche seine alte Mutter im Heim und halte die Korrespondenz per Email aufrecht zwischen den beiden. Außerdem soll ich den Garten pflegen (und das ist richtig viel zu tun).

Aber momentan bin ich so verzweifelt, ich suche ganz dringend soziale Kontakte. Das ist schon Beziehungs-oder Kontaktsüchtig.

Ich habe sogar einen Monat ein Antidepressiva genommen, welches aber meine Symptome so schlimm verstärkt hat, dass ich mich umbringen wollte. Ich war total gleichgültig und habe an nichts mehr Interesse gehabt. Jetzt geht es wieder besser, seit ich es nicht mehr nehme. Mein Psychotherapeut ist leider auch nicht der richtige, da er nur mal alle 2 Monate einen Termin zustanden kommen lässt.

Ich habe mich schon bei jemand anderes angemeldet, das ist aber erst Mitte Mai, da die Praxis übergernommen wird von neuen Ärzten.

Die haben im Internet sehr gute Bewertungen.

Momentan hat mir dann auch ein Kumpel von meinem Freund, den ich im Fitness-Studio kennen gelernt habe, seinen seelischen Beistand angeboten. Er ist wie ein väterlicher Freund geworden und bisher habe ich mich gescheut, die Hilfe anzunehmen, aus Schahm.

Aber er hat eine sehr direkte und ehrliche Art, hat mich zum Essen eingeladen, damit ich mal meine Seele erleichtern kann (und nein, mehr ist da nicht).

Ich frage mich, warum ich das alles mitmache. Weil ich meinen Freund anders kennengelernt habe. Absolut fürsorglich und begeistert von mir. Er hat mich trotz seiner Freundin allen seinen Freunden vorgestellt, seinen Eltern, mich extrem gut behandelt. Im Grunde tut er das immer noch...nur die Beziehung ist futsch und er kann keine Nähe mehr geben.

Da sind dann die Frau, die Nähe wie eine Droge braucht, und der Mann, der nur noch allein sein will.

Eben hat er angerufen, fragte was ich so gemacht habe (er will immerhin jeden Tag noch telefonieren und alles von mir wissen), und schwups ging es mir gut. Keine 20 min später rollt wieder eine Einsamkeits-PanikWelle über mich. So etwas habe ich noch nie in meinem Leben gehabt! Depressionen, ja! Aber das hier sind keine Depressionen mehr bei mir, das ist wieder was ganz neues.

So versuche ich einfach weiterzuleben.

Aber ich, die immer alles alleine machen konnte und auch gut alleine sein konnte, habe mich selber aufgegeben und verloren!

Mein Freund ist bald 2 Wochen in Urlaub mit seinen Eltern. Es kann sein, dass sie dort Gespräche über finanz.Unterstützung führen. Jedenfalls wollte mein Freund dort nachdenken. Leider ist auch nicht klar, ob das positiv für mich ausgehen wird. Ich habe ihm gesagt, dass ich Angst habe ihn zu verlieren. Er konnte da nicht mal was zu sagen. Ich geht auf mich gar nicht mehr ein.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH