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Cipralex – Panikattacken & Depressionen (es hört nie auf)

f.earb(unQny83 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich bin knapp 30 Jahre alt, weiblich, und kämpfe seit meinem 14. Lebensjahr mit immer wiederkehrenden Panikattacken und Depressionen.

Das erste Mal bin ich mit 14 depressiv gewesen. Damals konnte ich das noch nicht deuten, aber ich wusste etwas stimmt nicht mit mir. Ich war nachdenklich, oft betrübt und um meinen 15. Geburtstag rum war es ca. 2 Wochen lang richtig schlimm. Dann wurde es ohne Medis nach und nach langsam besser.

Mit 19 heftiger Rückfall. Letztlich im Krankenhaus gelandet und dort die Einnahme von Cipramil begonnen. Ich war bis 40mg und es dauerte etwa 2 jahre bis ich vollständig von allen Symptomen geheilt war.

Ich habe das Medi dann irgendwann langsam abgesetzt und nach gut einem Jahr kamen die Depressionen wieder. Daher bin ich 2008 in eine TK gekommen und habe wieder Cipramil bekommen. Es wurde schnell besser. Nach gut 1 1/2 Jahren hab ich das Medi wieder abgesetzt, weil es mir super ging.

Dann sind im letzten Jahr ein paar schlimme Dine geschehen. Mein Hund wurde überfahen und kurz darauf starb der Vater meiner besten Freundin bei einer Routine OP. Knapp 2 Monate nach diesen Ereignissen bekam ich Nachts plötzlich heftigste Panikattacken und begann selbstständig mit der Einnahme von Cipramil. Es wurde besser. Panikattacken verschwanden komplett. Dann konnte ich Cipramil nicht mehr nehmen, weil die KKs das Medi nicht mehr bezahlten. Musste umsteigen auf Citalopram. Damit wurde meine Stimmung wieder schlechter.

Ich hörte mich nach Alternativen um und kam daraufhin zum Cipralex. Mein Hausarzt verschrieben mir auf meine Geschichte hin 10 Mg Cipralex. Ich war aber der Meinung das wäre zu viel, da ich vorher nur 10 Mg Cipramil genommen hatte und Cipralex ja doppelt so stark sein sollte wie Cipramil.

Mit dem Medi ging es mir ganz gut. Die Neigung zum Grübeln blieb allerdings und ich muss ständig über den Tod nachdenken. Sei es über den meiner Angehörigen oder meinen Eigenen.

Nun habe ich gerade versucht eine BU abzuschließen, wurde aber abgelehnt. Nun schwebt die Angst über mir, dass wenn ich wirklich einmal nicht mehr arbeitsfähig bin, ich auch noch verarme.

Heut Abend lag ich im Bett, mein Freund war bzw. ist nicht zu Hause, und versuche zu schlafen. Aber mein Herz klopft so laut das dies nicht möglich ist.

Als ich doch langsam wegdämmere, wache ich plötzlich schweißgebadet und mit starkem Herzrasen auf. Panikattacke. Zum Glück habe ich gelernt mich in Gedanken etwas zu beruhigen. Etwa damit, dass ich weiß, dass die Attacke nur kurzfristig ist und wieder vorbei geht.

Ich habe in meinem Leben nie ein Trauma erlebt und bin in einer sehr gut behüteten Familie aufgeachsen. Bis auf meine Angst vor dem Alleinsein, gibt es eigentlich nichts, was mir Angst machen sollte. Aber ich finde immer etwas. Angst das mein Freund mich wegen meiner anstrengenden Krankheit verlässt, das meine Eltern frühzeitig sterben (bei meiner Mutter wurde 2012 auch noch Krebs diagnostiziert) oder oder oder...

Ich arbeite 40 Stunden die Woche, bin mit meinem Job aber nicht so glücklich. Schaffe es aber irgendwie auch nicht, etwas anderes zu suchen. Lieber würde ich wieder studieren. Aber dann habe ich wieder das alte Geldproblem.

Meint ihr ich bin unterdosiert und der Stress des letzten Jahres bzw. die aktuellen Ereignisse sind zu heftig, so dass die Panikattacke "normal" ist?

Ich weiß einfach nicht mehr weiter und habe wahnsinnnige Angst...

Nichtsdestotrotz bin ich völlig am Ende. Ich will endlich gesund sein!!!

Antworten
m:uska tnEusxs


Du nimmst ja ganz schön viel und auch ganz schön lange. Hier kennt dich niemand, also kann es sein das die Medikamente berechtigt sind, aber ich glaube ich habe es nicht gelesen und mich nach dem lesen gefragt: Hast du schonmal eine Psychotherapie gemacht? So eine richtig schöne, gesunde und gepflegte Psychotherapie?

Medikamente haben ihren Sinn und bestimmt auch ihre Berechtigung (das entscheiden die Menschen die es zu entscheiden haben), aber Medikamente stellen chemische Prozesse und Gleichgewichte im Gehirn wieder her, hellen die Stimmung auf oder nehmen einem Ängste. Das war es dann aber auch (naja bestimmt machen die auch noch viele andere Dinge...) und oft bringt das auch schon etwas, aber verändern tun Medikamente nichts.

Bis auf meine Angst vor dem Alleinsein, gibt es eigentlich nichts, was mir Angst machen sollte. Aber ich finde immer etwas.

Wenn immer Ängste zu finden sind und man das gar nicht eingrenzen kann, könnte so etwas eine generalisierte Angststörung sein. Aber da kann ich dir nur eine Psychotherapie (Verhaltenstherapie) empfehlen. ;-)

*:) @:)

m/nxb


Ich habe in meinem Leben nie ein Trauma erlebt und bin in einer sehr gut behüteten Familie aufgeachsen

Das schwierige dabei ist, dass Menschen, die traumatisiert sind, dies selbst nicht wahrnehmen können... ein Teil der Persönlichkeit "schützt" sie, teils mit extremsten Mitteln, vor der Konfrontation mit bzw. der Erkenntnis der traumatisierenden Themen. Weil der Körper bzw. die Seele nie gelernt hat, damit umzugehen, und diese für ihn eine (möglicherweise) existenzbedrohende Situation darstellen...

Die Angst vor dem Alleinsein deutet auch auf eine Traumatisierung hin... oder wenn man es nicht so extrem ausdrücken möchte: Mit einem starken verdrängten Anteil in dir. In der Einsamkeit findet man zu sich selbst, fühlt sich selbst... im Kontakt mit anderen Menschen kann man sich jedoch von dieser Konfrontation ablenken bzw. sich mit dem Kontakt "betäuben".

Auch in einem "behüteten Elternhaus" kann man als Kind mit verdrängten, unter den Teppich gekehrten Problemen der Familiengeschichte konfrontiert werden...Kinder fühlen üblicherweise die Gefühle, vor denen sich ihre Eltern verschließen... und rutschen somit in Gefühle und Verhaltensmuster hinein, die nichts mit ihnen direkt zu tun haben. Weil sie eigentlich zu einer vorigen Generation gehören, diese Generation es aber nicht geschafft hat, ihre "traumatisierenden" Erlebnisse aufzuarbeiten. Das wäre auch ein möglicher Ansatzpunkt, an dem du suchen könntest... wichtig dabei ist noch, dass es nicht um Vorwürfe und Schuldzuweisungen geht... denn die bringen einen niemals weiter... sondern lediglich um das Erkennen und Aussprechen von Zusammenhängen...

Was mir sonst noch einfällt, kannst du dich noch erinnern, was für Dinge/Themen dich damals mit 14 Jahren beschäftigt hatten? Wofür hattest du dich interessiert? Wie war dein Verhältnis zu deinen Mitschülern? Wie ging es deinen Eltern damals? Ist in ihrem Leben etwas passiert? Waren sie vielleicht mit etwas überlastet? Möglicherweise hast du so etwas wahrgenommen... (Überlastung und Traumatisierung führt übrigens auch dazu, dass man andere Menschen nicht mehr so gut wahrnehmen kann... möglicherweise hast du auch gespürt, dass du von niemandem wirklich gesehen/wahrgenommen wirst... auch wenn du in einer scheinbar liebevollen Familie aufgewachsen bist... wie gesagt, geht hier nicht um Vorwürfe, sondern nur darum, das auszusprechen, was möglicherweise früher übergangen oder übersehen wurde... ohne böse Absichten...

Das waren mal ein paar Gedanken zu dem, was du geschrieben hast... vielleicht kannst du dich in der einen oder anderen Stelle wiedererkennen... ich wünsch dir jedenfalls alles Gute!

f.earb7unKny83


Vielen lieben Dank für die Antworten.

Ich habe beim Lesen im Büro Tränen in den Augen gehabt, kann aber auch nicht genau sagen warum.

Ich nehme zurzeit 5mg Cipralex. Ich glaube weniger geht gar nicht. Empfand das also gar nicht als so viel. Ich war 2002/2003 schon mal auf 40mg. Allerdings auch nur ein paar Wochen.

Wie gesagt war ich innerhalb der 10 Jahre insgesamt 3 Jahre Tablletenfrei. Das ging super. Es ging mir echt gut.

Eine Therapie hab ich gemacht mit 19/20. Es sollte eine Verhaltenstherapie sein, aber es waren mehr nette Gesprächsrunden. Es war bestimmt nicht verkehrt, aber gebracht hat es mir trotzdem nicht unbedingt etwas. Erkenntnisse habe ich jedenfalls keine gehabt.

Ich hab letztes Jahr Sommer ca. 4/5 Monate nach meinem 4. Rückfall eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie angefangen. Das war gut, sie hat die richtigen Fragen gestellt, ich hab während der Sitzungen oft geweint. Aber ich konnte nur ein paar Sizungen absolvieren, weil die Therapeutin ihre Praxis aufgegeben hat. Der Nachfolger konnte mich nicht übernehmen, was aber nicht so schlimm war, weil ich ihn nicht so sympatisch fand. Und das ist bei einer Therapie schon wichtig finde ich. Nun bin ich auf der Suche nach einem neuen Therapeuten, aber die Wartezeiten sind lang.

Gestern war ich besonders niedergschalgen, weil die Versicherung meine BU Anfrage abgelehnt hat, aufgrund meiner Krankheitsgeschichte. Das hat in mir wieder Ängste und Sorgen wach gerufen. "Was passiert wenn ich nie wieder gesund werde oder die Krankheit schlimmer wird und ich keinen Beruf mehr ausüben kann? Passiert ja schließlich jedem 4. Dann bin ich krank und arm." So kam es gestern Nacht zu einer Panikattacke. Seltsamerweise kommen diese fast immer wenn ich am einschlummern bin. Dann schrecke ich plötzlich völlig verschwitzt mit Herzrasen auf und es dauert dnn einige Minuten, bis die Attacke vorbei ist.

Sorge macht mir, diesmal dass ich diesen Anfall hatte, während ich das Medikament nehme, denn ich bin ja schon seit März wieder auf Medikamenten und da sollte man doch wieder stabil sein. Zwischen April/Mai bis September ging es mir auch wieder sehr gut. Gegen Winter hatte ich ab und zu Beklemmungsgefühle und immer wieder kreisten und kreisen meine Gedanken um den Tod.

Bei meinen früheren Episoden war der Tod nie ein Thema. Das ist erst der Fall seitdem der Vater meiner Freundin letztes Jahr verstarb. Die Beerdigung konnte ich kaum ertragen, so sehr hat mich die Trauer zerrissen. Ich glaube ich hatte einen Schock.

Ich werde mir jetzt einen Neurologen/Psychiater suchen. Bisher betreut mich niemand. Mein Hausarzt verschrieb mir die Tabletten. Er wollte das ich 10mg nehme. Aber das erschien mir zuviel. Man sollte vielleicht wirklich nicht selbst rumdoktern.

Schlimm finde ich diese depressive Episode, weil mein Freund so ein lustiger und lebhafter Mensch ist und ich Angst habe, dass er mich verlässt, wenn diese Episode länger dauert oder vielleicht für immer. Mein Leben hat mir ja gezeigt, dass die depressiven Episoden immer wieder kommen und so schlimm wie es 2002 – 2003 war, will ich es nie wieder haben.

Ich muss auch ergänzen das ich mit der Einnahme von dem Medi nicht sonderlich konsequent bin.

Vor zwei Wochen hatte ich es z.B. 3 Tage in Folge vergessen zu nehmen. Wenn es mir gut geht, vergess ich das leider oft.

Ich frage mich ob es jemals möglich sein wird, ein Leben ohne Depression zu führen... :(

Dieser Gedanke macht mich unglaublich traurig und nimmt mir jede Hoffnung auf eine schöne Zukunft... :°(

Z9wYackx44


Mein Hausarzt verschrieb mir die Tabletten. Er wollte das ich 10mg nehme. Aber das erschien mir zuviel. Man sollte vielleicht wirklich nicht selbst rumdoktern.

Richtig, jedenfalls, wenn man keine Ahnung hat. Dein Hausarzt hat Dir 10 mg verschrieben, weil das die empfohlene Cipralex-Erhaltungsdosis für Depressionen und Panikstörungen ist. Wenn Du den nötigen Wirkstoffspiegel nicht erreichst, brauchst Du Dich über unzureichende Wirkung nicht wundern. Das Analoge gilt für die "Compliance" (Zuverlässigkeit der Einnahme); selbst bei richtiger Dosis kann der nötige Wirkstoffspiegel unterschritten werden, wenn man die Einnahme ein paar Tage unterläßt. ADs sind eben keine Smarties. Die Cipralex-Halbwertszeit beträgt 30 h.

Mit jedem erfolglosen Auslaßversuch sinkt die Chance auf ein Leben ohne AD. Deswegen wird empfohlen, die Medikation bis zum nächsten Auslaßversuch jeweils, verglichen mit dem letzten Versuch, merklich zu verlängern. Weiterhin ist Vorsicht geboten, weil nicht garantiert ist, dass das ursprünglich wirksame AD nach einem erfolglosen Auslaßversuch automatisch wieder aus dem Rückfall herausführt.

Wenn Du Deine Krankheit als Störung des Hirnstoffwechsels betrachtest, die durch Cipralex ausgeglichen wird, bist Du in etwa in der Lage wie ein Insulin-pflichtiger Diabetes-Patient, der auch nicht auf das Insulin verzichten sollte, weil es ihm mit Insulin 2 oder 3 Jahre gut gegangen ist. Nach Deiner bisherigen Krankengeschichte solltest Du erst wieder an einen Auslaßversuch denken, wenn Du eine Psychotherapie erfolgreich abgeschlossen hast.

Die Enttäuschung mit Deiner BU-Versicherung war vorprogrammiert. Wenn Du Dich vorher erkundigt hättest, wäre Dir ein solcher Versicherungsantrag gar nicht in den Sinn gekommen. Trotzdem kannst Du ein glückliches Leben führen. Obwohl eine BU-Versicherung empfehlenswert ist, leben Millionen Bundesbürger ohne eine solche Versicherung.

Vielleicht hilft es Dir zu wissen, dass auch ich auf ADs angewiesen bin. Meine erste schwere Depression (mit 39) wurde 3 Monate stationär rein medikamentös behandelt. Danach war ich wieder arbeitsfähig und konnte meine ADs irgendwann zur Seite legen. Meine zweite schwere Depression 17 Jahre später habe ich rechtzeitig ambulant behandeln lassen. Krankheitsbedingte Ausfallzeiten bis zum Erreichen des Ruhestands hatte ich nicht. 3 Auslaßversuche sind mißlungen; deshalb bin ich ständig auf ADs angewiesen, führe damit aber ein erfülltes Leben. Manchmal habe ich zwischendurch ein oder zwei schlechtere Tage, aber das haben gesunde Menschen auch.

Aus meiner Sicht besteht für Deine tiefe Verzweiflung kein Grund. Wenn Du verstanden hast, wie man mit ADs umzugehen hat, wirst Du aus Deinem Loch bald herausgekommen sein. Und sollte Dir Cipralex irgendwann mal nicht mehr helfen, steht ein ganze Latte von Alternativen zur Verfügung.

Ich wünsche Dir alles Gute!

s;chn-ecke'198x5


*Zwack in allen Punkten zustimm* :)z

Also so düster sehe ich die Lage auch nicht. Also erstmal (Verhaltens)therapie, Psychiater suchen (der Hausarzt ist KEIN guter Ansprechpartner für Antidepressiva) und die Medikamente ordentlich nach Verordnung nehmen. Damit ist schon einmal viel getan.

Die ständigen Absetzversuche sehe ich auch eher kontraproduktiv: Ich verstehe ja, dass man irgendwann ohne Medis leben möchte, aber wenns (noch) nicht klappt, dann klappts halt nicht. Außerdem kann es sein, dass der Hirnstoffwechsel nach dem Absetzen und erneuten Einschleichen nicht mehr auf den "alten" Wirkstoff reagiert, das ist bei ADs häufiger.

f9eardbunSny8x3


Bitte entschuldigt meine späte Antwort!

Ich bin seit der letzten Woche krank (Grippe) und war kaum in der Lage aufrecht zu sitzen, geschweige denn hier etwas zu schreiben.

Ich weiß nicht ob ich die Lage zu schwarz sehe. Ich bin generell ein eher pessimistischer und ängstlicher Mensch. Klar könntet ihr also recht haben, aber es fällt mir schwer als Betroffene die Situation objektiv zu bewerten.

Ich bin nun seit dem 05. Januar auf 10mg. Die Situation hat sich gebessert. Diese dunklen zwanghaften Gedanken sind quasi verschwunden. Ich hatte auch seit Anfang Januar nur diese eine nächtliche Panikattacke. Was ich aber sagen muss, ist, dass ich freudlos bin. Mein Antrieb ist wie gewohnt da. Ich könnte mir die Nägel lackieren, joggen, oder sonst etwas zum Zeitvertreib machen an dem ich normalerweise Freude habe, doch zur Zeit habe ich keine Lust dazu bzw. bereitet mir der Gedanken daran zu shoppen oder etwas nettes mit einer Freundin zu unternehmen keine Freude und ich sehe daher keinen Grund dies zu tun. Das führt wiederum wahrscheinlich dazu, dass ich dieses Gefühl verspüre, eingesperrt zu sein und mein Dasein und das aller Menschen um mich herum als sinnlos empfinde.

Die Tage kommen und gehen ohne das es mich irgendwie berührt oder das ich am Ende des Tages glücklich lächeln einschlafe und denke "Das war ein netter Tag". Ich bin einfach da, könnte es aber auch nicht sein.

Da ich wegen der Grippe noch krank geschrieben bin, liege ich viel zu Hause rum, sehe sinnlos fern und weiß nichts mit mir anzufangen. Möglicherweise würde ich mich besser fühlen, wenn ich gesundheitlich schon soweit wieder fit wäre und draußen unterwegs sein könnte. Sei es um mich mit Freunden zu treffen oder Sport zu treiben etc. Nur steht mir gar nicht der Sinn danach.

Ich kann lachen wenn jemand einen Witz macht und kann auch selbst Witze reißen, aber es innerlich nicht fühlen.

Wenn ich zurück denke an das letzte Jahr, fiel mir auf das ich bereits gegen September schon gelegentlich das bedrückende enge Gefühl des Eingesperrtseins empfunden habe in gewissen Situationen. Das war ab dem Zeitpunkt rum, zu dem ich meine Tabletten ändern musste. Davor ging es mir super!

Mich würde es nicht stören den Rest meines Lebens die Tabletten zu nehmen. Es fühlt sich ja jetzt schon so an als würde ich das bereits mein halbes Leben tun.

Ich habe eine neue Therapeutin empfohlen bekommen die mich auch sofort annehmen kann. Morgen will ich sie anrufen und einen ersten Termin ausmachen. Ich hoffe sehr das sie mir symphatisch sein wird und die Behandlung erfolgreich sein wird. Ich habe noch 11 Sitzungen frei, würde die Therapie aber gern fortsetzen. Ich hoffe meine Krankenkasse macht mir da kinen Strich durch die Rechnung.

Auf mein Leben wie es jetzt ist habe ich keine Lust. Ich freue mich nicht auf meine Zukunft. Ich bin einfach nur anwesend, weil es eben so ist. Schön ist anders :-|

Doi~ll=es


Hallo,

cipralex ist ein Serotoninwiederaufnahmehemmer wie z.B. Citalopram.

Wenn es dir mal geholfen hat und jetzt nicht mehr richtig, könnte es sein, dass noch ein weiterer Botenstoff in zu geringer Konzentration in deinen Synapsen ist.

Bei mir haben Serotoninwiederaufnahmehemmer auch nicht geholfen und meine Psychiaterin stellte mich auf SRNI um (Venlafaxin). Es ging mir fast schlagartig besser.

Venlafaxin hilft bei zu geringer Konzentration von Serotonin und Noradrenalin.

Cipralex nur bei Serotonin. Richtig wäre auch der Besuch bei einem Psychiater, der ist einfach der Facharzt für so etwas. Hat man deine Schilddrüsenwerte überprüft? Das müsste das erste sein bei einer Depressiven Erkrankung.

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