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Wie wichtig ist die innere Einstellung bei der Therapie?

BGubblebxathbaxlly hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben *:)

Ich habe eine Facharbeit zum Thema "Ängste - unsere alltäglichen Begleiter" verfasst (für die Schule, 12. Klasse).

Nun muss ich die Arbeit verteidigen, ich hab mich mit Angstbewältigung beschäftigt. Meine erste These dazu:

"Die innere Einstellung und Motivation der Betroffenen beeinflussen den Therapieerfolg."

Stimmt ihr mir da zu? Eher dagegen? Eure Meinung zum Thema ist gefragt :-)

Antworten
COolchixcin


Klar. Wenn man nicht "will", dann kann man auch nicht. Man muss in einer Therapie mtiarbeiten und auch "wollen". Das nicht immer alles gleich geht, ist klar. Aber wenn man nicht will, dann isses von vornerein zum scheitern verurteilt,.

YGangSYin


zu 90 % hängt eine gute therapie von der einstellung des patienten ab.

alleine kann ein therapeut nichts bewirken.......er braucht die impulse des patienten.

lZe sa:ng r~eal


Ich schließe mich Colchicin an.

Wenn das ne "wissenschaftliche" Arbeit werden soll, kommst du um wissenschaftliche Quellen (Bücher, Artikel, Quellen aus dem Internet – nicht wikipedia!) nicht herum... Eine Umfrage reicht dazu nicht ;-)

L[eKwixan


Stimmt ihr mir da zu?

Auf jeden Fall. Die Psyche ist ja nicht wie eine Maschine, wo man die Raedchen sehen und kaputte Raedchen einfach austauschen kann. Letztlich sind es die Handlungen des Patienten und seine Gefuehle, die sich aendern sollen. Der Therapeut hat darauf keinen direkten Zugriff und kann nur dann etwas bewirken, wenn der Patient Anregungen umsetzt und fuer sich selber Verantwortung uebernimmt.

N>annxi77


Ja auf alle Fälle! Man muss sein Problem erkennen und auch gewillt sein etwas daran zu ändern.

Therapie gegen den Willen geht meiner Meinung nach nicht.

Bxubble0bathbxally


:)D

Wenn das ne "wissenschaftliche" Arbeit werden soll, kommst du um wissenschaftliche Quellen (Bücher, Artikel, Quellen aus dem Internet – nicht wikipedia!) nicht herum... Eine Umfrage reicht dazu nicht

Wie gesagt, "habe verfasst", das Ding ist schon abgegeben, hab alles genannte benutzt, und wurde auch im ersten Schritt sehr gut bewertet.

Ich suche jetzt Thesen zum Thema und hab gehofft, dass ich hier einige Argumente, Beispiele oder ähnliches zusammenkriege :-)

- Ist das überhaupt eine These, oder sogar Fakt?

Eine andere wäre übrigens gewesen: Um Ängste zu bekämpfen sind selbst erlernte Entspannungsmethoden, z.B. Autogenes Training, nur bedingt geeignet.

CBolch]icin


Ist das überhaupt eine These, oder sogar Fakt?

Wenn du es mit genügend Studien belegen kannst isses zumindest eine gute These ;-)

LAewiaxn


Hmmm. Also ich finde, dass die Ausgangsthese zu allgemein ist; ich wuerde in der Diskussion wissen wollen, auf welche Weise welche Einstellungen und Motivationen den Therapieerfolg beeinflussen koennen. Die These wie sie ist kann eigentlich alles heissen.

Mal ein spontaner Versuch von mir dazu:

Unguenstig: Passive Einstellung der Art "ich bin kaputt und die Therapie soll mich heile machen, moeglichst ohne aktiven Beitrag von mir selbst".

Unguenstig: Mangelnde Selbstkritik und die Hoffnung, dass einen die Therapie darin bestaerkt, dass eigentlich die anderen (z.B. die Eltern) an allem schuld sind.

Unguenstig: Wenn man sowieso gerne ueber sich selber schwatzt und die Therapie als willkommenen Ort betrachtet, genau das ausfuehrlich zu tun.

Guenstig: Neugier und Offenheit fuer Vorschlaege, auch wenn diese ungewoehnlich scheinen.

Colchicin

Wenn du es mit genügend Studien belegen kannst isses zumindest eine gute These ;-)

Vielleicht geht's ja aber auch darum, selber gute Gedanken zu haben und nicht bloss zu lesen und zu zitieren?

B,ubblebapthbaxlly


Lewian,

super hilfreich und hat mir ein paar Ideen gegeben. Dieses Kolloquium ist eigtl. auch recht kurz, jeder hat nur zehn Minuten Redezeit. Ich wollte dann eben genauer drauf eingehen, dass z.B. auch Homöopathie und Hypnose wohl in keinem Fall funktionieren, wenn man sich sperrt, aber auch sonst eigtl. gar nichts. Und unter dieser allgemeinen These auf Einzelheiten eingehen. Denkt ihr, das wäre so okay?

Als zweites habe ich mich jetzt entschieden für: "Jede Form der Angsterkrankung bedarf einer individuellen Therapie"

Eben, dass wenn man z.B. nur vor Reden oder so Angst hat, auch schon autogenes Training nutzen kann, dass Verhaltenstherapie bei jedem anders laufen muss und und und.

Glaubt ihr übrigens (soll gemeinsame Schlussthese werden), dass der wachsende Leistungsdruck in unserer Gesellschaft zum vermehrten Auftreten von Angsterkrankungen führt? Ich bin schon der Meinung, dass der gesellschaftliche Druck enoorm hoch ist, z.B. lückenloser Lebenslauf, schnell guten Job finden usw...

CDolch>ic}ixn


@ Lewian

Vielleicht geht's ja aber auch darum, selber gute Gedanken zu haben und nicht bloss zu lesen und zu zitieren?

Absolut. Ich habe lediglich die Frage beantwortet ob es eine "These" oder ein "Fakt" ist.

Wenn man eine These aufstellt und diese belegen will sollte man sich auf jeden Fall dazu Gedanken machen aber um etwas zu "belegen" braucht man eben Beweise ;-)

C4oc-cin|ellvex88


Hallöle *:)

Also in jeder Therapie -welche Ursache sie auch immer zu Grunde liegt- ist die eigene Willenskraft unerlässlich. Der Erfolg hängt ausschließlich von seiner individuellen Entwicklung ab. Die wiederum ist ebenso an die Arbeit des Therapeuten gekoppelt.

Sofern man sich freiwillig dazu entschlossen hat, Hilfe in Anspruch zu nehmen, zeigt das bereits Willen. In den Gesprächen geht es schließlich um den Patienten, ihm soll geholfen werden. Ob das letztendlich auch so realisiert wird, liegt nunmal in der Kooperationsbereitschaft des Betroffenen. :)z

S@unflogwer_x73


Stimme voll und ganz zu. Bin Therapeutin (noch in Ausbildung, lerne aber gerade für's Approbations-Examen). Hab' jetzt 6 Jahre praktische Erfahrung – und ohne Motivation des Patienten und Erwartung, dass Therapie funktioniert, geht NICHTS.

Hab' jetzt leider keine schlüssige Quelle dafür, die auch Laien ohne Uni-Datenbankzugriff zur Verfügung steht...

mxd1


Ein freiwilliger Entschluss für eine Therapie ist nur der Anfang, in den Sitzungen wird sich zeigen, ob und wie weit der Patient bereit ist, an seinen Ängsten zu arbeiten und somit würde ich sagen, dass die innere Einstellung des Patienten schon enorm wichtig sind....

S#unGflowexr_73


Als zweites habe ich mich jetzt entschieden für: "Jede Form der Angsterkrankung bedarf einer individuellen Therapie"

JEDE Therapie muss individuell gestaltet werden. MAn hat ein paar Techniken als grundlegendes Handwerkszeug, aber die müssen eben immer individuell angepasst werden. Und selbst eine simple Spritzen-Phobie ist nie gleich.

Mit der These kannst Du bei einem kritischen Prüfer echt Probleme bekommen, v.a. da die zunehmende Manualisierung in der VT sehr umstritten ist.

Glaubt ihr übrigens (soll gemeinsame Schlussthese werden), dass der wachsende Leistungsdruck in unserer Gesellschaft zum vermehrten Auftreten von Angsterkrankungen führt? Ich bin schon der Meinung, dass der gesellschaftliche Druck enoorm hoch ist, z.B. lückenloser Lebenslauf, schnell guten Job finden usw...

Nein. Der Leistungsdruck wirkt v.a. bei vorhandener Vulnerabilität; da kommt aber nicht unbedingt eine Angsterkrankung bei raus. Die Zahlen steigen v.a. bei Depressionen...

Und: Es gibt nicht DIE Angsterkrankung. Einer PTBS liegt etwas anders zugrunde als einer Panikstörung (da passt der Stress-Zusammenhang noch am besten; aber ist auch gewagt).

Vielleicht bin ich gerade auch nur auf zu hohem Niveau, aber mich springen da halt ein paar grundsätzliche "Fehler" an, vor denen ich auch schon meine Studenten an der Uni gewarnt habe.

Kurz aufgezeigt wären das:

1. Jede Therapie ist individuell, auch bei derselben Diagnose.

2. Bio-psycho-soziale Störungsmodelle berücksichtigen und die Tatsache, dass die Umwelt nur ein (unspezifischer!) Einflussfaktor ist. Je nach Lernerfahrungen, genetischer Ausstattung, Persönlichkeitsstruktur etc. kann Stress/Leistungsdruck zu völlig anderen Erkrankungen führen (Großstädter werden bspw. eher schizophren als Landbevölkerung). Du stellst aber die Behauptung auf, dass Stress/Leistungsdruck ein SPEZIFISCHER Einflussfkator ist für Angsterkrankungen. Ist er nicht, und man kann nicht mal alle Angsterkrankungen in einen Topf werfen!

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