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Sertralin – Veränderung im Gehirn?

M1IxR hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich habe von meinem Arzt Sertralin verschrieben bekommen.

Nachdem alle Zweifel gegenüber Psychopharmaka durch meinen Arzt beseitigt waren, bin ich kurz davor, das Medikament zum ersten Mal zu nehmen.

Jetzt rumort aber doch noch eine Frage in meinem Kopf.

Als relativ junger Patient (20, männlich) ist mir bewusst, dass mein Gehirn nach wie vor im Wandel ist, also da oben verändert sich ja immer noch was.

Hat Sertralin Einflüsse auf die Gehirnentwicklung oder beeinflusst es lediglich temporär den Hormonspiegel bzw. die Serotonin-Rezeptoren?

Kann mir hier jemand, der wirklich Ahnung hat, kurz erklären was und wie Sertralin das Gehirn beeinflusst? Oder weiß hier zumindest jemand eine Hotline/Anlaufstelle, wo man Leute fragen kann, die davon Ahnung haben? Beim Medikament selbst steht jedenfalls keine Nummer/Kontaktadresse "für weitere Fragen".

Mir behagt der Gedanke nämlich nicht, dass ich durch das Medikament da oben möglicherweise etwas irreversibel verändere. Ist dem nicht so, werde ich es gerne nehmen.

Danke schonmal im Voraus für Antworten.

Antworten
p^hoeFbe


Diese Frage wird dir mit Sicherheit niemand ganz genau beantworten können. Ich werde dir deshalb mal berichten wie es bei mir war. Ich sollte ab 18 sertalin nehmen und ich hatte Angst vor jedweder Medizin. Da aber aus mehreren Gründen mein Leben nicht sehr lebenswert war...entschloss ich mich -nach mehreren Rückfragen bei anderen Ärzten- dann doch, dieses medi zu nehmen. zuerst dachte ich...es hilft ja gar nicht....was hat sich denn geändert? Doch...im Nachhinein betrachtet hat sich einiges geändert....Einige Symptome verschwanden gänzlich und andere besserten sich so gut, dass ich sogar Therapie in Anspruch nahm. Das hat sich bis dahin für mich als völlig unmöglich dargestellt. Außerdem besserte sich einiges an Schmerzen, die ich bis dato hatte....Sertalin wird nämlich auch in der Schmerzmedizin angewendet.

So im Nachhinein betrachtet...kann ich dir nur sagen, dass sich ein völlig neues und positives Lebensgefühl bei mir eingestellt hat. Ich hoffe, das hilft dir weiter?! :)*

M'IR


Danke für deine Antwort.

Naja, beantworten könnte es mir natürlich ein Biochemiker oder Neurobiologe oder so...

Und ich bin mir ja auch ziemlich sicher, dass mir Sertralin helfen würde. Ich hab nur Angst, dass ich da oben irgendwas verändere, und die Welt dann anders wahrnehme. Schwer zu beschreiben...

SXinn(estxäter


Hat Sertralin Einflüsse auf die Gehirnentwicklung oder beeinflusst es lediglich temporär den Hormonspiegel bzw. die Serotonin-Rezeptoren?

Beides. Dein Hirn lernt permanent dazu, verdrahtet sich um, paßt sich den aktuellen Gegebenheiten an. Eine über einen gewissen Zeitraum künstlich veränderte Hirnchemie hat also immer auch Einfluß auf dein Denken und deine Wahrnehmung, auch noch nach dem Absetzen des Medikaments.

Ich hab nur Angst, dass ich da oben irgendwas verändere, und die Welt dann anders wahrnehme.

Wenn das Medikament wirkt, dann wird das so sein. Ist ja auch Sinn der Sache – würdest du das Medikament nehmen, wenn du zufrieden mit dem Ist-Zustand deiner Wahrnehmung wärst?

p8hoaebe


Naja, beantworten könnte es mir natürlich ein Biochemiker oder Neurobiologe oder so...

Ich glaube nicht, dass das mittel schon so weit erforscht ist...da sind sich die Gelehrten noch nicht so einig ":/ denn es schwelgen noch so viele unwissenheiten darueber über uns.

Mein Mann hat es auch versucht...aber er laesst es nicht zu...ich finde man muss es im innersten auch zulassen. Ich weiß gerade nicht wie ich das erklaeren soll...ER ist so weit geschlossen, dass er sicher ist, es hilft ihm nicht. So verschieden koennen die Ansichten sein. Sicherlich kann es auch möglich sein, dass dir das erste Mittel nicht hilft...es hilft ja nicht jedes mittel bei jedem gleich...deshalb habe ein bisschen Geduld.

pghoebUe


Beides. Dein Hirn lernt permanent dazu, verdrahtet sich um, paßt sich den aktuellen Gegebenheiten an. Eine über einen gewissen Zeitraum künstlich veränderte Hirnchemie hat also immer auch Einfluß auf dein Denken und deine Wahrnehmung, auch noch nach dem Absetzen des Medikaments.

dem wuerde ch auch zustimmen...wobei ich dabei nicht weiß...ob das zu einer Veränderung des von dir beschriebenen -dazugehört.

Das sich die Denkweise Veraendert...ist ja Willkommen. Wo vorher ein guertel das Gehirn umschnallt...ist die Freiheit zum denken da....so wuerde ich das beschreiben. Wahrscheinlich habe ich dich noch mehr verwirrt?! ;-D

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