» »

Mangelnde bildliche Vorstellungskraft

SYirTeClemaxrk


also ich komme auf 78% rechte Hirnhälfte. Was ich aber bestreite, da ich bei ähnlichen Test immer leicht linkshirnig war. Die Antworten überzeugen mich ehrlich gesagt auch nicht richtig: Zum Beispiel da, wo man Figuren auswählen soll heißt es, die dritte Figur deute auf die rechte Hirnhälfte hin, da sie unvollständig sei und keine klare Form habe (oder so ähnlich). Tatsächlich finde ich diese Figur aber viel übersichtlicher und strukturierter als die zweite Figur. Die ist zwar geschlossen, aber der Verlauf wirkt auf mich ziemlich willkürlich.


@ Lancis

es gibt diverse Theorien, die davon ausgehen, dass Menschen mit ihren Sinnen (auch als "Repräsentationssysteme" bezeichnet, weil wir mit unseren Sinnen die Außenwelt in unserem denken "repräsentieren") denken und dabei bei jedem ein bestimmter Sinn dominiert. Also es gibt Leute, die eher in Bildern denken (Visueller Typ) und dann gibt es Leute, die in Geräuschen denken (auditiver Typ) oder auch Leute, die sehr stark mit dem Tastsinn/Körper-Gefühlen denken (kinästhetischer Typ). Letztere Kategorie wärst du dann vielleicht. Diese Theorie entstammt dem NLP (was in der Fachwelt eher skeptisch betrachtet wird und mich persönlich auch nicht überzeugt), aber vielleicht erkennst du dich ja darin wieder.

MColliNenchexn


@ SirTelemark

So richtig überzeugen tut mich der Test auch nicht.

[[http://www.ipn.at/ipn.asp?BEF Noch ein Test.]] Kommt bei mir wieder rechtshirnig raus.

Finde die Fragen aber ziemlich durchschaubar, heißt, wenn man ein bestimmtes Ergebnis will, kriegt man es auch...

T?r7oiluxs


@ Lancis

Ich finde auch nach etwas längerem Nachdenken, dass du so unnormal nicht bist. Die wenigsten Menschen haben doch überhaupt ein starkes Zeichentalent, und selbst die, die es haben, brauchen ein langes, anspruchsvolles Studium, um das Beste daraus zu machen.

Auch Zeugenaussagen gelten als sehr unzuverlässig, weil das visuelle Rekapitulieren einer Situation vielen Menschen schwer fällt. Bei mehrmaligen Vernehmungen ändern sich dann plötzlich Farben von Autos oder Details von Gesichtszügen. Phantombilder gelingen oft gar nicht oder sind sehr grob, geben bestenfalls einen Typus wieder.

Eine Freundin hat mich mal gefragt, wie ich eigentlich denke, wenn ich nicht bildlich denken kann. Das konnte ich schwer beantworten, ich denke eben, und das funktioniert zum Beispiel normalerweise auch vollkommen sprachlos. Zwar kann ich andere Sinneseindrücke und sprachliche Gedanken einarbeiten, aber üblicherweise läuft das komplett ohne ab. Ob das normal ist oder nicht

Würde ich für mich ähnlich beschreiben. Bilder muss ich mir mühsam ins Gedächtnis rufen. Verbal denke ich nur beim Sprechen und Schreiben, oder wenn ich mich darauf vorbereite, also mir konkrete Anworten vorab zurechtlege. Bei vielen Gedanken kann ich wenig an Bildern, Worten, Zahlen festmachen, es ist eher so eine Art köperliches "fühlendes Wissen", das irgendwas mit Räumlichkeit und Motorik zu tun hat, aber völlig unmöglich zu beschreiben ist. ":/

Insofern verstehe ich recht gut, was Einstein mal sinngemäß gesagt hat, nämlich dass er die extrem abtrakten, jenseits normaler dreidimensinaler Vorstellungskraft liegenden Gedanken zur Relativitätstheorie weder mathematisch (er war ein lausiger Mathematiker), noch verbal entwickelt hat. Auch visuell war nur ein kleiner Teil, bei dem er vermutlich durch den Raum wandernde Punkte in sich bewegenden Koordinatensystemen o. ä. visualisierte. Das meiste, so meinte er, verdankte er eher motorischen Empfindungen, vielleicht, wenn er sich dann körperlich in diese Punkte hineinversetzte. Oder irgendetwas in dieser Richtung, er konnte es auch nicht genauer erklären. Das anschließend in Sprache zu übersetzen, war dann der schwierigste Teil des Jobs, und für die mathematische Formulierung haben angeheurte Topmathematiker dann sogar mehrere Jahre gebraucht. Tja, ich kann das durchaus nachvollziehen, nur nicht erklären, warum.

Der Philosoph und Hirnforschungsexperte Thomas Metzinger hat mal eine These in den Raum geworfen, die auch in diese Richtung geht und mir recht attraktiv erscheint. Er meint, dass Bewusstsein sich aus Motorik entwicklet haben könnte. Dass sich zur automatischen, rein vegetativen Motorik so eine Art Selbstbespiegelung gebildet hat, eine Art zweites Level, ein korrigierender Steuermechanismus, vielleicht für sicherere Bewegung im Dunkel, der sich dann immer feiner ausdifferenziert hat, bis hin zu dem, was wir heute als Selbstbild und Bewusstsein empfinden. Sehr spekulativ, aber für mich gar nicht so abwegig. Vielleicht ist Motorik, als körperliche Verortung und Bewegung im Raum wirklich der Schlüssel, und die anderen Sinne nur Hilfssinne zur Erleichterung dieser Aufgabe. Blinde entwickeln ja auch ein Bewusstsein, das völlig gleichwertig mit dem von Sehenden sein dürfte, nur eben etwas anders.

Übrigens visualisiere ich oft Musik, man könnte grob sagen, ich sehe die Wellen, oder die Noten beim Hüpfen. ISt aber auch viel zu einfach ausgedrückt. Vielleicht eher in Richtung der Visualisierungen im Mediaplayer, aber in 3D, und ich in der Mitte, ähmmmm und manches ist dann doch wieder eher motorisch. %:|

O je, o je. Aber schon ein spannendes Thema. :)z

S$unGfl<owerx_73


Ich glaube, so eine wirkliche Norm gibt es da nicht. Sondern nur Variationen.

Ich bin einerseits ein sehr optischer Mensch (Lernen mit MindMaps etc.) – aber bei best. Aufgaben von IQ-Tests (sog. mentale Rotation) habe ich nur noch Fragezeichen in den Augen.

Ebenso kann ich absolut keine Gitarre stimmen. Gehör dafür: NULL.

Aber damit bin ich nicht allein – und das "perfekte Gehör" dürfte auch nur eine Minderheit haben.

TGruoiclus


Ich hatte mal eine Klassenkameradin, die in der zweidimensionalen Darstellung eines Würfels beim besten Willen keinen Würfel erkennen konnte. [[http://www2.klett.de/sixcms/media.php/229/Wuerfel.jpg Dieses Bild]] zeigte für sie einfach drei aneinanderklebende Vierecke. Ganz schlechte Karten im Geometrieunterricht. :-/ Wurde aber quasi als "Behinderung" attestiert, als so eine Art "graphische Legasthenie" und hatte m. E. keinerlei Konsequenzen fürs sonstige Leben.

MAollieunchexn


@ Troilus

Übrigens visualisiere ich oft Musik, man könnte grob sagen, ich sehe die Wellen, oder die Noten beim Hüpfen.

Das lässt mich spontan an [[http://de.wikipedia.org/wiki/Syn%C3%A4sthesie Synästhesie]] denken. (Ich bin übrigens Synästhesist. Allerdings in schwacher Ausprägung.)

MOollienc0hen


Okay, Synästhetiker, nicht Synästhesist...

Tnroilxus


Ich bin einerseits ein sehr optischer Mensch (Lernen mit MindMaps etc.)

Hmm, auch interessant, aber nicht mein Ding. Bei mir ist das Lernen, Abrufen, Einordne wohl alles tatsächlich irgendwie vorwiegend motorisch und dreidimensional. Ich gehe blind durch eine stockfinstere Bibliothek, fühle aber, wenn ich vor dem richtigen Regal stehe, nach welchem Buch ich greifen oder an welche Stelle ich es stellen muss. ":/

Kann das irgendwer nachvollziehen oder hört sich das für den Rest der Welt nach wirrem Gemurmel an? ???

S3apiexnt


ich wundere mich, über was sich einige menschen so gedanken machen ":/

für mich war und ist es immer selbstverständlich, dass menschen unterschiedliche begabungen, talente und wahrnehmungen haben.

ich gerate zb oft in schwierige situationen, vorwiegend beim einkaufen von dekoartikeln oder ähnlichem für die wohnung, in denen ich mir einfach nicht vorstellen kann, wie dieses oder jenes denn wohl in meiner wohnung aussehen würde. bin ich dann mit meiner mama zusammen, dann sagt sie "ohhh, das würde so schön aussehen bei dir...." und ich denke nur "aha?" und kann es mir einfach nicht bildlich vorstellen. ich weiss erst, wie etwas aussieht, wenn es an ort und stelle steht.

aber mir darüber ernsthaft gedanken zu machen, warum wieso und weshalb das so ist - nö. es ist eben so, dafür kann ich andere dinge besser, zb die emotionen meiner mitmenschen sehr sehr frühzeitig spüren und darauf eingehen. das können ja auch viele menschen nicht. ist halt so.

THro9iluxs


@ Mollienchen

Synästhetiker

Ja, das geht schon leicht in diese Richtung. Ich kann z. B. auch mit manchen abstrakten Bildern einiges anfangen, weil die Komposition von Farben und Formen bei mir etwas Ähnliches bewirkt wie das Hören einer musikalischen Harmonie; die Bilder "schlagen einen Akkord an". Geht aber bei mir nicht wirklich so weit, dass ich Farben hören oder Töne schmecken kann. ;-)

TuroiTlus


@ Sapient

für mich war und ist es immer selbstverständlich, dass menschen unterschiedliche begabungen, talente und wahrnehmungen haben.

Ja, aber es ist doch hochinteressant und unterhaltsam, sich darüber auzutauschen, wie unterschiedlich die sein können. Man hält die eigenen Wahrnehmungen meist für normal und ahnt gar nicht, was für Missverständnisse sich daraus ergeben können, dass andere mental komplett anders strukturiert sind, und vielleicht dort Blau riechen, wo ich Rot höre :-D .

MjolliTenchen


@ Troilus

Kann das irgendwer nachvollziehen oder hört sich das für den Rest der Welt nach wirrem Gemurmel an? ???

Ich kenne das, dass ich ungefähr weiß, wo auf einer Buchseite etwas stand, also, rechts oben, links in der Mitte.

(Nützt mir allerdings nix, wenn ich die Seitenzahl nicht weiß…) Aber neben der Information selbst merke ich mir automatisch auch die Stelle auf der Seite...

D-ukeNxukem


Wenn ich hier

Stuhl

schreibe,

//– Gedankenpause – //

dann wirst du doch wohl ein Teil das zum sitzen geeignet ist vor deinem inneren Auge haben.

Obwohl ich weiß was ich selbst geschrieben habe, sehe ich immer einen Stuhl vor mir wenn ich "Stuhl" lese. Er ist rot und hat 4 Beine, eine nicht durchgängige Rückenlehne und ist vermutlich aus Holz. Alle die das gelesen haben werden auch an einen Stuhl gedacht haben, vermutlich nicht an meinen Stuhl aber an irgendeinen ganz bestimmt.

Allerdings erdenke ich nie den kompletten Stuhl auf einmal, sondern zuerst die wichtigen Teile "4 Stuhlbeine, Rückenlehne, Verbindungsteile... ah ja so sieht ein Stuhl aus, jetzt nochmal zusammengesetzt das ist schon anstrengender,, ist definitiv ein Stuhl"

Ist das bei dir nicht so? Hast du nicht einmal an das Aussehen einer Sitzgelegenheit gedacht?

L)ia-n-Jixll


Ich kann mir ungefähr 200 Geburtstage auswendig merken, mit Jahreszahl.

Dazu stelle ich mir die dazugehörige Person vor und ich sehe vor meinem geistigen Auge das Datum.

L5ian0-JXill


... und ich bin fleißig dabei, meine Sammlung zu erweitern ;-D .

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH