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Mangelnde bildliche Vorstellungskraft

D{ukeN^ukexm


(Nützt mir allerdings nix, wenn ich die Seitenzahl nicht weiß…) Aber neben der Information selbst merke ich mir automatisch auch die Stelle auf der Seite...

Kommt mir bekannt vor, blätter 50 Seiten durch und starre dabei auf ein und den selben Punkt, bis das "Bild" auftaucht das ich suche, denn dort steht was ich brauche.

N^o_N6amex_


Hmm... habe Vieles, aber nicht alles hier im Faden gelesen.

Will nur mal kurz anmerken, welche Art von Tier ich bin. Ich denke ausschließlich bzw. grundsätzlich visuell. Soll heißen, dass die Datenübertragungsrate gigantisch ist. Manchmal scheint mir der Kopf zu platzen, tut es aber nicht – zumindest noch nicht.

Aus meiner Sicht scheint für die Unterscheidung zwischen auditivem und visuellem Denken die Tabelle auf der nachfolgenden Internet-Seite hilfreich zu sein:

[[http://www.eigen-sinn.homepage.t-online.de/sichtweise.htm]]

SiirTe]lemarxk


@ No_Name_

wenn man tatsächlich nach Sinnenkanälen Typen einteilt, müsste man aber eigentlich auch einen kinästhetischen Typ miteinbeziehen (siehe auch mein letzer Beitrag). Es kann ja tatsächlich Leute geben, die in Empfindungen, Bewegungen usw. denken. Übertragen auf das Schreibenlernen hieße das, dass dieser Lerntyp sich merkt, wie man bei einem bestimmten Wort die Hand führt. Das würde ja auch zur TE passen, die schreibt, dass sie beim Malen danach geht, welche Bewegungen die Hand "gespeichert" hat. Wenn man der Logik der Homepage folgt, müsste ein kinästhetisches Kind am besten Schreiben lernen, wenn es Wörter mit weiten Bewegungen in die Luft schreibt oder mit einem Pinsel schwungvoll an eine Wand.

AkliceimoWond4erlxand


Habe ich einen Menschen von vorne gezeichnet, kann ich ihn nicht seitlich abbilden, ohne dafür eine erneute Vorlage zu benötigen.

Das ist normal, würde ich sagen, für nahezu jeden Künstler (Ausnahmen bestätigen die Regel etwas Savants, die sich etwas haargenau einprägen können [[http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Wiltshire]]). Sonst gäbe es kein Aktzeichnen, Portraitzeichnen, Naturstudien, Stilleben. Das alles erfolgt nach dem "Modell". Der Künstler fertigt zahlreiche Studien an, bzw. das Objekt oder die Person sitzt/steht Modell.

[[http://images.all-free-download.com/images/graphiclarge/artist_and_model_clip_art_19532.jpg]]

oder so:

[[http://www.dw.de/image/0,,2362147_4,00.jpg]]

oder so:

[[http://www.kunstgut.com/bilder/aktzeichnen/akt07_4.jpg]]

Selbst wenn Kubistisches á la Picasso raus kam, war das Modell noch gefragt.

[[http://www.fondationbeyeler.ch/sites/default/files/fondation_beyeler/sammlung/kuenstler/pablo_picasso/picasso_peintreetmodele1953_l.jpg]]

[[http://de.academic.ru/pictures/dewiki/74/JuanGris.Portrait_of_Picasso.jpg]]

MWolliIencxhen


@ DukeNukem

Kommt mir bekannt vor, blätter 50 Seiten durch und starre dabei auf ein und den selben Punkt, bis das "Bild" auftaucht das ich suche, denn dort steht was ich brauche.

Exakt. Genau. :)z

Deuke"Nukexm


@ No_Name_

Die rechte Tabellenhälfte ist die Beschreibung meiner akademischen Laufbahn, erschreckend.

N<o_NOamxe_


SirTelemark

wenn man tatsächlich nach Sinnenkanälen Typen einteilt, müsste man aber eigentlich auch einen kinästhetischen Typ miteinbeziehen (siehe auch mein letzer Beitrag). Es kann ja tatsächlich Leute geben, die in Empfindungen, Bewegungen usw. denken. Übertragen auf das Schreibenlernen hieße das, dass dieser Lerntyp sich merkt, wie man bei einem bestimmten Wort die Hand führt. Das würde ja auch zur TE passen, die schreibt, dass sie beim Malen danach geht, welche Bewegungen die Hand "gespeichert" hat. Wenn man der Logik der Homepage folgt, müsste ein kinästhetisches Kind am besten Schreiben lernen, wenn es Wörter mit weiten Bewegungen in die Luft schreibt oder mit einem Pinsel schwungvoll an eine Wand.

Von einem "kinästhetischen Wahrnehmungstypen" habe ich noch nichts gehört, aber auszuschließen ist das sicherlich nicht. Ist eben auch immer die Frage, wie oft etwas vorkommt und wie intensiv etwas untersucht bzw. sich darüber ausgetauscht wurde.

Duke

Die rechte Tabellenhälfte ist die Beschreibung meiner akademischen Laufbahn, erschreckend.

Und, würdest du dich als "visueller Denker" bezeichnen? Oder doch eher als "verbaler Denker"?

Mir ist der Unterschied in der "Struktur des Denkens" seit mittlerweile vielen Jahren bewusst. Eingeprägt hat sich bei mir ein Gespräch mit einer Freundin meiner Halbschwester. Wir unterhielten uns ausführlich darüber, was während eines Supermarktbesuchs bei ihr und bei mir im Kopf passiert. Bei ihr: "Wörter, Wörter, Wörter, ..." Bei mir: "Bilder, Bilder, Bilder, ..."

Sie konnte sich gar nicht vorstellen, wie man "in Bildern denken" kann. Und für mich ist es immer noch fremd, "in Wörtern zu denken", obwohl ich mittlerweile eine grobe Vorstellung davon habe. Wenn ich zum Beispiel hier schreibe, dann muss ich ständig Bilder in Wörter "übersetzen". Obwohl der Inhalt identisch sein mag, ist es für mich ähnlich wie zwei verschiedene Sprachen.

D8uk:eNuksexm


Und, würdest du dich als "visueller Denker" bezeichnen? Oder doch eher als "verbaler Denker"?

Ehrlich gesagt weiß ich es nicht genau. Habe heute zum ersten Mal gezielt darüber nachgedacht.

Es ist zwar so dass ich mich in dieser Tabelle wiedererkenne aber es wäre trotzdem überaus hilfreich könnte ich jeweils einem visuellen Denker und einem verbalen Denker in den Kopf schauen :-)

Zum einen habe ich eine Vorstellung davon was es heißt verbal zu denken, beispielsweise wie bei einem inneren Monolog oder ein Wort immer wieder zu denken um betreffende Sache nicht zu vergessen. Aber ich habe keine Idee davon was es konkret bedeutet in Bildern zu denken.

Eine Sache schwirrt mir gerade im Kopf herum aber ich weiß nicht ob das nicht jedem so geht. Oft wenn ich etwas gefragt werde, weiß ich die Antwort aber kann sie nicht befriedigend in Sprache ausdrücken, allerdings könnte das natürlich auch an meinem Mangel an sprachlichem Talent liegen. Oder wenn ich irgend ein Thema ausarbeiten möchte oder zB diesen Text hier schreibe, habe ich innerhalb weniger Minuten alles fertig was ich schreiben möchte, sprich das Konstrukt ist schon erdacht, mit allen Details aber dann die passenden Worte zu finden ist mühselig und nervend. Bis jetzt bin ich einfach mal davon ausgegangen dass es jedem so geht oder zumindest mal der Mehrheit, vielleicht ist es ja auch tatsächlich so.

Mir ist schon oft aufgefallen dass ich selten mit Menschen im Dialog stehe, die mit meiner Art zu denken so ohne weiteres klar kommen. Also ich muss mich dann darum bemühen alles "aufgearbeitet" auszudrücken, ähnlich wie bei 2 Fachleuten aus 2 unterschiedlichen Themengebieten. Es kommt mir so vor als würden sie meinen Gedankengang einfach nicht nachvollziehen können, obwohl ich der Meinung bin es so einfach wie möglich gesagt zu haben aber halt mein einfach und nicht seins.

DPufkeNeukyem


Oder ich berechne etwas, dann habe ich die Lösung schon auf meinem Taschenrechner stehen aber daran den Lösungsweg auf Papier zu bringen scheitere ich, weil ich die Kürzel nicht kenne, geschweige denn die kompletten Namen der Naturgesetze. Andere wollen das dann nachrechnen weil es für sie so wirkt als wüsste ich nicht was ich da tue aber nach dem Konzept in meinem Kopf bin ich mir absolut sicher dass es richtig ist und das ist es in der Regel auch.

S6inRnestxäter


Visuelles vs verbales Denken: Bei mir ist es eine Mischform. Wenn ich über ein Problem nachdenke, ist das in etwa so, als würden sich mehrere Personen nacheinander Filme mit der möglichen Lösung ansehen, um anschließend darüber zu debattieren: "Jo, das sieht gut aus", "Nope, Dödel, das paßt so nicht, weil..." ;-D

Der visuelle Teil benötigt dabei viel weniger Zeit, ist allerdings stark tagesformabhängig.

Auch habe ich den Eindruck, daß ein milder Drogenrausch in vielen Fällen zwar beide Hirnhälften bzw. Arten negativ beeinträchtigt, aber die "Zusammenarbeit" zwischen ihnen erleichtert, wodurch unterm Strich ein besseres Ergebnis zustandekommt.

Oft wenn ich etwas gefragt werde, weiß ich die Antwort aber kann sie nicht befriedigend in Sprache ausdrücken, allerdings könnte das natürlich auch an meinem Mangel an sprachlichem Talent liegen. Oder wenn ich irgend ein Thema ausarbeiten möchte oder zB diesen Text hier schreibe, habe ich innerhalb weniger Minuten alles fertig was ich schreiben möchte, sprich das Konstrukt ist schon erdacht, mit allen Details aber dann die passenden Worte zu finden ist mühselig und nervend.

Geht mir genauso. Sprache ist so ziemlich das Lästigste, was es gibt. Man verschwendet Unmengen Zeit darauf, aus Gedanken Worte zu machen und sie auszusprechen, das Gegenüber macht dasselbe umgekehrt, und das Resultat sind gigantische Wandlungsverluste bis hin zur Unverständlichkeit. Ineffizienter gehts nicht.

Ich erinnere mich gerade an die Aufgabe, die mir mein Matheabitur versaut hat. Konkret weiß ich es nicht mehr, aber da war ein Graph, eine Fragestellung dazu, die einen mehrseitigen Rechenweg zur Lösung erfordert hätte. Ich hab den Graph angesehen, und wußte die Lösung intuitiv. Habe nachgefragt "Kann ich das auch graphisch lösen?". Antwort: "Sie können das lösen, wie immer sie wollen". Also hab ich in den Graph eine Linie eingezeichnet, das Ergebnis war ein Schnittpunkt, den ich so genau wie möglich abgelesen habe.

Das Ergebnis war exakt richtig. Trotzdem null Punkte, weil der komplette Rechenweg fehlte. Scheiße, was hab ich mich aufgeregt ;-D

DdukeNuxkem


«Ich wünschte, ich hätte einen Tageslichtprojektor in meinen Kopf und du hättest einen in deinem und dann würdest du verstehen, was ich dir zu sagen versuche.« (Adam, 9 Jahre, ein begabter visuell-räumlich Lernender)

[[http://autismus-kultur.de/autismus/bildung/lernstile-visuell-lernende-kinder-in-der-schule.html Die sehr interessante Quelle]]

m{utauwaxkkel


He lancis,

ich glaube da könnte man mit Training was machen. Hilfreich wäre vielleicht ein "Memori – Spiel" mit den verdeckten Bildkarten auf dem Tisch, welche dann paareise passend aufgedeckt werden müssen. :)z

Lyewixan


Lancis

Wie ist es denn damit, etwas Abstraktes zu zeichnen? Gar keine Idee? Oder doch? Oder geht das "von der Motorik" her irgendwie?

L&ewiaxn


Noch was: Beim Traeumen visualisierst du aber schon, oder? Auch in einer Weise, wie du es bewusst evtl. nicht kannst?

(Habe eben etwas von dir gefunden, wo du einen Traum beschreibst in visuelle Eindruecke beschreibender Sprache.)

Wenn das so waere, muesste das doch irgendwie in dir verborgen und evtl. "hochholbar" sein?

Darauf hast du gewartet, oder? Dass man auf deine Fragen noch weitere Fragen draufsetzt.

EKhemal?iger 9Nutzer A(#6992x8)


Da hat sich während meiner Abwesenheit ja einiges getan. Ich möchte mich für alle Beiträge bedanken und versuchen, auf die aufgeworfenen Punkte einzugehen.

Zunächst einmal glaube ich, dass mich der eine oder andere Schreiber hier missversteht. Vielleicht hätte ich die Verdeutlichung über das Zeichenbeispiel weglassen sollen, damit wollte ich bloß sagen, dass ich mich an die Bewegung erinnere, nicht aber an das Bild an sich. Ich meine damit nicht, dass ich ein schlechtes bildliches Vorstellungsvermögen habe oder unter einem schwachen Erinnerungsvermögen leide, sondern dass ich schlichtweg überhaupt nicht in der Lage bin, auch nur den einfachsten Umriss zu sehen. Wenn ich ein inneres Auge habe, so ist es wohl blind. Das bedeutet nicht, dass ich in Spielen wie Memory schlecht bin. Ganz im Gegenteil, ich bin bei solchen Aufgaben überdurchschnittlich gut. Gesehene Informationen speichere ich durchaus ab, aber eben nicht als Bild. Diese Frage hier muss ich daher verneinen:

Wenn ich hier

Stuhl

schreibe,

//– Gedankenpause – //

dann wirst du doch wohl ein Teil das zum sitzen geeignet ist vor deinem inneren Auge haben.

Ist das bei dir nicht so? Hast du nicht einmal an das Aussehen einer Sitzgelegenheit gedacht?

Ich habe an überhaupt keinen Sinneseindruck gedacht. Wie bereits gesagt, so denke ich üblicherweise nicht. Aber ich kann Sinneseindrucke dazu hervorholen, wenn ich möchte: Das Geräusch von Stuhlbeinen, die über den Boden schrammen, den Geruch nach Holz und Leder, das Gefühl der Sitzfläche oder die Bewegung, mit der ich aufstehe. Alles, nur kein Bild davon. Eben deswegen kommt mir das ungewöhnlich vor. Es ist der einzige Sinneseindruck, den ich überhaupt nicht abrufen kann. Das belastet mich nun nicht sonderlich, aber ich hinterfrage es.

Was die Unterteilung in visueller, auditiver und kinästhetischen Typ angeht, so würde ich die ersten beiden Möglichkeiten ausschließen. Ich kann zwar auditiv denken, tue es üblicherweise aber nicht. Mein Denken verläuft normalerweise auf einer sehr viel abstrakteren Ebene ab, als das Sinneseindrücke tun. Es verläuft weitaus schneller und komplexer, als wenn ich beispielsweise in Worten denken würde, denn das verlangsamt mich und engt mein Denken ein, weil sich eben längst nicht alles sprachlich ausdrücken lässt. Auch ich kenne daher das Problem, einen Gedankengang nach außen hin verständlich zu äußern. Es ist sehr klar, aber eben nicht sprachlich, und bei der "Übersetzung" geht meist viel verloren. Ich bin mir nicht sicher, ob das auf einen kinästhetischen Typ hindeutet. Vielleicht verstehe ich diese Bezeichnung auch nicht richtig, bisher habe ich das eher als körperliches Erinnerungsvermögen von Bewegungsabläufen und ähnlichen Dingen verstanden.

Lewian

Noch was: Beim Traeumen visualisierst du aber schon, oder?

Nein. Das ist schwer zu erklären, befürchte ich. Ich höre, spüre und rieche ähnlich wie ich es im Wachzustand tun würde, und würde der Geschmackssinn in meinen Träumen eine Rolle spielen, würde ich höchstwahrscheinlich auch schmecken. Sehen ist allerdings unmöglich. Es ist mehr das Gefühl einer sichtbaren Umgebung, eine Idee gewisser sichtbarer Merkmale. Ich fühle, welche Farbe ein Gegenstand haben sollte, aber ich kann die Farbe nicht sehen. Es ist so, als würde ich nun die Augen schließen und mir das Zimmer vorstellen, in dem ich mich gerade befinde. Ich weiß, welche Farbe die Wände haben oder welcher Stelle eine Pflanze steht, auch wenn ich es nicht sehen kann. Auf diese Weise träume ich auch. Als jemand, der oft luzide träumt, erkenne ich daran recht zielsicher, dass es sich um einen Traum handelt, es sei denn, ich bin in diesen Traum bereits zu sehr emotional verstrickt, so dass ich meine mangelnde Sicht nicht mehr hinterfrage.

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