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Angst vor Termin bei Psychologe

CDolchIici[n hat die Diskussion gestartet


Ich hab Angst. Tierische Angst.

Ich habe mich vor kurzem zwei engen Freunden von mir anvertraut dass es mir nicht gut geht.

Mein Kumpel meinte sofort, dass ich mir hilfe holen sollte. Meine Freundin hat erstmal angefangen zu weinen als ich ihr erzählte was bei mir alles so "los" ist, weil sie es schrecklich fand, dass es mir so geht.

Nun habe ich mir das Versprechen aus dem Kreuz leiern lassen, dass sie mir einen Termin bei einem Arzt machen und dann mit mir da hin gehen.

Einerseits weiß ich dass das so nicht ok ist, wie es gerade ist, andererseits denke ich, dass es schon "recht" so sein muss. Ich habe nicht das Gefühl, dass meine Probleme schlimm genug sind, um damit zu einem Experten zu gehen. Ich habe Angst, dass sie mir sagen meine Probleme seien normal, das hätte jeder und ich hätte kein Recht dort zu sein. Ich hab Angst nicht ernst genommen zu werden und deswegen weggeschickt zu werden. Ausserdem habe ich das Gefühl es muss eben so sein, wie es ist, dass ich es nicht verdient habe dass ich "glücklich" und happy bin wie alle anderen es offenbar (angeblich) sind. Ich habe tierische Angst davor, dass ich vllt Medikamente verschrieben bekommen soll.

Ich habe Angst davor, dass es besser wird.

Ich weiß noch nicht wann der Termin sein wird, aber mir dreht sich jetzt schon der Magen um bei dem Gedanken, dort hinzumüssen :°(

Ich weiß, dass ich da nicht alleine hinmuss. Ich weiß auch dass wenn ich eine Therapie mache, das selbst wollen muss. Aber wie soll ich das selbst wollen, wenn ich so große Angst davor habe?

Ich habe einfach Angst dass es noch ncith schlimm genug ist für eine Therapie. Deswegen habe ich immer gesagt, dass ich noch nicht bereit dazu bin und mich dann darum kümmere, wenns eben wirklich schlimm ist..

Nun hab ich aber dieses dumme Versprechen gegeben und hab tierische Angst.

Was kann ich tun? :°(

Antworten
ab.fixsh


Ich habe Angst davor, dass es besser wird.

Das kann ich sehr gut verstehen. Ich glaube, das ist einfach die Angst vor Veränderung. Man weiß ja gar nicht, wie es anders sein kann. Und wieviel das an einem ändert und wer man dann ist.

Ich weiß auch dass wenn ich eine Therapie mache, das selbst wollen muss. Aber wie soll ich das selbst wollen, wenn ich so große Angst davor habe?

Ich glaube, die Angst ist ganz normal und ich glaube auch, dass ein guter Psychotherapeut damit umgehen kann.

Ich habe einfach Angst dass es noch ncith schlimm genug ist für eine Therapie. Deswegen habe ich immer gesagt, dass ich noch nicht bereit dazu bin und mich dann darum kümmere, wenns eben wirklich schlimm ist..

Ich warte auch darauf, dass es irgendwie, irgendwann eskaliert und ich mich dann kümmern muss, ich es dann vor mir rechtfertigen kann. Ich fürchte aber, da kann ich lange warten. Ich finde es gut, dass Du Dich ein bisschen selber zwingst, dadurch, dass Du andere Menschen eingeweiht hast. Ich denke, dass das eine großartige Chance für Dich ist und dass Du sie wahrnehmen wirst. :)z

B~e6nKeunobi


So wie du es schilderst, ist es gar nicht mal so schlecht, wenn du diesen Termin wahrnimmst. :)_ Es ist auch gar nicht so schlimm, wie man denken mag, ähnlich wie der Besuch beim Zahnarzt. Horrorvorstellungen, lange Wartezeiten und wenn man dann da sitzt, ist alles ok.

C:o!lchiJcin


Danke für deine lieben Worte!

Eigentlich wollte ich damit gar niemanden belästigen. ich schleppe das jetzt schon so lange mti mir herum und die wenigsten haben davon was geahnt.

Mein sehr guter Freund hat aber irgendwie nen besonderen Draht zu mir und gemerkt dass da was ist... Ihm konnte ich mich dann anvertrauen, weil ich bei ihm auch wusste dass er mich nicht verurteilt dafür.

Meine Freundin habe ich dann später auch eingeweiht, auch wenn ich das eig nicht unbedingt wollte...

(Sie hats dann gleich auch ner gemeinsamen Freundin weiter erzählt, nicht um zu tratschen, sondern weil sie dann auc zusammen nen Arzt raussuchen wollten, aber OK fand ich das dennoch nicht. Genau aus dem Grund habe ich sowas nie erzählt -.-)

Ich weiß einfach überhaupt nicht was mich erwartet. Und ob es nicht wirklich erst, wie du sagst, eskaliert seinmuss. Ich hab das Gefühl es muss erst was schlimmes passieren – irgednein zusammebruch oder sonstwas bei dem es dann *klick* macht und ich raffe dass ich da jetzt was tun muss, darf. Nur warte ich auf den irgendwie vergeblich.

Ich will nicht den Platz für Leute wegnehmen die "wirklich" Probleme haben – Menschen die ne Vergewaltigung oder sonstwas aufarbeiten müssen...

cahr`is_xhb


Hallo Colchicin,

bei mir (Angsterkrankung) war es so, daß ich irgendwann gar nicht mehr anders konnte, als mich in psychatrische Behandlung zu begeben. Du bist doch auch mit Deiner Situation unzufrieden, immerhin hast Du den ersten Schritt gemacht und Dich Deinen Freunden anvertraut und sie haben verständnisvoll reagiert. Der Psychologe oder Neurologe wird ganz sicher auch verständnisvoll reagieren und sich alles anhören, was Dir auf der Seele liegt. Um dann zusammen mit Dir zu entscheiden, ob eine Behandlung sinnvoll ist. Ganz bestimmt wird Dich niemand auslachen oder wegschicken!

Mir ist natürlich auch klar, daß es viel Kraft und Überwindung kostet, sich einem fremden Menschen anzuvertrauen. Aber vielleicht blickst Du in ein paar Monaten und freust Dich, daß Du es gewagt hast.

Alles Gute!

FDanta<sym5ystixc


Ich weis, dass man Angst hat vor einem Psychologen. Ich muss auch zu einem gehn. Ich habe es mir am Anfang auch schlimmer vorgestellt, aber es ist gut mit jmd darüber so offenreden zu können. Man kann reden über Probleme und zwar über alle und er gibt dir darauf Antworten, Tipps und bereitet dich vor. Ich denke so eine Chance sollte man sich nicht entgehen lassen wenn man die Wahl hat :)^ !! Nochmal das ist nicht schlimm in mir weckte es Erleichterung ;-) und das wird bei ihnen genau so sein. :-) Viel Glück aufjedenfall

CNoQlchi)cin


Danke :)

Naja wenn der Psychologe sagt es sei keine Behandlung nötig wär mir das genauso peinlich – das wäre für mich ein "wegschicken", weil mein Problem nicht schlimm genug ist...

Meine Freunde sagen meine Probleme sind auf jeden Fall schlimm genug, und wenn ich das weiter so laufen lasse würde es nur noch schlimmer. Bis es dann eskaliert und ich mir irgendwas antue

Ich kann das nur so schwer einschätzen. Glauben sie dass es so schlimm ist weil ich es vllt etwas übertrieben geschildert habe? Ich hab versucht nicht zu übertreiben als ich erzählt habe :-(

Ich bin halt selbst irgendwie nochnicht an dem Punkt wo ich sage, dass es ohne hilfe nicht mehr geht... Was ist denn wenn der Psychologe dann sagt, nö bei ihnen isses noch gar nicht so schlimm, solche Sorgen/Ängste/Gedanken hat doch jeder ? :°(

a|.fixsh


Und ob es nicht wirklich erst, wie du sagst, eskaliert seinmuss.

Muss es nicht. Ich weiß das vom Kopf her ganz genau, habe mir das auch schon von sogar einem Psychotherapeut selber bestätigen lassen.. und schrecke dann doch wieder davor zurück, mit ziemlich genau denselben Gedanken. Mach das nicht. ;-) Nicht noch länger. Wenn es solchen Raum in Deinem Denken und Leben einnimmt, dann hast Du jedes Recht, das wichtig zu finden. Der Krug muss nicht solange zum Brunnen gehen, bis er bricht. Man darf vom Leben auch ein bisschen Qualität erwarten und es ist nicht anrüchrig, sich Hilfe zu suchen, um besser zu leben, bevor man sich braucht, um überhaupt zu überleben.

aY.fMish


Was ist denn wenn der Psychologe dann sagt, nö bei ihnen isses noch gar nicht so schlimm, solche Sorgen/Ängste/Gedanken hat doch jeder ? :°(

Selbst wenn sie jeder hat, heißt das nicht, dass es da nichts zu besprechen gibt. Es ist bei der Psychotherapie vor allem der persönliche Leidensdruck, der zählt.

CPornQeliax59


Meine Eltern haben mich als ca. 15-Jährige mal zu einem Psychologen geschleppt, weil ich "so verträumt und still" war, aber eigentlich, weil ich in der Schule so nachgelassen hatte. Ich habe mich auch erst davor gefürchtet und konnte mir gar nicht vorstellen, mit so jemand Wildfremdem über meine Probleme zu reden.

Was soll ich sagen? Der hat mich ganz geschickt, mit ein paar Tests (Rorschach-Kleckse und sowas) undnur mit kleinen Nachfragen zu dem, was ich so gesagt habe, immer mehr aus der Reserve gelockt und am Ende stellte ich fest, daß 2 Stunden lang praktisch nur ich geredet hatte und ich ihm mein Herz ausgeschüttet hatte. Himmel, hat das gutgetan, daß mir endlich jemand einfach nur zuhörte, ohne irgendwelche Urteile oder blöden Kommentare abzugeben! Wenn da auch nur ein dummer Spruch gekommen wäre, ich wäre sofort wieder in meine harte Schale zurück und hätte gar nichts mehr gesagt. Ich bin dem guten Mann heute noch dankbar, der hat mir eine ganze andere Sicht auf die berüchtigten "Klapsdoktoren" vermittelt!

Ich wünsche dir, daß du auch so jemanden findest!

FBant#asymUystic


Man darf bei einem Psychologen auch übertreiben :-) so ist das nicht. In meiner Sitution in der ich stecke verarbeite ich ganz locker brauch eigentlich keinen. Wenn sie allerdings nicht klar kommen, der Psychologe ist immer da und macht das mit ihnen so lange bis alles wieder im grünen Bereich ist bei ihnen ;-) Das wird schon, wie gesagt sie können ihren Psychologen Vertrauen schenken und mit ihm alles bereden und ihm ist es egal wie sie es ausdrücken :)z, er fasst es so auf

LEew'ian


Colchicin

Naja wenn der Psychologe sagt es sei keine Behandlung nötig wär mir das genauso peinlich – das wäre für mich ein "wegschicken", weil mein Problem nicht schlimm genug ist...

Was waere da so schlimm dran? Wuerde das irgendwas schlechter machen als es ohnehin schon ist?

Nicht, dass ich glaube, dass das passieren wird. Denn ich denke, dass ein guter Psychologe im Prinzip fast allen Menschen sinnvoll helfen kann (bzw. wenn nicht, dann deshalb nicht, weil der Psychologe persoenlich keinen Zugang findet – manche Kombinationen passen einfach nicht – aber nicht, weil's "nicht schlimm genug" ist). Wenn der Psychologe sich als Helfer dabei sieht, dass ein Mensch waechst, sich selber erkundet und sich entwickelt, fuer wen waere das keine gute Sache?

Im Uebrigen bist du ja Kunde; du bezahlst den Psychologen (bzw. deine Krankenkasse, also indirekt), nicht er dich dafuer, dass du "krank genug" bist. Er wird also den Teufel tun und diesbezeuglich irgendwelche Beschwerden anmelden.

Cqolch icin


@ a.fish

Es ist bei der Psychotherapie vor allem der persönliche Leidensdruck, der zählt.

Reicht der denn, wenn ich noch nicht das gefühl habe, dass ich schon genug leide bzw sogar denke dass ichs verdient habe zu leiden? ":/

@ Cornelia

Ich wünsche dir, daß du auch so jemanden findest!

Danke... das hoffe ich auch... Weiß abver nicht was ich mchen würde, wenn ich zuerst an jemanden gerate mit dem es nicht passt...

@ Lewian

Was waere da so schlimm dran? Wuerde das irgendwas schlechter machen als es ohnehin schon ist?

Ich würde mich entsetzlich schämen. Einmal vor dem Arzt und zBsp seiner Sprechstundenhilfe, dass da jemand gekommen ist und sich "bloß anstellte" und eig gar keine Hilfe braucht und so den Platz für jemand wegnimmt der wirklich Hilfe braucht.

Und dann natürlich auch vor den beiden Freunden denen ich mich anvertraut habe. Wenn ich zum Arzt gehe und der sagt, "Ach wat, sie stellen sich aber ganz schön an wegen nichts", und ich denen das dann sagen muss... Dann denken sie doch ich habe gelogen oder mich nur aufgespielt und wollte nur Aufmerksamkeit haben...

Coorneslia5:9


Ich glaube nicht, daß ein Psychologe sowas überhaupt sagen würde. Die werden in der Ausbildung ja darauf geschult, die Menschen zum Reden zu bringen und vor allem ihnen nicht solche Pauschalurteile an den Kopf zu werfen. Das ist es ja gerade, da kannst du reden, und der hört dir einfach zu. Vielleicht fragt er mal nach, wenn er möchte, daß du weiterredest und du gerade ein bißchen den Faden verloren hast, aber sein Urteil über deinen Fall wird er dir ganz sicher nicht auf so eine grobschlächtige Art mitteilen. Sonst hat er seinen Beruf verfehlt. Selbst in seiner endgültigen Diagnose und dem Gutachten für die Krankenkasse wegen der Kostenübernahme wird er sich nicht so ausdrücken, da kannst du fest von ausgehen. Das sind Profis, nicht irgendwelche Proleten, die dich vor den Kopf stoßen!

L`ejwiaxn


Colchicin

Dieses "was wenn's nicht schlimm genug ist?" habe ich hier schon oft gelesen und auch im Leben schon so gehoert. Ich habe jetzt nicht irgendwelche anderen Faeden recherchiert und weiss daher nicht, was dein Problem ist, aber ich kann dir bloss sagen, dass dieser Gedanke, den du da hast, von einer riesengrossen Menge von Leuten mit extrem grossen Problemen geteilt wird, auch solchen, denen du befuerchtest, den "Platz wegzunehmen". Und viele von denen gehen genau deshalb nicht hin, und ihnen wird nicht geholfen (aber nicht, weil es an Platz fehlte).

So wie ich das sehe, ist diese Einstellung ein Symptom.

sogar denke dass ichs verdient habe zu leiden?

...und das hier erst recht.

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