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Angst vor Termin bei Psychologe

L^ewiban


Vor allem, zermartere dir nicht lange den Kopf, wann und wie genau. Das ist bloss eine Vermeidungsstrategie. Es ist genau so wie du schreibst:

je länger ich warte desto schlimmer wirds...

...du weisst es ja selber.

:)*

CJolchoicin


Soll ichj einfach eine Mail schreiben??

Ich sehe ihn vmtl heute nicht mehr.

Einerseits will ich nicht einfach so ne Bombe per Mail auf ihm abladen ohne ihm die direkte Chance zu lassen fragen zu stellen und dazu was zu sagen. Andererseits hab ich auch Angst or seiner Reaktion und weiß einfach nie wie ich anfangen soll oder wann -.-

L$ewLiaxn


Schreibe ihm eine Mail oder sage es ihm morgen.

Es ist wichtiger, dass du es tust als wie du es tust.

Hast du (auf ihn persoenlich bezogene) Gruende, eine schlechte Reaktion zu erwarten?

Cyolchwicin


Naja, im Moment hat er selber viel stress und ist irgendwie extrem negativ eingestellt.

Mir persönlich ggü ist er immer super lieb. Nur Dinge die ich mache oder anschaue oder gut finde kommentiert er oft negativ (gestern Abend auf Tumblr gesurft "Was ist das denn komisches. aha. UNd was hast du jetzt davon? Die sieht hässlich aus. Die ist zu dünn. Das sind ja nur Bilder von Obst. Warum schaust du dir so was an??" oder vom Vorhaben dass ich während der Fastenzeit auf Fleisch verzichte "Äh wie blöd, jetzt können wir gar nicht mehr zusammen kochen... Warum macht man denn sowas... meh.." )

Er sagt mir aber oft wie toll er mich findet und gerne mti mir zusammen ist und ist auch nicht nur meinen Sachen ggü so grantig eingestellt, sondern hat im Moment einfach so ne negative Grundeinstellung. Das macht mich zZ auch etwas fertig aber er reagiert da gar nicht drauf im Moment.

Ich weiß dass er auch schonmal ein sehr krasses Tief hatte – er meinte er wüsste also wie das ist wenn was los ist. Nur wenn wir mal was im TV sehen zum Thema Essstörung, "Leben im Falschen Körper" – also so Psychologiethemen, dann hat er meist nur sehr negative KOmmentare und ein "die spinnen doch... die haben doch nen Schaden" für übrig.

Deswegen weiß ich nicht ob ich jetzt die liebevolle unterstützende Seite "kriege" wenn ich ihm das sage, oder die negative, schwarzseherische Seite...

L<ewiaxn


Das ist ja nicht schoen, dass du evtl. befuerchten musst, dass er irgendwas Abfaelliges darueber sagt.

Ich wuensche dir, dass das nicht so kommt. Letztlich ist es dein Leben, und wenn du Probleme hast, muss er das akzeptieren. Das kannst du auch einfordern.

Aber je laenger du wartest, desto laenger weisst du nicht, wie er reagieren wird. Wenn du es tust, kommt's raus und dann musst du dich nicht mehr fragen, wie es wohl sein wird.

:)*

CWolchiPc?ixn


Danke für deine Hilfe @:)

Ich hab ihm gestern eine Email geschrieben und er hat auch drauf reagiert. Positiver als ich dachte! Er sagte zwar es ist doof dass ich ihm sowas per Mail schreibe, aber es sei toll dass ich ihm das sage. Er würde ja merken und sehen dass es mir nicht gut geht und er sieht was ich mir antue aber ich würde mich immer gleich abschotten wenn er nachfragt.

Wir wollen jetzt am Wochenende nochmal drüber sprechen wenn wir was mehr Zeit haben und entspannter sind.

Danke nochmal!!


Mal was anderes.

Wie ist das mit dem Antrag den meine Therapeutin bei der KK einreichen muss? Sie meinte sie braucht dazu noch das OK von meinem Hausarzt (Konsiliarbericht?) dass gesundheitlich nichts gg eine Therapie spricht. Wie läuft das – geh ich einfach zum Doc und sag dass ich nen Termin für sowas brauche?

Mvo6llieVncxhen


Wie ist das mit dem Antrag den meine Therapeutin bei der KK einreichen muss? Sie meinte sie braucht dazu noch das OK von meinem Hausarzt (Konsiliarbericht?) dass gesundheitlich nichts gg eine Therapie spricht. Wie läuft das – geh ich einfach zum Doc und sag dass ich nen Termin für sowas brauche?

Genau.

Neura rihxyon


Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll...

Mit den (vorläufigen) Diagnosen? Warum? Was macht dir Angst?

Die Gewissheit, dass du ein medizinisch nachvollziehbares Problem hast, und nicht einfach nur "bescheuert" bist?

Hast du Angst davor, in einer Schublade zu landen, stigmatisiert zu sein?

Nicht böse sein, ich frage einfach mal so wie es mir durch den Kopf geht und lasse den heißen Brei weg.

Weißt du, bei mir war das auch lange lange ein Problem. Krank? Ich? Niemals! Ich bin nicht krank, ich habe bloß ein Dachschaden, ich stelle mich nur an, ich bin ein schlechter Mensch, es wird schon seinen grund haben, ach das vergeht schon wieder. Diese Denkweise hat mich viele Jahre gekostet, die ich hätte nutzen können, um mich auf eine Behandlung einzulassen.

Jede Diagnose in solcher Größenordnung ist erstmal ein Schock. Man liest im Netz nach, und zum ersten Mal erkennt man sich selbst wieder und denkt Dinge wie: Oh mein Gott! Das bin ja ICH! Man denkt, man bestünde nur noch aus diesem vermeintlichen Stempel mit der Diagnose, weiß nichtmehr sich selbst, seinen eigenen Charakter und die Krankheit zu unterscheiden.

Ich glaube, dass es vielen Menschen anfangs so geht.

Du darfst dich nicht auf eine Diagnose reduzieren, selbst wenn man froh ist, dass das Problem erstmals einen Namen trägt, mit dem man arbeiten kann. Eine Diagnose ist erstmal nicht viel mehr als ein Ansatz, welche Therapiemöglichkeiten sich als hilfreich erweisen könnten. Sieh es mehr als eine Art Name, unter dem man vorerst simpel seine individuellen Symptome zusammen fassen kann.

Am Ende läuft es immer auf dich als Individuum hinaus, und nicht auf den Stempel der Diagnose.

Ich weiß nicht, ob dir das etwas hilft, aber ich wünsche dir alles Gute. @:) @:)

M\oyllBiencfhxen


Ich war dagegen total froh, dass es Namen für meine Meisen gibt. Mich hat das eher erleichtert.

Nouraprgi@h]yoxn


Ich habe lange damit gekämpft und manchmal immernoch. Mit den Diagnosen habe ich aber leider auch mehrfach ins Klo gegriffen, da sie entweder falsch oder unvollständig waren. ":/ Zumindest bisher, aber es geht aufwärts. Wurde auch zeit ;-D

C[olc?hixcin


Ich mags direkt, NUrarihyon, keine Bange ;-D

Es ist so eine Mischung aus dem was du beschreibst (das trifft es teilweise erschreckend genau ;-) ) und dem was Mollienchen sagt.

Einerseits ist es eben dieses – das ist echt ne Krankheit und nicht nur meine persönliche Macke. Das ist einerseits irgendwie beruhigend – dass ich mir das nicht nur einbilde, andererseits extrem beängstigend weil der Stempel "Krankheit" das erstmal zentnerschwer werden lässt für mich.

Andererseits ist es echt dieses "Was bin ichdenn dann noch, wenn das alles nur meine Krankheit ist? Was bin denn dazwischen noch ICH?" Ich habe das Gefühl dass meine GEdanken und Gefühle zu 95% dem geschuldet sind, was ich vorher als persönliche Macke ansah – nun ist das aber ne "Krankheit". Was ist denn dann das eigentliche ich? Die restlichen 5%? Womit soll ich den REst füllen? Was ist denn dann überhaupt noch da? Ist da überhaupt noch was?

Mvolli7encNhen


Da sagst Du was. Damit bin ich zur Zeit beschäftigt (Therapie-Nachwirkung). Wer bin ich eigentlich? So von der einen oder anderen "Fessel" befreit, das ist schon komisch erstmal. Gewöhnungsbedürftig. Aber nicht wirklich schlecht. :-) Neu halt. Anders.

Na ja, einige Fesseln hab ich ja noch… ;-D Also kein kalter Entzug. :=o

Sdunflkowe#r_73


Wie ist das mit dem Antrag den meine Therapeutin bei der KK einreichen muss? Sie meinte sie braucht dazu noch das OK von meinem Hausarzt (Konsiliarbericht?) dass gesundheitlich nichts gg eine Therapie spricht. Wie läuft das – geh ich einfach zum Doc und sag dass ich nen Termin für sowas brauche?

Genau. Deine Thera müsste Dir aber eigentlich auch das Formblatt des Konsiliarberichts gegeben haben. Ideal ist es, wenn der Hausarzt das Formular direkt ausfüllt und Dir mitgibt. Manche Hausärzte trödeln da gerne, und dann verzögert sich die ganze Antragsstellerei.

Das Konsil ist harmlos:

Ein Freitextfeld, wo kurz die Symptomatik geschildert wird. Dann zum Ankreuzen, ob eine psychiatrische/medikamentöse Mitbehandlung erforderlich ist. Und ob medizinische Gründe gegen eine Therapie sprechen.

Die meisten Ärzte füllen das im Vorbeigehen aus. Wobei z.T. ergänzende Untersuchungen sinnvoll sein können. Aber meist wird was Unleserliches in den Freitext gekritzelt und die Kreuze entsprechend gesetzt.

SluTnflVoweMr_x73


Achja: Stempel & Unterschrift bitte nicht vergessen!

Beim alten Durchschlags-Formular bitte auf allen entsprechenden Seiten! ;-)

L$ewixan


Colchicin

Einerseits ist das erleichternd – weil ich jetzt weiß dass ich mich nicht nur "anstelle" und "komisch" bin im Kopf, sondern dass das ein tatsächliches Problem ist was ich habe, andererseits ist auch gerade das extrem angsteinflößend für mich. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll...

Borderline ist keine organische Diagnose, sondern ist definiert durch eine bestimmte Anzahl von Symptomen bestimmter Art. Mit anderen Worten, dass man deine Symptome als "Borderline" bezeichnet, ist eigentlich gar keine neue Information ueber dich. Es bedeutet nicht, dass in dir irgendwas Krankes schlummert, wovon du noch gar nichts weisst. Es ist nur ein Name fuer das, was du ohnehin schon ueber dich wusstest.

Die Information darin ist bloss, dass das als Krankheit angesehen wird.

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