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Angst vor Termin bei Psychologe

B8enKenlobxi


Reicht der denn, wenn ich noch nicht das gefühl habe, dass ich schon genug leide bzw sogar denke dass ichs verdient habe zu leiden?

Wenn du unbedingt leiden willst, dann wird dich niemand davon abhalten können. Ich weiß ja nicht, was du getan hast, aber ist die Strafe, die du dir selber auferlegst, wirklich angemessen? Für Lebzeiten niemals glücklich zu werden aufgrund eines möglicherweise begangenen Fehlers? :-/

a'ug"23x3


Allein die Tatsache, dass Du hier in diesem Forum von der Angst schreibst ist ein wichtige Hinweis darauf, dass eine Hilfe sinnvoll sein kann.

Psychotherapeuten werden sich hier melden, wenn sie nach Feierabend den PC anwerfen.

Wenn hier Fachleute zu den Einzelheiten einer Therapie etwas sagen wollen, dann ist wichtig zu wissen:

- in welchem Staat spielt sich das ab? Gelesen wird das Forum in D; Österreich u Schweiz und anderswo

- in welcher Krankenkasse versichert? gesetzlich – privat

- Lebensalter – ganz wichtig!!

Und vorweg: ich habe meiner Chefin keine Anmeldung vorgelegt, die nicht von dem Klienten selbst kam; die eigene Anmeldung war die Eingangsvoraussetzung einer bekannten Psychotherapeutin.

Bei der Anmeldung wollte sie in einem Satz wissen, worum es etwa geht – mehr nicht! Aber andere machen lassen, das klappte auf keinen Fall.

Einen Satz zur eigenen Befindlichkeit habe ich zwar nicht gefunden – oder überlesen? – der wird doch im eigenen Kopf vorhanden sein!

a@.fixsh


Reicht der denn, wenn ich noch nicht das gefühl habe, dass ich schon genug leide bzw sogar denke dass ichs verdient habe zu leiden?

Reichen, wozu – um Unterstützung in Anspruch nehmen zu "dürfen", natürlich. Um sie auch anzunehmen – weiß ich nicht, das hängt von Dir ab. Es ist gemein. Ich glaube zum Teil auch, dass, wie Lewian schreibt, dieses Denken ein Symptom eben jener schädigenden Prozesse ist, die man aufhalten möchte. Aber es fällt mir auch nicht leicht, Teile meines Denkens und meiner Gedanken einfach als "krank" anzusehen, als etwas, was mir von irgendeiner "Krankheit" eingesagt wird. So fühlt es sich nämlich nicht an, das fühlt sich an wie ich, und wenn das "die Krankheit" ist, was bin dann ich? Was bleibt dann übrig, wenn das "weggemacht" wurde?

ay.Afixsh


Und vorweg: ich habe meiner Chefin keine Anmeldung vorgelegt, die nicht von dem Klienten selbst kam; die eigene Anmeldung war die Eingangsvoraussetzung einer bekannten Psychotherapeutin.

Warum, wenn ich fragen darf?

CUoluchiocYin


@ Lewian

So wie ich das sehe, ist diese Einstellung ein Symptom.

Ja das kann natürlich auch sein.... ":/

@ BenKenobi

Ich weiß ja nicht, was du getan hast, aber ist die Strafe, die du dir selber auferlegst, wirklich angemessen?

Ich habe nichts spezielles "getan". Ich weiß auch nicht warum ich das so empfinde, irgendwie halte ich es einfach für angemessen dass es mir so geht. Vllt denke ich einfach dass ich kein guter Mensch bin oder so...

@ aug233

ich habe meiner Chefin keine Anmeldung vorgelegt, die nicht von dem Klienten selbst kam; die eigene Anmeldung war die Eingangsvoraussetzung einer bekannten Psychotherapeutin.

Das macht mir Mut... :-/ Ich glaube mir fehlt auch einfach der Mut bei jemand anzurufen und dann auch noch einer Fremden Person, die NICHT der Therapeut ist zu sagen was los ist. Es reicht ja schon dass ichs dann dem Therapeuten sagen muss aber dann auch noch der Praxisangestellten? Das wäre wirklich ganz ganz schrecklich für mich.

– in welchem Staat spielt sich das ab? Gelesen wird das Forum in D; Österreich u Schweiz und anderswo

- in welcher Krankenkasse versichert? gesetzlich – privat

- Lebensalter – ganz wichtig!!

Deutschland; gesetzlich versichert; Mitte 20.

Einen Satz zur eigenen Befindlichkeit habe ich zwar nicht gefunden – oder überlesen? – der wird doch im eigenen Kopf vorhanden sein!

Ist er ;-) Es geht um Depressionen, beginnende ES, evtl Panikattacken.

Ctolschi5cin


@ a.fish

Aber es fällt mir auch nicht leicht, Teile meines Denkens und meiner Gedanken einfach als "krank" anzusehen, als etwas, was mir von irgendeiner "Krankheit" eingesagt wird. So fühlt es sich nämlich nicht an, das fühlt sich an wie ich, und wenn das "die Krankheit" ist, was bin dann ich? Was bleibt dann übrig, wenn das "weggemacht" wurde?

Das ist GENAU das was ich auch fürchte. Was ist denn von mir noch übrig, wenn 90% meiner Denke auf einmal wegsaniert wurde? Was bin ich denn dann noch? Was bleibt da übrig und bin das dann überhaupt noch ich? So bin ich schon fast immer gewesen, wie soll ein Leben ohne diese Gedanken, Ängste, Sorgen und Nöte sein? Das macht einfach einen so großen Teil von mir aus, ich weiß gar nicht ob der winzige Rest noch ein ganzes "Ich" sein kann...

L7ew5ian


a.fish

Aber es fällt mir auch nicht leicht, Teile meines Denkens und meiner Gedanken einfach als "krank" anzusehen, als etwas, was mir von irgendeiner "Krankheit" eingesagt wird.

Ich versuche, die Kategorie "Krankheit" nach Moeglichkeit zu vermeiden (obwohl ich nicht in Abrede stellen will, dass es sinnvoll ist, bestimmte psychologische Probleme als Krakheit ernst zu nehmen).

Vielleicht kann man das besser mit dem Begriff der persoenlichen Entwicklung fassen. Also dass man da in irgendeiner Weise in einer Entwicklungs-Sackgasse ist, irgendwo, wo man nicht sein will (das ist natuerlich schon wichtig, dass man selber heraus will), und wo man aber den Weg nicht findet, wie man sich selber in eine gute Richtung weiterentwickeln kann. Und dabei hilft Therapie. Es ist aber "nachher" schon so, dass der Zustand, in dem du jetzt bist (oder Colchicin) immer Teil deines Entwicklungsweges bleibt. Das wird nicht "weggemacht"; allenfalls als Teil des Weges, den du gehst hinter dir gelassen. Oder auch modifiziert und besser integriert in wer du sonst so bist und wohin du gehst. Und zwar im Wesentlichen von dir selber, nicht vom Psychologen, der eher dazu da ist, sozusagen dir den "Dreh" zu zeigen und deiner Eigenentwicklung zu assistieren.

S'ch+li7tz1augex67


Ausserdem habe ich das Gefühl es muss eben so sein, wie es ist, dass ich es nicht verdient habe dass ich "glücklich" und happy bin wie alle anderen es offenbar (angeblich) sind. Ich habe tierische Angst davor, dass ich vllt Medikamente verschrieben bekommen soll.

Ich habe Angst davor, dass es besser wird.

Diese Aussage berechtigt schon das Einschalten eines Psychologen.

Psychologen verschreiben keine Medikamente. Das dürfen nur Ärzte.

Und Du hast Angst, dass es Dir mal besser gehen könnte??

Gesund und glücklich zu sein hast Du nicht verdient? Das rechtfertigt schon einmal eine Psychotherapie. Garantiert. Sie wird Dir helfen.

a0.fXish


Ich habe ja schon einmal eine Therapie gemacht (bezügl. Depressionen) und es ging mir besser. Diese Verbesserung kam langsam, zusammen mit neuen Gedanken und Perspektiven und es fühlte sich überhaupt nicht wie ein Verlust an. Ich habe mich nicht verfremdet gefühlt oder grundsätzlich "anders", aber eben doch anders, nicht so gelähmt, nicht so eingenommen von dieser Gedankenkreiselei und dem immergleichen Brüten über dieselben Dinge.

Das spricht für die Symptom-Theorie und auch dafür, dass diese Ängste nicht berechtigt sind. Ich bin dann wohl leider über Jahre wieder "rückfällig" geworden und dann kam ganz stark das Gefühl, das wäre doch Gehirnwäsche gewesen und ich hätte mich belogen und würde jetzt ja sehen, dass und wie ich "wirklich" bin. Und jetzt weiß ich nicht, was ich glaube. Ich kann Deine Unsicherheit wirklich gut verstehen. Mit/während der Therapie hab ich mich besser gefühlt. Das kann ich so feststellen.

C@ol|chiUcin


Das wird nicht "weggemacht"; allenfalls als Teil des Weges, den du gehst hinter dir gelassen.

Nun, aber Ziel einer Therapie wäre doch, all diese "schlimmen" Dinge die man denkt, nicht mehr zu denken. Dh dass (im Idealfall) die "Krankheit" weg geht mti der Zeit, dass man darüber hinwegkommt sozusagen. Resultat ist dann ein Kopf der nicht mehr so denkt. Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, was dann noch übrig ist von mir. All dieses Denken, das bin doch auch ich. Ich definiere mich jetz nicht NUR darüber, aber wenn ich so für mich über mich selbst nachdenke, dann macht das einen großen Teil meiner Persönlichkeit aus. Und das ist dann irgendwie schon so, als hätte meine Persönlichkeit einen "Tumor" (halt was krankhaftes), der weggeschnippelt wird und dann eben weg ist. Der mal da war, aber dann nicht mehr da sein soll. Und zurück bleibt gesundes... Aber irgendwie, scheint mir, ist dann mein ganzes Ich weg...

Und Du hast Angst, dass es Dir mal besser gehen könnte??

Ja, Schlitzauge, es ist so wie ich beschrieb. Das ist quasi ein Teil von mir (geworden?), was bin ich denn noch ohne das?

L]ewixan


a.fish

Das Wort "wirklich" ist ueberhaupt das allerschlimmste Symptom. Und die ganze Gesellschaft leidet daran.

Kein Witz.

aw.efixsh


Ich habs extra für Dich un Anführungszeichen gesetzt. :)_

aS.)fish


*in

Und nein, nicht nur für Dich, sondern auch, weil es stimmt. Vielleicht. ;-)

Lbewtian


Colchicin

Und das ist dann irgendwie schon so, als hätte meine Persönlichkeit einen "Tumor" (halt was krankhaftes), der weggeschnippelt wird und dann eben weg ist. Der mal da war, aber dann nicht mehr da sein soll. Und zurück bleibt gesundes... Aber irgendwie, scheint mir, ist dann mein ganzes Ich weg...

Es ist ja nicht so, dass da irgendjemand kommt und was "wegschnippelt" unter Narkose. Genau weil es du selber bist, die da denkt, kannst auch nur du selber es entwickeln. Du gibst deine Selbstverantwortung nicht ab in der Therapie.

Versuch mal, dich an irgendwas zu erinnern, was du mal gelernt hast – irgendeine Vorstellung, die du als Kind hattest, und die du spaeter abgelegt hast, weil du etwas dazugelernt hast. Glaubst du, du hast dich dabei verloren in irgendeinem Sinne?

(Diese Frage ist nicht rein rhetorisch gemeint; mir ist klar, dass es mehrere Moeglichkeiten gibt, das fuer sich selber zu beantworten.)

AOliceigmWonde`rland


Colchicin:

Ich möchte Dich zunächst beglückwünschen, zu Deinen tollen Freunden, die Dir so gut helfen wollen. @:)

Die Reaktion Deiner Freundin (die geweint hat), deute ich so, dass es jetzt gut wäre, wenn Du Hilfe bekämst! Dafür sind ja Ärzte/Psychologen da. Ich wünsche Dir, dass Du die richtigen Menschen findest, die Dir helfen, die Dinge zum Positiven zu wenden. Du hast ein Recht darauf, dass es Dir gut geht. @:) :-D *:)

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