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Angst vor Termin bei Psychologe

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Geht es DIR schlecht? Leidest DU unter den Problemen?

Dann ist der Psychologie die richtige Entscheidung. Denn jenseits aller diagnostizierbaren Erkrankungen spielt der Leidensdruck eine große Rolle. Wenn ANDERE schon merken, dass was nicht stimmt; wenn Freunde angesichts der Situation weinen müssen: Dann erst recht.

Diese "krassen" Fälle machen vielleicht 2 oder 5% aller Patienten aus. Der Rest ist "das Übliche": Ängste, schlechte Stimmung, geringer Selbstwert, miese Erfahrungen,... Echte heftiger Dramen wie Vergewaltigung sind selten.

Warum nimmst DU DICH so wenig ernst?

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sogar denke dass ichs verdient habe zu leiden?

WARUM verdienst Du es zu leiden? Menschen verdienen es, ein glückliches Leben zu führen. Nicht dauerhaft zu leiden.

S9unflow[er_73


Sorry für die vielen Einzelbeiträge...

SELBST anmelden ist i.d.R. erforderlich, um zu signalisieren: ICH will das. Statt "jemand schickt mich, aber ich will nicht". Es geht darum, Motivation zu zeigen.

Und nur sehr wenige Psychotherapeuten-Praxen haben großartig Personal (zumindest, wenn es um Psychologen geht und nicht um Ärzte).

Und mehr als "Angstproblematik und Essprobleme" musst Du nicht sagen. Ggf. reicht auch die Bitte um ein Erstgespräch.

Überwinde Dich – denn es klingt erforderlich.

Mkart(ienjchen


Ich finde es gut, dass Du Dich ein bisschen selber zwingst, dadurch, dass Du andere Menschen eingeweiht hast. Ich denke, dass das eine großartige Chance für Dich ist und dass Du sie wahrnehmen wirst.

Ich habs so ähnlich gemacht, weil ich selbst mir aus genau den selben Gründen niemals einen Termin gemacht hätte. Bzw. bei mir hat eine Freundin sogar ohne mein Wissen den Termin gemacht. Das ist jetzt über 2 Jahre her. Und erst jetzt, nach einem Therapeutenwechsel, begreife ich, was wirklich mit mir los ist und dass es absolut und genau die richtige Entscheidung war, diese Therapie zu machen. "Gut gelebt" hab ich auch vorher und ich wär auch ohne Therapie weiter durchs Leben gekommen, aber ernsthaft, was ich da alles über mich gelernt hab und was ich da für mein Leben draus gezogen hab – unfassbar. (Und ich war immer einer von denen, der gesagt hat: ich bin so klug, ich weiß schon alles, was soll mir ein Therapeut noch erzählen).

Fazit: Ich bin froh und dankbar, dass es so gekommen ist.

Tip: Du gehst doch auch zum Zahnarzt und zum Friseur und vielleicht sogar zur Maniküre. Die Seele aufpolieren ist mE nichts anderes.

Du kannst mich gern alles fragen, falls Du noch etwas wissen willst, entweder hier oder per PN

M/arti"e7nchqe;n


Das ist GENAU das was ich auch fürchte. Was ist denn von mir noch übrig, wenn 90% meiner Denke auf einmal wegsaniert wurde? Was bin ich denn dann noch? Was bleibt da übrig und bin das dann überhaupt noch ich? So bin ich schon fast immer gewesen, wie soll ein Leben ohne diese Gedanken, Ängste, Sorgen und Nöte sein? Das macht einfach einen so großen Teil von mir aus, ich weiß gar nicht ob der winzige Rest noch ein ganzes "Ich" sein kann...

Da wird nichts wegsaniert, im Gegenteil. Bei mir ist es so, dass ich mich selbst besser verstehen lerne, dass mein Verhalten für mich plötzlich erklärbar wird. Es ist ein Mehrgewinn. Ein Erkenntnisgewinn. Akzeptanz. Das, was ich früher als "krank" oder "krankhaft" bezeichnet habe, ist für mich endlich verständlich geworden und ich kann es einordnen. Ich hab mir diese Gedanken auch gemacht. Aber mir fehlt nichts. Es ist alles wie vorher, nur ergibt das Gesamtbild einen Sinn und ich kann mit dem Gesamtbild sehr gut leben.

NFannix77


Ich kann deine Angst auch gut verstehen. Zu denken das deine '' Persönlichkeit'' nachher wegtherapiert ist, aber das passiert nicht. Auch werden evtl Medikamente dich nicht in irgendwas verwandeln was du nicht bist.

Ich hab mich im Laufe meiner Therapie oft gefragt wie bin ich eigentlich? Und mittlerweile weiss ich, ich bin und bleibe wie ich bin, aber mit manchen Dingen muss ich nicht mehr Leben. Ich hab Dinge verändert und arbeite weiter daran. Mir geht es soviel besser, komme wieder besser klar mit mir und meinem Leben, aber meine Persönlichkeit ist natürlich immer noch dieselbe.

Skch*l2itzasugex67


Und das ist dann irgendwie schon so, als hätte meine Persönlichkeit einen "Tumor" (halt was krankhaftes), der weggeschnippelt wird und dann eben weg ist. Der mal da war, aber dann nicht mehr da sein soll. Und zurück bleibt gesundes... Aber irgendwie, scheint mir, ist dann mein ganzes Ich weg...

Aha, von der Logik her würde dann der vom "Tumor" ?? befreite Mensch sagen: nee, ich hätte den gerne wieder??

Das Kopfkino sagt: eine Psychotherapie ist eine Gehirnwäsche. Die Vorstellung, man könne dann glücklich sein fehlt scheinbar völlig. Der "Tumor" wird aber weiter wachsen und weiter drücken..... Noch mehr Lebensfreude abknapsen und irgendwann ist dann was von Dir über? nur noch der "Tumor"???

wWho_Qmaamde_ZwGho


Colchicin und Martienchen

ich finde es toll, dass Ihr Euer Problem angepackt habt bzw. noch anpacken werdet.

Ich selbst bin in einer ähnlichen Lage, bin aber noch nicht an dem Punkt, an dem ich wirklich Hilfe annehmen kann.

Mir kommt das alles wie ein Riesen-Berg vor, über den ich nicht hinwegkomme.

a3.fisZh


SELBST anmelden ist i.d.R. erforderlich, um zu signalisieren: ICH will das. Statt "jemand schickt mich, aber ich will nicht". Es geht darum, Motivation zu zeigen.

Na toll :-/ Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun.

C_olchxicin


Erstmal vielen vielen Dank für die wirklich liebe, positive Rückmeldung von euch allen. Das rührt mich wirklich sehr, damit hatte ich gar nicht gerechnet!

Ich versuche mal alles abzuarbeiten ;-)

@ Lewian

Glaubst du, du hast dich dabei verloren in irgendeinem Sinne?

Jein. Dinge von "früher" sind eben oft kindliche Vorstellungen gewesen, die ich dann abgelegt habe. Weil ich eben erwachsener geworden bin. Ich weiß dass ich jetzt wo ich "erwachsen" bin nicht in Stein gemeißelt bin – klar. Bei manchen Sachen, denke ich schon dass ich "mich" ein Stück weit verloren habe. Ich bin eig ein sehr offener Mensch, Andere beschreiben mich eher als extrovertiert auch wenn ich das Gefühl habe, dass das nur meine Fassade ist. Früher habe ich jedenfalls relativ vielen Menschen (Freunden) Dinge erzählt und bin damit ganz shcön auf die Nase gefallen. Ich hab gar nicht darüber nachgedacht wem ich etwas erzähle, wenns sich ergeben hat und sich gut anfühlte, dann hab ichs eben erzählt (persönliche Dinge, von mir). Und mittlerweile merke ich, dass ich das nicht mehr tue und ich frage mich wie es dazu kommen konnte, dass ich diese Ader abgelegt habe und nun so "berechnend" geworden bin und abwäge wem ich bestimmte Sachen erzähle. So gesehen habe ich da schon was "verloren" finde ich...

@ Alice

Ich möchte Dich zunächst beglückwünschen, zu Deinen tollen Freunden, die Dir so gut helfen wollen

Ja das stimmt... Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass es so kommt irgendwie...

Ich weiß dass ich irgendwann dafür auch sehr dankbar sein werde, aber gerade überwiegt gerade die Angst vor dem was jetzt kommt ;-D

@ Sunflower

Geht es DIR schlecht? Leidest DU unter den Problemen?

Warum nimmst DU DICH so wenig ernst?

WARUM verdienst Du es zu leiden?

Ja mir geht es schlecht. Ich "leide" in dem Sinne nicht, also ich denke nicht "oh warum passiert sowas nur miir, das habe ich nicht verdient" – weil ich ja eben denke, dass ichs verdient habe. Warum kann ich dir nicht sagen. Ich nehme mich irgendwie nie wirklich ernst, ich stelle meine Bedürfnisse auch meist unter die von anderen. Wenn ich jemand helfen kann, dass es ihm besser geht, mir dafür aber etwas schlechter, dann ist mir das egal, dann mache ich das trotzdem.

SELBST anmelden ist i.d.R. erforderlich, um zu signalisieren: ICH will das. Statt "jemand schickt mich, aber ich will nicht". Es geht darum, Motivation zu zeigen.

Ja.. ich kann mir das shcon vorstellen, dass das gern gesehen wird, aber ich hab ohnehin schon grundsätzlich Angst fremde Leute anzurufen (bescheuert, ich weiß). Das allein ist schon der totale Stress. Dazu summiert sich dann, dass ich sagen muss dass ich einen Termin möchte ( =Hilfe brauche) UND ich muss sagen was ungefähr los ist. Horror.

@ Martienchen

Bzw. bei mir hat eine Freundin sogar ohne mein Wissen den Termin gemacht. Das ist jetzt über 2 Jahre her

Sunflower und auch aug333 schrieben ja, dass es oft wichitg ist, dass man sich selbst anmeldet. Wie war das denn bei dir, war es da ein Problem dass deine Freundin dich angemeldet hat?

Da wird nichts wegsaniert, im Gegenteil.

Ja... Also im Moment "fühlt" es sich eben so an, als würde das was jetzt kaputt ist wegkommen und zurück bleibt nur ein Loch – eine Leere. DAs liegt aber vmtl daran, dassich mir so gar nicht vorstellen kann was auf mich zu kommt. Ist vllt auch eher eine kindliche Vorstellung, dass das kranke dann im Endeffekt einfach "weg" therapiert wird.

@ Nanni

Ich kann deine Angst auch gut verstehen. Zu denken das deine '' Persönlichkeit'' nachher wegtherapiert ist, aber das passiert nicht. Auch werden evtl Medikamente dich nicht in irgendwas verwandeln was du nicht bist.

Das mag jetzt auch sehr naiv sein, aber eben genau dieses "Meine Bedürfnisse unter andere stellen", Grübeln etc, das erscheint mir als teil von mir. Das ist es (unter anderem natürlich) was mich ausmacht. Und das wird dann verändert oder modifiziert oder irgendwie sowas...

Vor Medikamenten habe ich besondere Angst. Die machen zwar keinen andere Menschen aus mir, aber allein "Stimmungsaufhellende" Medikamente – da gruselt es mich schon. Wenn meine Stimmung von mir aus nicht so ist, dann will ich doch auch keine medis nehmen die das bewerkstelligen. Liegt vllt auch daran, dass ich unter der Pille unter extremen NW gelitten habe, unter anderem ging es mir da eben auch so schlecht wie jetzt, nur dass es dann besser wurde als ich absetzte und dachte, dass dann eben alles wieder gut würde. Deswegen habe ich vor anderen solchen medikamentösen Hämmern großen Respelt und möchte da eher einen großen Bogen drummachen

@ Schlitzauge

Aha, von der Logik her würde dann der vom "Tumor" ?? befreite Mensch sagen: nee, ich hätte den gerne wieder??

Nein, natürlich nicht ;-) So perfekt war diese Tumor-Analogie nicht, zugegebenermaßen. Ich wollte nur verbildlichen dass etwas "weggeschnitten" wird, was aber zu mir gehörte und dann eben weg ist und eine Lücke hinterlässt.

CTolchficin


@ who_made_who

Mir kommt das alles wie ein Riesen-Berg vor, über den ich nicht hinwegkomme.

Damit bist du nun wirklich nicht alleine.. :/

Ich würde mich da auch nicht selbst drum kümmern jetzt, weil ich mich einfach nicht traue und es mir vorkommt als könnte ich das eh nie schaffen... Ich weiß eigentluch, dass es richtig ist, aber ich kann es mir selbst noch nicht so eingestehen. Dahinter, dass JETZT was geschieht, stehen ja eher meine eingeweihten Freunde.

M~arDtiencxhen


Sunflower und auch aug333 schrieben ja, dass es oft wichitg ist, dass man sich selbst anmeldet. Wie war das denn bei dir, war es da ein Problem dass deine Freundin dich angemeldet hat?

Nein, aber mein erster Th. war auch sehr ... naja ... besonders. Lange Geschichte.

C6olchvicin


Also mein Kumpel hat heute direkt dort angerufen und einen Termin gemacht %:| Termin ist erst im Feb. weil vorher nix frei war und ich soll vieeel Zeit mitbringen... PANIK.

Ich hätte auch schon vorher kommen können, aber dann mindestens mit 2h Wartezeit... Dieses angebot habe ich mal dankend ausgeschlagen, der Termin kommt sicher schon früh genug %:|

S0unfloSwerQ_73


Man sollte halt auf sein Bauchgefühl achten bei der Therapeutenwahl... Darum rate ich ja auch immer: FRÜHZEITIG suchen, weil es z.T. etliche Monate dauert, bis man einen Platz bekommt.

Und vielleicht kann es ein Kompromiss sein: Anrufen, während eine gute Freundin neben einem sitzt und Mut macht. Und vielleicht auch ruhig zum ersten Termin mitnehmen, wenn es beruhigt.

Eine erste kleine Überwindung ist einfach hilfreich – aber eben auch nötig. Weil Therapie auch langfristig nur funktioniert, wenn man es schafft, offen zu sein.

Ansonsten ist Therapie (zumindest bei den Richtungen Verhaltenstherapie und auch bei tiefenpsychologischer Therapie) keine obskure "Zauberei" (bei Psychoanalyse bin ich eher skeptisch ;-) ). Sondern hilfreiche Gespräche, wo man selber sehr viel bestimmt, worum es geht. Welche Themen, welche Ziele/Veränderungen.

Sdun(flotwerx_73


Hmm... klingt eher nach Psychiater-Termin, aber nicht "echter" Therapie... Aber warte es ab, ein erster Schritt ist gemacht!

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