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Angst vor Termin bei Psychologe

LWe2wiaxn


13:56 war an a.fish.

S@unf3lo5werQ_7x3


Therapeuten haben i.d.R. nun mal keine Bürokräfte. Sie machen alles selber; vieles davon wird nicht bezahlt. Klar, ethische Prinzipien, aber Schulden und Praxismiete wollen bezahlt sein.

Und leider zeigen Studien, dass die Personen, die nicht mal den ersten Kontakt hinbekommen, eben in der Therapie auch nicht mitarbeiten (können). Das ist schade und traurig, ja. Aber was soll man machen? Was soll ein Therapeut machen, wenn ein Patient aus Angst vor der Therapie nicht kommt, nicht anruft, nichts sagt in der Sitzung? Wie soll er da arbeiten?

Diese erste Überwindung muss leider klappen. Quasi der Eintrittspreis für alles weitere.

Therapie ist halt nix, wo man sich auf den OP-Tisch legt und jemand anders macht für einen. Man muss selber ran. Und es ist völlig okay, wenn der Einstieg schwer fällt. Wenn man notfalls beim ersten Termin einen Zettel rüberschiebt wo draufsteht, was in dem Moment schon das Problem ist.

Aber anrufen und hingehen muss klappen.

Es gibt auch Therapeuten, die bei best. Ängsten nach Hause kommen. Aber da ist der Punkt, dass derjenige es halt nicht in die Praxis schafft. Was aber ein anderer Aspekt ist.

Es gibt sogar Studien die zeigen, dass Leute, die wg. angeblicher Dringlichkeit schneller einen Therapieplatz bekommen, viel häufiger abbrechen als Leute, die auf einen Platz warten müssen. Kann hier leider nix verlinken, weil das alles kostenpflichtige Datenbanken sind, an die man nur über Unis rankommt.

C1olc|hi;cin


Ich schätze wenn der leidensdruck (das ist ja quasi das Ausschlaggebende für ne Therapie) groß genug ist um so ein Telefonat zu führen ist er wohl auch groß genug um zumindest beim ersten Termin aufzutauchen. Schätzungsweise möchten die deswegen auch, dass man diesen symbolischen ersten Schritt selbst macht... Köntne ich mir zumindest vorstellen.


Ich weiß nicht genau wie ich weiter vorgehen soll.

Ich habe ja nun einen Termin bei einem Allgemeinmediziner – der allerdings auch psychiatrische Exploration anbietet. Die Idee meiner Freunde war wohl mich erstmal dahin mitzunehmen damit der mir sagt "Ja Frau C., eine Therapie ist angemessen und nötig und sie sollten am besten zu einem Psychiater/Psychologen/Psychotherapeuten damit gehen. Zu ihren Problemen kann ich ihnen besonders den Kollegen xyz empfehlen".

Ich hab nun mal selbst recherchiert und bin auf eine Praxis gestoßen die "Psychologische Psychotherapie" anbietet und bei den Behandlungsschwerpunkten eigentlich (unter anderem) auch alle meine "Baustellen" aufgeführt hat (Angststörungen, Essstörungen, depressive Stimmungen).

Der Termin bei dem Allgemeinmediziner ist Anfang Februar. Soll ich den Termin erstmal wahrnehmen oder soll ich versuchen es hinzukriegen bei der Psychologischen Praxis anzurufen? Was meint ihr? %:|

a].fisxh


Na also soweit willst du es doch wohl hoffentlich nicht kommen lassen oder?

Nein, das war nicht so ernst gemeint.

Was hast Du gemacht, wenn ich fragen darf? SVV? Oder bezügl. ES?

Lewian, wie gesagt, keine Ahnung. Ich weiß nicht mal, wie häufig es überhaupt vorkommt, dass andere Leute anrufen. Ich fand die Aussage von aug233 recht happig. Und die Erklärung halt nicht so überzeugend.

aK.fixsh


Soll ich den Termin erstmal wahrnehmen oder soll ich versuchen es hinzukriegen bei der Psychologischen Praxis anzurufen?

Warum nicht beides? Vermutlich wirst Du bei der Praxis eh warten müssen. Ich denke nicht, dass es problematisch ist, es auf mehreren Wegen zu versuchen.

@ Sunflower_73

Ok, dann hab ich nichts gesagt.

Cxolc(h:icxin


SVV, auch weil gestern noch was für mich schlimmes passiert ist %:|

Nein, das war nicht so ernst gemeint.

Gut ;-)

Ich frage mich auch ob das überaupt häufig ist. Ich kann mir das hauptsächlich bei Jugendlichen vorstellen, wo die Elter merken, da ist was (zBsp ES, SVV etc) und die dann anrufen und sagen "Mein Kind muss jetzt unbedingt sofort zu ihnen" – das Kind aber gar nicht will. Bei "Erwachsenen" kann ich mir das irgendwie nicht so vorstellen...

C)olcghqicin


Warum nicht beides?

Hmja... Weiß auch nicht. Wenn ich zuerst zum Allgemeinmediziner gehen würde könnte ich mich sozusagen um das Telefonat "drücken" erstmal. Andererseits verschiebt das natürlich acuh den ersten Termin weiter in die Ferne...

Es klingt komisch. Einerseits will ich dass was passiert und ich eine Therapie mache (Falls es gerechtfertigt ist), anderersetis denke ich dass ich das nich wollen "darf" und ich alles so weiter lassen laufen sollte wie bisher.

am.[fisxh


Mh, ich denke, bei Jugendlichen ist es eher die Norm, dass die Eltern sich an die Psychotherapeuten wenden, oder? War bei mir damals so und da gab es keine Probleme.

Kann passieren. Mach Dir keine Vorwürfe. Du hast jedes Mal die Möglichkeit, Dich anders zu verhalten. Mit dem einen Mal jetzt ist nichts verloren. hast Du häufiger Probleme damit oder war das eine Ausnahme?

MOart|iench|exn


Machs einfach. Machs jetzt, machs gleich. Je eher, desto besser.

S!uEnflo*wer_7x3


Mach' beides. Aber kontaktiere die Psychotherapie-Praxis schnell; i.d.R. ist mit Wartezeiten von 3-10 Monaten auf einen Therapieplatz zu rechnen. Das mal am Rande, so frustrierend es ist.

Aber ggf. hat der Arzt noch gute Tipps für weitere Praxen.

Aber selbst wenn der Arzt Dir das Okay gibt, dass Du eine Therapie brauchst (was selbst hier schon offensichtlich wird!): Er wird nirgendwo für Dich anrufen. Diesen ERSTEN Schritt musst Du gehen; er ist wichtig. Für die gesamte Therapie.

Es ändert also nix an dem Anruf beim Therapeuten. Und da die Wartezeiten oft lang sind, bekommst Du umso eher Hilfe, je eher Du anrufst.

Bzgl. Dummheiten (irgendjemand schrieb was von Aspirin & Rettungswagen):

Was soll das bringen? Schlimmstenfalls eine Fahrt in die Notaufnahme, je nach Verhalten maximal 48 Stunden Klinik. Man bekommt auch bei sowas die Therapie nicht hinterhergeworfen, sondern wird entweder nach Hause geschickt. Oder landet auf der Geschlossenen Station, wo akute Krisenintervention betrieben und und dann geht's nach Hause.

Ordentliche Therapie bekommt man entweder ambulant. Oder auf spezialisierten Psychotherapiestationen. Aber auch dort gibt es Vorgespräche,...

Gut, es gibt immer noch die Allgemeinpsychiatrischen Stationen in Kliniken. Aber das ist auch oft nur eher schlechte Notfallbehandlung in akuten Krisen.

Darum: BITTE überwinde Dich und rufe an. Es ist kein Bewerbungsgespräch, es ist "nur" ein Therapeut, der damit rechnet, dass Leute Probleme haben. Da muss man keinerlei perfekte Leistung erbringen oder perfekten Spruch auf dem AB.

Schreib' Dir auf, was Du sagen willst. Nummer für Rückruf nicht vergessen! Und notfalls anrufen und ablesen.

apug2x33


a.fish – frag mal 10 Chefärztinnen oder Chefärzte von Psychosomatischen Kliniken in Deutschland wie jemand telefonisch an sie heran kommt. Wahrscheinlich bei allen über die Sekretärin im Vorzimmer. Die ist als erste am Telefon. Für alle, auch für Frauen mit Gewalterfahrungen oder anderen Traumata. Wenn im Zuge der Gleichberechtigung an diesem Telefon ein Mann sitzt – was dann? Auflegen? Ja, haben einige getan und es später versucht, da war dann mal die Vertretung dran, weiblich. Wer trotztdem sagte um was es ging, der hielt auch die Monate bis zur Behandlung durch und profitierte davon. Die Erfolge dieser Ärztin haben bestätigt, dass sie in ihrer grundsätzlichen Hilfsbereitschaft eine Anfangsprobe stellte: "wie ernst ist es der Anfragenden mit der Therapie?"

Das gleiche Prinzip hat eine Psychotherapeutin über Jahre hinweg mit Erfolg wiederholt; die Praxis war stets ausgelastet.

Die Nachfolgerin ist eine Stunde pro Woche selbst telefonisch zu erreichen, ansonsten muss jeder auf den AB sprechen und sich wieder zu den Telefonzeiten melden.

Also nix mit da ruft mal jemand an für die gute Freundin.

C-olcBhicCin


@ a.fish

Öfter. Ich hatte eine längere Pause von ca 2-3 Jahren und seit nem halben Jahr gehts wieder los

@ Sunflower

Ich weiß dass es wichtig ist. Und es ist lächerlich wie schwer mir etwas banales wie ein Anruf im Alltag schon fällt, bei einem Therapeuten anzurufen und zu schildern was los ist scheint mir wie eine Aufgabe der ich nicht gewachsen bin. Es ist wirklich armselig.

Ich werds versuchen... :°(

H=aOtJabrxi


Der Termin bei dem Allgemeinmediziner ist Anfang Februar. Soll ich den Termin erstmal wahrnehmen oder soll ich versuchen es hinzukriegen bei der Psychologischen Praxis anzurufen? Was meint ihr? %:| ~Colchicin

Wäre es eine Möglichkeit, dort persönlich hinzugehen? Telefonieren scheint mir ähnlich wie dir zu gehen und ich finde, im Verhältnis zum Anrufen, das Hingehen einfacher. Gerade, wenn es eine Gemeinschaftspraxis ist, dürfte ja dort ein Empfang sein, Einzeltherapeuten haben sowas vermutlich eher weniger.

M@artiexnchen


Ich weiß dass es wichtig ist. Und es ist lächerlich wie schwer mir etwas banales wie ein Anruf im Alltag schon fällt, bei einem Therapeuten anzurufen und zu schildern was los ist scheint mir wie eine Aufgabe der ich nicht gewachsen bin. Es ist wirklich armselig.

Nein, ist es nicht. Hör mal auf, Dich so runter zu machen, das tut fast schon weh. Echt.

ap.fi#sh


Also nix mit da ruft mal jemand an für die gute Freundin.

aug233

Waum so hämisch?


Colchicin, Du packst das. :-)

Kennst Du Skills? Man muss vllt. ein bisschen suchen, bis man einen passenden findet, aber so akute Krisen kann man damit, find ich, ganz gut überbrücken

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