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Gibt's hier auch Hypochonder?

_!nokemiex_ hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forengemeine :-).

Ich bin ein so genannter Hypochonder, der "Albtraum jedes Arztes" und daher leider auch nie richtig ernst genommen, die meiste Zeit verlacht, weswegen ich meine "Beschwerden" kaum noch jemandem mitteile und das meiste mit mir selbst ausmache.

Wann genau diese Erkrankung bei mir begann, kann ich nicht mehr sagen. Schon als Kind habe ich immer übertrieben und dachte, dass harmlose Erkältungen wohl mit dem Tod ausgehen werden. Der Veracht ist auch ein wenig, dass das Verhalten abgeguckt sein könnte, weil meine Mama schon starke Hypochonderin ist.

Ich bin seit 2010 in psychotherapeutischer Behandlung, auch mal mit größeren Pausen dazwischen. Nachdem wir meine Kindheit durchleuchtet haben und ich bereits gelernt habe, dass ich Ängste zulassen muss, kann ich sagen, dass es auch wirklich leicht besser ist. Jedoch gibts leider Phasen in meinem Leben, da treten die Ängste wieder stark auf, vor allem, wenn was gefunden habe, was ungewöhnlich ist:

Komisches Geräusch beim Schlucken -> Speiseröhrenkrebs

Ungewöhnliche Magenschmerzen -> Darmkrebs

Mehr Muttermale im Sommer -> Hautkrebs

Angst vor Hautkrebs auf der Kopfhaut oder an Stellen, wo ich ihn nicht sehen kann

Übelkeit, Benommenheit -> Speiseröhrenkrebs

Dauererklärung, wie ich sie im Winter oft hab -> Leukämie

Kombination aus Mangenschmerzen, Rückenschmerzen, Husten -> Lungenkrebs mit Metastasenbildung

Augenlidzucken, Muskelzucken -> ALS

...

Die Liste könnte ich jetzt unendlich weiterführen. Durch Dr.Google kenne ich LEIDER alle möglichen Krankheiten. Das hat meine Ängste ganz arg verstärkt. Ich google mittlerweile überhaupt nicht mehr, aber: It cannot be unseen. Würde gerne mein Gedächtnis löschen lassen, was das angeht ]:D

So albern das alles klingt, desto schwerer ist es für mich. Denn es beeinträchtigt die Lebensqualität enorm, wenn man dauernd denkt, man sei schwerkrank.

Ganz besonders erschwerend ist für mich, dass ich einer der Hypochonder bin, die sich nicht zu einem Arzt trauen. In der Anfangszeit bin ich von Arzt zu Arzt gerannt, wurde aber stets ausgelacht.

Nun ja, mich interessiert nun, ob es andere wie mich gibt und wie ihr mit eurem Alltag so klar kommt *:) Gibt ja auch Phasen, wo mal "nichts" ist. Aktuell bin ich davon "überzeugt", einen Hirntumor zu haben dank Kopfweh an einer Stelle %-| Es nervt selbst furchtbar und ich frage mich, ob ich damit wirklich "die einzige" bin @:)

Grüße

Antworten
R3onaIld x60


Ach Du bist das .... ;-D

_CnoeeSmiey_


Hallo Ronald 60,

jetzt bin ich verwirrt ???

Rbo.naldx 60


Ich meinte das scherzhaft. Schau Dir doch hier mal die verschiedenen Themen und Titel an: Du bist nicht allein mit Deinen Ängsten!

E(nge)lcheOn43


Huhu hatte/habe das problem zeitweise auch mal/gehabt. :D

Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden das jeder irgendwann mal stirbt. :) meine leidensgeschichte fing schon mit 13 an wo ich 6 wochen auf einen klinikaufenthalt hatte :) weil ich angst hatte vor dem sterben.Und panikattacken bekam.

Naja habe auch ziemliche lange gebraucht um zu merken wann ich wirkliche Beschwerden habe und wann ich sie mir einbilde.

Kannst dir ja mal meine beiträge durchlesen :-D da wird so einiges stehn :)

Es ist leichter gesagt als getan, das weiß ic,h aber mach dir nicht so ein kopf. Man lebt nur einmal :)

IRsabxell


Ich bin seit 2010 in psychotherapeutischer Behandlung, auch mal mit größeren Pausen dazwischen. Nachdem wir meine Kindheit durchleuchtet haben und ich bereits gelernt habe, dass ich Ängste zulassen muss, kann ich sagen, dass es auch wirklich leicht besser ist. Jedoch gibts leider Phasen in meinem Leben, da treten die Ängste wieder stark auf, vor allem, wenn was gefunden habe, was ungewöhnlich ist....(...)...

Du klingst so, als weißt Du auch ganz genau, dass Du -wenn Du nur genug suchst- auch immer wieder etwas finden wirst. Das gibt mir so ein Gefühl, dass Du gewisse Ängste sozusagen "umwandelst". Also das, wovor die eigentlich Angst hast auf andere Dinge projezierst. Du konzentrierst sie auf eventuelle Krankheiten, weil das ja sehr ausbaufähig ist – das heißt, Du kannst emotional wenn das Angstgefühl kommt, es auf eine diffuse, unwahrscheinliche Krankheit (was Du vom Verstand her ja weißt) konzentrieren und Dich selbst dann damit beruhigen, dass es doch "nur Blödsinn" ist und so verschwindet das Angstgefühl wieder.....bis es erneut auftaucht, sich körperlich äußert, bzw. Du es mit körperlichen Symptomen assoziierst und so kannst Du wieder so verfahren es auf eine Krankheit zu schieben, Dich selbst beruhigen weil letztendlich die Symptomatik doch nicht passt und das Gefühl geht wieder für gewisse Zeit weg.....und so wird es weitergehen.

Es gilt herauszufinden worin die eigentlichen Ängste bestehen.

cOhrixs_hb


Hallo noemie,

ich bin auch von Krankheitsängsten betroffen, vor allem was das Herz betrifft. Das hat meinen Alltag extrem beeinträchtigt, ich habe sogar meinen Job deswegen verloren. Als ich mir dann eingestanden habe, daß bei mir ein psychisches Problem vorliegt und damit auch ganz offen umgegangen bin, habe ich auch noch ein großen Teil meines Freundskreises verloren. Ich bin trotzdem froh, daß ich mir psychotherapeutische hilfe gesucht habe.

Was das medizinische "Fachwissen" betrifft wünsche ich mir auch, daß jemand mit so einem Blitz-dingens kommt und mich zum Ahnungslosen macht ;-D Meine Ärzte und Therapeuten gucken immer ganz sparsam, wenn ich kardiologische Fachbegriffe 'runterleiere...

B<ruceF2x1


Gibt's hier auch Hypochonder?

Und ob,jede Menge ;-D .Ich war auch mal einer,hab den Mist aber glücklicherweise hinter mir.

Augenlidzucken, Muskelzucken -> ALS

ALS hatte ich meiner Meinung nach auch,dass war auch die Schlimmste Krankheitsangst.

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