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Empfindliche Menschen

SmvenNoVrden hat die Diskussion gestartet


Halllo an alle,

ist das Wort "empfindlich" für Euch sehr negativ belegt?

Sensibel vielleicht schon weniger vielleicht? Obwohl der Wortsinn vergleichbar ist.

Wie geht Ihr mit empfindlichen Menschen um?

Ich frage mich das gerade, weil ich zwar öfters denke: "Meine Güte", ist der/die aber dünnhäutig....regt sich wegen jedem Mist auf....". Auf der anderen Seite kann man mit selber das, so glaube ich, auch gerade vorwerfen. ":/

Es gibt einfach Punkte in meinem Leben, die mir gerade stark zu schaffen machen.....Da können Unbeteiligte erstmal überhaupt nichts dafür.....trotzdem machen mich gerade manchmal wirklich Kleinigkeiten traurig (oder auch wütend). Verstärkt natürlich bei Personen, die mir gerade wichtig sind.

Da ich beide Seiten kenne: selber von empfindlichen Menschen genervt sein.....selber "zu"? empfindlich sein: wie seht Ihr das?

Ich habe grundsätzlich das positive Menschenbild, dass Verhalten "erklärbar" ist. Und dass gerade angeschlagene Menschen auch mal Nachsicht brauchen. In intakten Beziehungen sollte man meiner Meinung auch "hinter die Kulissen" schauen wollen. Hellhörig werden, wenn jemand hier "auffällig" wird. Trotzdem wirft man jemadem mit gebrochenem Bein nicht vor, dass er nicht so gut laufen kann......

Das dünne Nervenkostüm jedoch macht zum Außenseiter. Seht Ihr das ähnlich?

Antworten
Mzo9llieTnchen


Nicht das dünne Nervenkostüm als solches macht zum Außenseiter, sondern der Umgang damit.

Ich bin selbst auch recht empfindlich und kann beim falschen Satz im falschen Moment schon mal ausfallend werden, aber ich habe das erkannt (nicht zuletzt durch Reaktionen anderer) und versuche nun, an mir zu arbeiten.

Jemand der unreflektiert einfach immer nur (verbal) um sich schlägt und rumzickt und immer die Schuld beim anderen sucht/sieht, verspielt es sich halt irgendwann. Da sind mir als die, die angezickt wird, die (vielleicht total nachvollziehbaren) Gründe dafür dann irgendwann wurscht.

A3prik0os\enmasrmeolade


Vielleicht denken aber manche Menschen auch zu wenig über das, was sie sagen, nach?

A@dri)annePx.


Vielleicht denken aber manche Menschen auch zu wenig über das, was sie sagen, nach?

Ja, denke ich auch.

Sensible Menschen bleiben schnell auf der Strecke, wenn sie kein stabiles Umfeld haben.

Denn "hart" zu geht es doch fast überall, oder? Wohl dem, der dann ein schönes Heim hat und liebevolle Freunde.

ANpri>kosen mar<melxade


Ich sage es mal so: was ab können muss man schon in der heutigen Zeit; aber das heißt nicht, dass man alles schlucken können muss oder sollte... bzw. man sich alles gefallen lässt.

A2d!rian&nePx.


was ab können muss man schon in der heutigen Zeit

Und die, die es nicht können?

Können vielleicht lernen, es sich nicht bzw. weniger anmerken zu lassen....

Können Glück haben und solche Glückspole im Leben finden, dass eine gewisse Balance hergestellt ist....

Kyleixo


SvenNorden

Das dünne Nervenkostüm jedoch macht zum Außenseiter. Seht Ihr das ähnlich?

Ich weiß nicht, ob ich Dich richtig verstehe. Was meinst Du konkret damit, dass Du sensibel bzw. empfindlich bist? Mich würde Deine Definition interessieren. Das, was Du bisher beschrieben hast, hört sich für so an, dass empfindliche Menschen schnell aus der Haut fahren und das hat für mich nichts mit Sensibilität zu tun.

Ich habe grundsätzlich das positive Menschenbild, dass Verhalten "erklärbar" ist. Und dass gerade angeschlagene Menschen auch mal Nachsicht brauchen. In intakten Beziehungen sollte man meiner Meinung auch "hinter die Kulissen" schauen wollen. Hellhörig werden, wenn jemand hier "auffällig" wird. Trotzdem wirft man jemadem mit gebrochenem Bein nicht vor, dass er nicht so gut laufen kann......

Für mich hat das nichts mit Sensibilität zu tun, sondern mit fehlender sozialer Kompetenz und Empathie. Sensibilität und Empathie gehört für mich zusammen. Mir fällt jetzt niemand ein, der sensibel ist und ihm Einfühlungsvermögen fehlen würde.

Für mich ist jemand empfindlich, wenn ihn viele Dinge berühren. Es sagt nichts darüber aus, wie er sich selbst verhält.

Snalxdo


Es geht aber auch in einer ganz anderen Richtung:

wenn man sich angegriffen fühlt, weil eine Handlung oder ein Satz etwas in einem berührt hat, dann ist man auch empfindlich.

Etwas anderes ist dann, wie man darauf reagiert. Aber wenn man an einer eigenen wunden Stelle getroffen wurde, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man mit den üblichen Mechanismen (Flucht, Starre oder Verteidigung) reagiert. Und viele reagieren mit Verteidigung, was dann wiederum andere verletzen kann, wenn dieser Verteidigungsangriff zu heftig ausfällt.

Aydr#iannjeP.


@ Saldo.

Ja. Und ich denke, dass jeder Mensch sehr empfindliche Punkte hat. Trigger.

PSauHlinIe11


ist das Wort "empfindlich" für Euch sehr negativ belegt?

Sensibel vielleicht schon weniger vielleicht? Obwohl der Wortsinn vergleichbar ist.

Für mich ist das nicht vergleichbar, ob jemand wehleidig (ist hier wahrscheinlich mit empfindlich gemeint) ist oder sensibel (also auch für die Gefühle anderer!)

A-priEkosenm>afrmelaxde


Könnten wir das nicht mal konkretisieren? Ich meine, habt ihr mal ein paar Fallbeispiele parat?

Ich hätte ja welche. :) Aber ich will mich hier nicht gleich so damit aufdrängen. :D

N\eu'jah|rstag


ist das Wort "empfindlich" für Euch sehr negativ belegt?

empfindlich = negativ

empfindsam = positv

Je nach Situation und in Abhängigkeit von anderen Eigenschaften der betroffenen Person kann dieselbe Eigenschaft – Sensibilität – positiv oder negativ sein.

A}prikos@enmarmXeladxe


was denkt ihr, woran das liegt, dass manche Menschen empfindlicher oder empfindsamer sind?

ich bin ja im Übrigen der Meinung, dass die meisten Leute mit Kritik z.B. nicht besonders klarkommen.

SSa(rapa182


Empfindsame im Sinne von einfühlsame Menschen sind es vielleicht deshalb, weil sie selber vllt schon viel negatives durchgemacht haben und sich somit einfach in bestimmte Situationen besonders gut hineinversetzen können.

Und hat vllt. auch mit der Erziehung zu tun könnte ich mir vorstellen, weil es spielt sicher eine Rolle wie die Eltern dem Kind Gefühle vermitteln bzw erklären.

Saaldo


Man muss da wohl trennen zwischen der Fähigkeit, Emotionen anderer wahrzunehmen oder sich selbst betroffen zu fühlen. Das erste kann eigentlich jeder, aber viele Menschen blenden das aus, weil sie nichts damit zu tun haben wollen.

Warum viele Menschen so sensibel auf bestimmte Trigger reagieren liegt in meinen Augen nur daran, dass sie noch ein unaufgelöstes Problem haben, dessen sie sich selbst oft nicht bewusst sind.

Ich habe mich zum Beispiel vor meiner Therapie sehr über Fehler anderer Leute aufgeregt: so nach dem Motto "Wie kann man so blöd sein?" Bis ich verstanden habe, dass niemand Fehler absichtlich macht und mich ja keiner ärgern will. Wenn ich mich ärgere, dann im Endeffekt nur über mich selbst. Eigentlich gibt es keinen Grund, dass ich mich ärgern lassen muss. Seitdem ich das verstanden habe ist es wesentlich schwerer geworden, mich zu ärgern. Aber sich das nur zu sagen, reicht halt leider nicht...

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