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Ich kann keine Nähe zulassen

f9ünfBeurRo hat die Diskussion gestartet


Hallo Ihr Lieben,

ich war mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Faden unter "Beziehungen" oder "Psychologie" stellen soll. Dann habe ich aber kurz darüber nachgedacht,d ass das Problem nur bei mir liegt und erst in zweiter Instanz mit der Beziehung zu tun hat.

Ich brauche Hilfe, definitiv. Ich kann einfach keine wirkliche Nähe zulassen. Die Ursachen kenne ich eigentlich schon: ich hatte eine schwierige Kindheit und seit meiner Kindheit wurde mir beigebracht,d ass es soetwas wie richtige feste Bindungen nicht gibt. Zumindest nie, ohne dabei verletzt zu werden. Dass dem nicht so ist, weiß ich eigentlich, aber ich kann nicht aus meiner Haut. Ich stehe unter dem ständigen Zwang, mich stark zu präsentieren und habe enorme Probleme damit, mein "wahres" Gefühlsleben preiszugeben. Wenn ich die Nähe zulasse, bin ich angreifbar und meine Erfahrungen haben mir bewiesen,d ass ich dann auch angegriffen werde. Wenn ich einen Mann kennenlerne, betone ich immer wieder,d ass ich keine Beziehung will und tu so, als wäre ich super locker und was weiß ich nicht alles. In Wirklichkeit wünsche ich mir aber diese Nähe. Ich kriege die Worte aber nicht über meine Lippen. Ich wurde mein Leben lang für meine Stärke bewundert und als ich sie nach meiner letzten Beziehung einfach nicht mehr halten konnte, habe ich mich so geschämt, schwach zu sein.

Ich wurde dazu erzogen: manche Dinge muss man aushalten können. Jetzt weiß ich, dass ich das gar nicht nicht musste, aber den Salat hab ich trotzdem.

ich stehe auf der Warteliste für eine Therapie.

Nun habe ich aber jemanden kennengelernt. Er gefällt mir und diesmal nicht, weil er so geheimnisvoll ist, sondern so eine Normalität in den Grundbedingungen (wie das klint...) ausstrahlt. Ich mag ihn wirklich. Seit meiner letzten Beziehung konnte ich beim Sex keine wirklichen Gefühle mehr aufbringen. Mit ihm habe ich geschlafen und es hat mir nach so langer Zeit gefallen |-o .

Und jetzt sieht es so aus: ich will es nicht versauen. Ich probiere, es locker zu sehen. Ich kann ihm aber nichtmal Komplimente machen, ohn es so "spaßig" zu sagen. Das ist mir jetzt peinlich, aber als er mir sagte,d ass er mich bis jetzt wahnsinnig toll findet, habe ich geantwortet "Ich finde dich sehr nett." Pause. "Ich finde viele Leute sehr nett.". Jede Emotion meinerseits spiele ich runter, dabei ist das nicht das, was ich fühle. Ich habe innerlich auf der anderen Seite so mit Verlustängsten zu tun. Das äußert sich bei mir aber in äußerlicher Abweisung. Ja toll, ich fühle, dass ich in seiner Nähe sein will, habe aber Angst,d ass er das nicht will und weise ihn ab. Irgendwie ein Teufelskreis. Im Moment sehe ich mich in einem Flugzeug mit offener Tür, kurz vorm Fallschirmsprung. Ich müsste springen, weiß aber nicht, ob er Fallschirm auch wirklich aufgeht.

Ja, was jetzt tun? Ihn will ich damit nicht belasten, zumal wir uns nicht so lange kennen. Dass ich irgendwie abgedreht bin, weiß er zum Glück noch nicht ;-D

Was wünsche ich mir von diesem Faden? Ratschläge, aufmunternde Worte, alles, was ihr dazu zu sagen habt, ALLES!

ich will es nicht versauen, bis jetzt funktioniert es, aber ich kann ihm ja nichtmal sagen,d ass ich ihn mag |-o

Danke schon jetzt einmal für´s Lesen @:)

Antworten
fqünfoeuro


Ich habe erst jetzt bemerkt, wie lang der Text mal wieder geworden ist %-|

Was mich auch interessiert, wie geht ihr mit sowas um? "Springt" ihr einfach?

Mein Problem habe ich ja erkannt, die Ursachen kenne ich auch, aber ich kann einfach nicht dementsprechend handeln. Ich habe ständig das Gefühl, mich nackt zu präsentieren und das macht mich verletzlich. Wenn ich mich aber kühl gebe, kann ich zumindest vor der Person, die mich eventuell angreift so tun, als würde es mich nicht treffen.

Das ist doch so völlig offensichtlich, aber ich kann da nicht raus, obwohl ich so gerne will :°(

M5adeNmoisxelle1


hallo fünfeuro (interessanter name ;-) )

ich schreibe mal ein paar worte, obwohl ich dir nicht viel dazu sagen kann. warum ich dann schreibe? weil ich deine situation kenne (vllt hilft dir dieses bewusstsein)

ich werde wohl von den meisten menschen als rational und kühl betrachtet, "habe eine harte schale aber weichen kern" sogar gefühlskalt musste ich mir schon anhören. oberflächlich betrachtet haben sie auch recht, aber das ist eben nur die facette die ich auflege um nicht verletzt zu werden. es ist mein schutz. aus angst vor enttäuschung, reue von meiner entscheidung mich zu öffnen. wenn ich jemanden kennenlerne der mich interessiert und merke das er mir gefällt merke ich wie ich ihn innerlich abweise und all diese gefühle nicht zulasse. was man dagegentun kann? naja...ich glaube man muss es einfach riskieren. in der hoffnung eine positive erfahrung zu machen. es gibt wohl nur dieses entweder, oder...entweder du lässt es bleiben und verschließt dich weiter oder du öffnest dich und siehstz was passiert. ich wünsche dir dir das du die richtige entscheidung finden wirst.

:)_

f[ün<feuxro


Liebe Mademoiselle (deutlich eleganter als meiner ;-D ),

genau das ist es auch bei mir. Ich werde als stark, kühl und überblickend beschrieben. Ich konnte bisher niemandems agen, dass ich das innerlich gar nicht bin.

Seitdem ich auf der Welt bin wurde aber auch genau das von mir verlangt. In meiner Familie ist sehr viel passiert und alles wurde auf dem Rücken von uns Kindern ausgetragen. ich durfte keine Schwäche zeigen und konnte meine Hilflosigkeit nicht mitteilen. Ein falsches Wort und meine Familie hätte mich emotional abgewiesen. Ja und mein selbst ausgesuchtes soziales Umfeld bewunderte mich für meine Stärke und ich konnte gar nicht mehr raus.

Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich diese Schutzmauer gebildet, weil ich viele Dinge einfach nicht verarbeiten konnte. Es wurde viel zu viel verlangt. Ein kleines Beispiel: als mein Vater starb, war ich 12 Jahre alt. Er war 4 Monate totkrank und lag im Krankenhaus. Das Krankenhaus war 2 Stunden von unserem Wohnort entfernt. Keiner wollte mich mitnehmen, keiner hat mit mir darüber geredet. Ich sollte ihn nicht noch nerven hieß es immer. Ich habe ihn heimlich angerufen. Als er dann starb, hat mich die ganze Familie väterlicherseits ausgeschlossen, weil ich meiner Mutter (die beiden ließen sich vor über 20 jahren scheiden) zu ähnlich sehen würde. Schon bei meiner Geburt wurde meine Mutter dafür verurteilt, dass sie meinem hochgelobten Bruder sowas antun würde. Solche Aussagen höre ich bis heute. Meine Geburt hätte meinem Bruder nie gut getan.

Ein winziger Bruchteil von allem,w as so passierte. Ich komme heute damit zurecht, bin umgezogen und konnte mich endlich aus diesem Umfeld lösen. Zu Familienfeiern sehe ich sie noch, aber da bin ich abgestumpft, ich glaube ihnen nicht mehr,w as sie mir an den Kopf werfen.

Ich habe allgemein sehr lange gebraucht, mir einen Therapieplatz zu bekommen. Bis heute denke ich, dass meine Problemchen nicht gravierend genug sind. ich kenne die Ursachen, also was kann der Therapeut tun?

Abhängig von meinem Selbstbewusstsein habe ich mir dann auch die Männer ausgesucht. Natürlich bin ich immer auf die Schnauze gefallen. Ich will es diesmal richtig machen, habe ganz andere Kriterien für eine Beziehung und will diesen Mann. Ja, aber was mach ich jetzt? ich will es auf Krampf nicht versauen :°(

Ich kämpfe ständig damit, ihn endlich an mich ranzulassen und den Gedanken, ihn innerlich schon abzuservieren, damit er mir bloß nicht zu nahe kommen kann. Ich suche ständig Punkte, die mich stören, damit ich innerlich schon abschließen kann. So als Ausgleich für mein Verliebtsein. Dabei will ichd as gar nicht. Ich lasse ihn das nicht spüren, aber ich glaube, er fragt sich auch langsam, wieso mein grösstes Kompliment an seine Nettigkeit ging.

Es tat alleine schon gut, das Ganze mal etwas von der Seele zu schreiben. Ich kann es keinem sagen, ich fühle mich so, als würde ich einen großen Teil meines Gesichts verlieren. Ich weiß, dass es nicht so ist. Aber nichtmal meiner allerbesten Freundin kann ich mich anvertrauen. Es hat 11 Jahre gedauert, bis ich ihr mal erzählt habe, dass ich emotionalen Abstand zu meiner Familie halten will. Die Gründe konnte ich ihr nicht nennen. ich weiß gar nicht, wieso nicht :°(

Es gibt Momente,d a denke ich mir: sag es, lass es einfach raus. Und dann bin ich kurz davo und es geht nicht und ich relativiere alles wieder in meinem Kopf und denke mir, dass es vielen leuten viel schlechter ging als mir. Auf der anderen Seite kann ich es nicht sagen, weil ich kein Mitleid will. ich würde damit diese aufgebaute Stärke verlieren und das geht einfach nicht. Ist doch irgendwie paradox, nicht ???

Ich danke dir für deine Worte, es fühlt sich (so komisch das in diesem Zusammenhang klingen mag ;-D ) gut an, nicht alleine mit diesem problem zu sein @:)

M#usta'ngJaxck


Hallo 5Euro

Ich würde mich sehr gerne mit Dir austauschen denn ich glaube das wir uns beide helfen können. Ich bin ein Mann der verzweifelt ist weil er mit einer Frau befreundet ist die genau wie Du ist. Es ist soviel passiert und ich bin am Ende ,dabei liebe ich Sie ganz arg.. Magst Du Erfahrungen austauschen damit wir beide voneinander lernen und uns Hilfe für das Leben geben ?

Udo

K\naGckxs


Ja, Angst vor Verletzungen zu haben, macht einen Menschen gefühlskalt nach aussen. Aber offensichtlich ist es in der jüngeren Generation akzeptiert, "cool" zu sein.

Wenn ich einen Mann kennenlerne, betone ich immer wieder, dass ich keine Beziehung will

Da gibt es dann den Typ "Verkäufer", der beim "nein" erst richtig warm wird, aber die ehrlichen, warmherzigen, wirst du damit abschrecken und erneut eine Enttäuschung generieren, was dich noch "cooler" macht.

Steig aus und schreibe dein Eingangsposting von Hand auf ein Papier und gebe es deinem "Liebsten" zum Lesen. Besser kannst du deine Situation nicht darstellen.

KOn$ackTs


Ich stehe unter dem ständigen Zwang, mich stark zu präsentieren

Verständnisfrage: Meinst du das körperlich? Ziehst du dich aufreizend an?

Kfletterpqflanzxe80


genau das ist es auch bei mir. Ich werde als stark, kühl und überblickend beschrieben. Ich konnte bisher niemandems agen, dass ich das innerlich gar nicht bin.

Du glaubst gar nicht wie befreiiend das dann ist, wenn man das endlich schafft oder zumindest es einen oder gar mehrere gibt, die aus welchen gründen auch immer das ganze durchschauen und die wahrheit oder zumindest teile davon kennen (und einen mögen versteht sich) und man dann das bewußtsein hat, dass man sich nicht immer verstellen muss. Nein dadurch wird dann nicht automatisch alles besser und die probleme bleiben bestehen und es ist dann immernoch ein unendlich langer weg und selbst solchen wird man dann lange nicht imemr alles sagen können und zeigen können. Aber alles braucht eben seine zeit, dass erreichen zu wollen halte ich auf jedenfall für wichtig.

Die frage ist nur, ob du dich da mit nem partner nicht übernimmst und es nicht leichter wäre, das erstmal bei freunden zu versuchen. Anderseits kannst du antürlich auch auf den knoten effekt hoffen,d ass der dann platzt auch weil du ihn so toll findest. Aber irgendwie befürchte ich das ihn das überfrodern könnte bzw. deine erwartungen dann sehr hoch sind

Es gibt Momente,d a denke ich mir: sag es, lass es einfach raus. Und dann bin ich kurz davo und es geht nicht und ich relativiere alles wieder in meinem Kopf und denke mir, dass es vielen leuten viel schlechter ging als mir. Auf der anderen Seite kann ich es nicht sagen, weil ich kein Mitleid will. ich würde damit diese aufgebaute Stärke verlieren und das geht einfach nicht. Ist doch irgendwie paradox, nicht ???

Das ist üblich, dass sich leute sagen ihnen ginge es gar nicht so schlecht, oft als schutzmaßnahme bzw. symptom, entweder weil sie sich selber zu klein machen, aus angst oder gerade weil sie sich selber zu groß machen und sie sich nicht eingestehen dürfen, dass sie ein problem haben., gerade wenn das ganze selbstbild daran hängt. Ich finde das nicht paradox, sondern ziemlich logisch. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein.

Bdalelnciaga


Verständnisfrage: Meinst du das körperlich? Ziehst du dich aufreizend an?

":/

Wenn man den erste Beitrag gelesen hat, dann drängt es sich einem doch förmlich auf, dass in dem Satz ein "als" fehlt! Dass sie sich "als" stark präsentiert. Darum geht es doch in diesem ganzen Faden. Verstehe ich nicht, dieses Missverständnis.

v#i}o2


ich will es auf Krampf nicht versauen :°(

aber da steckt etwas drin: du verkrampfst und ein Kampf sollte es auch nicht sein.

Vielleicht hilft es dir, der Tatsache ins Auge zu schauen, dass man eben mit jeder Beziehung eingeht, verletzt zu werden. Liebe macht verletzlich und kann beim scheitern sehr weh tun. Aber ohne dieses Risiko ist sie nicht zu haben.

Wenn man nicht in einem Mittelmaß der Gefühle leben will und die schönen Höhen kennenlernen und genißen will, muss man auch die Tiefen mitunter aushalten.

Es ist irgendwie wie im Gebirge, man steht nicht immer auf dem Berg und manchmal muss man um auf diese zu kommen auch Täler durchwandern.

Wenn du dir vorher darüber im klaren bist, geht es vielleicht.

Probier es doch einfach mal, mach vieles anders.... öffne dich.... es kann doch eigentlich nur besser werden, sprich: mal eine Beziehung gut gehen.

aHuevnwa}ldxer


Hallo fünfeuro und alle anderen,

in euren beschriebenen Situationen finde ich mich eigentlich immer als "der Partner, der abgewiesen wird" wieder.

Ich weiß, sie liebt mich, hat sogar eine Therapie begonnen um u.A. das Näheproblem zu lösen und mehrfach betont, dass sie sich nicht wie bei allen vorher zurückziehen und schlussmachen will um sich zu schützen.

Nun wurde ich vor dieser Beziehung aus heiterm Himmel verlassen, ohne je einen halbwegs nachvollziehbaren Grund erkennen zu können und war seit dem auch eher verschlossen was Gefühle anging – bis vor einigen Monaten.

Da spürte ich dann wieder dieses Stechen in der Herzgegend wenn ich an sie – meine jetzige Freundin – dachte. Bis dahin war für mich ihr Näheproblem eben kein Problem – nun aber immer mehr.

Es gibt/gab Tage, da konnte sie Nähe zulassen, sogar bis zum Sex, und dann wieder welche, wo sie sich nach wenigen Sekunden wieder aus meinem Arm löste – diese überwiegen leider in letzter Zeit. Auch einfach mal von ihr "überfallen" zu werden, mit umarmen und küssen, wie man es z.B. bei frisch verliebten beobachten kann, gabs bisher nicht.

Dazu kommt, dass sie immer etwas zu tun braucht, was sie vom Kopf her ein wenig fordert.

Dadurch kommt das Gefühl geliebt zu werden, auch zu kurz – und das tut immer mehr weh.

Im über Probleme Reden tue ich mich schwer – und sie noch mehr (nicht das ich es nicht versucht hätte). Das Thema wird dann meist nur mit zwei, drei Sätzen besprochen und dann schnell gewechselt. Was soll/kann ich tun um das miteinander Reden zu erleichtern?

Für mich wäre es das Schönste, wenn sie z.B. beim Film gucken oder spät Abends sich an mich kuschelt und in meinem Arm einschläft. Sex wäre natürlich das i-Tüpfelchen – wenn sie schon schläft aber vermutlich nicht die beste Idee. Sowas geht bislang leider nur, wenn sie (nach eigener Aussage) müde/k.o. ist.

Kurzum: Ich brauche (mehr) Nähe, durch kuscheln o.Ä. und sie will Nähe, kann sie aber selten zulassen.

Danke fürs lesen und helfende, aufbauende und ermunternde Antworten

TPejs3tra le


Ich finde das ist ein zweischneidiges Schwert, ich habe leider erfahren müssen, das ich die Verhaltensweisen, die ich an anderen als "verletzend" empfinde, selbst habe.

Es ist ja so, das man nur von Leuten "verletzt" werden kann, die man "attraktiv" findet! Oft genug habe ich mich selbst "verletzend" verhalten bei Leuten die ich nicht "attraktiv" empfand!

r}3g_gaEe-g?ixrl


Mir geht es genauso und ich finde mich hier in vielen Beiträgen wieder.

Ich weiß, sie liebt mich, hat sogar eine Therapie begonnen um u.A. das Näheproblem zu lösen und mehrfach betont, dass sie sich nicht wie bei allen vorher zurückziehen und schlussmachen will um sich zu schützen.

Das könnte ich sein, außer dass ich es noch nicht geschafft habe eine Therapie zu machen.

Auch ich sehe die Ursachen in der Kindheit: Meine Eltern, arbeiteten viel, waren selten zu Hause und beide sehr gefühlskalt, was auch von uns Kindern erwartet wurde. Gefühle zeigen = Schwäche und wurde quasi sanktioniert indem meine Eltern immer sehr böse wurden, mir zeigten dass man sich so nicht verhält und nur noch das Nötigste mit mir sprachen.

In meinen Beziehungen hatte ich bis jetzt immer Probleme mich zu öffnen und lege auch Verhaltensweisen und Worte schnell auf die Goldwaage. Ich ziehe mich schnell zurück aus Angst verletzt zu werden und kann darüber aber auch nicht sprechen, da ich Angst habe, dass mein Partner schlecht über mich denkt ODER sich meine Vermutungen bestätigen bzw. dass er es einfach nicht versteht.

Mit meinem Exfreund habe ich Kurzschluss – ähnlich Schluss gemacht, da ich in dem Moment einfach überfordert war.

In meinen jetzigen Freund bin ich sehr, sehr verliebt und ich will es einfach nicht versauen, aber ich stehe mir wie immer selbst im Weg und fühle mich in meinem eigenen speziellen Beziehungsmuster gefangen (ab und zu habe ich das Gefühl, fremdgesteuert zu sein: Ich will eig. anders handeln, aber am Ende siegt die Angst und ich laufe wieder davon). Am Liebsten würde ich sofort Schluss machen, einfach nur um mich nicht öffnen zu müssen und dem Risiko des Verletzt Werdens aus dem Weg zu gehen, aber dafür ist er mir zu wichtig und es ist einfach zu schön mit ihm.

Über einen Austausch und Tipps würde ich mich auch freuen und ich fand es sehr interessant zu lesen, wie es auf der 'anderen Seite' aussieht.

Übrigens habe ich das Problem auch nur, wenn mir jemand wichtig ist und auch eher in Beziehungen als bei meinen Freunden. Bei irgendwelchen Bettbekanntschaften oder sonstigen Beziehungen war das kein Problem und ich war ganz normal, aber sobald ich jemanden wirklich mag geht das Gedankenkaroussel in meinem Kopf los und mutiere zum Zombie ;-)

L*ovHxus


Hallo fünfeuro,

ich kenne die Ursachen, also was kann der Therapeut tun?

Die Frage klingt rhetorisch, als wäre sie schon beantwortet: Nichts. Aber du wartest ja auf einen Therapieplatz, also ist da doch Hoffnung. Vielleicht auch die Art Hoffnung, die enttäuscht werden kann. Und da hast du dir die negative Antwort schon mal vorbereitet. Habe ich hier im ganz Kleinen dein Muster aufblitzen sehen? Oder doch völlig überinterpretiert?

Die Frage als echte Frage finde ich jedenfalls ganz wichtig :)^ .

Wenn die Ursachen dazu geführt haben, dass es jetzt so ist, wie es ist, und du gerne möchtest, dass einiges anders wäre, dann wirst du dich von den eingeschliffenen Mustern lösen und neue Verhaltensweisen probieren müssen, die dann als neue Ursachen für ein anderes Leben wirken können. Dich in diesem Prozess zu begleiten, wird dem Therapeuten jede Menge zu tun geben. Aber mehr noch dir selber :)* .

Bevor du dich weiter in der Spirale von Krampf und Selbstvorwürfen dass du nicht kannst, was du so gerne können willst drehst, kannst du versuchen, deine Gedanken freizukriegen, indem du was ganz anderes ausprobierst. Frei nach dem Motto: Die Tür ist meist nicht da, wo man mit dem Kopf durch die Wand will :-D .

L%ov4H4us


Ich Idiot, ich habe gar nicht gemerkt, dass der Faden über ein Jahr alt ist |-o .

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